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bålde

ae. bis Dial. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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23 in 13 Wb.
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Eintrag · Westfälisches Wb.

bålde Adv. Konj.

Bd. 1, Sp. 414
bålde bald ⟨Zur Verbreitung der Formen → Karte I 4. — 1. Formen mit kurzem o gewöhnlich wohl mit offener Qualität. Der Vokal entspricht — soweit in den Maa. offene und geschlossene Qualität unterschieden wird — wohl durchweg dem Typus ›å‹. Es seien einige Belege mit geschlossener Qualität des o angeführt, die jedoch wohl meist aus Maa. kommen, in denen kein offener o-Laut (mehr) unterschieden wird. z. B. ›bolle‹ Kr. Aschendorf-HümmlingAsd Kr. Aschendorf-Hümmling@LathenLa, früherer Verwaltungsbezirk StadthagenSth früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@LindhorstLh, Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh, Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@AmmeloeAo, die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@KurlKu, Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@BarendorfBd Kr. Iserlohn@BertinglohBe Kr. Iserlohn@DahlhausenDa Kr. Iserlohn@ErgsteEr Kr. Iserlohn@HalingenHa Kr. Iserlohn@HüingsenHü Kr. Iserlohn@KesbernKb Kr. Iserlohn@StübeckenSb Kr. Iserlohn@WixbergWx, Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@BeleckeBe Kr. Arnsberg@MüschedeMü, Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl, Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@DrolshagenDh, ›bolde‹ Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@GrotheGr, Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@DingdenDi, ›bold‹ die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-Eickel@ÜckendorfÜd j.; auffällig bolə (bei ›o‹ > ǫ) Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@BocholtBh. — 2. In dem von bǫl(le) u. ä. im S und SO relativ scharf abgrenzbaren Gebiet mit kurzem a gilt fast durchweg der Typ ›balle‹, nur am Ost- und Südrand — wie in angrenzenden Maa. — erscheint auch bāle, wobei ā wie in (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@LügdeLd) wohl auch in den übrigen Belegen von Kr. HöxterHöx — jedoch nicht im S — rückmonophthongiertem ›ō²‹ gleichlauten wird. Einzelbelege mit palatalem a (wohl = ›ä‹) im S — so Bälle (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@BrilonBr Kr. Brilon@HildfeldHf, Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@BenolpeBe Kr. Olpe@BrachthausenBh Kr. Olpe@KirchhundemKh Ki Kr. Olpe@MarmeckeMa Kr. Olpe@OberhundemOh Kr. Olpe@WelschenennestWe Kr. Olpe@SaalhausenSh), bȧlə Kr. BrilonBri Kr. Brilon@SilbachSi — beruhen vielleicht auf diphthongiertem ›ō²‹ (bęole u. ä.) mit Assimilierung des zweiten Diphthongteils an das l. Zur Verbreitung in Kr. OlpeOlp s. WWB-Source:9:ArensArens § 60. — Vermutlich gehen alle Formen mit a auf diphthongiertes ›ō²‹ zurück (F. Wortmann, Kr. Grafschaft DiepholzDie Osnabrücker Mundart, WWB-Source:208:NdWNdW 5 (1965) 21 — 50, bes. 25). — 3. Nach N und NW unmittelbar anschließend ist a (å) in der Stellung vor ld gedehnt worden und mit diphthongiertem — im N monophthongisch gebliebenen — ›ō²‹ gleichlautend, im W dieses Gebietes auch mit hier diphthongiertem ›a‹; es gilt ›bō²le‹ bzw. ›bō²le‹ = ›bale‹. — Gedehnte Formen innerhalb des Gebietes mit dem Typ ›båld(e)‹, ›båll(e)‹ stehen gewöhnlich neben Belegen mit kurzem Vokal. Auch hier entspricht der Vokal ›ō²‹, auch ›a‹ oder beiden historischen Längen. Weder mit ›ō²‹, noch mit ›a‹ jedoch bōlə am Nordrand von Lin, z. B. Kr. LingenLin Kr. Lingen@BrögbernBr Kr. Lingen@BawinkelBw Kr. Lingen@GerstenGe Kr. Lingen@PlankorthPo Kr. Lingen@WettrupWe; (vgl. auch WWB-Source:33:BorchBorch 26). — Meist ist ld > ll assimiliert, häufiger ›båld(e)‹ im W und NW. Bei gedehntem Vokal nur Einzelbelege mit ld (neben -ll-), so ›bō²lde‹ in (Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@BelmBe, Kr. HerfordHfd Kr. Herford@SchwarzenmoorSw), ›bō²lt‹ (Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@AstrupAt, Kr. HalleHal Kr. Halle@LoxtenLo, Kr. LemgoLem Kr. Lemgo@AlmenaAm), im Gebiet mit -a-: „balle, früher balde“ (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe), „balle und balde“ (WWB-Source:129:HoncHonc). — Silbisch gewordenes l: „bauele“ (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@LüchtringenLü), vielleicht auch „bäuile“ (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@VahlhausenVa), „beule“ (Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@AschenAs). Kr. Grafschaft DiepholzDie Formenverbreitung ist nicht völlig identisch mit der von „alt(e)“ oder „kalt(e)“. So ist die Dehnung zu ›ō²le‹, ›kō²le‹ im N fast allg. durchgeführt. → åld und DSA, Kt. alt(e). — Für Karte I 4 sind völlig undurchsichtige (meist Frgb.-)Schreibungen nicht berücksichtigt worden, auch nicht — nur laienschriftliche — Belege mit -uo-, -ua-, die offenbar einen Kürzendiphthong wiedergeben wollen, wenn sie außer bei „bald“, „alte“, „kalte“ nur für Kürzen in offener Silbe geschrieben wurden, so z. B. in Einzelbelegen in Kos, Wdf, Wie, Rek, Bch, Dor, Unn, Lst, häufiger Sos⟩ Das Wort ist fast überall — mit Ausnahme wohl des nördl. Kr. Grafschaft BentheimBen — in allen Bed.