lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Buckse

nur Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
4 in 4 Wb.
Sprachstufen
1 von 16
Verweise rein
3
Verweise raus
3

Eintrag · Rheinisches Wb.

Buckse

Bd. 1, Sp. 1088
Buckse Rhfrk bugs, Pl. -sə, Demin. bigsχə; Mosfrk (von Saarbr an) -o-, Demin. beksχə [Prüm, Malm, an der Ahr hier u. da boks u. bots nebeneinander]; Rip von Neuw, Altk an bots, Demin. bøtsχə; Nfrk boks, Demin. bøkskə; Mettm bøks; ö. Ürd.-L. -otsə (Sg. u. Pl.); bøksə Sol; bukšə MülhRuhr f.: 1. Hose [Hos bedeutet in der MA. Strumpf]. Man unterscheidet die B. der Erwachsenen, de lang B., von der B. der Knaben, der kuərten B.; ist diese eine Klapphose, so ist es en B. met en Kläpp Klevld, — met em Schladder Rip, — meder Falldir (Kellerdir) Trier, — medem Goder (Gatter), Flappendeckeln, Teimer Bitb; auch Zs. Schladder-, Teimer-, Goderb. usf.; ein Kinder-, Miederhöschen en Lifchesb. Rip, en B. met Leif un Sil anen Mosfrk. Der Hosenboden ist der Arsch en der B., der Söller en der B. Dür, de Kar en de B. Erk-Rath, der Bodem en der B. Allg. Su lang der Boddem en der B. noch hält Köln. Gegenüber der Miederhose, die der Knabe zuerst bei der ersten Kommunion mit der langen Hose vertauscht, trägt der Erwachsene die B. met Hälpe, Galge, Bretelle, Halsen, Haltern, Lechten, Bocksendraən (s. d. W.), auch die Hälpe-, Galgen-, Lechtemb. usf. (s. d. W.). Ze [] Welpe drahn se de B.ə an ener Hälpe Waldbr-Hahn. Mer muss de B.ən dro wie die al Leckt (Leute), ohne Galgen nicht alles Neue nachahmen Prüm-Ihren. Auch die Männer trugen bis 1830 (Eif 1850) de kurte B. oder de stompig B. die Kniehose Bitb; die lange B. kam erst nach 1800 auf. En lang B. anhäwe langsam gehen Rees, Kemp-SPeter. De Köttel (Knirps) hät at en lang B. an Rip. He hät de lange B. an ist Pate Elbf. Wenn der Flachs lang ist, sagt man: Et get lang B ə dies Johr Hunsr. Grote Herren dragen grote B.ə Geld-Nienkerk. Hej hät en wije (weite) B. an sein Hof ist stark verschuldet Mörs-Neuk. De hät en B. an bi en Pipphahn eng anliegend bei dünnen Beinen Sieg-Ägid, — e Mehlsack zu weit Bitb. Ein im Wachstum Zurückgebliebener es noch net no jen B. herut gewasse Eup. De hat en kromm B. an (gedohn) er hat O-Beine Allg. — Die B. nach der Tuchart. En lenge B. = die line Flöte Eup; der Buchfink singt: Fitt, f., f., gef dem fenge Jöngelche e lenge, l. Bötzche! Schleid. En lakesse B. Tuchhose Klevld; e wölle B., diche B. WEif; en tiərtesse B. Zwilchb. Mosfrk; en B. van Drell Allg; en plüsche B. Samthose Rip; en furdukse B. aus selbstgezogener Wolle u. baumwollener Kette Ruhr 1860; en ledere B. Min Vadder hat alt zwei Johr en l. B. gedragen on wor doch noch rauh förm Arsch, äs he storf NBerg. Mädchen, wann de freie wells, dann frei am Pitterjup; de hät e l. Bötzchen an; dat geht karwup, karwup! MülhRh-BGladb. Portewellems Kläs-che soss am Feier un schlauf (schlief); du brannt sei l. Betzche; ech meine, wat e louf (lief) Daun-Gerolst. — En engleschleddere B. Allg.; sommerstouffe B. Monsch. Sechs Elle Zitzekattung, dat git für de Hahn en B. Tanzlied RRip. Minge Mann vun Zint Jan hät en B. vun Ginggang an Köln Pastuər hät en B. dervan sagt