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ase

ahd. bis Dial. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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17 in 15 Wb.
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Eintrag · Westfälisches Wb.

ase Adv. Konj.

Bd. 1, Sp. 307
ase Adv., Konj. — ⟨Es begegnen die Schreibungen as(e), os(e), us(e), es(e), ans(e), ons, als, ols, els, ale, ol(e), ar(re), or(re), er(re), a, o, e, die sich alle auf mnd. alsó, alse, als zurückführen lassen; vgl. Niebaum, ase — arre — at ’als, wie, wenn etc.’, WWB-Source:208:NdWNdW 15 (1975) 98—108. At und et gehören nicht hierher, → dat. Zur Verbreitung der Lautformen und ihrer Bedeutungen s. Karte I, 3a und b. Hierzu kann noch bemerkt werden: 1. man wird davon ausgehen können, daß in den Formen allg. Kurzvokal gilt; 2. der Lautwert des intervokalischen -s- (sth. oder stl.) kann aus den Schreibungen nicht sicher erschlossen werden; 3. bei den als-Formen ist damit zu rechnen, daß häufig hochsprachl. Einfluß vorliegt; 4. das Nebeneinander unterschiedlicher Lautformen in zahlreichen Orten kann verschiedene Gründe haben, die im einzelnen nicht genau auszumachen sind: a) die unterschiedliche Betonung des Wortes im Satz kann zu Vokalabschwächung und Reduktionsformen geführt haben, b) ausl. -e kann elidiert worden sein, c) schließlich ist häufig die Intention festzustellen, die verschiedenen Bedeutungen dann auch von der Form her zu unterscheiden. — Kr. Grafschaft DiepholzDie Gliederung des folgenden Artikels erfolgt ausschließlich nach semantischen Gesichtspunkten; auf eine Differenzierung auch nach Lautformen kann angesichts der Karten verzichtet werden. Bei den einzelnen Bedeutungen werden jeweils nur wenige Beispiele vorgestellt; ein Anführen sämtlicher belegter Vergleiche und Redensarten hätte den Artikel nur unnötig aufgebläht, zum Stichwort selbst aber nichts Bemerkenswertes hinzugefügt; dieses Material geht natürlich nicht verloren, es erscheint unter den verglichenen Wörtern.⟩ I. Adv. 1. vergleichend, hd. ’wie’, ’gleichwie’. In der Konstruktion ’so — wie’: So gau as ’n Hiärmelken flink wie ein Wiesel die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@DerneDe. So glatt ossen (bzw. ussen, as(se) en, äs(e) ’n, ärren, a en) Āl (verbr.). „Un wenn man sau ault is, äs ne Kou, man lǟt (lernt) immer no wat dertou“ (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe) || ose Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@LüchtringenLü, (ase Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@SiddinghausenSi, är Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). So fleißig as ene Ämpe (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@HolthausenHo), as ne Krame’ntselte (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@PlettenbergPb), „os ’n Muighiärmken“ (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BesenkampBk), „os dä Muigeimerken“ (Kr. LemgoLem Kr. Lemgo@AsendorfAd). So sauer as(e), os(e), or, ar, är(re), äs(e), ä Essig bzw. Quitte, Schlehe, Galle, saurer Apfel, Schweinetrank, „Kratz“, „Kritt“ (hierzu vgl. Anm.) (verbr.). So brēt äs lank einerlei (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl). Sau dikke ossen Apk (Abt) wohlgenährt (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). He is sō drokk er de Houre (Hure) fə Pasken (Ostern) Kr. Aschendorf-HümmlingAsd Kr. Aschendorf-Hümmling@LathenLa. — In der Konstruktion ’wie — so’: „Äs de vatter, äs de suen“ (WWB-Source:129:HoncHonc). Os de Pott, sau de Stülpen (Topfdeckel) von Mann und Frau gesagt (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Ose dou mëi, sou ik dëi (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@BenkhausenBh). — Einfacher Vergleich: Er hat einen Kopf äs ’n Osse (Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@LoxtenLo || erre Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@OstwigOw, usse Kr. BürenBür Kr. Büren@HerbramHb), ossen Bulle (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@BorlinghausenBh), os ’n Holtschlāge wie ein Holzhammer (Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@OsnabrückOb || äs Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@HerzebrockHb), äs en Amboss (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@IbbenbürenIb), äs ne Kaisekūgel (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@IbbenbürenIb), äs ne fulle Maune Vollmond (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@IbbenbürenIb), os ne Fūst (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@HambürenHb), es en Äppelken (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@ReckeRe), assen Blāge (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@BorlinghausenBh). Kopp es ’n Osse, Bostkassen es ’n Haun (Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@LoxtenLo). Dem gäit de Snūte as ’m Ennerk de Äs (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@ElseyEl). Von alten Leuten sagt man: et goit enne ossen Kaustērde, hoi wässt inne Ērn (Kr. LemgoLem Kr. Lemgo@OerlinghausenÖr || äs Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). Ein schlechter Reiter sitt’ opm Piäre ä ne Mügge opm Kammissbräot (Kr. SoestSos Kr. Soest@BüderichBü). „Hoe smitt sik inne Bost ossen Luüninck (Sperling) uppen Piarküödel“ (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). „Hai sa iut ä de Panne fan Gieseit“ er sah sehr schmutzig aus (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@MüschedeMü). De Lībe is blint, de föllt so guot up Ssiägenküttel äs up en sīden Lint (seidenes Band) (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@CoesfeldKf). Säo ārem ase Jop arm wie Hiob, sehr arm Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl || (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@GetelomoorGm, Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@BosselBo). ’N Lǖt (Mädchen) näa fībentwintich es oll ’n Paddīsappel näa Pingsen (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@GehlenbeckGb). — 2. ’als’ (nach Komparativ): Grötter ose diu Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@SandebeckSb; mǟr ese recht Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh. ’N gūten Nauber is biäter äs ’n fǟren Frönt Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe. Aine Weïwerbolle wiärmet biäter ärre twai Bärrefedders (Bettfedern) Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi. Bēter ’n Lūs in’n Potte ässe gakīn Fett (Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@NortrupNo || Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Biäter den Dǖwel hüert osse kofft (Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@HagenNh) || Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@GrönlohGl. Twai künnt mǟr osse ainer, un wänn se auk ’t Braut biädeln müttet (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@NeuenheerseNh). „Visavieh is biätter as dichte bi“ (die krfr. Stadt HagenHag die krfr. Stadt Hagen@HagenHg). Bǟter hatt geblasen ǟr de Munt ferbrannt Kr. Aschendorf-HümmlingAsd Kr. Aschendorf-Hümmling@LathenLa. „Dei Fraulüe könnt mähr mit dei Schötten wegdregen esse dei Bur mit n Haawaogen inföhren kann“ (Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@NortrupNo). De Fromiss is länger äs de Hōmiss der Unterrock sieht hervor, es „blitzt“ (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@DülmenDü). Biäter ’n Dullkopp äs gā kin’n Kopp (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh). „Aoin Äule kann aoier (eher) taoiggen (zehn) Kinner ernian ol taoiggen Kinner aoinn Äuln“ (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@HerringhausenHh). Famme Ossen kann me nit mǟr är Rintflǫisk iäten von einem ungebildeten Menschen (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@RüthenRü). Man tuit sik nich ǫier iut ose man nau ’n Bedde gǫit Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@SandebeckSb || Lü. — 3. ausschließend: ’nichts als’, ’nur’: De Junge mäkt niks äs Fikkfäkkerīen nichts als Unfug (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@WarendorfWd); „nix os Anterlaskcheit“ nur Albernheit (Kr. HalleHal Kr. Halle@LoxtenLo). „Hei fand nix äs fiule Appel im Appelhuow“ (Kr. SoestSos Kr. Soest@OestinghausenÖh). — ’außer’, ’es sei denn’: ... kǫin Braut ... os ’n s-chīmeliggen Kneost (er hatte) kein Brot (im Hause) außer einem schimmeligen Knust Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@SandebeckSb. „Datt geiht nitt orre wamme n’ Hittken (Ziegenlamm) annen Tiun binnt“ (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe). — 4. einschränkend, hd. ’aber’: „Bist diu auk all in Dullen-Lannmecke wiäst? Allerwiägen, ase do nau nit!