zipfel,
m. ,
spitzes ende, mit dem suffix der diminutiva und der nomina instrumenti aus 1zipf,
m., fortgebildet; begegnet erst im spätmhd. und hat nur in der schriftsprache sein stammwort gänzlich verdrängt; auch das mnd. kennt es noch nicht, die heutigen nd. maa. ziehen z. t. die hd. form zippel
vor, so Dähnert, Mi, Damköhler;
im ndl. kommt es unter akzentregelung zu zwei formen, tippel
und tepel,
wodurch tepel
sich auf die bedeutung brustwarze festlegt. dem engl. und skand. geht das wort ab. das md. zippel
schwächt sich im rhein. und mfränk. zu zibbel
ab. selten erscheint zippel
bei ostmd. schriftstellern, so einige male bei Luther,
z. b. 7, 142; 20, 315
W.; bei J. Prätorius
anthrop. plut. (1666) 3, 162.
wie ein nasaliertes zimp, timp
neben zipf, zipp
erwächst, so auch ein zimpel, zimpfel (
sp. 1361)
aus zippel, zipfel.
ist vom ital. als zipolo '
zapfen, spund eines fasses'
übernommen worden. 11)
das zugespitzte endstück eines gestreckten, schmalen, namentlich eines biegsamen gegenstandes, auch eines emporragenden dinges. 1@aa)
wahrt ursprüngliche bedeutungen des stammwortes zipf,
solche, die den höchsten punkt, die spitze eines emporragenden dinges bezeichnen, so den wipfel eines baumes: ein rechter grundtherr ... uber ertrich, wasser und busch, zock und flock, gras, lauff, wippel, zippel, wegen und stege (
Eifel 1472)
weist. 2, 570; der baum hat weder zweig noch blätter, sondern oben am zipffel des baums wächszt die frucht hauffen weisz Löw
meer oder seehavenbuch (1598) 45; er is
t zöwerst uf
dem zipfel g
ehockt Martin-Lienhart 2, 911
b;
ferner den gipfel eines kirchturms: der münsterzipfel Schmidt
Straszburg 120
b;
einen hausgiebel: vun tippel bet to 'n grund
vom giebel bis zum erdboden Mensing 5, 68;
vgl.typpel
dat hoigste van en tymmer v.
d. Schueren
teuth. 398
a Verdam; das spitze obere ende von zaunstaketen: sliepers (
staketen) mit grön op 'n tippel Mensing 5, 68;
sodann bergspitze: davon nichts wasz bliben offen, alleyn sein obresten zwen güpffel, daran sah man zwen kleiner zipffel; der eyn der ist gnant Helicon, der ander zipffel Citeron Wickram
w. 7, 27
lit. ver.; auch punkt: dat kleed wer vun kattun mit witte tippels (
holst. 1870) Mensing 5, 68;
der punkt auf dem buchstaben i, kleiner fleck im zeuge oder in der haut, feiner regentropfen, wenn er einzeln fällt Danneil 223
b.
ein zeugnis für die gleiche bedeutung von stammwort und ableitung: zipffel
oder zipffen eines dings,
m., le bout ou la pointe d'une chose, extremitas rei alicuius Duez
germ.-gall.-lat. (1664) 716;
fläm. tippel
puntig uitende de Bo
2 1001
a. 1@bb)
eines langgestreckten dinges, wie eines gebäcks: ich lasse den zopf (
gebäck) dennoch hier und esse selbst einen zipfel davon, wenn ihr mir eine tasse kaffee
dazu gebt G. Keller
ges. w. (1889) 5, 167;
bezeichnung eines halbmondförmigen backwerks Hunziker
Aargau 310;
einer wurst, der wurstzipfel: und er hat mich nit lassen schmecken ein zipffel wurst von seiner saw, so filtzig ist er, karg und gnaw Hans Sachs 14, 221
lit. ver.; ein gebratene wurst hat zween zipffel
volksb. v. dr. Faust 114
ndr. Petsch; wer weisz nicht, dasz ein brattwurst zween zipffel hat Lehmann
floril. polit. (1662) 1, 336; die wurscht, die hat zwee zippel, zwee zippel hat de wurscht (
kindervers) Brendicke
Berliner wortschatz 195
b; wenn man am letzten zipfel ist, ists zu spät, die bratwurst zu sparen Wander
sprichw.-lex. 5, 592
b.
verbreitet in maa.: dsibəl Hofmann
niederhess. 270
a; dem sei
ne wurst hat drei zipfel Fischer
schwäb. 6, 1235; ein zippel von einer wurst Anton
Oberlausitz 15, 20; Bernd
Posen 362.
