Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
drall Adj.
drall Adj.
drall Adj. ‘fest, derb, stramm’, ablautend zu drillen (s. d.) und daher verwandt mit drehen (s. d.), eigentlich ‘fest gedreht’, mhd. drel Adv. ‘fest, stark, sehr’, mnd. dral ‘fest gedreht, wirbelnd, sprudelnd (vom Wasser)’, nl. dral. Seit dem 18. Jh. setzt sich nd. drall allmählich im Hd. durch. – Drall m. ‘Drehimpuls (bei Feuerwaffen), Neigung’ (18. Jh.). Linksdrall m., Rechtsdrall m. ‘Drehbewegung der Geschosse nach links oder rechts’ (wohl 19. Jh.), auch spöttische Bezeichnung für ein Sympathisieren mit politisch links oder rechts orientierten Gruppen (20. Jh.).