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Ast

as. bis spez. · 33 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
Anchors
37 in 33 Wb.
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Ast

Bd. 1, Sp. 157
Ast 1. Auf einen harten (groben, knorrigen) Ast gehört ein derber (harter, grober) Keil. – Rammann, Samml., III, 3; Luther, 198; Bücking, 200; Härlin, 72; Weisheit, 20; Henisch, 134. Der Grobian ist mit gleicher Münze zu bezahlen. Im Hildesheimischen: Up 'n growen Ast gehöärt en grof Kil. In dieser Mundart heisst der Grobian selbst »growe Ast«. Lat.: Malo nodo malus quaerendus est cuneus. (Hieron.) 2. Auf einen starken Ast gehört ein starker (scharfer) Hieb. (Lit.) 3. Bösem Aste gehört eine scharfe Axt. – Eisenhart, 215a; Henisch, 134. 4. Bösen Ast muss man leiden um des Baumes willen. – Körte, 322; Henisch, 135. Einen Schwärmer, sagt Luther, um des Leibes willen. 5. Danach der Ast ist, danach ist auch die Axt (soll die Axt sein). 6. Eim bösen ast gehört ein scharpfe axt. – Egenolff, 215a. 7. Ein abgehauener Ast bleibt auch im frischen Wasser nicht lange grün. 8. Ein Ast, der über sich sieht, hat nicht viel Aepfel. 9. Ein krummer Ast gibt so gute Kohlen als ein gerader. 10. Ein schlechter Ast ist des Baumes Last. 11. Kleine Aeste geben auch Feuer. Holl.: Kleine takken ontsteken het vuur, en groote onderhouden, het. (Harrebomée, II, 323..) 12. Man kann aus einem krummen Aste so gute Kohlen machen als aus einem graden. – Winckler. XII, 28. 13. Man muss den Ast biegen, weil er jung ist. 14. Man muss einen krummen Ast oft ungespalten lassen. 15. Wegen eines dürren Astes lässt man den Baum nicht umhauen. 16. Zu einem harten Ast gehört ein harter Speidel. Auch: Zu eynem bösen ast gehört ein böser kiel. (Tappius, 27a.) Lat.: Malo nodo malus quaerendus est cuncus (cuneus). (Tappius, 206.) 17. Auf dem Ast sitzen. – Grimm, I, 589. Im Freien, ohne Haus sein. 18. Den Ast bauen. Gehängt werden. 19. Er hat einen Ast vom unsinnigen Lorberbaum. (Altgr.) Plinius erzählt, dass auf dem Grabe eines alten Königs ein Lorberbaum gestanden, den man den unsinnigen genannt habe, weil auf einem Schiffe, auf das man einen davon abgepflückten Zweig gebracht, so lange Zank gewesen sei, bis man ihn wieder hinausgeworfen habe. Die Redensart ward daher von zänkischen Menschen gebaucht. 20. Man hat ihm die Aeste gestumpft. Er ist hart bestraft worden. 21. Setz' mer si (man sich) uff an Ost, bis er dörr ît. (Franken.) – Frommann, VI, 163. In warnendem Sinne: Versuche man's nur, sich auf einen Ast zu setzen und dort zu warten, bis ein reicher Onkel in Ostindien stirbt. 22. Sich einen Ast (Buckel) lachen. 23. Upn Aust riuken. (Westf.) Sich in seiner Erwartung täuschen. 24. Von Ast zu Ast hüpfen. Sagt der Franzose von denen, die nicht bei der Sache bleiben. [Zusätze und Ergänzungen] 25. Ein bösen Ast muss man vmb dess Baumes willen dulden. – Lehmann, 169, 16. 26. Ein böser Ast will einen harten Keil haben. – Luther's Tischr., 469a. 27. Es sägt niemand den Ast gern ab, auf dem er sitzt. »Dass die Beamten mit dem Verkauf der Staatsactiva (industrieller Etablissements) langsam vorgehen, ist kein Wunder; denn niemand sägt gern den Ast ab, auf dem er sitzt.« (Abgeordneter Richter in der sechsten Sitzung des preussischen Abgeordnetenhauses am 11. December 1870.) 28. Grobe Aeste muss man mit scharfen Beilen abhauen. – Altmann VI, 488. 29. Jeder Ast kann einst den Stiel liefern, den Baum zu fällen. – Günsburg, 125, 193. 30. Man muss den Ast zersägen, wenn man ihn nicht zerhauen kann. – Altmann VI, 494. 31. Uf änen grôbe Ast gehêrt en grober Keel. (Waldeck.) – Curtze, 361, 551; für Hannover: Schambach, I, 48. 32. Vmb etlicher verdorreter Est willen hawet man den Baum nicht vmb. – Lehmann, 729, 38. 33. Wäre es (ich) nicht ein Aestchen, so wäre es (ich) ein Pfeifchen. Zu Leuten, die viel mit Aber und Wenn umgehen; auch Spruch der Knaben beim Drehen der Weidenpfeife. Masur.: Nie były senczek, byłaby piszczałka. (Frischbier, II, 3034.) 34. Wen si z' storch (stark) uf d' Aest use lôd, muss gumpe. (Luzern.) D.i. wer es aufs äusserste kommen lässt, kommt in gefährliche Lagen, aus denen er sich nur durch kühne That wieder retten kann. Gumpen = muthwiłlig springen und tanzen, auch über etwas hinweg- oder hinabspringen. (Stalder, I, 495.) 35. Zum harten Ast gehört ein scharpffe Axt. – Lehmann, 726, 4. 36. Am dürren Aste reiten. – Graf, 344. Am Galgen sterben. »Er soll sterben am dürren ast.« (Waldis, III, 5, 14.) 37. In einen Ast sägen.Gotthelf, Leiden, I, 133. 38. Ik hewwe em oppen Aust riuken loten. (Sauerland.) Ich habe ihn geschlagen. 39. Mer mues diar d' Aest ra haua, wenn du z' krattelich wurst. – Schwäbischer Michel, 273. Wenn du zu übermüthig wirst, muss man dich bescheiden, anspruchsloser machen, dich demüthigen.
4593 Zeichen · 147 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    astst. M. (i)

