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Empor

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
11 in 9 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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10

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Empor

Bd. 1, Sp. 1800
Empor, ein Umstandswort des Ortes, in die Höhe, in der Höhe, welches in dem gemeinen Sprachgebrauche veraltet, und nur noch in einigen Ableitungen und Zusammensetzungen, ingleichen in der höhern Schreibart mit einigen Zeitwörtern, anstatt der mit auf zusammen gesetzten Zeitwörter, so wohl in eigentlicher, als figürlicher Bedeutung vorkommt. Die vornehmsten Verba, mit welchen dieses Umstandswort noch zuweilen gefunden wird, sind:[]Bleiben. Empor bleiben, in der Höhe bleiben, nicht untersinken; ingleichen figürlich, in Ehren, in Ansehen bleiben. Bringen. Empor bringen, in die Höhe, ingleichen zu Ansehen bringen, aufbringen. Gehen. Mein Herz geht empor, wie Meereswogen im Sturm, Weiße. Halten. Dieweil Mose seine Hände empor hielt, 2 Mos. 17, 11. Eine Art, die ihre Augen hoch trägt, und ihre Augenlieder empor hält, Sprichw. 30, 13. Heben. Darum wird er das Haupt empor heben, Ps. 110, 7. Du kränkest dich über das, was uns trösten und uns über die Widerwärtigkeiten empor heben sollte. Kaum heb' ich meine Hand empor. So steigt hier ein Pallast und dort ein Thron hervor, Gell. Helfen. Der den Betrübten empor hilft, Hiob 5, 11. Kommen. Empor kommen, in die Höhe kommen; ingleichen figürlich, zu Ehren, zu Ansehen kommen. Schweben. Wie die Vögel schweben empor, Hiob 5, 7. Ihre Widersacher schweben empor, Klagel. 1, 5. Schwingen. Sich durch seine Tapferkeit zur höchsten Würde empor schwingen. Starren. Sein Auge starrte empor, er athmete ganz schwach, Weiße. Stehen. Hoch stehet dein Wipfel empor, Geßner, von der Eiche. Steigen. Empor steigen, in die Höhe steigen; ingleichen figürlich, zu Ehren, zu Ansehen gelangen. Stellen. Denn wer jetzt kleinen Schein Erwählet, soll hernach empor gestellet seyn, Opitz. Tragen. Und die Wasser wuchsen, und huben den Kasten, und trugen ihn empor über der Erden, 1 Mos. 7, 17. Treten. Und Abjathar trat empor, 2 Sam. 15, 24, trat auf. Wachsen. Und die Dornen wuchsen empor, Marc. 4, 7. Wallen. Wo der Rauch in die Luft empor wallt, Geßn. Wollen. Empor wollen, in die Höhe wollen, so wohl eigentlich, als figürlich. Anm. Dieses Wort lautet unter den Schwäbischen Kaisern <Em>enbor, bey dem Hans Sachs entbor, in dem Theuerdank aber schon empor. Die letzte Hälfte gehöret zu dem Verbo bären, tragen, welches in dem Munde der neuern Oberdeutschen, denen dieses Nebenwort vorzüglich eigen ist, sein b in ein p verwandelt hat. S. Bahre und Borwisch. Die erste Sylbe ist gleichfalls das Vorwort in, welches um des folgenden Lippenbuchstabens willen, sein n in nt und nachmahls in m verwandelt hat. S. Em und Ent.
2567 Zeichen · 57 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Empor

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Empor , ein Umstandswort des Ortes, in die Höhe, in der Höhe, welches in dem gemeinen Sprachgebrauche veraltet, und nur …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    empor

    Goethe-Wörterbuch

    empor nach oben, aufwärts, in die Höhe; iVbdg mit Verben teilw übergehend zum Kompos (vgl auch die folgenden Bildungen) …

  3. modern
    Dialekt
    empor

    Bayerisches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    empor Band 2, Spalte 2,1678

  4. Spezial
    empor

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    em|por adv. söpert, insö, alalt.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit empor

210 Bildungen · 208 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von empor

emp- + or

empor leitet sich vom Lemma or ab mit Präfix emp-.

empor‑ als Erstglied (30 von 208)

emporarbeiten

DWB

empor·arbeiten

emporarbeiten , sich, in die höhe, zu einer höheren stufe hinaufarbeiten: noch nicht zur völligen meisterschaft emporgearbeitet. Göthe.