ähnlich von andern langgestreckten oder kreuzförmigen körpern: er ste
ht uf
dem zipfel vo
n dem bank
am äuszersten ende Martin-Lienhart
elsäss. 2, 911
b; dann ein jegklich creutz hat seine vier örter oder zipffel Huberinus
mancherlei form zu pred. (1557) 52
b. 1@cc)
spitze, zacken an pflanzen: daz man in (
den rosenblättern) die zipfel niden abprech Megenberg
buch d. natur 344
Pfeiffer; lappen, zipfel,
laciniae '
heiszen die durch die einschnitte, ausschnitte und spalten gebildeten hervortretenden theile' Illiger
thier- u. pflanzenreich (1800) 31;
lacinia, der zipfel
oder fetzen '
jeder durch tiefere einschnitte entstandene zacken, der nicht sehr breit oder nicht stumpf und zugerundet ist. er findet sich bei getheilten, gespaltenen, zerrissenen und geschlitzten theilen' Bischoff
wb. d. beschr. bot. (1839) 110; zipfel '
lacinia, gröszere hervorragungen oder lappen am rande von pflanzenblättern, so wie die sogenannten kelcheinschnitte' Behlen
forst- u. jagdkde (1840) 6, 537; der kelch der weiblichen blüte ... geht ... in 3 kurze freie zipfel aus Schlechtendal
flora v. Deutschland 4, 194
Hallier; (
das blatt der eichenblättrigen buche) erinnert ... an das eichenblatt, obgleich die zipfel ... weniger breit ... sind als an diesem Rossmässler
d. wald (1863) 372.
spitzes ende einer rübe: mein hertz sieht aus wie eine welke rübe, da die mäuse den zippel abgebissen haben Chr. Weise
erznarren 170
ndr. 1@dd)
spitze, lappen am tier- und menschlichen körper: zipffel an der nasen
pulpa vel pirula voc. inc. teut. Straszb. ca. 1495) E 2
a;
pirula zipfel
vel spitz
vel vorderst an der nasen Diefenbach
gl. 437
c;
plectrum vorderst
vel zipfel an der zungen
ebda 441
c; zipffel an der zungen
plectrum uno modo voc. inc. teut. (
Straszb. ca. 1495) E 2
a; schnit man aber den stein usz, denn schnit man usz dem halse und zipfel der blosen, do ist fleisch und pluot Brunschwig
chirurg. (1497) 12
b;
fibrae ... das euszerste oder euszersten zippel an der lungen und lebern Faber
thes. (1587) 317
a;
fibrae iecoris lempen oder zipffel, die fürgehen, in welche die leber theilt ist Frisius
lex. triling. (1590) Yy 4
a; (
die bauchmündung der muttertrompete) ist mit mehrfach eingeschnittenen oder gezackten ... zipfeln, den franzen der trompete ... besetzt Sömmerring
menschl. körper (1839) 5, 470; jetzt soll der racker dran! keuchte der kollege. und wenn's mich den letzten zipfel der lunge kosten würde W. Raabe
s. w. II 1, 490.
nabel: etslîche in vorebbele intlôstin sî (
die feinde) dî nebbele und boume niddirbukten, dî spîldin unde drukten darîn der nable zipfle lâzende sneln dî wipfle Nicolaus v. Jeroschin
kronike v. Pruzzenlant 26 498.
hahnenkamm und -lappen: ich hab ein ding gesehn, ein grausam thier und ungehewr, das hat zipffel so rot wie fewr, auff seinem kopff, und unden dran Alberus
fabeln 215
ndr. ohrläppchen: glicherwyz als do ein hirte zucket eime lewen uz sime vlanse zwene schenkele oder einen cyppil einis oren Claus Cranc
Amos 3, 12
Ziesemer; unnd haben ein runden ring von holtz im zipffel des ohrs hangen Abelin
hist. antipodum (1631) 295; zipffel eines ohrs Duez
germ.-gall.-lat. (1664) 716.
andere körperteile: zippel, zipfel
lämmerschwanz Weinhold
schles. 109;
brustwarze: tippel van der borst v.
d. Schueren
teuth. 398
a Verdam; zitze: zipffel an der euter eines thiers Duez
germ.-gall.-lat. (1664) 716.
eigentliches fachwort ist jedoch nur das ndl., seit Kilian
bezeugte tepel,
daher konnte dem Hadrianus Junius (1591) zipfel
für brustwarze genügen, was J. Hyrtl
kunstworte d. anatomie 35
feststellt. als bezeichnung des männlichen gliedes weit verbreitet, bezeugt in Schlesien, Posen, Brandenburg, Thüringen, Bayern, Schwaben (
dim.),
Westerwald; zipfel am manne
membro virile d'un huomo Kramer
t.-ital. 2 (1702) 1468
b; zipffel eines kinds Duez (1664) 716;
kaum richtig: zipffel
praepucium voc. inc. teut. ante lat. (
Straszburg ca. 1495) E 2
a; 'zümpfel
und zipfel
gebrauchte Leber
vorles. über d. zergliederungskunst (1776)
für den penis der kinder' J. Hyrtl
kunstworte d. anatomie 171.