-Varianten gebräuchlich. Im W, bes. im NW im Bereich der dt.-nl. Grenze, erscheint in Frgb.-Antworten häufig vor allem das Synonym → gau für „bald“ als Zeitadverb (z. B. SprA, Satz 3). 1. Adv. a) Zeitadv. „bald“ = in kurzer Zeit, schnell, allmählich Kuem äs boll! komm mal bald (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@HoltwickHw), Hai stirwet balle er stirbt bald Kr. BrilonBri Kr. Brilon@AssinghausenAh. Dau dat bolle! tue das sogleich (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Der Hund leckt seine Wunden, daher: „Dat he ek baoll wier lecket“ das habe ich bald wieder überwunden (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@CastropKa = WWB-Source:107:HblCHblC 4, 46). Tuü di an (zieh dich an), kumm baule! sagten die Kirchenglocken von Halle (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). De Hinkst (hier: Grünspecht) dä lacht (oder naiget wiehert), dänn giftet bäole Riängen (Regen) Kr. HerfordHfd Kr. Herford@SieleSi = WWB-Source:106:HarTHarT II 22, ... alles wat ’r anne sitt mott bolle leose sitt’n (aus einem Liedchen beim Klopfen der Weidenflöten) früherer Verwaltungsbezirk StadthagenSth früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@LindhorstLh. He krich mi so bǫl nich ūt ’e Pöst er bekommt mich so bald nicht aus dem Hause Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh. Drohung an einen kleinen Taugenichts: Dat ich dui mo balle de Fliusen iut ’n Koppe bǖst’n sall! ich werde dir bald mal die Flausen austreiben Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@SandebeckSb. „Et wert baule smiarg an ’n Wännen es wird dunkel (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Nu wǫtt bǫll tīt ... Nun wird es bald (allmählich) Zeit, [daß wir nach Hause gehen] (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@BentheimBh). Niu sin’k de Friggerëi bǫlle läit! nun bin ich die Freierei allmählich satt Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh. „Arme Lü Kalwer un rieke Lü Döchter kummt baoll an ’n Mann“ (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@EmsdettenEm = WWB-Source:118:HEmsHEms II Nr. 6). — b) beinahe, fast, ungefähr (auch zeitlich) Hē is bǫll s grt as ik (auch zeitlich) Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@BentheimBh. Antléste was ’e bǫlle gans nöchtern Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh. Bui ǖm (ihm) es bäole Fullmand (vom Glatzkopf) (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@MelbergenMb). — Mit Konj.: Ik wor bǫl stuät’t ich wäre beinahe gefallen Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh. Dat hä ’k bålle fegiätten das hätte ich fast vergessen (WWB-Source:325:WoeNWoeN || Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr). Ik ha(rr) bǫll wat sęcht ich hätte beinahe was gesagt (Floskel beim Erzählen) Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@BentheimBh || (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Dat was mi d’r bolle achter rāket das hätte ich beinahe nicht erreicht (Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@WulftenWu). — „Bald“ in Verbindung mit „nicht“ = kaum: Dat kamm (kann man) bǫl nich glbm Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@BentheimBh. — Raa.: En Iësel hat smachen (hungern) lǟren wollt, un at hëi et bolle kunn, do gink ’e dōt (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@KierspeKi). — Wenn einer sagt: Ik hädde bålle usw. wird wohl entgegnet: bålle schütt me kainen Hāsen (WWB-Source:325:WoeNWoeN || die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). „Baule is wiet van ganz“ (Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@SudendorfSd). Im Wortspiel mit Ortsnamen: Baule is nǫ wīt fön S-chaule (Schale, ON Kr. Tek) Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe. Ble is nich (oder: noch) wīt fan Schle „Kr. Grafschaft DiepholzDie Ra. mit ’noch’ betont die Unsicherheit, die mit ’nicht’ die Geringfügigkeit der Unsicherheit“ Kr. LingenLin Kr. Lingen@BeestenBe. „Baule is wīt van dëi Schaule“ (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LeedenLd). „Baole is wiet van Dreiwaolde“ (Dreiwalde ON Kr. Tek) (Kr. LingenLin Kr. Lingen@MehringenMr = WWB-Source:316:WellmWellm 263). „Bolle is no wiet von Dreiwolle sagt man wohl, wenn einer auf einen Anruf ’ich komme bald’ antwortet und nicht sofort kommt“ (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@BevergernBe = WWB-Source:47:BüldBüld 107). „A: Segg is ’Boale’! B: Boale. A: Boale is wiet van Dreivoale“ (Kr. LingenLin Kr. Lingen@BergeBg [?] = WWB-Source:233:RakersGVRakersGV 623). — 2. Konj. bald — bald. Balle tuist (zieht) de (das Pferd) gutt, balle slächt (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe). Der Wankelmütige „es biaule süß, biaule siau“ (Kr. MindenMin Kr. Minden@RehmeRe). — De Lāif (Liebe) föllt bolle up ’m Rausenblatt, bolle up ’m Kōklakk Kr. SteinfurtStf Rh.
6131 Zeichen · 105 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    baldeAdv.

