Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Welf
Welf
Welpe, selten Welf m. ‘Junges von Wolf, Hund oder Fuchs’, ahd. (h)welf m. n. (9. Jh.), mhd. welf(e) m. n. ‘Junges von Hunden und von wilden Tieren’, nhd. Welf, seit dem 16. Jh. allmählich zunehmend Welp(e), dem Nd. folgend (vgl. bereits mhd. welpelīn, Tauler), asächs. hwelp, mnd. welp(en), wolp(en), mnl. nl. welp, aengl. hwelp, engl. whelp, anord. hvelpr, schwed. valp, (mundartlich) välp. Herkunft ungewiß. Anknüpfungsmöglichkeiten werden gesehen in ahd. (h)wel ‘zudringlich, ausgelassen’ (um 800), anord. hvellr ‘laut tönend’, aengl. hwelan ‘tosen’, außergerm. in lit. kaleė͂ ‘Hündin’, mir. cuilēn ‘junger Hund’, russ. (landschaftlich) skólit’ (сколить) ‘winseln, heulen’ (von Hund, Wolf), vielleicht auch in griech. skýlax (σκύλαξ) ‘junger Hund’, so daß Anschluß an die mit beweglichem s- anlautende Variante *sk‐ͧel- der Wurzel ie. *kel(ə)- ‘rufen, schreien, lärmen, klingen’ (s. hell, holen, 1Schelle) im Hinblick auf das Winseln, Kläffen der Jungtiere möglich ist. Zu vergleichen ist ferner nd. Regenwilp, -wölp, -wülp, nl. wulp ‘Wasservogel, Regenpfeifer’, eigentlich ‘laut schreiender Vogel’.