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zärtlichkeit

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

zärtlichkeit f.

Bd. 31, Sp. 307
zärtlichkeit, f. , in spätmhd. zeit (Lexer 3, 1089) auftretende, erst seit Fischart häufiger bezeugte bildung zu zärtlich; obd. anfangs ohne umlaut; ins nd. mit t- entlehnt bei Schambach 224b. 11) alt im sinne von lieblichkeit, anmuth; mhd. sines lichames zertlichkeit leb. d. hl. Ludwig 18, 11 R.; Poppaea Neronis haussfraw solle sich alle morgen mit eselsmilch gewaschen haben. und das solle sie gethan haben zu erhaltung der gesundheit, der schönheit und der zertlichkeit G. F. Messerschmidt v. d. esels adel 578a Dornavius; später so nicht mehr belegt: erst in der 2. hälfte des 18. jahrhs. im engeren bedeutungsumfange als künstlerische zartheit, anmuth neu erstehend. 22) veraltet: weichlichkeit, üppigkeit, schwelgerei, luxus; weichheit; weichliche gesinnung; z. der glieder (zartheit d. gl.) noch von Adelung wb. 4, 1656 zugelassen, von Campe 5, 815a bereits abgelehnt; vielleicht als 'schwelgerei' noch bei A. v. Droste-H. 2, 221 ('Walther' 1818); täglich zieht ein freundesheer heran, in zärtlichkeit von meinem gut zu prassen; frühest bei Alberus: mollicies, mollitudo zAertlichkeyt, dasz einer verwenet ist 24b; häufig bei Fischart: frwitzige zartlichkeit, kOestlichkeit und prächtisches wesen περιεργία καὶ πολυτέλεια ehz. (1614?) 74, menschen, die also schwach ... oder sonst aus zAertlichkait irer so wol zu schonen wissen dass. 131 H., ferner bibl. hist. 278 K., ehz. 535 Scheible, flöhh. 48 ndr., gesch.-kl 215 ndr.; hier auch der sehr seltene pl.: das sie mit den wollsten und zartlichkeiten in keinen weg zu ... schaffen haben wollen trostb. 72 H.; seine weibische, mAemmische zAertlichkeit J. Westphal hoffartsteuffel in theatr. diab. 2, 35a; zertligkeit und schmuck C. Spangenberg mansfeld. chron. 7a; ein ehrlich weib (soll) ... nirgent ein anzeigung ... geben etwan eines ubermuts, eckels, zartlichkeit oder wollust J. Barth weibersp. (1565) L 8b; jetz mssen die geschichtschreiber von uns schreiben hoch stinckende faulkeit, schandliche forcht ... und schlimme z., ja zaghaftigkeit J. H. Schill ehrenkr. 7; aus furchte, dasz es mir ... fr eine zAertligkeit und weichmuth möchte auszgelegt werden M. Opitz poeterey 5 ndr.; sie nicht versucht ihre fuszsohlen auf die erde zu setzen fr zAertligkeit und wollust J. C. Dannhawer cat.-milch 1, 318; es ist auch keine sprache von solcher zAertligkeit, dasz ihr eben alle frOemde wOerter unleidsam seyn msten Schottel haubtsprache 284; buch kompt her von buchbaum, deszen rinde wegen ihrer weichen zAertligkeit (weichheit) im schreiben bey den alten sehr gemein G. Treuer d. 1, 230; der frauen zAertligkeit sAeumt' reisen allzusehr Lohenstein Agripp. 36; kleinmuhtige z. ders. Arm. 2, 133; z. idem quod zartheit, mollitia, it. muliebritas, languor, desidia Stieler 2602; vgl. Apinus 174, Steinbach 2, 1072, Frisch 2, 465a; die z., die üppigkeit sind ihm unbekannte laster discourse der mahlern 1, 8; sollte ihn (den schmerz als fingerzeig gottes) der mensch durch seine grausame z. (nachsicht in der erziehung) verkehren? Schiller 2, 22 G.; 33) veraltet: empfindlichkeit. 3@aa) von concreten dingen: leicht verletzlicher zustand, d. i. jugendliche schwachheit, zartheit: in dem die zAertligkeit der kindheit uns verliesz, tritt schon die jugend ein A. Gryphius ged. 357 Palm; die (Thestylis als braut) manchen liebreitz noch durch zärtligkeit bedeckt Chr. Warnecke poet. vers. 382; die schwäche und zärtligkeit unserer glieder Lohenstein Arm. 1, 201a; zartheit, weichheit: die lilge ... rühmte an ihr selbst die alle baum-wolle und das gespinste der seiden-würmer übertreffende zärtligkeit ders. 1, 1399a; 2, 188a; weil sie (die atome) ihrer natur nach zwar divisibiles, aber doch wegen ihrer wunderlichen z. von uns nicht können getheilt werden Leibniz dtsche schr. 2, 332; weil solche häutgen wegen ihrer subtilen z. gar leicht zereissen J. G. Schmidt rocken-phil. 2, 186; der geruch der narzissen ist von gröszrer z. als der der tuberosen Triller poet. betr. 1, 231; vom empfindlichen gehör: wer ... in musicalischen sachen eine besondere z. des gehöres ... mercken, läszt vern. tadl. 1, 33. 