Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
bilidi
bilde, fast immer bei Notker; daneben pilodi,
piladi, aber zahlenmäßig völlig hinter dem
schon für Gl. 1, 758, 12 (8. Jh.) bezeugten bilidi
zurücktretend: im besonderen steht alem. bili-
di, daneben biladi bereits im 8. Jh. dem bair.
pilodi des Abrogans gegenüber, das Fränk. hat
nur bilidi, wie das Asächs., das Bair. im 9. Jh.
überwiegend -adi; biludi kommt einmal in der
Freisinger Otfrid-Hs. (902–05: 4, 15, 35) vor;
im 10. Jh. wird bilidi allgemein. So erhebt sich
die Frage:
„Hat einmal in vorliterarischer Zeit(I.
obd. -ôdi/ adi gegen frk.-ndd. -idi gestanden
und ist dann dem von Norden und Westen ein-
dringenden Ansturm erlegen, etwas früher im
Alem., vom 10. Jh. an auch im Bair.?“
Schröbler u. E. Karg-Gasterstädt, PBB 66
S51bilidi 52
[Halle, 1942], 291 ff. mit weiteren Einzelhei-
ten)〉.