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Blutig

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Adelung
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13 in 13 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Blutig

Bd. 1, Sp. 1097
Blutig, -er, -ste, adj. et adv. 1) * Blut habend. In dieser Bedeut. nannte man ehedem das Vermögen, welches in Vieh oder lebendigen Geschöpfen bestehet, die blutige Habe. In andern Fällen wird es in dieser Bedeutung wohl nicht üblich seyn. Doch kommt es in den Zusammensetzungen vollblütig und kaltblütig vor; wo es aber das u in ein ü verwandelt. 2) Mit Blut befleckt. Ein blutiges Messer. Sich blutig machen. Mit blütigen Köpfen abgewiesen werden, in einer niedrigen Figur. Die blutige Hand, bedeutete ehedem, theils einen Mörder, besonders in dem Rechtssatze, blutige Hand nimmt kein Erbe, theils aber auch die peinliche Gerichtsbarkeit, den Blutbann. 3) Wobey Blut vergossen wird, größten Theils in der anständigern Schreib- und Sprechart. Ein blutiger Krieg. Ein blutiger Sieg. Das Treffen war sehr blutig. Ein blutiges Opfer. Wasch deine Hände rein vom blutigen Verbrechen, Weiße. 4) In der im gemeinen Leben üblichen R. A. keinen blutigen Häller haben, (im mittlern Latein Denarius cruentus) bedeutet blutig wohl nur so viel als roth, weil man auch in eben demselben Verstande sagt, keinen rothen Häller haben; welches denn mit der ersten eigentlichen Bedeutung des Wortes Blut sehr gut überein stimmt. Nieders. blödig, blöerig.
1236 Zeichen · 23 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Blutig

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Blutig , -er, -ste, adj. et adv. 1) * Blut habend. In dieser Bedeut. nannte man ehedem das Vermögen, welches in Vieh ode…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    blutig

    Goethe-Wörterbuch

    blutig ganz überwiegend im dichterischen Werk, im Vers mehrf mit Synkope 1 a aus Wunden (auch der Nase) blutend u vom ei…

  3. modern
    Dialekt
    blutig

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    blutig Band 2, Spalte 2,1470f.

  4. Sprichwörter
    Blutig

    Wander (Sprichwörter)

    Blutig 1. Es geht so blutig her wie im Fladenkriege. – Wurzbach II, 109. Zwischen dem Kurfürsten Johann Friedrich von Sa…

  5. Spezial
    blutig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    blu|tig adj. (blutbefleckt) da sanch, ajié da sanch, insangoné (-ná, -nada). ▬ blutig er Schleim sanjara f. ; sanjöm m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit blutig

13 Bildungen · 9 Erstglied · 3 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von blutig

blut + -ig

blutig leitet sich vom Lemma blut ab mit Suffix -ig.

blutig‑ als Erstglied (9 von 9)

Blutige Hand nimmt kein Erbe

Meyers

Blutige Hand nimmt kein Erbe (mag kein Erbgut empfahen), altes deutsches Rechtssprichwort, bedeutend: wer den Tod des Erblassers, mit oder o…

blutigel

DWB

blut·igel

blutigel , m. hirudo für blutegel: blutigel, die sich gerne von dem mästen, was unser einem abgeschröpft wird. Fr. Müller 1, 275 ; schaue nu…

blutigellich

DWB

blutig·ellich

blutigellich , in weise der blutigel: unkraut, das den wurzeln blutigelig ( so ) leben entzog. Hippel 7, 136 .

Blutiger

Wander

Blutiger Den Blutigen scheut, den Milchigen beleckt jeder. ( Lit. )

Blutiggeröthet

Campe

◬ Blutiggeröthet , adj. u. adv. so viel als blutroth, roth wie Blut. — — — Die sinkende Rechte Hielt arbeitend das flammende Schwert und im …

blutigkeit

DWB

blutig·keit

blutigkeit , f. immanis saevitia: also das aller krieg und bluotigkeit wird durchs fewer verzert werden. kriegsb. des friedens 16.

Blutigroth

Campe

blutig·roth

○ Blutigroth , adj. u. adv. roth wie Blut. Und aus den Wolken, blutigroth Hängt der Herrgott den Kriegsmantel 'runter. Schiller.

blutigtrübe

GWB

blutig·truebe

blutig-trübe Zusammenschreibung 15 2 ,77 wohl iSv Blutvergießen verheißend u düster [ Helena üb Phorkyas: ] Gebietrisch mir den Weg vertrete…

blutig als Zweitglied (3 von 3)

unblutig

DWB

unblutig , adj. adv. , gegentheil von blutig. ags. unblôdig; nl. onbloedig; Frisius incruentus 678 a : in dem andern unbluotigen opffer der …

Ableitungen von blutig (1 von 1)

unblutig

DWB

unblutig , adj. adv. , gegentheil von blutig. ags. unblôdig; nl. onbloedig; Frisius incruentus 678 a : in dem andern unbluotigen opffer der …