dazu wohl der fluch: botz zipffel, ihr seit noch jung unnd wacker genug Moscherosch
gesichte (1650) 1, 78. 1@ee)
als schmaler, hängender gegenstand treffende bezeichnung eines menschen von ähnlichem körperbau und schlaffer haltung: zipfel
ein magerer mensch Martin-Lienhart 2, 911
b; zippel
ein groszer, ungelenker, etwas dummer mensch Müller-Fraureuth 2, 707
b;
danach allgemein übertragen auf minderwertige geistige und sittliche eigenschaften: zipfel
unbeholfener, einfältiger, dummer mensch, stärker: schlechter, einfältiger mensch, ungesitteter, grober, treuloser, geiziger mensch Fischer
schwäb. 6, 1235;
einfaltspinsel, tropf, dummkopf Rheinland, Pfalz, Elsasz, Schweiz, Bayern, Egerland; liederlicher zipfel
Lothringen, Basel; en bangen zibbel
ein feiger junge Elberfeld, Köln; ein verdrehter zippel
Schlesien; schimpfwort zipfel Pansner
schimpfwb. (1834) 80
b; es ist ein berg in Griechenland mit einem doppelgipfel, wol manchem ehrenmann bekannt, und wol auch manchem zipfel Huebner
verwandlungen (1790) 1, 93. 22)
ecke an flach sich ausbreitenden gegenständen wie der viereckigen gewebten stoffe und daraus verfertigter bett- und tischtücher, kleider, halstücher, kappen, auch von säcken und netzen u. ähnl.; vielfach in übertragener verwendung (
dazu s. die belege auch unter 4). 2@aa)
von betten, groszen tüchern, fahnen, vorhängen: bette oder pfulwen oder kússin oder linlachen oder tischlachen oder kisten oder was vier ziphfel hat (
Elsasz 1354)
weist. 4, 22; an einem kissenzipfel saugen
als mittel zum einschlafen: ob sich einem der schlaf verzüg das er die weil ain zipfel süg
fastnachtspiele 213
Keller; auch von geizigen, die dadurch den hunger vertreiben wollen, im kompositum: saugenzipffel Äg. Albertinus
müheseligkeit d. hofs (1619) 159;
ders., von gastereyen (1619) 130; (
Petrus) sahe den himel auffgethan, und ernidder faren zu im ein gefesse, wie ein gros leinen tuch an vier zipffel gebunden
apostelgesch. 10, 11; wie pald der scheknecht kam, pey den vier zipfeln zam das dischduech det es fassen, warff es auch nab ant gassen Hans Sachs
fabeln u. schwänke 1, 343
Götze; und stund auff von dem tisch, und namb das tischtuch bey vier zipffeln zsamb
ders. 17, 351
lit. ver.; wenn die muhme ein kind windelt, so musz sie zuvor ein creutze machen und einen zippel (
der windel) aufschlagen Prätorius
anthrop. plut. (1666) 3, 162; die vier zipfel an einem tuch
li quattro capi d'un lenzuolo Kramer
t.-ital. 2 (1702) 1468
b; zipfel an den panieren
taenia apud veteres de vexilla dependens Frisch 2, 479
c; (
das mädchen) hatte ein groszes tuch umgeschlagen und auf dem rücken die zipfel zusammengebunden H. Laube
ges. schr. (1875) 8, 59; die gelegenheit wahrnehmend, ob der geöffnete zipfel des vorhangs an dem schon lange von ihm fixierten fenster nicht etwas von seinen weiblichen bewohnern zeigen würde Gutzkow
ritter v. geist (1850) 1, 419.
übertragen: durch was für mittel ... innere wärme erzeugt wird, das ist eines der geheimnisse, welche die natur sich vorbehalten zu haben scheint, und wovon es uns wahrscheinlich nie gelingen wird, den schleyer ... wegzuziehen, so viel auch die physiker ... bald an diesem, bald an jenem zipfel gezupft haben Schubert
verm. schr. (1823) 1, 165. 2@bb)
an kleidungsstücken: ach raines töckel, traute, schöne tocke, du liebst mir mit dem zipfel an dem rocke Oswald v. Wolkenstein 39, 10
Schatz; und als sich Samuel umbwand, das er weggienge, ergreiff er in bey eim zipffel seins rocks, und er zureis
1. Sam. 15, 27; Dauid ... schneit leise einen zipffel vom rock Saul 24, 5; Judei agnoscebantur per circumcisionem et habebant gel zippeln in palliis Luther 20, 315
W.; zipffel eines mantels Duez
germ.-gall.-lat. (1664) 716; zipfel
lacinia, fimbria, pars vestis nunc protuberans, nunc recedens, langer zipfel am weiberrock
syrma, peniculamentum Stieler
stammb. (1691) 2632; den (
grönländischen) weibern hänget an dem leibrocke hinten und forne ein langer zipffel bisz zu den kniehen herunter Olearius
persian. reisebeschr. (1696) 86 (
die abbildung s. 87
zeigt einen richtigen zipfelpelz); zipfel an einem kleid, beltz, rock
estremità d'una veste, pelliccia, robba Kramer
t.-ital. 2 (1702) 1468
a; taffetkappe ist ein ... uberschlag mit langen zippeln Amaranthes
frauenz.-lex. (1715) 1957; ich ... erwischte den zipfel eines oberrocks, den der mann anhatte, daran zog ich ihn herauf Göthe I 43, 294
W.; deinem lieben besten mann küss in meinem nahmen den zipfel seines rocks und seines mundes (1782) Caroline
br. 1, 6
Waitz; und der knabe neigte sich vor Wladislaw und küsste den zipfel seines kleides Stifter
s. w. 11, (1932) 46.