man, wenn man etwas über die Massen lobt Rheinb-Meckenh, Kemp-SPeter. Vant eigeste Lake en B. ein u. dasselbe Klev. — De hat en porzeleine B. verdient der eine Hochzeit zustandebringt Trier, Bernk. Wer war das? Antw.: De Mann met en blechene Jacken un och porzeleine B. Trier-Olk. En grün Röcksken, en hölter Bücksken un en süt Kinneke drin (Nuss) Meiderich. In der höultem Bucksche üs gut kallen vom Predigtstuhl aus MülhRuhr. De bleche(ne) B. Gefängnis (s. blechen). Enen in de blekerne B. setten einem Jungen den Hosenboden stramm ziehen Ess. He mott de iserne B. antrecken ins Gefängnis wandern Ess. — Nach der Farbe. En wisse, gestrifte udgl. B. Ech hauen dech, dat de de Himmel för en blau B. ansühs! MGladb-Rheydt. Heijo, de B. es [] blau! Fastnachtsruf Dür-Hastenr. En gekälkte B. weisse Weste Siegbg, Rees. Sech de rut B. verdene eine Heirat zustandebringen Malm-Vith, Schleid-Dollend, Goar-Halsenb. Dat sieht us wie en neu Stöck op en al B. Jül-Linnich. — Nach der Bestimmung. De Sonndags(ə)-, de Werkeldagsb.; de posch- (ostern-) beste B. Die Onnerboks; die Frauen trugen früher keine B., deshalb das Lied: Freut euch des Lebens, Müllesche Mädche hänt B ən an; alles ist vergebens; si krige doch kene Mann Bergh-Hüchelhv. De kölsche Mädsches hant B.ə an, met henger on vüəre e Döreke dran Heinsb-Dremmen. — Hat einer vorn die B. offen stehen, so sagt man: De Küh loupen dech dur de Rüben oder de K. gohnt dech af dodur Mörs-Neuk; he hät et Säuställchen opstohn Rip. — Du has de B. ope Knopphots (Knopfholz) hänge dessen B. unten auf den Schuhstrippen ruht Aach-Walh. De B. moss gespannen stohn Köln. Dem schloddert de B. öm de Arsch (Fott, Kont) Allg. De B. böggelt beutelt Rip. Of en dreckeg B. on en grosse Haf Mest muss der Bauer stolz sen Goar-Morshsn De B. behammele; en Hammel an der B. han Rip, Allg. — Die B. machen, flicken udgl. Klos, mach mer de B. moss, mach mer se net ze eng, sos schlohn ech se der en de Zäng (Zähne); mach mer se net se weck (weit), sos treden ech se en de Seck (Seite)! Rip (s. Klas). Schnider, mak die B. nit tu wit! Kref. He krig van et selve Lake en B. er bekommt nach den andern Hiebe Duisb. Den hät sech en B. agemete er hat über die Verhältnisse gelebt Geld-Straelen. De hät noch de Schnegger en der B. wenn er die B. zum ersten Male trägt; dann wird der Schn. herusgepetsch Rip. — Heil dir im Siegerkranz, hätt ek min B. noch ganz; sei ös kapott, de Schnider wohnt so wit, min Moder hät ken Tit; H. d. i. S.; sei ös wiər ganz Geld-Issum, Rees-Hamminkeln. Dem küt et Kne dorch de B. er hat eine Glatze Sieg-Süchterschd. De B. os esu zerrosse, do fenge sive Katze ken Maus en Aden-Liers, Allg. Du häs en Loch en de B. Antw.: Da's net wohr, da's en Wasserfleck; bloss wenn de Sonn schengk, es et e Loch Bergh-Hüchelhv. Jetz semmer dedörch, wie Klafmattes dörch de B. aus allen Sorgen Rheinb-Meckenh. Dat häw ik mich schon dur de B. geriwe eine alte Geschichte MülhRuhr. Hölp, Hammäker, die B., die krak! Ausruf des Erstaunens Mörs. Heə het de B. geriəte bei einem Geschäft schlecht abgeschnitten Heinsb-Lümb; rit dech net de B.! verrechne dich nicht Kemp. Hej hät ok de B. nit kapot er ist wohlhabend