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Driesch

mhd. bis Dial. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
27 in 17 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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116
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55

Eintrag · Rheinisches Wb.

Driesch

Bd. 1, Sp. 1490
Driesch Pl. -šər Rhfrk; -šən Mosfrk; sonst -šə m., n. [m. u. f. Bitb-Rittersd; f. Mos]: 1. früher beackertes, nun aber für mehrere Jahre unbebautes, brachliegendes, minderwertiges, ausgewonnenes Ackerland mit einer spärlichen Grasnarbe bewachsen, deshalb als Weide dienend oder zum Heuen; das Feld ist in diesem Zustande weder Schiffelfeld (s. d.) noch Brache Allg. RA.: Se kömmp op der Dr. von einer älteren Jungfrau Wermelsk. [Doch nach einigen Angaben aus der Eif: Wildland, neu beackertes Ödland, das schin Frucht bringt; auch wird betont ‘minderwertiges Wiesenland’; Wiese mit ebenen u. unebenen Stellen, auf der meist Heidekraut, Ginster u. sonstiges Gestrüpp wächst; trocken liegende Wiese, die nicht immer trägt, aber gutes Heu liefert Eif; Weidewiese, meist hochgelegen; das Endstück eines Ackers, das wegen Nässe nicht gepflügt wird, sondern als Wiese liegen bleibt Simm-Laub Ebschd; Stück Land, das als Wiese angesät wird Ottw-Schiffw; Land, welches alle drei Jahre ein Jahr brachliegt Köln; ein Feld des Gemeindelandes, das an die Bürger verpachtet wird Koch-Urschmitt; Gemeindebruch Heinsb-Aphv; Gemeindewiesen Jül-Broich; vom Feld eingeschlossene Wiese Schleid; kleines, bewässertes Gebüsch Erk-Bellinghv; Marktplatz Eusk-Lommersum; hogen Dr. Feld auf einer Höhe Rees-Geldern]. — 2. nicht umgepflügtes Land, das aber bewachsen sein muss, u. zwar gewöhnlich mit Klee; der Hafer, der im folgenden Jahre auf diesem ‘Kleedriesch’ wächst, heisst Dr.hafer Grevbr, Erk, Heinsb, Kemp. — 3. alter, verfallener Weinberg, den man nicht mehr bauen will oder der bestimmt ist, ‘ausgeschlagen’ u. neugepflanzt zu werden Mos; en schun Dr. Weinbergparzelle, welche lange unbebaut liegt, daher mit dichtem Gras bedeckt ist u. sehr gut für Neuanlage ist Sinzig. — 4. übertr. a. et schmol Dr. scherzh. bartlose Oberlippe bei jungen Burschen Bitb-Wiersd. — b. trübes Wetter Saarbr-Sulzb.
1900 Zeichen · 35 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    drieschstmn.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +4 Parallelbelege

    driesch stmn. unangebautes land, ungepflügter acker. welcher hofer ein driesch in einem weingart läszt ligen Gr.w. 1,611…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Driesch

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    * Driesch , adj. et adv. ein eigentliches Niedersächsisches Wort, welches eigentlich ungepflügt, brach, bedeutet. Ein Fe…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Driesch

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Driesch , s. Dreesch .

  4. modern
    Dialekt
    driesch

    Elsässisches Wb. · +11 Parallelbelege

    driesch [trî Oermi. , tré Wh. Harsk. ] Adj. unbebaut, brach. E Stück d. lije n losse n Wh. s lijt d. Harsk. — Bayer. 5…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit driesch

23 Bildungen · 21 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von driesch 2 Komponenten

drie+sch

driesch setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

driesch‑ als Erstglied (21 von 21)

Drieschbolzen

RhWB

driesch·bolzen

Driesch-bolzen -bolt MGladb-Helenabrunn m.: hölzerner B., der hinter den Kolter des Pfluges eingesteckt wird, damit dieser feststeht, beim P…

drieschbrache

DWB2

driesch·brache

drieschbrache f. brachzustand des umbrochenen drieschs: 1809 Thaer grundsätze 1,320. 1955 Andreae feldgraswirtschaft 69.

drieschen

DWB

dries·chen

drieschen , einen brachacker zum erstenmal pflügen, brachen, auch wendeldrieschen Adelung.

drieschhafer

DWB

driesch·hafer

drieschhafer , m. der nach vier jahren zuerst wieder auf ein brachland gesät wird. niederd. dreeschhaber Schütze Holstein. idiot. 1, 150 .

Drieschheu

RhWB

driesch·heu

Driesch-heu Allg. n.: Heu vom Driesch. Enen Ärvel Dr. os mih wert as zehn Ärvele Bändeheu Schleid-Schönseiffen .

Drieschkamp

RhWB

driesch·kamp

Driesch-kamp Kemp m.: frühe Rüben, die meist ins Raygras oder ins Kleedriesch gesät werden.

Drieschland

PfWB

driesch·land

Driesch-land n. : = Driesch 1, Drieschland [ KU-Albb IB-Ballw ]. Syn. s. Driesch 1. Rhein. I 1491 ; Saarbr. 51.

Drieschnase

PfWB

driesch·nase

Driesch-nase f. : scherzh. 'Nase', Drieschnas [ ZW-Mittb ]. Syn. s. Nase . — Zu Driesch .

Drieschtier

RhWB

driesch·tier

Driesch-tier drē:šən- Sieg-Sieglar n.: auf dem Driesch herumgehendes, gespensterhaftes Tier.

Drieschweide

PfWB

driesch·weide

Driesch-weide f. : FlN in KU-Rothsbg, Drischwaad; urspr. wohl Viehweide auf dem Driesch 1. —

Drieschwiese

PfWB

driesch·wiese

Driesch-wiese f. : 'trockene Wiese', -wies [ WD-Niedkch ], Drieschtwiss [ KU-Dietschw ]; 'schlechte Wiese', Drieschwiss [ RO-Obd ]; vgl. Dri…

driesch als Zweitglied (1 von 1)

gedriesch

MWB

gedriesch stN. ‘Geschwätz’ Bêheim wart daz swære / und het ez wan für ein gedriesch, / daz er [König Stephan] sô frevellichen iesch / sîn ve…

Ableitungen von driesch (1 von 1)

gedriesch

MWB

gedriesch stN. ‘Geschwätz’ Bêheim wart daz swære / und het ez wan für ein gedriesch, / daz er [König Stephan] sô frevellichen iesch / sîn ve…