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auftun

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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7 in 7 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

auftun

Bd. 8, Sp. 1456
auf-tun: 1. etwas, einen a. a. absol. laut aufschreien Mörs-Neuk. — b. etwas aufsetzen; de Kapp ufd. Rhfrk, Allg.; de Lätere ofd. Leitern auf den Wagen setzen Neuw, Allg.; de Bach ofd. den Bach auf die Mühle leiten Rhfrk; Teig a., ansetzen Bitb; de Gärve opd. Garben hinaufreichen Schleid-Engelgau. — c. etwas anfangen, finden, erreichen; en Geschäft (en Laden) opd. Gummb, Allg.; de hät de Arbet net opgedohn der Faulpelz Eusk-Eschw; hej hät nicks opgedohn nichts erreicht, nichts bekommen; ek ging, enen Hahn för ow opted. zu finden, zu erstehen Klevld SNfrk, Aach. — d. den hon ich et schunn lang ofgedohn ihm angedroht Rhfrk; dem han ich et ofgedohn von dem hätte ich das nicht erwartet Wittl-Monzel; domet opgedohn sin damit zufrieden sein Mörs. — e. mit persönl. Obj. α. sej hät sich ene opgedohn einen Freier ergattert; hej düht sech ent op knüpft eine Bekanntschaft an Klevld, Nfrk, Rip. — β. der Jäger, der Hond deht de Hasen (et Weld) op findet, scheucht auf Gummb, Allg. — f. sich a. α. sich aufhellen; et Wedder (de Luf, de Himmel) deht sech op; de Wend d. sech op fängt an zu wehen Rip, Nfrk, Siegld. — β. sich herausputzen Klevld; auch dat Mädchen es opgedonn wie ne Bretzel (Hahn) Bo, Klevld. — γ. gedeihen, dicker, reicher werden; den hot sich emol gout opgedohn Merz, Saarbg, Bitb; die d. sech op (werden mit der Zeit noch reich) wie e Säckske Lüs Heinsb-Süsterseel. — 2. etwas a., öffnen Allg., auch im nfrk. Geb. von oəpen (SNfrk, Berg); de Dür, de Mul, de Ogen, Erze (Erbsen), de Wisen (de Wed) opd. Rip, Allg.; de Bocks es ofgedohn! der Sucher beim Verstecksp. darf kommen May-Stdt; de Dus (Dose) opd. furzen Dür-Gürzenich; den hat der Knodd opgedohn fängt an zu wachsen Malm, Rip, Mosfrk; der es ze ful, dat he de Mul opdeht Rip, Allg.; we de Ogen nich opd., mott den Bül opd. Gummb, Allg.
1831 Zeichen · 51 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    auftun

    Deutsches Rechtswörterbuch · +1 Parallelbeleg

    auftun mnd. up(pe)don, mnl. opdaen, md. Nebenform offdun I öffnen I 1 wörtlich soll niemandt [die Haustür] aufthun 1354 …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    auftun

    Goethe-Wörterbuch

    auftun in Götz 1 ‘-tuhn’; ‘thuen’ 15 2 ,210 Üb:Helena Plp Prät ‘thät .. auf’ B26,413 Gutachten 26.2.16 meist in gehobene…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Auftun

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Auftun , sich in größerer Mächtigkeit zeigen, z. B. bei Steinkohlenflözen; vom Hochwild: aufgejagt werden.

  4. modern
    Dialekt
    auftunst.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    auf-tun st. : I. trans. 1. 'öffnen'; dafür meist aufmachen . 's Maul ufdue 'deutlich und laut reden', auch 'zu rechter Z…

  5. Spezial
    auftun

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    auf|tun I vb.tr. (öffnen) daurí (deura) II vb.refl. sich auftun se daurí.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit auftun

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von auftun 2 Komponenten

auf+tun

auftun setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

auftun‑ als Erstglied (1 von 1)

auftunken

DWB

auftun·ken

auftunken , intingendo exhaurire: mit brot die brühe auftunken.