Emmerich. Schnider wipp, Schn. wapp, de B. gelapp! MGladb-Hockst. Do löck (läutet) et Meddag, mi Var setz em Schaf, mi Mor setz op der Söllertrapp [] un moss mengem Var de B. lappe Bergh-Ahe. Wie hos dau dein B. verplackt! geflickt Zell-Merl. Besser ene Lapp in de B. as e Gat Nfrk. Dat es e stärk Stöck op en au B. Verspottung dessen, der eine geringe Leistung übermässig hervorhebt Aach, Grevbr. Et kimmt e Mann fun Rippestippen, hut en B. mat 1000 Flicken, hut e leder Bort der Hahn Saarbg-Soest. Wen sich de B. ant Gat lätt nähje, word nit rik das ist ein unordentlicher Mensch Geld-Schravelen. Ne Knauf, de sech de Mann selfs an de B. niht, de geiht esu lech net mih af Köln. So lang as de Knop an de B. noch hält, hät de Jong noch Kermesgeld Nfrk, Rip. Gen Knop mehr an de B., gen Geld mehr in de Sack, en et soll nit lang mehr düre bis dass er ein Lump ist Emmerich. Et soət ene Perk (Wurm) en de Erd on song, dat em de Knop van de B. afsprong; et soət en Düfken op et Dak, dat hät sech bald kapot gelach Kref-Fischeln. — De hät de B. över ne Bütt (Fass) gebüəgelt er hat O-Beine Waldbr, Bitb. Et deht mer esou gut, os wonn ech de B. mot lokigem (lauwarmem) Wasser geweisch krig etwa, wenn ich ein gutes Schnäpschen bekomme Prüm-Ihren. — Die B. anziehen, anhaben. De konn net en de B. kuəme Kemp. No on no kömmt Hannes in et Wammes on Grit in de B. Rees. Des Owes gont se höppen on sprengen, des Morges können se de B. nit fengen NBerg. Doə hät öm et wiər, sät der Mon, duə konnt he de B. net fenge Kemp. Sich de B. noch net benge könne Zurechtweisung junger Leute, die Liebschaften anknüpfen Aach. As se drin sin, sin se drut; sin se drut, sin se drin nämlich die Beine in die B. Geld-Kevelaer. B. ut, B. an! immer dasselbe Kemp-Dülken. Gen B. un Beus häbben sehr arm sein Rees-Haldern. Wie der Mann, so de B. Mörs. Wenn de Guguck könnt, döht de Bauer de B.ə an Altk-Birken. De hät de kromm B. an krumme Beine Rip, Allg. En dem Hus (bei dem) hät de Frau de B. (an); die Frau kret do de B. sie hat die Herrschaft Allg.; wo de Frau de B. an hat, es der Düvel Husknech Köln, — Rentmester Altk-Birken. Die Glocken zu Neuss-Büttgen läuten: Bim, bom, bam (2 mal), ech bön Frau on du bös Mann, dehst ding beste B. net an, bim, bom, bam (2 mal). Neckruf gegen die Fastnachtsgecken: Wat häs de för en Bötzchen an! Köln. Mer wolle der Katz net 100 000 B.ə antrecke, on du solls dran sen beim Abzählen MGladb. Mer dohnt em en B. a wir holen ihn ein beim Schlittern Monsch-Kalterherbg. Dem hant wer de B. afgedoəhn ihm alle Klicker abgewonnen Heinsb-Kempen. He hat de B. afgegeəwen ihm ist eine Tochter geboren worden, die einst die Herrschaft im [] Hause führen wird Gummb-Berghsn. — Die B. u. gehen. Mer moss net wegger (weiter) sprenge (schregge), as de B. reck (geht) Rip, SNfrk; ken grötere Schrett make als de B. mett (misst) Kref-Fischeln. De hät ene goə Schrett en de B. kann gut marschieren Kemp. De läuf sech en Bein us der B. Köln. De hat Eier en der B. er ist schwach auf den Beinen Kobl. — Die B. u. sitzen. Wer zo jet kumme well, muss sich op de B. setze Köln. De sett op de B. im Gefängnis MGladb. De hät Peich an de B. bleibt lange sitzen Rip, Allg. — Die B. u. das Hemd. Et Him as mir noher wie de B. Mos. Gej häbt de Drelle (Lumpen) ût de B. hange Emmerich. Wenn ein Junge das Hemd aus der B. hängen hat, rufen die andern: Hä, hä, hät et Hemb an der B. herushange! Rip; dir kümmt et Limmes-chen us der B.