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Donnern

mnd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
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14 in 13 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Donnern

Bd. 1, Sp. 1517
Donnern, verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert, und so wohl unpersönlich, als auch persönlich gebraucht wird. 1. Unpersönlich ist dieses Wort im gemeinen Leben am üblichsten, da es denn eigentlich von demjenigen langsamen dumpfigen Getöse gebraucht wird, welches man nach der Entzündung eines Blitzes in der Luft höret. Es donnert. Es hat gedonnert. Es wird bald donnern. Und der Herr ließ donnern und hageln, 2 Mos. 9, 23. 2. Persönlich ist es der höhern Schreibart vorzüglich eigen, und wird alsdann, 1) so wohl eigentlich gebraucht, den Donner hervor bringen. Die Wolken donnerten, Ps. 77, 18. Zwar kommen donnernde Wolken im segenvollen Sommer, Geßn. Der Herr donnert vom Himmel, 2 Sam. 22, 14. Gott donnerte, da floh der Feind, Gleim. Als auch, 2) figürlich. (a) Einen fürchterlichen, dem Donner ähnlichen Schall von sich geben. Fallende Häuser donnern hier über unsern Häuptern, Dusch. Das wüste Geschrey des erschrockenen Pöbels läuft durch die Gassen und donnert gen Himmel, ebend. Eine donnernde Stimme. Weil noch der Freyheit Ruf nicht in ihr Ohr Gedonnert hat, Weiße. Vom donnernden Lärm erbebte das Zimmer, Zach. Die Kanonen donnern. (b) Mit Eifer und Nachdruck reden, Wider jemanden donnern, Less. d. i. fürchterlich eifern. Hier hat Demosthenes gedonnert und geblitzt, Opitz. Der arme Liebling stand wie angedonnert da, Wiel. Anm. Im Nieders. lautet dieses Zeitwort dunnern, bey dem Notker toneron, in Schlesien donnern, im Dän. dundre, im Engl. thunder, im Holländ. dondern, im Franz. tonner, im Latein. tonare, im Angels. dunnan. Es ist unstreitig ein Intensivum oder Iterativum von tönen, und ahmet besonders den erschütternden Schall des Donners nach. Die Franken und Schwaben haben dafür ein anderes Zeitwort, welches thurnen, thornen, doren, lautet, und gleichfalls eine Nachahmung des Schalles ist, aber auch vermuthlich zu der Benennung des Gottes Thor in dem heidnischen Alterthume Gelegenheit gegeben hat. Grummeln, grommen, grommeln, ist ein Nieders. Verbum, welches gleichfalls donnern bedeutet, und mit dem Wendischen grame überein kommt. S. Donner. Das Hauptwort der Donnerer wird zuweilen von den Dichtern für den Jupiter gebraucht.[]
2189 Zeichen · 49 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    donnernsw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    donnern , sw. V. Vw.: s. dōneren (1)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Donnern

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Donnern , verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert, und so wohl unpersönlich, als auch persönlich gebrauc…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    donnern

    Goethe-Wörterbuch

    donnern vereinzelt trans; auch subst 1 zu Donner 1; meist unpers, seltener mit nichtpers Subj (Gewitter, Wetter, Nimbus)…

  4. modern
    Dialekt
    donnern

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    donnern Band 3, Spalte 3,1854f.

  5. Sprichwörter
    Donnern

    Wander (Sprichwörter)

    Donnern 1. Donner dir selbst, so schlegt dich der Hagel nicht. – Petri, II, 154. 2. Donnert's im Mai viel, haben die Bau…

  6. Spezial
    donnern

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    don|nern I vb.impers. toné (tona) II vb.intr. 1 (gegen etw. prallen) splundré (-ra), reflé (rëfla), salté (-ta) 2 (laut …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit donnern

18 Bildungen · 5 Erstglied · 8 Zweitglied · 5 Ableitungen

Zerlegung von donnern 2 Komponenten

don+nern

donnern setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

donnern‑ als Erstglied (5 von 5)

donnernäglein

DWB

donner·naeglein

donnernäglein , n. wie donnernelke, feldnäglein, dianthus carthusianorum Schwenkfeld Stirp. siles. catal. 43 . donnernegele, wilde negele ca…

donnername

DWB

donner·name

donnername , m. du, dessen donnername wie feldgeschrei und heroldruf mir stürmt Kosegarten.

donnernessel

DWB

donner·nessel

donnernessel , f. die grosze nessel. sie heiszt so, weil sie, im gewitter zum frischen biere gelegt, das sauerwerden verhüten soll. im kupfe…

Donnernägeli

Idiotikon

Donnernägeli Band 4, Spalte 695 Donnernägeli 4,695

donnern als Zweitglied (8 von 8)

abdonnern

DWB

abdon·nern

abdonnern , detonare, nnl. afdonderen, zu donnern aufhören. es hat am himmel abgedonnert, detonuit.

andonnern

DWB

andon·nern

andonnern , invehi aspere, eigentlich fulmine ferire, wie der alte donnergott die riesen andonnert: an das haus, die thür andonnern, heftig …

aufdonnern

DWB

auf·donnern

aufdonnern , fragorem edere graviorem: und es sank fürchterlich aufdonnernd Jericho. Klopst. Mess. 20, 234 ; es donnerte laut auf am himmel;…

ausdonnern

DWB

aus·donnern

ausdonnern , detonare, nnl. uitdonderen. s. ausdundern: überall donnerwolken eh die ausgedonnert. Gieseke; der krieg hat über Deutschland au…

bedonnern

DWB

bedon·nern

bedonnern , wie andonnern und verdonnern: er stand da ganz bedonnert, ahd. pidonarôt. Graff 5, 150 .

nachdonnern

DWB

nach·donnern

nachdonnern , verb. 1 1) intransitiv 1@a a) donnernd, donnerähnlich nachschallen: in stahl gehüllt, vom strahl umwittert, die schaar, die re…

verdonnern

DWB

ver·donnern

verdonnern , verb. 1 1) intransitiv, unter donner weggehen, fortziehen: wohlgemuth vollende dein werk im weinberg, den dir gott anwies, das …

Wiederdonnern

Adelung

wieder·donnern

Wiederdonnern , verb. imperf. neutr. mit dem Hülfsworte haben, den Schall des Donners wiederhallen lassen; nur in der dichterischen Schreiba…

Ableitungen von donnern (5 von 5)

bedonnern

DWB

bedonnern , wie andonnern und verdonnern: er stand da ganz bedonnert, ahd. pidonarôt. Graff 5, 150 .

entdonnern

DWB

entdonnern , cum fragore devolvi: den stein zu wälzen, der entdonnernd weichet, verdammt ist Sisyphus vom qualgeschicke. Wilh. von Humboldts…

erdonnern

DWB

erdonnern , personare, erkrachen: die hall erdonnert von geschrei. Wieland; auf einmal flog im sturm die kammerthür erdonnernd auf; laut am …

verdonnern

DWB

verdonnern , verb. 1 1) intransitiv, unter donner weggehen, fortziehen: wohlgemuth vollende dein werk im weinberg, den dir gott anwies, das …

zerdonnern

DWB

zerdonnern , verb. , unter donner zerschmettern: karthaunt man hier, so wird dort gott karthaunen, zerdonnern euch, wie er lAeszt vorposaune…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „donnern". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/donnern/adelung?formid=D00798
MLA
Cotta, Marcel. „donnern". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/donnern/adelung?formid=D00798. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „donnern". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/donnern/adelung?formid=D00798.
BibTeX
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