geld, geschenke oder aufgesammelte dinge schlug man früher in einen zipfel des rocks oder mantels ein: an der kappen (
mantel) waz ain zipfel, darinn er gold und silber trug
buch d. beisp. 5
lit. ver.; achte nicht grosz auff den rath und vermahnung deines feindes, und gib nicht viel darumb, dasz dich ein schmeichler über die maasze lobet. dann jener stellet ein netz auf, dich zu fangen, und dieser hält nur den zippel des rockes auff, dasz du ihm was verehren solt Olearius
persian. rosenthal (1696) 99
a; niemand wird ... das glück durch gewalt in den zippel seines rocks erhaschen können
ebda 53
a; zur ewigkeit, — die gott, mit aller welten last, im zipfel seines kleides faszt, — zur ewigkeit zurück geflossen Lessing 1, 135
L.-M.; in helm und schild einfüllen sah man die einen, und der zipfel des kleids war anderen statt des gefäszes Göthe I 50, 273
W. hierher auch die redensart nichts im zipfel und sack haben,
da sack
die rock- oder hosentasche bezeichnet: weil wir vollen, truncknen Teutschen mer verthond, dann wir habenn im zypffel unnd sack S. Franck
trunkenheit (1531) D 1
b; er hat nichts im zipfel und nichts im sacke Körte
sprichw. (1837) 513;
vgl. Gombert
bemerk. u. ergänz. 5 (1882) 4.
an der kopfbedeckung: vitta die langen zipfel
vel bendel an der huben Diefenbach
gloss. 624
b; zipffel an der gugel oder zipffel an der kappen
leripipium, liripipium, capucipendium voc. primo ponens (1515) m 2
b;
vgl. leripipium kogelczippel Diefenbach
gloss. 324
c;
retropendium kogelcippfel
ebda 496
c; filzkappen mit langherabhängenden zipfeln Ritter
erdkde (1822) 9, 434; der mond warf meinen eigenen schatten vor mir her, als ich mitten auf der strasze ging, und ich sah die zipfel meiner narrenkappe deutlich auf derselben abgezeichnet G. Keller
ges. w. (1889) 2, 244.
sprichwort: zu Rom kann man mit dem zipfel seiner mütze bis an die hölle graben (
wenn er mit geld gespickt ist) Kirchhofer
schweiz. sprüchw. (1824) 109;
daneben ist zipfel
in älterer zeit aber auch die kopfbedeckung selber, nämlich die an die mönchskutte angeschnittene kapuze (
vgl. kappenzipfel teil 5,
sp. 199): do was ich hie unt tet in an die kutten die zipfel kerte ich in uf die rukken
minnesänger 3, 302b
v. d. Hagen; zipffel an der münchskutten
retropendium voc. primo ponens (1515) m 2
b; der zipffel an einer kappen
capuccio d'una cappa Hulsius (1618) 2, 75
b.
nur so ist folgende scherzhaft-zweideutige redewendung zu verstehen, bei der zipfel
auch gleich kugel '
kapuze'
sein konnte: (
die richter taten bei einem gerichtsverfahren um ein strittiges gut zwischen herzog und kirche) einen spruch in der macht inen gegeben. wiewol sie ieglichem teile zuvor sageten, so man eine kugel zu den leuten setzte, so were der zippel verloren, gaben beiden teilen zu erkennen, auf die helfte zu sprechen (1462) Eschenloer
gesch. d. st. Breslau 1, 222
Kunisch; am schuh: zyppfel oder schuchspitz oder korder
liripipium voc. teut. (1482) pp 8
a;
in der haartracht: der doktor erschien in ... einer ... ungeheuren allongenperükke mit drei zipfeln Bahrdt
gesch. s. lebens (1790) 1, 340; zippel
zipfel, z. b. haarzipfel Mi
Mecklenb. 110
a; und packte zugleich meine grosze scheere, um ihm einen zipfel schnurrbart abzukneifen Gaudy
s. w. (1844) 2, 75. 2@cc)
an einem korn- oder mehlsack, an einem ballen: wenn der sack voll ist, erstreckt er den zipffel Lehmann
floril. polit. (1662) 3, 403;
korn- und mehlsack: der will de
n sack immer an zwei zipfeln; ma
n musz a
nfange
n spare
n, wenn ma
n am bändel ist, und net erst, wenn ma
n im zipfel ist Fischer
schwäb. 6, 1234; die zipfel an einem ballen, sack, pack Kramer
t.-ital. 2 (1702) 1468
a. 2@dd)
der schwanz oder hamen eines stellnetzes oder garns, in welchen die fische getrieben werden: der hamen (... zipfel, ...)