ə! Waldbr-Eckenhg; et Hemd ût de B., de Tofel gedeckt, de Tütjes (Müskes, Miskes) (Hühner) komme ete! Klevld. Do köt der Tamburmajur gegange, hät et H. an der B. herushange! Sieg. — Die B. u. der Arsch. Der hat den Arsch en der B. hangen das Hinterstück ist zu weit Gummb. De hat ken B an de Fott er ist arm Grevbr. Ech hauen dech, datste den A. net mih en de B. kris! Sol-Burschd. De A. es em decker als de B. Dür. Wat wohr es, es wohr, de Orsch gehiərt en de B. Recht muss Recht bleiben Westerw. De krit ken B. an de A. er erübrigt nichts für Kleider Allg. Wenn mar de B. nit klender ös as de Fott wenn du dich nur nicht verrechnest Ruhr-Hünxe. Me mutt de B. ni grötter maken äs de Futt nichts über die Kräfte unternehmen, über die Verhältnisse leben Mülh-Ruhr, Allg. Wen e grussen Orsch hot, den muss och en weit B. hon Bitb, Allg.; ene groten Ärs hät en grote B. vanduhn Mörs-Xanten. Wammen den A. blo löt färwen, bruckt men gein B.ə Sol, Allg. De verspillt noch de B. vam A. Rip, Allg. De git (verköf) (noch) de B. vam A. (Lif, Hennersch, Gat); de hält ken B. am A. (Lif); de deht am letzte noch de B. us so freigebig ist er; en verliert noch de B. am A. Rip, Allg. Dem si Gesicht passt en de B. so breit ist es Düss. — Die B. u. die natürlichen Bedürfnisse. De B.heraf-, heronnermache, los mache Allg., afduhn oder afströpe Nfrk, wenne Mosfrk. Dem Jong de B. opmache. Bei Diarrhoe kammer de B. en de Hand hale, krig mer de B. net mih us de Hänn Rip, Allg. Appeldrank, mach de Buch krank, de B. en de Hand, op de Hof gerannt! Ahrw-Remag, Siebengeb. — En de B. mache, scheisse, drisse, secke, pisse udgl. Me kann sek selwer nit trauen, seit de Bur, de woll sek open dohn on dret en de B. NBerg. Dat as neist Neies, sot de Jong, du hot en an de B. geschass []Bitb-Dahlem. De hätt rechter en de B. geschess, bi dat gemacht Kobl-Bend; er hatt besser en sei beste B. geschess Birkf-Idar; do hättste besser in de B. gemat, dat kunnen me wiər utwaschen Wippf. De steht do, als wanne en de B. geschösse hätt Rip, Allg., — hej wat in de B. gemackt hätt Nfrk. Kinnerwerk, sag Mases, do hatte in de B. gedrite MülhRuhr. Du häs mih Gedresse en der B. wie Foder Köln. In de B. driten ös ken Kons, äwel in de Hekel driten on dat drut lecken, ös en Kons Mörs-Neuk; prohle en de B. beschmere es gen Konst Emmerich. Den os esu fobelig (unentschlossen), wenn hen de B. olt erafgemacht hat, mächt hen se noch en Kihr zu, əih he scheisst Prüm-Ihren. De Kres sos op de Mes on dress, dat em de B. zerress Dür-NZier. En Mull, do kaste en bedrite B. en utwäsche Erk-Keyenbg. Rubbe-dubbe-pupp, die kölsche Zupp, der Tambur hät ejen B. gepuppt Nachahmung des Trommelschlages Heinsb-Roerkempen. Glöckselig Neujohr, der Kopp voll Hor, et Hembd voll Niəte, der B. voll gedriəte! Erk. — Do han ich bal en de B. geseck für Lache Allg. Mer ment, mer mösst en de B. seche vor Ungeduld Aden. — Kolvebach hät en de B. gekrach; do hät dat ganze Dorf gelach Eusk-Eschw. Der Furz rüch on e flüg, e klingk on e stink, e mät de Darm op on mät de B. wärm Eusk-Billig. Zwiwelekraut, Pitter hot an (in) de B. gedaut Bitb-Hütting. 