“ (Kr. BrilonBri WWB-Source:91:GriGalGriGal 7). — 5. erklärend, hd. ’nämlich’: ik soll as gistern na em kuemen (WWB-Source:325:WoeNWoeN). — 6. ’in der Eigenschaft als’, zur Bezeichnung der Identität: asse Knächt dēnen als Knecht dienen (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön). ... fergaffen et ärre ... (Kr. Grafschaft DiepholzDie Preußen) vergaben es als (Lehen) Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi. Wat Rächt is, mott esse Rächt bestan, un scholl deï Welt in Stükke gan (Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@NortrupNo). „He gaf dat Haol ör in de Hand / Hes Waohrtek för den Husfru’nstand; / Van Stund an stonn in Plicht un Flit / An’n Herd se alltied öm to ’r Sit“ (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@OsterwickOw). ... äs Blāge in’n Pütt stüert’t (ich bin mal) als Kind in den Brunnen gestürzt Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@OberoesbernOö. — II. Konj. Zur Einleitung von Nebensätzen. 1. modal. a) Vergleich, hd. ’wie’: wu slechter, as dat vortīt was, wu better wott’t naher (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@NeuenhausNh). Wann ik no Kerken ga, trekk ik mi an, seo wakker, seo snakker, er ’t sitten kann Kr. SoestSos Kr. Soest@SoestSo. Wann ’k so pāpsk waer äs ’k gāpsk sin, dann könn ’k wul Mis doun wenn ich so zum Pfarrer taugte wie zum Gähnen, dann könnte ich wohl die Messe lesen Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@DrensteinfurtDr. Jüs säo, as iëk sachte Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl. Äs em gat de Bakken, so gat em auk de Hakken (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl). Äs m de Gais wiënt (gewöhnt), so gat se Erziehung ist alles Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@DrensteinfurtDr. „Hei lüggt, ä de Pütt deipe is“ (Kr. SoestSos Kr. Soest@BeusingsenBs). — b) hypothetischer Vergleich, hd. ’als ob’, ’als wenn’: ›sō ase of‹ → of ›sō ase wan‹ → wan. Hai dīe anse wenn se üene taun Dössken bestellt hädden früherer Verwaltungsbezirk StadthagenSth früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@LindhorstLh || (verbr., DSA, Satz 20a). He dǟ a wan ’e krank waer (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@LangeneickeLa || verbr., Frbg.). Dat es säo dǖr as wänn me in de Abetäike gäit Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl. He is sō drokk es wenn ’e Fǖr inne Bukske heff (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@RiesenbeckRb). Deï krich Kinner äs wenn se sik snǖtet (schneuzt) Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh. „Diät süd grade siö iut, asse wann diät Piad ne Schlopmüske wör“ (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@WesternbödefeldWb). Hǫi wippket os wenne upm Hiëkelbuske (Hechel, Ononis spinosa) saide von einem unruhigen Menschen Kr. BielefeldBie Kr. Bielefeld@Nieder JöllenbeckNj. As of ’t dōdropp ānkom (die krfr. Städte Essen u. OberhausenEss die krfr. Städte Essen u. Oberhausen@KönigssteeleKs). — 2. temporal. a) zur Bezeichnung der Gleichzeitigkeit, α) hd. ’während’: äs (er war hier,) während (du im Garten warst) Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh || (ärre Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@WarsteinWa). — β) hd. ’wenn’: As de Katte ūt’t Hūs is, spöllt de Mǖse Bās (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@NordhornNo = WWB-Source:233:RakersGVRakersGV 129). As wi starwt, dann sinn wi dt (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@EscheEs). — b) zur Bezeichnung der Vorzeitigkeit: α) hd. ’als’: ose hai kam Kr. MindenMin Kr. Minden@HartumHm. Olle Bāte helpet, sǟ de Mügge, ose in’n Rīn