ist ein mit einer als handgriff dienenden stange versehenes kleines netz Lueger
lex. d. ges. techn. (1894) 4, 279; item haben sie (
die fischer) ein netz mit einem langen in reiffen eingebundenen zipffel Hohberg
georg. cur. (1682) 2, 491; (
die fische) müssen gerade in die weite eingänge (
des netzes) kommen und darnach von denselben in den schwantz oder zipffel (
ca. 1660)
fischbüchlein 22; zipfel
ende des sacks am felchengarn Fischer
schwäb. 6, 1235;
name eines schöpfnetzes, eines stiel- oder stockhamens v.
d. Borne
hdb. d. fischzucht u. fischerei (1886) 599.
sprichwort: im zipfel fängt man die fische
das ende bringt die entscheidung Müller-Fraureuth
obersächs. 2, 707
b.
für das weidwerk: ergäntzet den ort mit steckgaren, machet den hamen fein fest an, und hinden in den zipffel ein langes rütlein Aitinger
jagd- u. weidbüchlein (1681) 20. 33)
spitz auslaufendes gelände- oder flurstück: ain zipffel (
einer wiese; 1436)
mon. boica 6, 452; auf dem Osterfeur ist ein dreieggeter zipfl und das ist ain gemain (
Tirol 1558)
österr. weist. 2, 229; bis an Hans Pauren zipfl (
Tirol 17.
jh.)
ebda 3, 152; zippel
spitz auslaufendes flurstück F. E. Schulz
orts- u. flurnamen d. kr. Köslin 260; '
ecke, kleines stück land'
Brandenburg; der acker macht en zipfel
bildet einen vorspringenden, schmalen endstreifen Schmeller-Frommann 2, 1144; unglücklicher weise besaszen einige dorfbewohner schmale zipfel sandigen neulandes Holtei
erz. schr. (1861) 2, 154; man sah ... einen zipfel von einem kleinen garten W. Raabe
s. w. I 5, 164; im norden stiesz es (
das gelände) in zwei zipfeln in den kiefernwald A. Seghers
d. toten bl. jung (1950) 262;
ähnlich: da sich nun etwann ein gerichtsfall auf demselbigenn zippel des wegs zutragenn wurde (
Thür. 1567) Diefenbach-Wülcker 914;
die äuszersten gebäude einer gemeinde: am Kappenzipfel
zu Augsburg, am Sauzipfel
zu Moosinning Westenrieder (1816) 689;
der äuszerste teil eines langgestreckten dorfes Fischer
schwäb. 6, 1235; unserer anstrengung gelang es, diesen zipfel der stadt aufrecht zu erhalten Göthe I 24, 223
W.; Hunn'zippel
abseits gelegenes gehöft F. E. Schulz
orts- u. flurnamen d. kr. Köslin 260;
ins meer vorstoszende spitze eines landes, halbinsel, vorgebirge: das reich Arabien ist ain zipfel, streckt sich gegen mittentag in das rot und Persier mer Aventin
s. w. 4, 2, 679
bayer. akad.; fiel in Kriechenland in die insel oder zipfel des mers, so ietzo Morea haist
ebda 4, 1, 159; Lacinium ein zipffel oder vorgebirg Italiae gegen Siciliae Xylander
Polybius (1574) 486; welche (
krümmen) schmale, zu beiden seiten am wasser ligende, und derhalben lüstige zepffel am erdrich machen, so die Griechen isthmos nennen G. Braun
beschr. u. contrafactur (1574) 434.