1 bis 8, die B., die krach; die Kerch fällt en, de Jong geht dren; dat Mädche geht drus; nu es et Stöckelche us Grevbr-Kapellen. — Dem rauchenden Knaben ruft man zu: Häsde och Heu (e Kappesblatt, ene Wösch) en der B.; häste och de B. zogebonne? Et geht der en de B.; du machs en de B.! Rip. — De hät de B. voll ist betrunken; mer ment, de hät de B. voll er kommt langsam heran Allg.; he hät de B. voll dervan er ist der Sache überdrüssig, hat genug Scherereien gehabt Rip. — Die B. u. Angst. He hät Schess (Schitt) en der B. Rip, Nfrk. De B. geht em met Grondis Rip, Allg. He krit et B.ənbiəwen Elbf-Hahnerbg. Scherzfrage: Wu was et mögelek, dat Elias met er glöjende Wage ten Hemmel fuhr, sonder sich de Kont te verbrande? Antw.: De B. gung öm met Gr. Emmerich. De hat fir lauder Ängst en de B. geschess Mosfrk, Allg. De bang B. a han Aach, Rip. Em es et Hatte (Herz) en die B. gefalle NBerg, Allg. Et Hart mott an wat hange, anders fällt et in de B. Geld-Kevelaer. Der Mot (Mut) ejen B. han Aach. Em biəf de B. (an't Gat Nfrk) Rip, Allg.; him klappert de B. Bitb ; dem klotz (gluckt) de B. Bo-Kessenich; et raselt em en de B. Rip, Nfrk; do krupe se alt wiər en de B. Kref; der [] hat der Vater Filipp en de B. Nfrk (o. O.). Va lutter Sorg de B. verlere Schleid-Hellenth. Feier an (op) der B. han wenn einer so schnell läuft, als ob seine Kleider Feuer gefangen hätten; enem Feier op (bei) de B. machen Bitb. Geckheit es G., mär Für in de B., dat es gen G. Mörs-Xanten. Den löp, äs wenn öhm de B. brand Mörs. Alärm, alärm, de B. es wärm! Kinderruf beim Ausbruch eines Feuers Eup. Schandärm, mak me de B. es wärm! Geld-Kevelaer. Ne Schlag en de B. krege Schrecken Schleid-Hellenth. Wenn man sich beruhigt hat, es wiər Ruh en de B. Nfrk. — Die B. u. Zorn. Us der B. sprönge für Ifer Rip. He seck va luter Ifer en de B. Rip. He ritt (reisst) sech ut der B.ə Sol. — Die B. u. Prügel. Du kris de B. verhaue, versohlt, geklopp, besehn udgl. De krit de B. gespanne oder losgemat (heraf-, heronnergemat) Rip, Allg. Wart, ech werd der es de B. uskloppe! Rip. Pittermann, der gar niks kann, moss jet für dat Bötzche han! MülhRh-Ensen. Ech sall der es de B. amessen! Wippf. En as gej nouw nit ardeg sit, krieg gej van et nämlege Lake en Bökske! Emmerich. Den sin B. hält Kermes Mörs. Den häk (habe ich) es ewes de B. opgebonde die Wahrheit gesagt ebd. — Die B. u. der Inhalt der Hosentasche. Du häs jo nüs mih en der B. kein Geld. Fahr (pack) es en de B., of de noch en Pennek häs! Rip, Allg. De wess, wou en higreift, wenn en en de B. fihrt er hat viel Geld Merz. Wen Glöck höbbe sall, fend de Mes en de B. Mörs. De hat de B. drüg er hat alle Klicker verloren MGladb-Odenk, Grevbr-Wickrath, — ledig Bergh. Vür hant em de B. leəg gemat Aach; mer hänt em de B. usgedonn Rip, — afgedonn MGladb. — Verschiedenes. Et get nach B.