3@bb) auf abstractes bezogen: empfindlichkeit im seelischen und geistigen, auch zartheit, ebenmasz, anmuth in der kunst: z. und heucheley J. G. Schmidt rocken-phil. 1, vorr. a 6b; in der z.: verlaszen und erblaszen nicht in einem reime zu dulten Heräus ged. u. l. inschr. 18; Gottsched crit. dichtk. 7; eine eigne art von z. ..., welche darinnen bestand, dasz sie dinge nicht vertragen konnte, welche noch niemals einem menschen zuwider gewesen waren J. E. Schlegel w. 5, 252; welch ein urtheil, welch eine z. des geschmacks! J. A. Cramer nord. aufs. 58; der Griechen z. (der antike kunstgeschmack) Neukirch ged. 142; vgl. Lessing 11, 43 L.-M.; Schubart briefe 1, 61 Str.; jene allzusüsze, halb griechische, halb moderne z. Fr. Schlegel s. w. 2, 204; wer kennt wohl ihre (der mundart) kraft und z. so sehr, als du sie kennst und liebst? Gottsched ged. 1, 385; die z. der freuden (masz, zartheit) Wieland w. I 1, 243 ak.; dasz sie (die weibliche schönheit) ... die empfindung von z. (anschmiegsamkeit) und ergebenheit des gemüthes ... ausdrücken müsse Sulzer theorie 4, 324; doch zeugt die kluge hand aus einem harten klang und herben gegen-stand noch süss're zärtlichkeit (anmuth des tons der laute) Brockes bei Weichmann poes. d. Nieders. 1, 271; so dasz das gesicht in dem helden-blicke und in der z. der züge ein bild der fröhlichkeit der jugend gibt Winckelmann s. w. 4, 92; Domenichino, der maler der z. ders. 1, 206; selten als pl.: ein ewiger frühling ... spielet mit sanften z-en (anmuthigen, schönen erscheinungen) auf dem stolzen gebäude seiner glieder (des vatican. Apollo) ders. 10, 147 (kaum zu 7 zu stellen); ich erstaunte ... über das grosze der z. und über das geistreiche des sinnlichsten gegenstandes Göthe 19, 212 W.; im adagio ... (musz) z. und ein angenehmes ziehen oder tragen der stimme herrschen Quantz anweis. 107; die kleinen und behenden z-en (zierathen, verzierungen einer musik), die ein adagio aufs beste auszieren J. A. Scheibe crit. mus. 119; seine arien haben anmuth und oft schmelzende z. Schubart ästhet. d. tonk. 44; ob meiner seele nichts zuwachse in brünstiger liebe und der z. des gewissens? Harsdörfer secret. 1, 129; vgl. Dusch verm. schr. (1758) C 2a; Liscow schr. 102; mancher karakter ..., der die z. unserer sitten empört Schiller 2, 5 G. 44) veraltet: empfindsamkeit (vgl. zärtlich I 2 c): Homer hat mit dem platten wesen einiger gedanken ... leuten, welche mehr z. als erhabenheit des geistes hatten, anlasz zu spotten gegeben Bodmer wunderb. 250; alle ihre minen waren z. und seele Wieland an Bodmer (1752) ausgew. br. 1, 69; es ist unmöglich, dasz ein mann von so vielem geist und geschmack und von so vieler z. wie sie kein dichter seyn sollte ders. an Schinz. (1752) ebda 1, 58; worüber uns Gleim eine thräne voll z. ablockt Fr. K. v. Moser rel. 4 47; verehrungswürdiger dichter der z. und der freundschaft Gleim briefw. 1, 29; z. der empfindung J. M. Miller briefw. 1, 74; beytrag zur geschichte der z. (buchtitel 1776) ders.; einen zu starken hang zu melancholischer z. S. v. Laroche frl. v. Sternheim 1, 67; 1, 18; sie (verse) athmen ganz melankolie, z. und wonnegefühl Timme Salaman 1, 143; ... ein neues musikalisches stück ... war der älteren z. ein fest Nicolai Seb. Nothanker 1, 19; in schmelzender z. Thümmel reise 2, 236; Shakespeare 9, 150; überspannte z. Schiller 10, 502 G.; empfindung: von heiliger und profaner z. Lessing 7, 23 L.