mēch Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa. Rätsel: „Ärr ik näo junk was, / Druog ik ne bloe Kräone; / ärr ik öller was, / Druog ik ne zu Karte I 3a, b güllene Kräone. / Ärr ik ganz olt was un stuiw / Bünten se mik en Band ümmet Luiw. / Se bräeken mik un schlaigen mik / Un Häerens un Graoffen drüegen mik“ (Antwort: Flachs) (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr). „Dat is ’n anner Keiern, siar de Buer, öll he up’n Museköttel beit“ (Kr. WiedenbrückWie Xy). „Kr. HalleHal mi äß dat Umschlagdōk, et is mi vüörgistern, äß ik düör de Gass’ gönk, in’n Dreck stuott“ (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl || verbr., Frbg.). — β) hd. ’daß’: ’t is bolle teïn Stunnen her, as jau Schwēgerfāder kom (Kr. CloppenburgKlo Kr. Cloppenburg@ThüleTü || Kr. VechtaVch Kr. Vechta@LangfördenLf Kr. Vechta@RechterfeldRf, Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt, Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@RulleRu, Kr. MünsterMün Kr. Münster@HavixbeckHa, Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@SiddinghausenSi Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@UnnaUn, Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@StockumSt, die krfr. Stadt HagenHag die krfr. Stadt Hagen@VorhalleVh, Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@HalverHa; äs Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@LüdinghausenLh, Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl, Kr. SoestSos Kr. Soest@BerwickeBw; är Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr) (Frbg.). — c) In mit ›sō rask‹, ›sō drade‹, ›sō lange‹ eingeleiteten Sätzen: sau rask anse hai kummet früherer Verwaltungsbezirk StadthagenSth früherer Verwaltungsbezirk Stadthagen@LindhorstLh; seo dra os ’e dat miëke Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@SandebeckSb; säo lange a ’k noch Loch (Licht) saie Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl. — 3. konsekutiv, hd. ’daß’: „Gōt, a ’u (= as wi) de niks met te dōn heppt, sǟ de Junge, du bētn sik ’n pā Kräjn“ (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@WilsumWm). Hē is so grötts (eingebildet) asse stinkt (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@NordhornNo). — 4. konditional, hd. ’wenn’, ’falls’: „Un as de Bur se hal in’t Glück, / He föhr toerst se in de WWB-Source:160:KückKück“ (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@OsterwickOw). As aule Kōne bisst (Kühe laufen), dann rappt ǟr de Klauwen (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@NeuenhausNh). „Ai (= a ji) de Katte up’t Speck binnt, frett se nich“ (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@NordhornNo = WWB-Source:233:RakersGVRakersGV 115). Trekk wat an, sech de Mann — a ’k wat hatt, sech de Patt (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@GölenkampGk). „Ai mij nich wat geeft, dann treck ick u in’t Oor“ (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@GetelomoorGm). — 5. konzessiv, hd. ’wenn auch’: as de Lo ūt de Statt pucht up hēl grōte Hǖser wenn die Leute aus der Stadt auch mit ganz großen Häusern prahlen (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@NeuenhausNh). — 6. verdeutlichend, mehr oder weniger pleonastisch (für dat ’daß’?): je mǟr es me de Katte strlket, je högger drech sē ’n Stiärt Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh. „Ick weit noch gänz genau, woar ick jeiden Haosen schaoten häbbe un wo äs dät taugünk“ (Kr. Aschendorf-HümmlingAsd WWB-Source:128:HoltmHoltm 1). ¶ In der Verbindung sō sūr ase (os(se), us(se) etc.) kritt wird kritt als Substantiv und nicht mehr als Form des Verbums krīten aufgefaßt. Zur Erklärung wird man von einem sō sūr at’t kritt ’so sauer, daß es kreischt’ bzw. daraus entstandenem sō sūr at kritt (so auch die Mehrzahl der Belege) auszugehen haben, → dat. Bei der Verschmelzung at’t > at scheint at dann als ’wie’ aufgefaßt worden zu sein, so daß sich das ase im obigen Satz von hierher erklären dürfte. — Zum h-Anlaut vgl. al ’schon’, Abǖs, adjǖs, Alle’ie.
9965 Zeichen · 171 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    ase