    Köbler As. Wörterbuch

    ast , st. M. (i) nhd. Ast ne. branch (N.) ÜG.: lat. ramus GlP Hw.: vgl. ahd. ast (st. M. (i)) Q.: GlP (1000) E.: s. germ…

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    ast

    Althochdeutsches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    ast s. auch anst st. f.

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ASTstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    AST ( pl. este) stm. ( Gr. 1,671. 2,199. Graff 1,478 ). 1. ast. der este schin Iw. 31. gehüttet mit loupgrüenen esten Tr…

  4. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    astM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    ast , M. nhd. Ast Hw.: vgl. mhd. ast, mnl. ast E.: s. as. ast* 1, st. M. (i), Ast; s. germ. *asta-, *astaz, st. M. (a), …

  5. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ast

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Der Ast , des -es, plur. die Äste, Diminutivum das Ästchen, in Oberdeutschland Ästlein, der Zweig eines Baumes, und dess…

  6. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ast

    Goethe-Wörterbuch

    Ast Pl mehrf ‘Aeste’ 1 Baumast, vereinzelt für astartigen Auswuchs einer Pflanze a in der Landschaftsschilderung und Nat…

  7. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ast

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Ast , Georg Ant. Frdr., geb. zu Gotha 1778, gest. als Professor zu München 1841, ausgezeichneter klassischer Philolog, a…

  8. modern
    Dialekt
    Ast

    Bayerisches Wörterbuch · +9 Parallelbelege

    Ast Band 1, Spalte 1,649f.