-M. 55) veraltet: sorgfalt, zartgefühl: eine tugend, welche mit der innigkeit der wohlwollenden gesinnung zugleich z. des wohlwollens ... verbindet Kant 6, 293; delicatesse, z., feinheit. herr Campe drückt es glücklich durch zartgefühl aus Kinderling rein. 126. 66) als einzig noch lebende bedeutung: zärtlichkeit, d. i. gefühl oder äuszerung der liebe oder einer geringeren neigung; weitaus am häufigsten belegte bedeutungsphase; bereits bei Fischart: welcher (der jüngling) wiewol standhafftig sehr ein zeitlang thet ein gegenwehr (gegen die gunstbezeugung des mädchens), und solche zartlicheit veracht, doch als er zuviel nachgedacht der freundlicheit, die sie offt übt, da ward er auch mit lieb betrübt anw. z. Ism. 380 H.; dann erst wieder im 18. jahrh. auftretend: wo sonst die dämmerung die zärtlichkeit begünstigt Dusch verm. w. (1754) 38; ihm ist die liebe nicht das himlische gefühl der zärtlichkeit in gleichgestimten seelen Wieland I 1, 329 ak.; der sinn der z. für das andre geschlecht Klinger w. 3, 129; (an Luna:) schwester von dem ersten licht, bild der zärtlichkeit in trauer! Göthe 1, 49 W.; mit ihrer z. hab ich ein gutes theil ihrer achtung ... verlohren Schiller 3, 553 G.; weil ich den lezten wahn zu retten hatte ..., den lezten wahn der liebe: z. Carolinens briefe 1, 53 W.; ihn einst in mädchenhafter z. angesehen hatte G. Freytag ges. w. 13, 139; — so schien diesz theure pfand fruchtbarer zärtlichkeit, in windeln eingehüllt v. König ged. 50; die liebe, sie mag ... ehliche z. oder freundschaft heissen J. A. Cramer nord. aufs. 1, 306; Cl. Brentano ges. schr. 5, 459, u. a.; ich umarme dich und bin ... mit unnennbarer z. dein armer gefangener mann Sch. Schubart briefe 2, 54 Str.; — z. der ältern (eltern) samml. v. schausp. (Wien 1764—69) 1, 31; väterliche z. Tieck schr. 8, 202; mütterliche z. Archenholz Engl. u. Ital. 1, 437; z. des sohns Göthe IV 1, 92 W.; z. einer tochter Novalis schr. 4, 87 Min.; all diese verbindungen sehr oft belegt; — brüderliche z. Ramler einl. 2, 339; schwesterliche z. graf v. Zinzendorf teutsche ged. 213; — er hatte ihre freundschaft, nun wünschte er auch ihre z. zu haben Wieland Agath. (1766) 1, 184; ich bin mit empfindung der aufrichtigsten z. ganz der ihre Lessing Lessing 17, 402 L.-M.; — hing ... mit z. an seinem Schlesierland Fontane ges. w. I 6, 80; die z. für alle in handschriften überlieferte lautbezeichnungen Scherer kl. schr. 1, 621; — wenn die vertretung Christi nur auch den roheren die z. des erlösers vor augen stellt Schleiermacher s. w. I 5, 351; es ist diesz eine zu grosze z. für die welt, von ihr den widerspruch zu entfernen Hegel w. 3, 279; gläubiger erkundigen sich (im centralpolizeiamt) mit unendlicher z. nach den schlupfwinkeln ihrer schuldner W. Raabe hungerp. 136; — mit folgenden kennzeichnenden attributen verbunden: gröszte B. v. Arnim d. buch gehört d. könig 2, 574; rein Stoppe Parnasz 96; ächt G. Stephanie singsp. 56; ewig (ein eitler wahn!) J. A. Ebert ep. 58; wahr J. G. Jacobi s. w. 1, 12; warm Ramler ged. 290; Nicolai Seb. Nothanker 1, 17; herzlich Novalis schr. 4, 98 M.; innig J. Schreyvogel ges. schr. 1, 76; ruhig H. Steffens was ich erlebte 1, 35; ehrerbietig Chr. F. Weise lustsp. 3, 44; ritterlich (der charakter der polonaise) F. M. Böhme gesch. d. tanzes 211; schmerzlich v. Ebner-Eschenbach ges. schr. 4, 37; wehmüthig Fouqué bilders. 2, 214; mitleidig (gegen die geistig gestörten) G. Freytag ges. w. 17, 250; schüchtern Göthe 21, 75 W., G. Keller 2, 261; süsz, vertraulich Kortum Jobs. 1, 44; süsslich Treitschke deutsche gesch. 4, 563; hingebend Holtei erz. schr. 5, 61; girrend Nicolai Seb. Nothanker 1, 1; schmachtend O. Jahn Moz. 4, 234; übertrieben G. Forster s. schr. 1, 306; glühend Wieland Agath. (1766) 1, 380; unnennbar Novalis 4, 56 M., ungestüm ders. 4, 192; leidenschaftlich Peschel völkerk. 