    Althochdeutsches Wörterbuch

    ase s. asc st. m.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    âseswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    âse swv. wittere ein âs, verfolge es, durch den geruch desselben geleitet. er heiʒet dich an den galgen hahen; da beginn…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    asen.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    +° âsegebôk (asega- , asiges- , asing- , asge- , ase- , aesbok) , n. , Rechts-, Gesetzbuch.

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    ASEf.

    Grimm Neubearbeitung (1965–) · +2 Parallelbelege

    ASE f. auch asen, asel, mit sekundärumlaut äse(n), äsel. mhd. âse, âsel (wohl auch mit für die obd. mundartformen voraus…

  5. modern
    Dialekt
    Ase

    Bayerisches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    Ase Band 1, Spalte 1,632f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ase

271 Bildungen · 80 Erstglied · 190 Zweitglied · 1 Ableitungen

ase‑ als Erstglied (30 von 80)

Ase (Adv.)

Wander

Ase (Adv.) Ase (Adv.). Asen fängt man d' Hasen. – Kirchhofer, 279. Ase = also, so. Ich will's nîd ase mache = ich will es nicht so machen. (…

ase, asen

LW

ase·asen

ase, asen, Ort, wo man das Fleisch zum Dörren aufhebt, suspensiva, siccarium.

asebes

MLW

ase·bes

* asebes (-is) adi. ( ἀσεβής) non adorans, non adoratus — keine Verehrung erweisend, nicht verehrt : Sicard. chron. a. 341 p. 122,18 asebis …

Asebīe

Meyers

ase·bie

Asebīe (griech.), Gottlosigkeit, Frevel.

Asebu

Meyers

Asebu , s. Andromeda .

aseco

MLW

* aseco , -are asecare . abscidere — abschneiden : Chart. Sangall. A 93 (a. 780) in omne zelga iornale uno arare et iii dies -are asecare et…

asecreta

MLW

ase·creta

* asecreta (-crat-) , acc. pl. -es m. (a secretis, cf. supra p. 3,21 ) secretarius, consiliarius res secretas procurans — Sekretär, Berater …

asecula

MLW

asecula v. assecula .

asedertō¹

WWB

ase-der-tō¹ Vergrößerungswort, wörtl. ’als dazu’. Ose der teo soviel als möglich ( Wbg Nh ); äs der tō aus allen Kräften, riesig ( Lin Be );…

asedig

Idiotikon

ase·dig

asedig Band 1, Spalte 504 asedig 1,504

asedium

MLW

* asedium v. * assedium . Humperdinck

Asega

Meyers

Asega , der bei den alten Friesen vom Volke gewählte, neben dem Richter und der Gerichtsgemeinde funktionierende Rechtsprecher oder Urteilfi…

Asegabuch

Meyers

asega·buch

Asegabuch , Sammlung der alten fries. Gesetze mit dem Landrechte der Rüstinger, aus dem Anfang des 13. Jahrh., in altfriesischer und plattde…

âsege

MNWB

+° âsege (asega , asige) , m. , Rechtsprecher, Richter.

âsegedôm

MNWB

asege·dom

+° âsegedôm (asige- , asigen- , asingendom) , n. , Urteil.

Aseĭtät

Meyers

Aseĭtät (neulat.), Selbstwesenheit, Selbständigkeit, in der scholastischen Theologie die absolute Unabhängigkeit Gottes, vermöge deren er de…

Aseität

Herder

Aseität , aseitas , in der scholastischen Philosophie die Eigenschaft Gottes, vermöge welcher er durch sich selbst ist und von sich selbst a…

asela

LDWB1

asela [ā·se·la] f. (-les) (inset) ‹entom› Assel f. ◆ asela dal’ega (Asellus aquaticus) ‹entom› Wasserassel f.

