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zärtlich

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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9 in 8 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

zärtlich

zärtlich

zart Adj. ‘fein, zerbrechlich, verletzlich, behutsam’, ahd. zart (Hs. 12. Jh.; vgl. zarto Adv., 9. Jh.), mhd. zart ‘lieb, wert, vertraut, lieblich, schön, fein, weich, schwächlich’; dazu die Verben ahd. zartōn ‘liebkosen, schmeicheln’ (um 1000), firzerten ‘zart oder üppig sein’ (nur Part. Prät., 8. Jh.). Herkunft nicht sicher geklärt. Als nächste Verwandte außerhalb des Hd. kommen in Betracht mnd. tertel ‘zart, zierlich’, derten, darten ‘verwöhnt, verzärtelt’, tertelīk, tartelīk ‘zärtlich, fein’, dertelīken ‘verzärtelt’ (mit affektisch bedingtem Anlautwechsel von t und d), dän. tærtet ‘zimperlich’, vielleicht auch norw. (mundartlich) tert, tart ‘kleiner Lachs’ und wohl pers. dard ‘Schmerz, Leiden, Qual, Pein’. Man kann die Wortgruppe an die Wurzel ie. *der(ə)-, *drē- ‘schinden, (ab)spalten’ anschließen (s. zehren, zerren und auch Trotz), wenn man von zart als einer partizipialen to-Bildung mit der Bedeutung ‘zerfasert’ ausgeht, die sich zu ‘dünn’, daher ‘verletzlich’, dann zu ‘behutsam, empfindlich’ weiterentwickelt. – zärtlich Adj. ‘liebkosend, liebevoll, fürsorglich’, ahd. zartlīh (10. Jh.; zartlīhho Adv., um 900), mhd. zartlich, zertlich ‘anmutig, lieblich, liebevoll, wohlwollend, weich, sanft, milde’; Zärtlichkeit f. ‘Liebkosung, Zuneigung, Fürsorglichkeit’, spätmhd. zertlīcheit ‘Lieblichkeit, Anmut’. verzärteln Vb. ‘verweichlichen’ (16. Jh.); vgl. gleichbed. mhd. verzerten, ahd. firzerten (s. oben).
1427 Zeichen · 44 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zǟrtlich

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Zǟrtlich , -er, -ste, adj. & adv. 1. Wegen Schwachheit der Natur leicht jeden unangenehmen Eindruck von außen empfindend…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    zärtlich

    Goethe-Wörterbuch

    zärtlich [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    zärtlich

    Mecklenburgisches Wb.

    zärtlich a. Spr. zartlik 1. zart: du hest jo sonne zärtliche Hand Ha Red ; he hadd' sonne zärtliche Stimm eine schwache,…

  4. Sprichwörter
    Zärtlich

    Wander (Sprichwörter)

    Zärtlich 1. Sie sind zärtlich wie die Turteltauben. – Braun, I, 4627. 2. Zärtlich wie Pyramus und Thisbe.

  5. Spezial
    zärtlich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    zärt|lich adj. afetus (-sc, -tosa), da orëi bun.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zaertlich

19 Bildungen · 15 Erstglied · 0 Zweitglied · 4 Ableitungen

Ableitung von zaertlich

zart + -lich

zaertlich leitet sich vom Lemma zart ab mit Suffix -lich, mit Umlaut-Wechsel.

zaertlich‑ als Erstglied (15 von 15)

zärtlichkeit

DWB

zaertlich·keit

zärtlichkeit , f. , in spätmhd. zeit ( Lexer 3, 1089 ) auftretende, erst seit Fischart häufiger bezeugte bildung zu zärtlich; obd. anfangs o…

Zärtlichthun

Campe

zaertlich·thun

Х Das Zärtlichthun , — s , o. Mz . die Handlung, das Betragen, da man so thut, sich den Schein giebt, als ob man Zärtlichkeit empfände. Sein…

Ableitungen von zaertlich (4 von 4)

unzärtlich

DWB

unzärtlich , adj. adv. , nicht zärtlich ( s. d. ). zärtlich I 2 b entsprechend: mein schwarzes blut wallt träger bei euren mistönen und gewö…

verzärtlichen

DWB

verzärtlichen , vb. , eine junge, nur sporadisch nachweisbare bildung: ist eine reiche frau in einen jungen menschen verzärtlicht Iffland dr…

verzärtlichung

DWB

verzärtlichung , f. , nach R. M. Meyer zs. f. dt. wortf. 15, 138 eine neubildung Nietzsches für ' verzärtelung ' ( s. d. ), nicht ' die entw…

Zärtliche

GWB

Zärtliche [bisher nicht publizierter Wortartikel]