spitzes end- oder teilstück eines landes: Schlesien und Schwaben, die östlichen und westlichen zipfel von Deutschland H. Laube
ges. schr. (1875) 8, 10. 44)
die übertragene wendung beim zipfel fassen
hat mehrere ursprünge (
vgl. dazu 2 a—c);
zunächst am rockzipfel, um den träger festzuhalten: gott, gott! mir ist, als müszt' ich dich am zipfel fassen, wie einen, der mich auf ewig zu verlassen droht Hebbel
w. 1, 25
Werner; nur in keine gemeinde- und kreisversammlungen waren sie (
die söhne) zu bringen ... heute aber wollte der alte sie beim zipfel nehmen und mit gewalt hinführen G. Keller
nachgel. schr. u. dicht. (1893) 279;
anderseits den erfaszten zipfel abschneiden, um sich von dem bedränger zu befreien: wenn dich ein schalck beim mantel helt, auff dasz du sein werdst abgesellt, weyter unlust mit zuo vermeiden, soltu den zipffel flucks abschneiden Kirchhof
wendunmuth 1, 97
lit. ver.; um den rockzipfel als ersatz für den träger mitzubringen: bitte sie ihn ja sehr, dasz er mich Lavatern zu füszen lege, und mir einen zipfel von seinem rocke mitbringe (1789) Schiller
br. 2, 284
Jonas. eine sache bei einem, beim rechten zipfel fassen,
an dem man sie halten und sich aneignen kann: das er (
der mensch nach dem tode) gantz vorsincke und vorschwind ynn die reychthumb, die er itzt ym glawben, alsz bey eynem kleynen zipffell ergriffen hatt (1522) Luther 10, 1, 1, 118
W.; jedoch, du woltest nicht ein halber doctor seyn, und die gelahrtheit nur bey einem zipffel fassen Hoffmannswaldau
u. a. Deutschen ged. (1697) 6, 256; fassest du die muse nur beim zipfel, hast du wenig nur gethan Göthe I 3, 118
W.; fliegt dir das glück vorbei einmal, so fasz es am zipfel H. Heine
s. w. 1, 432
Elster; wenn es galt, ein vergnügen beim zipfel zu fassen H. Böhlau
altweimarsche gesch. (1897) 103; dasz die königl. schwedische nicht wusten, an welchem zipffel sie die sache angreiffen solten, damit sie ihnen nicht entwischete Chemnitz
schwed. krieg 2 (1653) 112; was für collision ist denn hier, wenn man die sache beym rechten zipfel faszt Hippel
lebensläufe (1778) 3, 2, 326; der pastor griff die sache jetzt beim rechten zipfel an W. Raabe
s. w. I 3, 11; dia wäss alles on 'n (
an dem) richti'n zipf'l on'zopack'n
sie weisz all ihren handlungen rechte gestalt zu geben Ruckert
unterfränk. 199.
redensarten: das ist der zipfel von dem fulen tuoch
hier musz man zugreifen, die sache anfassen Keisersberg
bei Martin-Lienhart
elsäss. 2, 911
b; s is
t i
hm uf
dem zipfel g
estande
n es fehlte sehr wenig, so ... ebda. ein zipfel von einer sache ist ein anteil daran: nu furen jene auch solch wort, predigen und rumen viel von der liebe, aber sie zihens nur auff iren zipffel und bringens auff ir teil Luther 36, 358
W.; die ... halfen alle darzu, damit das güetlin verthon und inen ain zipfel vom kissin megte werden
Zimmer. chron.2 2, 621
Barack. bei einem tuch oder bett musz man vier zipfel haben, um das ganze zu erfassen; die übertragung tritt am bett besonders in schwäbischen belegen hervor: (
die wollenweber) müszten sich allein von tüchern und loden ... ernähren, und haben des bets nur ein, und die leininweber die drei zipfel (1511)
bei Fischer
schwäb. 6, 1234; (
die bischöfe) in eine solche macht ... gewachsen seind, dasz sie mehr haben denn die welt selbst und das betth schon bey den dreyen zipfeln erlanget S. Franck
chron. zeytb. (1585) 2, 684; dry zypffel handt wir zuo uns bracht, yetz handt wir uff den fierden acht, und flyszendt uns, das er uns werd, dann lygt ir dann uff bloszer erd Murner
die mühle (1515) D 2
b faksim.; dan ich usz seinem (
des Hans Karst) mund selb gehört, man hab im drei zipffel genumen ... ir solten euch wol eins zipffels klagen und das gantz bet verlieren
ders., kl. schr. 2, 42
Pfeiffer-Belli; dieweil ... die pfaffen das küsin mit den dreien zipflen in henden und sich ... niemands gegen inen einlassen dörfte
Zimmer. chron.2 2, 430
Barack; der bawer sagt, man hab ihm drey zipffel vom leylach genommen, es gelt jetzt den letzten, darumb wolle er mit muszqueten schieszen, oder mit dem karst dreinschlagen Lehmann
floril. polit. (1662) 2, 825.
volksläufig das bett an allen vier zipfeln nehmen: der ist net z
ufriede
n, wenn er 's bett net an vier zipfeln hat Fischer
schwäb.; daraus die redewendung etwas bei allen vier zipfeln fassen, haben
es ganz fassen: die da meinen, sie haben den catechismum allwol gelernet, und bei allen vier zippeln gefast Roth
catech. pred. (1573) 2, 586
a;
agere omnia pro suo iure in allen dingen des rechten vier zippel haben wollen B. Faber
thes. (1587) 649
a; man ... meinet ... die sache bey allen vier zipfeln gefasset zu haben Stieler
zeitungslust u. nutz (1695) 433; wer ... alles an vier zipfeln ergreiffen wil, dasz ihms je nicht fehlen könne (1698)
bei Fischer
schwäb.; bei allen vîr zippeln krein
eine sache vollständig anfassen Jecht
Mansfeld 128
a;
ähnlich jemand bei allen zipfeln haben: zeigen sie nunmehr, dasz ein stutzerchen, wie Lelio, uns nicht immer bey allen zipfeln hat Lessing 2, 43
L.-M. mit leichter bedeutungsverschiebung: 'etwas bei allen vier zipfeln fassen
bei einer sache sehr vorsichtig gehen, zur erreichung einer absicht die sichersten maszregeln nehmen' Campe 5, 873
a.
