Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
bleuen
bleuen
bleuen Vb. ‘schlagen’, ahd. bliuwan (8. Jh.), mhd. bliuwen, asächs. bleuwan, got. bliggwan ‘schlagen’, dazu auch mnl. nl. blouwen ‘Flachs brechen’, mundartlich ‘die Arme umeinander schlagen’. Jede weitere germ. und außergerm. Verwandtschaft bleibt unsicher, so daß ein Ansatz ie. *bheleu- ‘schlagen’ ( 1, 125) ungewiß ist und in dem Verb daher der bewahrte Rest eines vorie. Wortes vermutet wird ( Nl. 67). Häufiger als das Simplex sind nhd. verbleuen Vb. ‘verprügeln’, ahd. firbliuwan (9. Jh.), mhd. verbliuwen, und einbleuen Vb. ‘durch Prügel beibringen’, übertragen ‘nachdrücklich einschärfen’ (16. Jh.), beide Verben in volksetymologischer Anlehnung an blau häufig in der Schreibung -bläuen Bleuel m. ‘hölzerner Schlegel’, ahd. bliuwil (9./10. Jh.), mhd. bliuwel ‘Mörserkeule, Stampfer’; einer Nebenform Pleuel folgt als Wort der modernen Technik Pleuelstange f. ‘Kolben-, Schubstange’ (19. Jh.).