    Köbler Afries. Wörterbuch

    balde , Adv. nhd. bald ne. soon (Adv.) Q.: H E.: s. germ. *balþa-, *balþaz, Adj., kräftig, kühn, tapfer; idg. *bʰóltos, …

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    BALDE

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +11 Parallelbelege

    BALDE s. BALT.

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    baldeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    balde , F. nhd. Bälde Hw.: vgl. mhd. balde (2) E.: s. bāld R.: in der balde: nhd. in Bälde, schnell L.: MndHwb 1, 137 (b…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Balde

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Balde , Jakob, geb. 1603 zu Ensisheim im Elsaß, Jesuite, gest. 1668, trefflicher Dichter, aber mit weniger Ausnahme in l…

  5. modern
    Dialekt
    båldeAdv. Konj.

    Westfälisches Wb.

    bålde bald ⟨ Zur Verbreitung der Formen → Karte I 4. — 1. Formen mit kurzem o gewöhnlich wohl mit offener Qualität. Der …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit balde

81 Bildungen · 69 Erstglied · 10 Zweitglied · 2 Ableitungen

balde‑ als Erstglied (30 von 69)

Balde(r)s

BWB

Balde(r)s Band 1, Spalte 1,987

baldeclîche

MWB

baldeclîche Adv. auch beldeclîche ( Elis 2365). ‘schnell, kühn, zuversichtlich’ er sprach: ir sült mir bringen drât / mînen schrîber in ein …

baldeclīche

KöblerMhd

baldeclīche , Adv. Vw.: s. baldiclīche

Båldegrīs

WWB

balde·gris

Bålde-grīs Jakobskreuzkraut ( Wdf Mi ). ¶ NdsWb I 606 Ballegries Kreuzkraut (Goldknöpfchen; Senecio vulgaris).

baldehe

PfWB

bald·ehe

bald-ehe Adv. : 1. 'ehebald, sehr bald', balleh (baˈlē, nicht selten auch: ˈbalˈē). Allo, kumm b.! [BZ-Dernb, verbr., schon 1930 nur noch be…

baldeinmal

PfWB

bald·einmal

 bald-einmal Adv. : ' bald, frühzeitig ', ballemol [ Lambert Penns 21].

