Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
blecken
blecken
blecken Vb. meist nur noch in der Wendung die Zähne blecken ‘die Zähne zeigen’, seltener die Zunge blecken. Das nur im Dt. vorkommende Verb ahd. (8. Jh.), mhd. blecken, mnd. blēken weist in älterer Zeit neben der bis heute üblichen transitiven Bedeutung ‘sehen lassen, zeigen’ die intransitive ‘blitzen, glänzen, sichtbar, entblößt sein’ auf. Die transitive Verwendung erweist blecken als ein altes Kausativum zu einem (untergegangenen) starken Verb für ‘glänzen, leuchten’, dem griech. phlégein (φλέγειν) ‘entzünden, verbrennen, leuchten’ entspricht. Die intransitive Bedeutung rührt daher, daß sich das starke Verb mit dem schwach flektierenden Kausativum vermischt haben muß. Verwandt sind blaken (wo weitere außergerm. Verwandtschaft), blinken, blank, blitzen, 1Blick (s. d.).