ə, wenn ech net mih do sein May-Trimbs. Wat achter de B. höbben eine schlechte Tat begangen haben Mörs; enem achter de B. setten ihn verfolgen ebd.; se sen em eiter de B. gewest Kemp. Se setten em op de B. Kref. Jet ajen B. krige den angerichteten Schaden ersetzen müssen Aach, Rip, Nfrk; de hät de ganze Schmer an de B. kreg Rip, Allg. No sall mech ens verlange, wen et Glöck an de B. blift hange Geld-Leuth. — De hat jet on (in) der B. ist sehr stark Prüm-Gr-Kampen. De hät Eier en de B. gelat ein tüchtiges Hinterteil in der B. Eusk. Mer hät üch jo en Ei en der B. gebrode Köln. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, Jan in de B., den woll nit dögen Geld-Issum. Den hat sech en Rut fir de B. gehauen sich selbst geschadet Prüm-Ihren. Enem durch siwe B.ə sehn scharfe Augen haben Bitb. De Jud hat hem op de B. gesputzt (o. O.). Wann och de B. nom Pangkhus geht Monsch-Zweifall. Dat os noch [] emmer besser, wie en al B. gefluht Daun-Strohn. Die geht en et Kluster, wo en B. an de Bettpos hängk Nfrk, Rip. Wenn der Mann met der B. för de Bettstell schleht, es als widder ens (ein Kind) do Düss. E sengt wie en B., die de Trepp ronner fällt Saarl-Dilling. De B. hale (holen) die Beglückwünschung des Brautpaares in der Verkündigungszeit Klevld. — Neckruf gegen Fastnachtsnarren: Gecke, G. von 80 Johr, hät de B. voll Geissehor! Ahr. — Auf Vornamen. Stefe (Stefan) hät de B. voll Hefe! Pitter hät de B. voll Schwitte! Ahrw-Hepping. Möller, M., Moler, hat de B. voll Dohlern! Trier. Fastelovend steht allen, kri em met die B. on schött em met die Ben! Heinsb-Roerkemp. Mari, M. Marotz, wat rappelt dir de B.! Dat deht die decke Kiərnmelch, die ös der gar net notz Agger, — dat geht di flotsch, di flotsch MülhRh. — 2. die Windel der Säuglinge Allg Dem Kenn de B. mache; et K. en de B. drihne, make Nfrk. — 3. übertr. a. sachl. α. die Befiederung eines Hühnerbeines bis zum Fusse Allg. — β. vierstreifiges, 10 cm langes Lederbündel, das Lockvögeln auf dem Vogelherd so angezogen wird, dass Flügel u. Beine fest in den Streifen stecken u. der Vogel mit ihnen verwachsen scheint Mörs. — γ. die Schale der Bohne, die noch grün, aber doch so hart geworden ist, dass sie nicht mehr gekocht werden kann. De decke Bunne han (ledere) B.ə an Allg. — Die dicke Haut der Weinbeere Koch-Moselkern. — Die Hülsen der Ähren Bitb. Den Hower geht net aus der B. eraus wenn er klein bleibt; de Ähren gucken grad zo de B.ən raus. — δ. mit Wurzeln versehener Stumpf eines gefällten Baumes Kemp-UWeiden, Klevld. — ε. die auf der Milch sich bildende Haut Aach, Eup; die auf der kochenden Milch sich bildende zähe Rahmschicht, auch Pastuərsch B. genannt SNfrk. — ζ. Nabenbüchse Zell-Sohren, MGladb; die Umkleidung des Langeisenhaltes im Bodensteine der Mühle Bernk-Rhaunen; sonst Büchse, Buchs. — η. e Bötzche eine kleine Kanzel (scherzh.) Schleid-Hellenth. — θ. Schlauch einer Tabakpfeife Grevbr-Wickrath — ι. Blättermagen des Rindes, mit Essig u. Zwiebel angerichtet Hunsr o. O. — b. persönl. En treu B. alter, guter Freund Eup-Hauset; en stif B. steifer Kerl ebd.; en ärm B. ein armer Kerl Aach. — Al B.ə (alte Männer) on jong Fotze, dat git Kenner; jong B.ə on al Fotze, dat git Sönden Sinzig.
18723 Zeichen · 608 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. modern
    Dialekt
    Buckse