bā̆ldeke

MNWB

bald·eke

bā̆ldeke (baldock[e] , baldok , boldeke[n] , boldik , boldok , boltik) n. , m. , Seidenstoff zur Kleidung, als Decke, Bahrtuch, Sargdecke us…

baldekîn

Lexer

balde·kin

baldekîn stm. BMZ kostbarer aus seide u. goldfäden moiréartig gewobener stoff aus Baldac ( Bagdad ), dann auch seidenstoff geringerer art ( …

baldekin

FWB

1. ein aus Seide und Goldfäden moiréartig gewebter Stoff, kostbarer Seidenstoff (ursprünglich aus Bagdad).; 2. ›Decke, (besonders:) Sargdeck…

baldekinus

MLW

* baldekinus v. * baldakinus . Sroder

baldekîn

MWB

baldekîn stM., selten stN. (zahlreiche Formen wie balkin MinneR 497 875, pallikein Seifrit 8809, pladige SHort 6997) kostbarer Seidenstoff a…

baldekīn

KöblerMhd

baldekīn , st. M., st. N. nhd. Baldachin, Traghimmel, Seide, Brokat, Brokatdecke Hw.: s. bellekīn; vgl. mnd. baldeke Q.: (st. M.) Pal, Suol,…

Baldemann, Otte

DWBQVZ

Baldemann, Otte M 14. jh., aus Karlstadt/M., pfarrer in Ostheim/Franken.

baldemonia

MLW

* baldemonia (va-, ha-, -tam-, -dim-, -dam-, balende-) , -ae f. (orig. inc. ) 1 meum — Bärwurz (Meum athamanticum Jacq., cf. Marzell , Wb. d…

Baldenburg

Meyers

balden·burg

Baldenburg , Stadt im preuß. Regbez. Marienwerder, Kreis Schlochau, am fischreichen Bölzigsee und der Staatsbahnlinie Neustettin-Stolpmünde,…

Baldensperger

Meyers

Baldensperger , Wilhelm , Theolog, geb. 12. Dez. 1856 zu Mülhausen im Elsaß, 1880 Pfarrverweser zu St. Peter in Straßburg, 1882–83 Redaktion…

Balderǟrs

WWB

Balder-ǟrs ⟨ Ballerǟs ( Hfd Ei ), -ēs ( Vch Lu , Det Is m. n.) ⟩ einer, der blind auf alles losgeht ( Hfd Ei ), ungestüm ist ( Vch Lu ), ein…

Balderband

WWB

balder·band

Balder-band. Baller- Hanfschnur am Peitschenriemen, die den Knall erzeugt (Frgb.) ( Hal Bh).

balderbrākesk

WWB

balder-brākesk. „ ballerbracksch “ ungestüm ( Sth Sh).

Balderbükse

WWB

balder·buekse

Balder-bükse. Ballerbukse Aufschneider, Schwätzer, Vielsprecher ( Ben Hi ); -bükse ungestümer Mensch ( Osn Klön ).

balde als Zweitglied (10 von 10)

wunderenbalde?

KöblerMhd

*wunderenbalde? , Adj. Vw.: s. wunderenbalde (2)

albalde

Lexer

alb·alde

al-balde adv. BMZ verstärktes balde Parz. Karaj. 86,13. Herb. 2132. Hadam. 44.

alsebalde

MNWB

alse·balde

alsebalde , 1. adv. , sogleich, alsbald. 2. conj. , sobald als; s. alsô.

alsōbalde

KöblerMhd

alsō·balde

alsōbalde , Adv. nhd. „alsbald“ Q.: Enik (FB alsōbalde), PsM (vor 1190) (FB alsbalde), Diocl, DreiFrauen, HNI, Lanc, MinnerII, WälGa E.: s. …

borebalde

KöblerMhd

bore·balde

borebalde , Adj., Adv. nhd. sehr kühn E.: ahd. borabaldo* 1, Adv., sehr kühn, zuversichtlich, mutig, sehr zuversichtlich, allzu zuversichtli…

sambalde

KöblerMhd

sam·balde

sambalde , Adv. nhd. alsbald, sogleich E.: s. sam, balde W.: nhd. DW- L.: Lexer 441a (sambalde), Hennig (sambalde)

wunderbalde

Lexer

wunder·balde

wunder-balde , wundern-balde adv. BMZ sehr schnell Wg. 13277. Dietr. 3142. Reinh. 137. 383,17. Mor. 1,1142. 592. Albr. 20,117. 27,71. 33,69 …

wunderenbalde

KöblerMhd

wunderen·balde

wunderenbalde , Adv. nhd. sehr bald, in Windeseile, sofort Hw.: s. wunderbalde Q.: Dietr, WälGa (1215/1216) E.: s. wunder, balde W.: nhd. DW…

Ableitungen von balde (2 von 2)

erbalde

BMZ

erbalde swv. 1. werde balt, fasse guten muth. Genelûn erbaldet dô Karl 26. a. Eracl. 1151. er begunde erbalden Marleg. 25,430. diu frouwe er…

verbalde

BMZ

verbalde swv. werde übermäßig balt. als er eine sünde getân hât heimlîchen und dar ( so st. daʒ zu lesen ) an alsô verbaldet daʒ er sich ir …