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Docke

mhd. bis sprichw. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
33 in 18 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
Verweise rein
76
Verweise raus
44

Eintrag · Campe (1807–1813)

Docke Die

Bd. 1, Sp. 725b
3. Die Docke, Mz. die — n; Verkleinerungsw. das Döckchen, O. D. Döcklein, des — s, d. Mz. w. d. Ez. 1) Eine jede kurze und dicke Säule, besonders bei verschiedenen Handwerkern, eine dergleichen Säule, sie möge viereckig oder gedreht sein. I den Bergwerken nennt man diejenigen Hölzer Docken, welche an beiden Seiten des Baumes hangen, der quer durch die Spindel geht. Bei den Tuchmachern, die kleinen Säulen am Spinnrade, in welchen die Spindel geht. Bei den Tischlern, die starken Stücken Holz zu den Seiten der Gestühle. Bei den Drechslern, die kurzen starken Säulen, zwischen welche das zu drechselnde Holz gespannt wird; die Hohldocken. I den Fisch= teichen sind es die Zapfen oder Schlägel. I den Schmelzhütten, die beiden hölzernen Säulen, zwischen welchen der Schemel des Blasebalges auf und nieder bewegt wird. † An den Wagen in manchen Gegenden die Rungen oder Bockhölzer. I der Baukunst, kleine Säulen, Stollen oder Gestalten an den Geländern. Bei den Messerschmieden, ein dünnes vierseitiges Eisen im Amboßklotze mit einem Loche, die Messerklingen hineinzustecken, wenn der Absatz daran geschlagen werden soll. Bei den Schlossern, gestählte Eisenstücke von allerlei Gestalt, welche sie in den Schraubstock spannen, um allerlei Zierrathen darauf auszutiefen; auch Untersätze. Bei den Strumpfwirkern, die beiden eisernen Stützen, welche auf den beiden Balken des Strumpfwirkerstuhles hinterwärts eingelassen sind. 2) Uneigentlich nennt man Docke (1) ein zusammengelegtes übereinander gewickeltes Bund Schnüre oder andere biegsame Sachen. So nennen die Jäger das zusammengewickelte Hängeseil, wie auch die zusammengewickelten Schnüre und Leinen  Docken. I gemeinen Leben nennt man auch zusammengedrehte Seiden= und Garnbündel Docken, so auch die kleinen Strohbündel, welche zuweilen zwischen die Fugen der Dachziegel und Schindeln gesteckt werden. Die zusammengebundenen Bündel getrockneter Tabaksblätter werden auch Docken genannt. (2) Eine Puppe. Mit der Docke spielen. Sie geht wie eine Docke. O. D. Tocke. S. Putzdocke. (3) Eine Art des Kopfputzes beim weiblichen Geschlechte. (4) Bei Tonwerkzeugen, mit Tasten, ein Anschläger, so fern er in die Höhe springt und die Saite in Schwingung setzt.
2207 Zeichen · 36 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    dockeswf.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    docke swf. s. tocke.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    dockeN., F.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    docke , N., F. nhd. Dock, Schiffsdock Vw.: s. döpe- Hw.: vgl. mnl. docke E.: Herkunft unklar, vielleicht von lat. ductio…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Docke

    Adelung (1793–1801) · +14 Parallelbelege

    2. Die Docke , plur. die -n, in den Seestädten, ein besonderer Ort in den Häfen oder an dem Ufer des Meeres, wo neue Sch…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Docke

    Goethe-Wörterbuch

    Docke Pack, Bündel ein Paar D-n vom schönsten Hanf B12,325,1 Christiane 13.10.97 → Putz- Josef Mattausch J. M.