  9. Sprichwörter
    Ast

    Wander (Sprichwörter)

    Ast 1. Auf einen harten (groben, knorrigen) Ast gehört ein derber (harter, grober) Keil. – Rammann, Samml., III, 3; Luth…

  10. Latein
    ast

    Mittellateinisches Wb.

    ast particula. usurpatur a poetis plerumque ante vocales et h. interdum postponitur, e. g. p. 1100,5.23., cf. p. 1100, 2…

  11. Spezial
    Ast

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ast m. (-[e]s, Äste) 1 (starker Zweig) rama (-mes) f. 2 (dürrer Ast) ran (-s) m. 3 ‹fig› (Verzweigung) ramificaziun (-s)…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ast

1.223 Bildungen · 524 Erstglied · 695 Zweitglied · 4 Ableitungen

ast‑ als Erstglied (30 von 524)

ast(er)

Idiotikon

ast(er) Band 13, Spalte 1981 ast(er) 13,1981

Astbengel

SHW

Ast-bengel Band 1, Spalte 359-360

Astgabel

SHW

Ast-gabel Band 1, Spalte 359-360

Astheim

SHW

Ast-heim Band 1, Spalte 359-360

Astheimer

SHW

Ast-heimer Band 1, Spalte 359-360

Astholz

SHW

Ast-holz Band 1, Spalte 359-360

Astloch

SHW

Ast-loch Band 1, Spalte 359-360

Astreisig

SHW

Ast-reisig Band 1, Spalte 359-360

Aststutzel

SHW

Ast-stutzel Band 1, Spalte 359-360

Aststück

SHW

Ast-stück Band 1, Spalte 359-360

Asttaube

SHW

Ast-taube Band 1, Spalte 359-360

ASTĂCVS

Hederich

ASTĂCVS , i, Gr . Ἄστακος, ου, ( Tab. XVII .) Neptuns und der Olbia, einer Nymphe, Sohn, von welchem die Stadt Astakus in Bithynien den Name…

astadannussi

KöblerAs

astadannussi , st. F. (i) Vw.: s. āstandanussi

stdig

WWB

asta·dig

astaedig ⟨ striç Arn Mü , ōstorəχ Bri Ah ⟩ 1. stattlich, schön und kräftig (von einem Mädchen, einem Pferde) Arn Mü . — 2. widerspenstig, …

astagnada

LDWB1

astagnada [a·sta·gnạ·da] f. (-des) Stau m., Stauung f. , Abdichten n ., Abdichtung f.

astagné

LDWB1

astagné [a·sta·gnẹ́] I vb.tr. (astagna) 1 dichten, abdichten, stauen, aufstauen, dicht machen, wasserdicht machen, ein Leck dichten 2 (ega, …

astagnënt

LDWB1

astagnënt [a·sta·gnënt] adj. (-nc, -a) 1 stauend, abdichtend 2 ‹med› blutstillend.

astagno

MLW

ast·agno

* astagno , -are astagnare . (ad et stagnare, nisi subest prothesis ) desiccare — (aus) trocknen : Ioh. sacerd. 178 (gloss.) calx ovorum ...…

Astăkos

Meyers

asta·kos

Astăkos (auch Olbia genannt), alte Stadt in Bithynien, am Ostende des Meerbusens von Ismid, von Megarern, zu denen später Athener sich gesel…

astalahi

AWB

astalahi ? st. n. s. astalohti.

astalin

DRW

asta·lin

astalin das heimliche Sichdavonstehlen si quis contra inimicus pugnando collegam suum dimiserit, aut astalin fecerit, id est si eum deceperi…

astalius

MLW

ast·alius

* astalius vel -um, -i subst. ( langob. âstalîn) actio furtive aufugiendi — das heimliche Entweichen : Edict. Roth. 7 si quis contra inimicû…

ast als Zweitglied (30 von 695)

léast

KöblerAe

*-léast , st. F. (ō) nhd. Mangel (M.), ...losigkeit Vw.: s. geléaf-, hȳge-, sorg-, wæter-, weg- Hw.: s. *líest E.: germ. *lausiþō, *lauseþō,…

bast?

KöblerMhd

*bast? , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. en- E.: Herkunft ungeklärt? W.: nhd. DW-

brast?

