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FARBIG

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB2
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Eintrag · Grimm Neubearbeitung (1965–)

FARBIG adj.

Bd. 9, Sp. 147
FARBIG adj.mnl. var(u)wich, nnl. vervig. abl. von farbe f. im mhd. erscheint ‐verwic vereinzelt in komposita. die umgelautete form DWB2färbig ist sehr selten. 1 farbe enthaltend. a mehrere farben aufweisend, bunt: 1565 die veraͤnderung der wasser vnd trencken gibtauch sprecklechte mancherley faͤrbige laͤmmer Heyden Plinius 247. 1612 da er mit einem sehr schönen weissen, vnd auff beyden seyten einer hand breyt bundt oder farbig gewebenen tuch vmbgeben vnd bekleidet war reisebeschr. dt. beamte 2,43 N. ⟨1698⟩ dieses häutgen macht um den augapfel auch gleigsameinen farbigen regenbogen Jüngken leib-artzt (1699)109. 1734 ja der senat erlaubte auch denen damen sich ihrer diamanten zu bedienen und so lange der prinz zu Venedig bleiben würde, färbige kleider zu tragen Pöllnitz, Sachsen 42. 1766 dieses kleid wird aus allerhand farbigem zeüg verfertigt, und bedeket den gantzen leib qu. dt. volkskde. 5,135 G./M. ⟨1819⟩ und hiermit schwang er sich schnell auf sein pferd und ritt zwischen den weinbergen und blühenden gärten in das farbige, schallende land hinein, selber so bunt und freudig anzuschauen, wie der morgen vor ihm Eichendorff gesamtausg. 2,320 B./G. ⟨1872⟩ es war schön, noch an der grenze des winters unter grünen bäumen und farbigen, duftenden blumen (camelien, hyacinthen, tulpen, rhododendren) zu speisen Bluntschli denkwürdiges 2,235 S. ⟨1910⟩ Pfeffel hatte auf dem rohrstuhl in tempels mitten platz genommen, mit einer farbigen decke weich umhüllt Lienhard ges. w. (1924) I 2,28. 1994 zuvor hatte er unter anderem farbige entwürfe für tassen und teller gezeichnet frankf. allg. ztg. 275,B5. b eine bestimmte, einzelne farbe aufweisend: 1612 in dieser zeit ware der rote wein hocher wert als der weiße, do kame an tag die falscheit, damit etzliche betriger umgingen, so mit den trauben vom hartholz in den hagen den wein farbig und rot machten Mechtel limb. chr. 182 K. 1678 der seebaers hat ein zeichen, so wenig fischen gemein ist, nemblich schwartze striche uber den rücken, und dessen leib ist seegrün glimmend farbig Nyland/H., schauplatz 4,286b. 1707 ob in den oder jenen pferde=stalle die und die farbige pferde nicht ständen J. G. Schmidt speculationes 849. 1771 must’ er nicht an dem quell die hand, das antliz/ von dem blute der erderob’rer farbig,/ waschen Klopstock oden 1,206 M./P. 1817 sie waren vor zeiten mit bunten farben bemahlt, auf einem farbigen grunde, so wie am kapital der mittelsten säule auch die blätter weiß auf grünem grunde waren Fiorillo zeichnende künste (1815)2,249. 1891 schlämmendes wasser, welches die mit angesogenem wasser gesättigten steintheilchen .. zum schwimmen bringt und mit ihnen eine farbige brühe, d. i. schlamm, darstellt Senft wanderungen 194. 1924 in jedem schenkel (des thermometers) befindet sich ein farbiges stäbchen aus glas Woytacek glasbläserei 157. 1970 beim ‘ätzdruck’ wird farbiges gewebe mit einer chemikalie bedruckt, die in einem weiteren arbeitsgang die farbe des gewebes herausätzt (kattundruck) Kirchner satz 176. c eine andere als eine helle hautfarbe besitzend: ⟨1838⟩ ins boot wirftder weiße matrose sich,/ und der schlanke farbige laskar Freiligrath s. w. 2,24 Sch. 1861 im gegensatz hierzu sind die meisten farbigen völkerstämme am körper wenig behaart Moleschott skizzenb. 239. 1914 es dürfte sich um farbige soldaten handeln amtl. kriegs-depeschen [1916]1,115. 1979 wer es mitte der fünfziger jahre als farbiger Jamaikaner tatsächlich zu etwas wohlstand gebracht hatte, schwärmte eher für den rock ’n’ roll der weißen zeit 20,49. 2 zur herstellung von farbe, zum färben geeignet; selten: 1765 unter den farbigen materien, welche sich im lakkiren theils als oel= theils als wasserfarben gebrauchen lassen, ist die erste das schieferweis Halle werkstäte (1761)4,157. ⟨1852⟩ es scheint, dass man die sache stets durch die mischversuche mit farbigen pulvern als vollständig erledigt angesehen hat Helmholtz wiss. abh. (1882)2,7. 3 lebendig, anschaulich. von DWB21 a her: 1809 deine darstellung .. ist nehmlich so lebendig und farbig, daß sie sich von selbst in bunte bilder .. verwandelt hat Uhland brw. 1,117 H. 1917 das englische wort ist unter allen umständen vornehmer, verleiht seinem aussprecher oder schreiber eine höhere weihe, als das edelste, kernigste, farbigste deutsch Engel sprich 281. 1994 die schilderungen sind farbig, die diktion ist immer vielsagend, die autorin schwätzt nie frankf. allg. ztg. 179,R2.Casemir
4426 Zeichen · 74 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Farbig