238; heiss Wieland I 1, 85 ak., A. Stifter s. w. 2, 33; äffisch (für die eigenen kinder) Fontane ges. w. I 1, 312; verführerisch Lessing 9, 220 L.-M.; verschmäht Matthisson schr. 1, 65; eifersüchtig G. Hauptmann bahnw. Thiel 63; falsch Zachariä poet. schr. 1, 93, Schiller 5, 409 G.; mit aller z. Göthe 19, 28 W.; seine ganze z. Novalis schr. 4, 160 M.; in sonstigen verbindungen: blicke verstohlner z. K. Fr. Cramer Neseggab 1, 148; vor z. schmachten Seume ged. 134; die z. der tauben Tiedge w. 2, 170; die nachtigall, die ihre zärtlichkeit die haine lehrt Eschenburg beispiels. 3, 312; seine z. schenken Göthe 21, 62 W.; alle z. verschwenden H. Laube ges. schr. 2, 16; z. hegen für U. Bräker s. schr. 1, 266; Schnabel Fels. 57 Ullr.; z. empfinden für Cl. Brentano ges. schr. 4, 284; z. für Ramler einl. 2, 102; z. gegen J. Miller briefw. 1, 78, Lessing 5, 34 L.-M., Tieck schr. 17, 312, L. v. Ranke s. w. 1, 66; z. zu Ramler 3, 110; z. und treue Gottsched ged. 1, 259, Göthe 19, 23 W.; mit so vieler z. und freundschaft Klinger w. 3, 184; z. und liebe Winckelmann s. w. 4, 86, G. Freytag ges. w. 11, 130; schelmerei und z. Castelli s. w. 12, 113; mit groszer huld und z. Justi Winckelmann II1, 109; z. und wärme Carolinens briefe 1, 7 W.; hatte eine z. für ... Bertha H. v. Kahlenberg Sehring 41; mit einer ruhigen z. H. Steffens was ich erlebte 1, 35; er ist ganz z. Adelung lehrg. 2, 513; persönlich: sein (des ind. liebesgottes Manmadis) schönes weib, Radi, die z. Herder 16, 70 S.; die holden gratien, die frohen z-en Wieland I 1, 269 ak.; im 18. jh. auch sonst wie im letzten citat als pl.: der ausbruch unsrer treu und unsrer zärtlichkeiten (zärtlichen gefühle) wird uns doch stets auf dich, als ihren schutzgott, leiten Gottsched schaub. 5, 16; vgl. anm. gel. 3, 358; 6, 71; (dieser blick) an huld, an süssen zärtlichkeiten gleicht er dem blick der noch jungen Eva Klopstock od. 1, 22 M.-P.; die macht gereizter zärtlichkeiten, der liebe schmeichelnde gewalt, die werden doch dein (Phyllis') herz erbeuten Hagedorn poet. w. 3, 18; wahr ist es, deutsche zärtlichkeiten sind welschen nicht an milde gleich: doch lieb' und kusz, die sie begleiten, sind ja bey uns so süsz und weich J. A. Ebert ep. 170; tausend z-en, die ich fyhle, in seinen busen ausschytten Wieland I 1, 361 ak.; J. E. Schlegel w. 1, 102. 77) concret wie etwa aufmerksamkeiten für liebesbezeugungen, liebkosungen; dieser gebrauch schon singularisch vorbereitet: heute habe ich ... die z. eines cammermädchens und eines bedienten beobachtet G. Chr. Lichtenberg briefe 1, 43; sie überhäufte das kind mit z. Göthe 23, 231 W.; ich will keine z., ich will einen weihekusz Fontane ges. w. I 5, 307; modern fast nur im plur.: sie weisz uns ihre z-en kostbar zu machen Gellert (bei Adelung wb. 4, 1656); ich wünsche mir auf dieser welt nur den genusz der zärtlichkeiten, die neid und argwohn nicht vergällt Hagedorn (ebda); hör auf mit deinen z-en H. Beck schachmaschine 22; es sey euch dieser tag an tausend zärtlichkeiten, an tausend sanften freuden reich Lenz ged 18 Weinh.; da fieng ich an, mit tausend zärtlichkeiten und warmer bruderliebe dich zu quälen Schiller 5, 23 G.; A. v. Arnim w. 19, 65; er begann ihr einige z-en zu sagen ders. 7, 196; häufig: mit z-en überhäufen Cl. Brentano Godwi 1, 321, Spielhagen 1, 115, O. Jahn Mozart 1, 379, G. Keller w. 4, 260; die rohen z-en ekeln mich an Deinhardstein ges. dram. w. 2, 67; der Armenier muss alle diese z-en mit ansehen (umarmungen, händedrücke, glückwünsche zum geburtstag) Börne ges. schr. 2, 41; lieder, die auch wohl recht handgreifliche z-en besingen Gervinus gesch. d. dtsch. dichtg. 3, 454; raunte ihm (dem toten kater) unverständliche z-en in die ohren Storm 7, 164. 88) in zusammensetzungen:
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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zǟrtlichkeit

