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bicken

ahd. bis Dial. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
22 in 17 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

bicken

Bd. 1, Sp. 1809
bicken, pungere, percutere, schlagen, hacken, hauen, mhd. bicken (Ben. 1, 115b), it. piccare, franz. piquer: steine bicken, bäume, stangen, nüsse bicken: die buren bicken die wilden böumlin, die noch jung sind, mit einem scharpfen stein und lond es darin wachsen ein jar und wenn man si abhouwet, so schelt man die rind darab, und machen oben isen daran, denn ist es ein schwinspiesz. Keisersb. christl. bilg. 39. bicken, trocken husten, s. bexen (sp. 1792); bicken sticheln, stechend sprechen; er bickt auch drein, gibt seinen senf dazu. Stalder 1, 169; ich höre die uhr bicken, spitz anschlagen, picken; bicken, zur ader schlagen, schröpfen: und solt im aber fintusen (franz. ventouses) setzen uf das glid, und solte sie lassen bicken. Gersdorf 44; schir das haar ab dem ort, reib es mit einem hänfin tuoch, bisz offen wird, darnach setz laszköpf darauf, bick es alsdann mit einer flieden wol, wasch das bluot ab. Seuter 4; ein floh der beiszt und sticht, er zwickt und bickt. Hoffm. gesellsch. lieder 263; eier bicken, an einander stoszen. Ernst Meier schwäb. sagen 393. die tauben bicken sich den bunten hals und jetzt den kleinen kopf. Geszner, bepicken sich. man bickt den kindern das brot, schneidet es ein, damit sie es leichter beiszen. s. anpicken, aufpicken.
1283 Zeichen · 26 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    bicken

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA) · +3 Parallelbelege

    -bickenAWBAWB sw. v. I, nur in Zss. belegt: anabickenanabik- kenAWB, nur in Gl.: ‚angreifen, anfallen, impetere, appeter…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    bickenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +7 Parallelbelege

    bicken swv. BMZ stechen, picken Ms. Ls. ( swâ ein swacher zwec lac, dar în si bicte 3. 237,19. bicken in daʒ hor ib. 22 …

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    bickensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    bicken , sw. V. nhd. „bicken“, behauen (V.), dengeln, mit einer Spitze klopfen, picken, aufpicken (Ei), aufbrechen Vw.: …

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bicken

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Bicken , verb. reg. act. 1) Mit dem Schnabel hacken, von den Vögeln. Die Tauben bicken sich den bunten Hals und jetzt de…

  5. modern
    Dialekt
    bicken

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    bicke n [pìkə, pekə allg. ] 1. mit dem Schnabel hacken oder picken. Rda. So schnëll a l s d Hüe h ner b. sehr schnell Ru…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bicken

26 Bildungen · 8 Erstglied · 14 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von bicken 2 Komponenten

bic+ken

bicken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

bicken‑ als Erstglied (8 von 8)

Bickenborg

MeckWB

bicken·borg

Bickenborg ON. im Eirätsel: In 'n deepen Dom steiht ne gäle Blom, Wer de Blom will äten, möt ganz Bickenborg terbräken Wo. V. 1, 31 c.

Bickendorf

Meyers

bicken·dorf

Bickendorf , früher Dorf, jetzt der Stadtgemeinde Köln einverleibt.

bicken III

RhWB

bicken III = mit Klickern spielen s. Bick II;

bicken IV

RhWB

bicken IV = Bienen in den Korb tun s. Beienkar;

bickenvull

MeckWB

bickenvull sehr voll Derb. 1, 234.

bicken als Zweitglied (14 von 14)

afbicken

MNWB

afbicken , swv. , mit Bicken, Spitzhacken abschlagen.

Aufbicken

Adelung

auf·bicken

Aufbicken , verb. reg. act. mit dem Schnabel öffnen, aufhacken. Eine Nuß aufbicken, von den Vögeln. Daher die Aufbickung.

erbicken

KöblerMhd

erbicken , sw. V. nhd. aufhacken E.: s. er, bicken W.: nhd. DW2- L.: Lexer 386b (erbicken)

gebicken

MWB

gebicken swV. → bicken 1 ‘mit dem Schnabel hacken’. wan er hât einen snabel starc, / dâ mit er wol gebicken mac / ab dem boum ein grôzez zwî…

kreibicken

KöblerMnd

krei·bicken

kreibicken , sw. V. nhd. ein Würfelspiel spielen, Muscheln fangen E.: s. kreie ?, bicken L.: MndHwb 2, 666 (kreybicken), Lü 188b (kreibicken…

kreybicken

MNWB

° kreybicken , swv. , ein Würfelspiel spielen (ostfries.). (Hierher kreygede Chr. d. d. St. 24, 27 ?)

tõbicken

MNWB

tobic·ken

tõbicken , swv. : 1. zerpicken, „ Desse webbe kanstu over all to bicken, o kleyne vogel unde oick den spynner daer ut halen, slukende in dyn…

tōbicken

KöblerMnd

tōbicken , sw. V. nhd. zerpicken, schlitzen Q.: Nic. Gryse Laienbibel (1604) E.: s. tō (2), bicken L.: MndHwb 3 1005 (tôbicken) Son.: ein Kl…

verbicken

Lexer

ver·bicken

ver-bicken swv. BMZ abs. mit swerten verb., zuhauen Parz. 680,24 ; tr. stecken in Otn. C. 24. Hpt. 5,15 ( Ls. 3. 122,52. Lcr. 11,52 ). Fasn.…

zebicken

KöblerMhd

zebicken , sw. V. Vw.: s. zerbicken

zerbicken

DWB

zer·bicken

zerbicken , -becken , verb. , zerstechen ( s. bicken th. 1, 1809), z. b. kranke, gedunsene körpertheile mit einer fliete ( th. 3, 1797): Str…

zuobicken

AWB

zuo·bicken

zuo- bicken sw. v. zuo-piccho: 1. sg. Gl 2,680,14 ( Schlettst. ). feindlich losgehen auf etw., jmdn., es, ihn angreifen: incurso.

Ableitungen von bicken (4 von 4)

erbicken

KöblerMhd

erbicken , sw. V. nhd. aufhacken E.: s. er, bicken W.: nhd. DW2- L.: Lexer 386b (erbicken)

gebicken

MWB

gebicken swV. → bicken 1 ‘mit dem Schnabel hacken’. wan er hât einen snabel starc, / dâ mit er wol gebicken mac / ab dem boum ein grôzez zwî…

verbicken

Lexer

ver-bicken swv. BMZ abs. mit swerten verb., zuhauen Parz. 680,24 ; tr. stecken in Otn. C. 24. Hpt. 5,15 ( Ls. 3. 122,52. Lcr. 11,52 ). Fasn.…

zerbicken

DWB

zerbicken , -becken , verb. , zerstechen ( s. bicken th. 1, 1809), z. b. kranke, gedunsene körpertheile mit einer fliete ( th. 3, 1797): Str…