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Buckse s. PfWB Bucksen .

Verweisungsnetz

5 Knoten, 4 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 1 Kompositum 1 Sackgasse 3

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit buckse

391 Bildungen · 108 Erstglied · 283 Zweitglied · 0 Ableitungen

buckse‑ als Erstglied (30 von 108)

Bucksenband

RhWB

bucksen·band

Bucksen-band n.: der obere Rand der B. Allg. [ Botzebant Wiesenbocksbart Eusk-Dirmerzh Zülp , Aach (-bangk). S. Bocksbart].

Bucksenbein

RhWB

bucksen·bein

Bucksen-bein n.: 1. Hosenbein. Dem riert et Wormmehl am B. herusse er sieht hinfällig, krank aus Rip o. O. Ne Rock wie en B. enger Frauenroc…

Bucksenblume

RhWB

bucksen·blume

Bucksen-blume f.: 1. bukšənbloumə Knabenkraut, orchis Ess-Frintrop . — 2. boksənblū:m Pfingstrose, paeonia Trier-Mehring , Wittl-Muhlb .

Bucksenbodem

RhWB

bucksen·bodem

Bucksen-bodem RhWBN Allg. m.: Hosenboden. Vill Rötsche schad dem besten B. (mät och der b. B. kapot) Köln . Dir wird och es gehüreg der B. u…

Bucksenbord

RhWB

bucksen·bord

Bucksen-bord Allg. n.: der gürtelförmige, breite Besatz am obern Ende der Buckse.

Bucksendrisser

RhWB

bucksen·drisser

Bucksen-drisser RhWBN -dresər Rip; -drītər Nfrk m.: Hosenscheisser; kleiner Junge; Feigling, Angstmeier.

Bucksengatter

RhWB

bucksen·gatter

Bucksen-gatter -gdər Bitb ; -a- Malm n.: der früher statt des heutigen Längeschnittes vorn an der Buckse durch zwei Knöpfe befestigte viere…

Bucksenhagel

RhWB

bucksen·hagel

Bucksen-hagel Sol-Leichl , Elbf , Lennep-Ronsd , Gummb-Frömmersb Berghsn m.: eingemachtes Stielmus, Rübstiel.

Bucksenhosen

PfWB

bucksen·hosen

Bucksen-hosen Pl. : 'erste Hose des Buben', Bucksehosse [ KU-Odb ], Bucks- [ KB-Orb ]. —

buckse als Zweitglied (30 von 283)

Achterbuckse

RhWB

achter·buckse

Achter-buckse -boks Nfrk allg., wo nicht -ham herrscht; āterbots, E- LRip bis zur Ahr; -botsə NBerg n. der Benr-Eschb-L. f.: Hintergeschirr …

Armbuckse

RhWB

arm·buckse

Arm-buckse -əboks Koch-Laub ; ę- Koch-Leienk f.: Klapphose der Jungen.

Bangbuckse

RhWB

bang·buckse

Bang-buckse Allg. f.: dass. — Statt Er hät de b. Botz  an kann es auch heissen de Bangbotz .

Batzenbuckse

RhWB

batzen·buckse

Batzen-buckse -boks MGladb-Rheind f.: scherzh. engbeinige Hose, die um die B. 3 spannt.

Brambeerbuckse

RhWB

brambeer·buckse

Brambeer-buckse f.: im Neckruf gegen den Schornsteinfeger: Schorit, Sch., de Bromelebotz, hät de Botz met Gar gestopp! Dür .

Bubenbuckse

RhWB

buben·buckse

Buben-buckse Rhfrk f.: Knabenhose (u. ähnliche Zs., meist aber Hit, Klere udgl. vor de B.ə ).

Büffchesbuckse

RhWB

Büffches-buckse Trier-Wasserliesch Onsd f.: Klapphose.

Dinselbuckse

RhWB

dinsel·buckse

Dinsel-buckse -bots Sieg-Ägid f.: Kind, das vor Ärger, Eigensinn hin u. her stampft.

Drasbuckse

RhWB

dras·buckse

Dras-buckse -boks Bitb f.: Saumseliger. Die Dr. kemmt och rischt mat der Salf, wenn de Koh schungs kapot as.

Dreimelbuckse

RhWBN

Dreimel-buckse -bukšə MülhRuhr f.: langweiliger, dösiger Kerl.