wer nicht alle zipfel in der hand hat, der hat die sache nicht vorsichtig oder geschickt genug angefaszt: aber von meiner hand war ihr niemals nichts recht, es fehlte immer an einem zipfel Bräker
s. schr. (1789) 1, 258; die meisten menschen ... fassen nur einen zipfel und schleppen das übrige hinter sich, so dasz bald einer hie, der andre dort darauf tritt Tieck
schr. (1828) 12, 365.
der überkluge oder der gewinnsüchtige möchte sogar fünf zipfel erfassen: denn da sitzt der könig oder fürst fur sich selbs weise und klug und hat die sache gefasset bey allen funff zipfeln Luther 51, 203
W.; (
der regent) meynt, er hab die sach bey fünff zipffeln Lehmann
floril. polit. (1662) 1, 676; zogen nachrichten ein von den entferntesten ländern aller vier weltgegenden, verglichen sie mit einander und prophezeiten nun wissenschaftlich an allen fünf zipfeln, was für ein winter ... im nächsten jahr seyn werde Körte
sprichw. (1837) 534; (
der) nimmt 's bett an fünf zipfeln Fischer
schwäb. 6, 1234.
bei einem vollen zugebundenen sack kann man eigentlich nur drei zipfel fassen, daher bedeutet vier zipfel
oder sogar fünf zipfel fassen wollen
ein übermäsziges oder unvernünftiges streben: so ist sein hertz des geitzes voll, wils alls zu sich scharren und schaben, des sacks allzeit vier zipffel haben Burkard Waldis
Esopus 1, 191
Kurz; das lutherthumb vier zipffel hat, des teuffels sack und zergat. die sich all euangelisch rhümen, 1. die heiszt man nun die Lutheranen, 2., 3., 4. Calvisten, tauffer und neutraln Joh. Nas
antipap. eins u. hundert 4 (1570) 76
b; die edelleutt wollen stets die handt mitt im sode haben und des sacks funff zipfell Luther
tischr. 5, 62
W.; die lüglinge, ehrgeizige und ruhmredige Hansen in allen gassen, die des sacks wollen fünf zipfel haben und alles regiren, lasse man immer fahren
ebda 648; ein disputirer thut offt nichts anders, als dasz er den fünfften zipffel am sack sucht Lehmann
floril. polit. (1662) 1, 150.
ebenso meint etwas übermäsziges: so wird ja nun ... das zeychen des creutzes unzweiffenlich ein heilig sacrament, es hab dann der sack fünff zipffel Fischart
binenkorb (1588) 181
a. 55)
besonderes. 5@aa)
troddel u. ähnl.: daran ein schöne kugel oder hauptkappe mit dradeln oder zippeln hieng Nigrinus
von zäuberern (1592) 48; und waren diese brieff ... versigelt mit rotem wachs unnd doppel anhangenden zipffel Meteren
hist. beschr. d. niderl. krieges (1614) 114
a;
troddel Fischer
schwäb. 6, 1235;
band als zeichen der trauer: item adi 14 jener fur 3 eln schwarcz czendel halb thort mir czu einem czipffel umb die mederen hauben Tucher
haushaltbuch 107
Loose, vgl. Kriegk
dt. bürgerthum (
n. f.) 170
f.; dazu auch bierzipfel
ein band, früher von studenten in den farben und mit dem zirkel ihrer verbindung getragen; ein zipfel tuch '
langes, schmales stück leinwand oder baumwollentuch wie es vom weber kommt und dann, mit eckbändern an pflöcke gebunden, zum bleichen auf dem rasen ausgespannt wird' Spiess
Henneberg 291. 5@bb)
ein stücklein, kleines ding, kurzes ende: zipffel, stücklein
pezzetto Hulsius
t.-it. (1605) 164; sú heint ein zipfel rúwe, daz ist: sú wen guot sin, untz daz es in we tuot Seuse
dt. schr. 454
Bihlm.; so hab ich oft ein zipfel reu, ich wolle gar und gar frum sein
fastnachtsp. 858, 17
Keller; dazu vgl. zipfelreue; daher sind komen szo viel parteyen und tzipffell und franszen der stifft und kloster ynn der wellt (1522) Luther 10, 1, 2, 77
W.; en lütjen zippel
ein kleiner trumpf im spiel Schütze
Holstein 4, 383;
vgl. zipfelweise; kae
n zipfel
nicht ein biszchen Schmeller-Frommann 2, 1144.