Asele-Lappmark

Herder

Asele-Lappmark , südl. Prov. Lapplands, 115 QM. mit 3000 E., Gebirgsland mit Wäldern und Sümpfen, wenigem Ackerland. Hauptfluß der Angerman;…

Asele’t

WWB

ase·let

Ase-le’t Scherzname. He hett Aselett nomen est omen ( Honc ). ¶ < äs he lätt ’wie er läßt, aussieht’.

Aselgie

Herder

Aselgie , griechisch, Ausschweifung, Frechheit.

ase als Zweitglied (30 von 190)

wase?

KöblerMhd

*wase? , st. N. nhd. „Vase“ Vw.: s. bluomen- E.: s. lat. võs, N., Gefäß, Geschirr, Gerät; weitere Herkunft unklar, s. Walde/Hofmann 2, 736 W…

Klatschbase

RDWB1

Klatschbase f auch Klatschtante сплетница; кумушка; сорока перен. ; балаболка разг. ; трепло сниж-.разг.; у кого-л. язык как помело идиом. ,…

Pappnase

RDWB1

Pappnase f дурак бран. , шут гороховый бран. , бестолочь бран.

Phase

RDWB1

Phase f фаза, полоса перен. ich habe einfach so eine Phase im Moment - такая уж у меня сейчас полоса в жизни наступила

Phrase

RDWB1

Phrase f фраза, музыкальная фраза банальность, трюизм книж. , общее место идиом. , штамп перен. , азбучная истина идиом. , пустопорожняя бол…

Schnarchnase

RDWB1

Schnarchnase m abwertend копуша, рохля, ленивое создание

Spürnase

RDWB1

Spürnase f abwertend , umg. ищейка перен. , презр.

Afterhase

Adelung

after·hase

Der Afterhase , des -n, plur. die -n, S. Adelung Meerschwein .

Arschnase

Wander

arsch·nase

Arschnase Er ist eine Arschnase. – Frischbier, I, 152. Ein vorlauter, naseweiser junger Mensch.

Báchhase

Adelung

bach·hase

* Der Báchhase , des -n, plur. inus. im gemeinen Scherze einiger Gegenden, der Nahme eines Wassermußes oder Wasserbreyes, welcher auch wohl …

beinhase

DWB

bein·hase

beinhase , m. pfuscher. Felsenb. 2, 190. s. bönhase .

blase

DWB

blase , f. mit langem a, ahd. plâsa, mhd. blâse, nnl. blaas, schw. blsa. 1 1) bulla, wasserblase, luftblase: das wasser kocht und wirft bla…

bluomenwase

MWB

bluomen·wase

bluomenwase swM. ‘Blumenwiese’ manig richer blvͦmenwase / daz velt hie beschoͤnt TürlArabel *A 258,14. *A 264,24 MWB 1 903,40; Bearbeiter: T…

bocksnase

DWB

bocks·nase

bocksnase , f. ich wil ihr ein bocksnasen trehen, sie sol nicht wissen, wie ihr gschehen. Ayrer fastn. sp. 134 a ; ich hab ihme ein herliche…

bönhase

DWB

bon·hase

bönhase , m. opifex extra tribum opus faciens, pfuscher, stümper, humpler, ein niederd. wort ( brem. wb. 1, 117. Schütze holst. id. 1, 124 )…

borase

AWB

bor·ase

borase Gl 3,549,48 s. borretsche, ... mhd. sw: st. m.

brennblase

DWB

brenn·blase

brennblase , f. ein kupfernes gefäsz zur bereitung geistiger flüssigkeiten.

Ableitungen von ase (1 von 1)

Entāse

Meyers

Entāse ( Entăsis , griech.), Ausbauchung, Anschwellung des Säulenschaftes der antiken Säulenordnungen bis zu etwa einem Drittel seiner Länge…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „ase". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/ase/wwb
MLA
Cotta, Marcel. „ase". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/ase/wwb. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „ase". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/ase/wwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_ase_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„ase"},
  year         = {2026},
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