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Docke

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Docke , ein im landwirthschaftlichen Betriebe häufig gebrauchter Ausdruck, z.B. für einen Pack Strähne von Flachs von ve…

  6. modern
    Dialekt
    Docke

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    Docke Band 3, Spalte 3,1810–1813

  7. Sprichwörter
    Docke

    Wander (Sprichwörter)

    Docke 1. Ein schön docke mit jhrem rocke kan einen wol zum trunck locken. – Henisch, 721. 2. Eine schöne docke ist ein g…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit docke

125 Bildungen · 81 Erstglied · 44 Zweitglied · 0 Ableitungen

docke‑ als Erstglied (30 von 81)

Dockele

ElsWB

dock·ele

Dockele , Dockle , Dockel [Tùkəlì Banzenh. ; Tokələ Obhergh. Su. Geberschw. ; Tòkələ Dü. ; Tòklə Co. Horbg. ; Tòkəl(ə) K. Z. ] n. 1. dicke, …

dockeleinsflachs

DWB

dockeleinsflachs , m. feiner flachs Schmeller 1, 365 ; s. döckchenzwirn.

Dockel(e)muser

ElsWB

dockel·e·muser

Dockel(e)muser [Tùklmýsər Henfli. Heidolsh. ; Tùkəlimýsər Schlierb.; Tykələmýsər Lutterb. ; Tòkələmûsər Urbis Hüss. ; Tòkələmýsər Osenb. bis…

dockelmacher

DWB

dockel·macher

dockelmacher , m. s. dockenmacher . drechslerkrämer, dockelmacher, spiegelmacher Fischart Groszmutter 89 .

dockenbänke

DWB

dockenbänke , f. pl. engl. dockbanks. gänge und absätze die in der hafendocke rund herum in einigen reihen stufenweise über einander herlauf…

Dockenbank

Campe

docken·bank

Die Dockenbank , Mz. die — bänke, die in den Docken zum Schiffsbau angebrachten breiten Absätze und Gänge, die rund um die Docke in einigen …

dockenbild

DWB

docken·bild

dockenbild , n. pupula Stieler 147 . dockenbilder gegossene bilder, sigillaria Henisch 721 .

dockenblätter

DWB

docken·blaetter

dockenblätter , n. pl. rumex acutus ( Nemnich ), die gemeine oder spitzige grindwurz. bei Henisch pestilenzkraut 721 . die breiten dockenblä…

dockenflutthür

DWB

dockenflutthür , f. die thüre zu dem dock, engl. dockgate Beil 146 .

docke als Zweitglied (30 von 44)

drehdocke

DWB

dreh·docke

drehdocke , f. womit der bohrer in der bohrmühle in bewegung gesetzt wird, franz. manche à tarière, engl. puppet Beil 151 . der bohrer wird …

geländerdocke

DWB

gelaender·docke

geländerdocke , f. in der baukunst, docke, wie sie das geländer stützen oder bilden. Adelung. vgl. dockengeländer vorhin.

gliederdocke

DWB

glied·er·docke

-docke hölzerne puppe mit beweglichen gliedern (zum studium der maler) Voigt hwb. f. d. geschäftsführ. (1807) 1, 346 ; gliederdokn, beweglic…

Griesdocke

Adelung

gries·docke

Die Griesdocke , plur. die -n, Docken oder kleine Säulen zwischen den Griessäulen auf den Fachbäumen an den Mühlen und Wasserwehren, zwische…

hofdocke

DWB

hof·docke

hofdocke , f. in bezug auf aufgeputzte, vornehm scheinende jungfrauen: die beide hoffdocken. Laz. de Tormes. 83. vergl. docke 2, th. 2, 1210…

hohldocke

DWB

hohl·docke

hohldocke , f. docke oder spindel bei drechslern ( vgl. th. 2 sp. 1211), um feine zu drechselnde arbeiten einzuspannen.

judendocke

DWB

juden·docke

judendocke , physalis alkekengi, solanum halicacabum, vulgare, weil die früchte dieses gewächses einem kopf mit rotem schleier gleichen ( Fr…

kramdocke

DWB

kram·docke

kramdocke , f. wie krampuppe, ergibt sich z. b. aus dem entlehnten dän. kramdukke, ' Nürnberger puppe '.

Ladocke

BWB

Ladocke Band 3, Spalte 3,1814

nageldocke

DWB

nagel·docke

nageldocke , f. ein starkes nageleisen, worin der kopf eines groszen nagels geschmiedet wird. Jacobsson 3, 123 b .

putzdocke

DWB

putz·docke

putzdocke , f. , s. butzdocke : putzdocke, ein frauenzimmer, so sich stets putzt. Steinbach 1, 279 , putztocke Holtei Lammf. 2 5, 121.