übertragen: darum halten sie (
philosophen) mit ihm (
dem absoluten) so hinterm berge, ... dasz man kaum einen zipfel von ihm gewahr wird Schopenhauer
w. 4, 137
Gr.; eine ansicht der modernen kunst ..., wo sich jede berühmtheit mit irgend einem zipfel naturanschauung bekannt gemacht hatte W. Schäfer
erz. schr. (1918) 3, 164. 5@cc)
heraldik: zipfel '
ist ein selten gebrauchter und nicht zu empfehlender ausdruck für die lätze am turnierkragen' Querfurth
wb. d. herald. terminol. 178. 66)
diminutiv schriftsprachlich zipfelchen,
obd. zipflein, zipfele, zipferl;
zu 1 c
zacke an pflanzen: lacinula das zipfelchen oder fetzchen, ein kleiner zipfel oder auch ein an einem zipfel selbst wieder vorkommender, durch tiefere einschnitte entstandener zacken Bischoff
wb. d. beschr. botanik (1839) 111;
zu 1 d
lappen, spitze am tier- und menschenkörper: das zipflin der nasen H. Rodler
kunst d. messens (1531) G 3
b; in eines löwen haut verbarg ein esel sich ... ... bald aber bald erblickt des müllers groszer hund ein zipfelchen vom ohr Gleim
s. schr. (1798) 1, 142; iegeliches sneit ein stucke, wi cleine iz ummer mochte sin: diz ir oren cippelin, daz eine warzen von ir brust, wes iz mochte haben lust (
vom leib d. hl. Elisabeth werden reliquien genommen)
Elisabeth 9348
Rieger; das zipfelle der orn Dürer
menschl. proportion (1520) N 3
c; '
auriculae cordis im deutschen Vesal: ohrläpplin des herzens,
im Paré: zipffelin' Hyrtl
kunstworte d. anatomie (1884) 120;
fingerspitze: coryphe, digitorum extremitas interior iuxta ungues das zipfflin oder euszerste der finger,
b(
elgice) het tippeken van de vingeren Junius (1567) 40
b;
penis: wird es (
der zukünftige sohn) ein milchlamm mit einem zipelchen werden, soll der vater gepriesen werden Winckelmann
s. w. (1825) 11, 376;
zu 2 a
groszes tuch, vorhang: ich lüftete nur ein zipfelchen des vorhanges, der meine vergangenheit bedeckt Holtei
erz. schr. (1861) 37, 93;
zu 2 b
kleid-, gewandzipfel: diejenigen aber, die mich kennen und ihrer liebe dennoch nicht unwerth halten, nehmen auch diesen fehler gütigst unter ihre mäntel. ich bitte daher auch um ein zipfelchen von dem ihrigen
br. von u. an G. A. Bürger 3, 197
Strodtmann; (
von der winterjacke gönnte) er sich selber nur ein zipfelchen Fontane
ges. w. (1905) I 2, 398; das weyblin, das an aller welt hilff verzagen musz, fasset den gedancken, sie wölle gesund werden, wenn sie nur dazu könne kommen und ein zipffelein von des herrn rock anrüren Luther 52, 540
W.; apex pro mitra vel das zipflin uff der haub
vel summitas ipsa Alberus
nov. dict. genus (1540) J 2
b; zipfflein oben an einer kappen oder mützen
ein büschel von zerflockter seiden oder wolle oben auff der spitzen einer mützen Duez
germ.-gall.-lat. (1664) 716;
zu 3
kleines stück eines landes: es war ruchbar geworden, dasz irgendein zipfelchen hessischen landes die urheimat des fremden weibes gewesen war A. Supper
holunderduft (1910) 44; er sah (
in seiner vorstellung) ein zipfelchen Sowjetunion, ein zipfelchen Charkow in der hungersnot, spindeldürre kinder, ein zipfelchen von einem sportfest auf dem Roten Platz, wo alle vergnügt aussahen A. Seghers
d. toten bl. jung (1950) 368;
zu 5 b
ein kleines stück, ein endchen: sy hat och fil sunderlicher gnaden zuo únsers heren marter und sprach: únser her kúnd recht kain masz; aber wir farent gar fer under masz; wir rrrent kum ain zipelin der masz Elsbet Stagel
leben d. schw. zu Tösz 93
Vetter; das diese jetzige zeyt, darinnen wir leben, das aller letzte drümmlein von der welt unnd das letzte zipfflein sey
theatrum diabol. (1569) 147
a; zipferl
alles, was klein ist und am ende gespitzt ausläuft Hügel
Wien 195
b.
bildlich: ein klein ziplin an dieser bruderschafft (1538) Luther 46, 349
W.; zwar hängst du mit einem zipfelchen an der kunst (1801) Caroline
br. 2, 88
Waitz.