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Farbig , adj. et adv. eine gewisse Farbe habend. Farbige Erden, Tücher, Zeuge u. s. f. Oft auch in engerer Bedeutung zum…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    farbig

    Goethe-Wörterbuch

    farbig etwa 900 Belege, vereinzelt ‘-icht’ (zB N5 1 , 43,26 BeitrOptik I 75 ) 1 in der bild Kunst, auch von kunstgewerbl…

  3. modern
    Dialekt
    farbig

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    farbig [fàrwiχ Str. ; fòrwi K. Z. AEckend. ] Adj. bunt (welches fehlt). — Schweiz. 1, 991.

  4. Spezial
    farbig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    far|big adj. 1 (bunt) da corusc 2 da corú 3 colorí (-ris, -rida) 4 (mehrfarbig) zinch (zinc, zincia), policrom (-s, -a) …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit farbig

18 Bildungen · 5 Erstglied · 9 Zweitglied · 4 Ableitungen

Ableitung von farbig

farb + -ig

farbig leitet sich vom Lemma farb ab mit Suffix -ig.

farbig‑ als Erstglied (5 von 5)

farbigabklingend

GWB

farbig-abklingend Sonnenuntergang. Die farbig-abklingende Helle N11,300,12 [ vgl der farbige Rückzug der nach und nach versinkenden Helle N1…

Farbiger

Pfeifer_etym

far·biger

Farbe f. ‘Oberflächentönung, optischer Eindruck, Mittel zur Kolorierung’, ahd. far(a)wa (8. Jh.), mhd. varwe, var, mnd. varwe, mnl. var(u)we…

Farbiger Stich

Meyers

farbiger·stich

Farbiger Stich , entweder im allgemeinen jeder schwarze Kupferstich, auf dem der Stecher durch geschickte Behandlung von Licht und Schatten,…

Farbigkeit

LDWB2

farbig·keit

Far|big|keit f. (-,-en) 1 ‹fig› colorit (-ic) m. 2 coloraziun (-s) f. 3 (Buntheit) varieté (-s) f. 4 (Anschaulichkeit) vivazité (-s) f. 5 po…

farbigschön

GWB

farbig·schoen

farbig-schön mBez auf die das Verschwinden fremder Zusätze anzeigende Farbe beim Ausglühen von Schmiedesilber; im Gleichnis von der Leistung…

farbig als Zweitglied (9 von 9)

aschenfarbig

DWB

aschen·farbig

aschenfarbig , colore cinericio: ihre haare waren aschenfarbig. J. E. Schlegel 3, 488 . vgl. ascherfarbig.

Êrbfarbig

Adelung

erb·farbig

Êrbfarbig , adj. et adv. der Erde an Farbe gleich, S. Adelung Erdfarbe 1.

gleichfarbig

DWB

gleich·farbig

gleichfarbig , adj. , schon mhd. gleichvirbig ( s. u. 3), vgl. auch mhd. gelîch gevar Walther 5, 5 ; Wolfram Willehalm 20, 9 . häufig auch i…

Hirschfarbig

Adelung

hirsch·farbig

Hirschfarbig , adj. et adv. der gewöhnlichen röthlich braunen Farbe des Hirsches gleich oder ähnlich. Ein hirschfarbenes Pferd.

Nußfarbig

Adelung

nuss·farbig

Nußfarbig , adj. et adv. diese Farbe habend. Ein nußfarbenes Tuch.

Purpurfarbig

Adelung

purpur·farbig

Purpurfarbig , adj. et adv. diese Farbe habend; purpurroth. Ein purpurfarbenes Tuch. Ein purpurfarbiges Kleid. In der höhern Schreibart purp…

strohfarbig

DWB

stroh·farbig

-farbig , adj. , wie strohfarben, doch seltener als dieses bezeugt: strohfarbige kapseln ( des hornkrauts ) Schlechtendal flora v. Deutschl.…

wachsfarbig

DWB

wachs·farbig

wachsfarbig , adj. der gelben farbe des wachses gleich. Adelung. seltener wachsfärbig, couleur de cire, jaune. Rondeau .

Ableitungen von farbig (4 von 4)

Farbige

Meyers

Farbige , im Gegensatz zu den »Weißen«, deren Haut nur vom durchscheinenden Blut gefärbt wird, alle Menschen, die in ihrer Haut ein besonder…

gefarbig

RhWB

ge-farbig jəfErbəχ (neben frwəχ ) Daun-Tettschd Adj.: dass.; dat Kled hot en g. Forf.

Mißfarbig

Campe

Mißfarbig , adj . u. adv . 1) Mannichfaltige Farben habend, bunt. 2) Widrig verschiedene Farben habend, oder auch nur Eine widrige Farbe hab…

unfarbig

DWB

unfarbig , unfärbig , adj. adv. vgl. ahd. âfaro. mhd. unvar, anffar Folz meisterl. 37, 106 , missevar, übelvar; miszfarbig, abvar, abfarb ( …