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Zǟrtlichkeit , plur. die -en 1. Zarte, d. i. feine, Beschaffenheit; ohne Plural, da es denn zuweilen für Zartheit ge…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Zärtlichkeit

    Goethe-Wörterbuch

    Zärtlichkeit [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. Sprichwörter
    Zärtlichkeit

    Wander (Sprichwörter)

    Zärtlichkeit 1. Die Zärtlichkeit, die niemand bricht, ist unsrer Zeiten Mode nicht. 2. Zu grosse Zärtlichkeit bringt den…

  4. Spezial
    Zärtlichkeit

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Zärt|lich|keit f. (-,-en) 1 afeziun (-s) f. 2 (Liebkosung) aicia (aices) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zaertlichkeit

12 Bildungen · 11 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von zaertlichkeit 2 Analysen

zaertlich + -keit

zaertlichkeit leitet sich vom Lemma zaertlich ab mit Suffix -keit.

Alternativen: zart+-lich+-keit

zaertlichkeit‑ als Erstglied (11 von 11)

Ableitungen von zaertlichkeit (1 von 1)

Unzärtlichkeit

Campe

Die Unzärtlichkeit , Mz. — en . 1) Die Eigenschaft einer Person oder Sache, da sie unzärtlich ist; ohne Mehrzahl. 2) Eine unzärtliche Äußeru…

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Cotta, M. (2026). „zaertlichkeit". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/zaertlichkeit/dwb?formid=Z01452
MLA
Cotta, Marcel. „zaertlichkeit". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/zaertlichkeit/dwb?formid=Z01452. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „zaertlichkeit". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/zaertlichkeit/dwb?formid=Z01452.
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