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Eifersucht

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
16 in 13 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Eifersucht

Eifersucht

Eifer m. ‘ernsthaftes Bemühen, leidenschaftliches Verfolgen eines Zieles’ gehört zu einer im Obd. seit Mitte des 14. Jhs. nachzuweisenden Wortfamilie (am frühesten bezeugt ist Eiferer m. ‘wer eifersüchtig ist’, mhd. eifrær), deren etymologische Herleitung unbekannt ist; gewöhnlich wird Zusammenhang mit dem dazu im Ablautverhältnis stehenden Adjektiv ahd. eibar, eivar ‘scharf, bitter, widerwärtig, heftig’ (8. Jh., wovon ahd. eivar n. ‘Bitteres, Erbitterung’, eivarī f. ‘Bitterkeit, Erbitterung’, beide um 1000), aengl. āfor ‘bitter, herb, heftig’ (zu ie. *ā̌i- ‘brennen, leuchten’?) angenommen; vgl. in jüngerer Zeit noch nsächs. und fachsprachlich eifer ‘bitter, scharf’. Das Substantiv Eifer, zuerst in der 2. Hälfte des 15. Jhs. für ‘Eifersucht’ (zu eifern als postverbale Ableitung?), findet durch Luthers Bibelübersetzung Eingang in die nhd. Literatursprache. Luther verwendet es mit der Bedeutung ‘aus Sorge und liebevoller Anteilnahme erwachsende zornige Erregung’ zur Wiedergabe von griech.-lat. zēlus und begründet diese Entscheidung ausdrücklich. Hieraus geht der heutige Gebrauch hervor, während der ursprüngliche Sinn ‘Eifersucht’ im 18. Jh. zurücktritt. – eifrig Adj. ‘mit Eifer tätig, emsig’ (15. Jh., anfangs und vereinzelt bis ins 17. Jh. in der Bedeutung ‘eifersüchtig’), im Frühnhd. meist eiferig neben Bildungen wie eiferisch, eifericht. eifern Vb. ‘heftig und mit blinder Leidenschaft für oder gegen etw. sprechen’ (frühnhd. ‘eifersüchtig sein’, Anfang 15. Jh.); im Unterschied zu Eifer (s. oben) behält eifern seinen tadelnden Beiklang, ebenso das jetzt geläufigere Verb sich ereifern ‘in Eifer geraten, sich erregen’ (17. Jh.); dagegen folgen die Verben nacheifern ‘einem Vorbild gleichzukommen suchen’ (16. Jh.) und wetteifern ‘jmdn. an Eifer überbieten wollen’ (17. Jh., aus um die Wette eifern) der semantischen Entwicklung des Substantivs. Eifersucht f. ‘Angst vor Zurücksetzung in der Liebe’, dann auch allgemeiner ‘Streben nach Alleinbesitz, Argwohn’; die Zusammensetzung (zum zweiten Glied s. Sucht) tritt im 16. Jh. an die Stelle von Eifer nach dessen Bedeutungswandel (s. oben); dazu eifersüchtig Adj. (17. Jh.) für älteres eifrig (s. oben).
2175 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Eifersucht

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Die Eifersucht , plur. car. der Eifer, wenn derselbe in eine Sucht ausartet, S. Adelung Sucht; doch nur in einigen Bedeu…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Eifersucht

    Goethe-Wörterbuch

    Eifersucht a Mißgunst, Neid auf die Vorzüge bzw Bevorzugung eines Anderen, in der berufl, künstlerischen, auch privaten …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Eifersucht

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Eifersucht , der schmerzliche Verdruß, daß ein anderer Ehre, Vertrauen, Gunst oder Liebe da anspricht oder genießt, wo d…

  4. modern
    Dialekt
    Eifersuchtf.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Eifer-sucht f. : wie schd., Eifeʳsucht [allg.]; scherzh. umgebildet zu Eiersucht ; vgl. auch Brot-, Futterneid , Schelsu…

  5. Sprichwörter
    Eifersucht

    Wander (Sprichwörter)

    Eifersucht 1. Die Eifersucht der Ehefrau ist der Weg zu ihrer Scheidung. – Burckhardt, 463. 2. Die Eifersucht einer leic…

  6. Spezial
    Eifersucht

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ei|fer|sucht f. (-) gelosia (-ies) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit eifersucht

13 Bildungen · 13 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von eifersucht 2 Komponenten

eifer+sucht

eifersucht setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

eifersucht‑ als Erstglied (13 von 13)

Eifersuchtfrei

Campe

eifersucht·frei

○ Eifersuchtfrei , adj. u. adv. frei von Eifersucht. »Seine eifersuchtfreie Seelengröße.« Meißner.

Eifersuchtlos

Campe

eifersucht·los

○ Eifersuchtlos , — er, — este, adj. u. adv. ohne Eifersucht, frei von Eifersucht. Lafontaine. Z. Daher die Eifersuchtlosigkeit.

eifersuchtswahn

DWB2

eifersucht·s·wahn

eifersuchtswahn m. : ⟨1920⟩ Jaspers psychopathologie ( 1923 ) 107. 1950 Langelüddeke psychiatrie 137.