KöblerAhd

*brast? , st. M. (a?, i?) Vw.: s. ana-

gast?

KöblerMhd

*gast? , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. en- E.: s. gesten W.: nhd. DW-

gimezfast?

KöblerAhd

*gimezfast? , Adj. nhd. mäßig ne. moderate (Adj.) Vw.: s. un-

legarfast?

KöblerAhd

*legarfast? , Adj. Hw.: vgl. as. legarfast

mezfast?

KöblerAhd

*mez·fast

*mezfast? , Adj. nhd. maßvoll, bescheiden (Adj.) ne. modest Vw.: s. gi-, un-, ungi-

māzfast

KöblerAhd

*māzfast , Adj. nhd. mäßig ne. moderate (Adj.) Vw.: s. un-

ovast

KöblerAs

*ovast , t?, ofst?, as., st. F. (i?) nhd. Eile ne. hurry (N.) Vw.: s. *-līk Hw.: vgl. ahd. *obost? (st. F. i?) E.: germ. *obaist, Sb., Eile,…

oƀast

KöblerAs

*oƀast , st. F. (i?) Vw.: s. *ovast?

tast?

KöblerMnd

*tast? , Adj. nhd. berührend?, tastend? Vw.: s. hant- E.: s. tasten

wettevast?

KöblerMhd

*wettevast? , Adj. Hw.: s. wettevast (2) E.: s. wette, vast

wundervast

KöblerMhd

*wundervast , Adj. nhd. heftig Hw.: s. wundervaste E.: s. wunder, vast (1) W.: nhd. DW-

wārfast?

KöblerAhd

*wārfast? , Adj. Hw.: vgl. as. wārfast*

ērengast

KöblerMnd

*ēren·gast

*ērengast , M. nhd. Ehrengast Vw.: s. brūt- E.: s. ēren (3), gast (1)

Altlast

RDWB1

Altlast f (Lakune) ich muss noch ein paar ~en loswerden - мне нужно избавиться от некоторых старых проблем ~en mit sich schleppen - иметь за…

Knast

RDWB1

Knast m umg. см. RDWB1 Gefängnis

Sommergast

RDWB1

Sommergast m дачник (а не "летний гость")

Stammgast

RDWB1

Stammgast m (в ресторане, гостинице, кафе) завсегдатай (на телевидении, в шоу, в телепрограмме) постоянный гость

Stargast

RDWB1

Stargast m (Lakune) почётный гость, желанный гость

Urlaubsgast

RDWB1

Urlaubsgast m (kein Bezug zu "гость") Urlaubsgäste - отдыхающие

Zaungast

RDWB1

Zaungast m (kein Bezug zu "забор") сторонний наблюдатель; кто-л., кто занимает позицию невмешательства устойч. ; зритель перен. ; кто-л., кт…

Aalquast

Adelung

aal·quast

Die Aalquast , des -es, plur. die -e, oder, die Aalquaste, plur. die -n, (S. Adelung Quast ,) ein Bündel grüner Reiser, welches man an eine …

abbast

KöblerAn

abbast , sw. V. nhd. erzürnt sein (V.) auf Hw.: s. apr, afr (2) L.: Vr 1b

Abgast

Idiotikon

Abgast Band 2, Spalte 484 Abgast 2,484

Adamast

Idiotikon

adam·ast

Adamast Band 12, Spalte 33 Adamast 12,33

âlquast

MNWB

âlquast , m. , Reisigbündel an langer Stange, beim Aalfang verwendet. (Die brandenburgische Fischereiordnung von 1574 verbietet sie.)

Ableitungen von ast (4 von 4)

Aste

BWB

Aste Band 1, Spalte 1,654

entasten

RDWB1

entasten обрывать / оборвать ветки, обрубать / обрубить ветки

urasten

BWB

urasten Band 1, Spalte 1,645

Verasten

Campe

Verasten , v. ntr . mit sein , sich in Äste vertheilen, Äste bekommen. D. Verasten .