emporbeben

DWB

empor·beben

emporbeben , wie emporzittern: dasz die wehmut mir emporbebt in dem anklang der empfindung. Voss.

emporbiegen

DWB2

empor·biegen

emporbiegen vb. : 1590 Grosser landtwirtschafft O 2 a . ⟨1948⟩ Pfitzner reden 165 A.

emporblähen

DWB

empor·blaehen

emporblähen , dann auch die decke, die von elastischen dunen des polannistenden eiders luftig empor aus der enge sich blähete. Luise a. l. h…

emporblasen

DWB

empor·blasen

emporblasen , in die höhe blasen: der wind bläst das dürre laub empor; federn emporblasen, in die luft blasen.

emporbleiben

DWB

empor·bleiben

emporbleiben , sublimem ferri, oben bleiben: viele ertranken, éiner blieb noch lange empor. figürlich, in ehre und ansehen bleiben.

Emporblick

Campe

empor·blick

◬ Der Emporblick , des — es, Mz. die — e, ein Blick in die Höhe, aus einer Tiefe oder einem versteckten Orte hervor. — — — dessen Emporblick…

emporblühen

DWB

empor·bluehen

emporblühen , surgere, efflorescere: ein höfling, der die phantasien von ihrer laun erforscht, und listig sie gewinnt, wird schnell durch si…

Emporbranden

Campe

empor·branden

◬ Emporbranden , v. ntr. mit haben, in die Höhe branden, brandend sich erheben, von den Meereswellen. Die Flut brandet hoch empor. Das Empor…

emporbrausen

DWB

empor·brausen

emporbrausen , effervescere: das emporbrausende christusleere christenthum. Lavater bei Göthe 33, 98 .

emporbrechen

DWB

empor·brechen

emporbrechen : dasz die efeuranken mit ihrer umbwindung sich emporbrechen. Lohenst. Arm. 2, 751 .

Emporbrennen

Campe

empor·brennen

△ Emporbrennen , v. ntr. unregelm. ( s. Brennen) mit haben, in die Höhe brennen. Das Emporbrennen.

emporbringen

DWB

empor·bringen

emporbringen , inducere, aufbringen: einen empor, in die höhe bringen; wein, den die bosheit ausgedacht, des wassers ruhm emporzubringen. Ha…

emporbrüllen

DWB

empor·bruellen

emporbrüllen , magna voce clamare, aufbrüllen. der ehrne kriegsgott aber brüllt empor. Bürger 168 b .

Emporbühne

PfWB

empor·buehne

Empor-bühne f. : ' Kirchenempore ', Empoʳbihn (embōʳbīn) [ IB-Ballw ZW-Ixh PS-Eppbn Fehrb Geisbg Hermbg FR-Beindh Flomh Mörsch LU-Opp Neuhf …

emporbürgen

DWB

empor·buergen

emporbürgen , was emporbauen: uralt müste man gestehen sei das hier emporgebürgte, hätten wir nicht selbst gesehen wie sichs aus dem boden w…

empordämmern

DWB2

empor·daemmern

empordämmern vb. heraufdämmern: ⟨v1829⟩ Beyer Listemann (1830)54. 1903 F. Huch geschwister 6.

empordanken

DWB

empor·danken

empordanken , diis gratiam referre, dem himmel danken: entzückt dankt er empor. Wieland.

empordienen

DWB2

empor·dienen

empordienen vb. sich hochdienen: 1877 Westermanns monatsh. 42,143 a . 1960 empfehlungen d. wissenschaftsrates 1,64.

empordrängen

DWB

empor·draengen

empordrängen , sursum pellere, sich empor drängen: indem hochschlagend von entzücken ihr herz empor sich drängt, an seines sich zu drücken. …

empordrang

DWB

empor·drang

empordrang , m. impetus: er wäre mit brausendem empordrang hingekommen. Stilling 358 .

empordringen

DWB

empor·dringen

empordringen , urgere, prorumpere: wer noch zum gipfel der Dole vom ufer des Lemans empordrang, eh vor parteiwuth und krieg eintracht und si…

empor als Zweitglied (1 von 1)

quatertempor

KöblerMnd

quatertempor , M., N., F. Vw.: s. quatertemper

Ableitungen von empor (1 von 1)

Empore

Pfeifer_etym

empor Adv. ‘hinauf, aufwärts’. Zugrunde liegen die Präpositionalverbindungen ahd. in bor(e) ‘in die Höhe’, in bore ‘in der Höhe’, zusammenge…