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waffen

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Wander
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Waffen

Bd. 4, Sp. 1724
Waffen 1. Alle Waffen müssen Gold oder Silber haben. – Pistor., I, 94. 2. Die Waffen der Poltrons stechen nicht und schneiden nicht. 3. Die Waffen schützen einen Fürsten sehr, aber Treue und Glauben noch viel mehr. – Wirth, II, 508. 4. Es sind nicht die grossen Waffen, sondern die grossen Herzen, welche die Schlachten gewinnen. 5. Goldene Waffen, sicherer Sieg. Slow.: Slato oroshje gotowa premaga. 6. Man kann wol Waffen wider die Feinde, aber nicht wider die Furcht schmieden. – Winckler, XIV, 36. 7. Man muss keine Waffe unversucht lassen. 8. Mit zwei Waffen besiegt die Unschuld jeden Feind: mit Bescheidenheit und Vorsicht. – Reform. Kirchenzeitung, Chambersbury, Pennsylvanien vom 15. Febr. 1851, Nr. 358. 9. Seiner Waffen muss man warten. – Graf, 42, 135. »Uapnum sinum skal man uortha.« (Thorsen, 33.) 10. Unter den Waffen schweigen die Gesetze. »Weil Mars noch immer zeucht vom Leder, so achtet man nicht viel der Feder. Gesetze schweigen bei den Waffen, die Musen können auch nichts schaffen.« (Gerlach, 127.) 11. Waffen, Frûen un Böken (Bücher) mot men alltäglik versöken. – Körte, 6386. Holl.: Wapen, vrouwen ende tboec behoeven daghelics tversoec. (Tunn., 25, 7.) – Wapenen, vrouwen on boeken behoeven dagelijksche behandeling. (Harrebomée, II, 336a.) Lat.: Sunt exercenda tria: femina, liber et arma (Fallersleben, 779.) 12. Waffen in der Hand vertreiben den Verstand. Die Araber haben ein ähnliches Sprichwort. (Burckhardt, 331.) 13. Waffen sind der Städte beste Schutzwehr. Lat.: Moenia ferrea non terrea. (Philippi, II, 254.) 14. Waffen sind gut, wer sie nur weis zu tragen. – Gruter, III, 93; Lehmann, II, 859, 1. 15. Waffen sind leichter zu besiegen als Geld. Böhm.: Toho treba chlácholiti, kdo se branĕ chápe; ale kdo mĕšce, toho netřeba. (Čelakovsky, 45.) Poln.: Tego trzeba hamować, co síę do broni poryma; a co do mieszka, tego nie trzeba. (Čelakovsky, 45.) 16. Waffen soll man wie Arznei brauchen – wider Willen. Lat.: Praelia cessarent, pax sine litet fore. – Si duo de nostris tollas, pare nomina rebus. (Sutor, 45.) 17. Waffen und Geld erfordern gute Fäuste. 18. Waffen verletzen den Leib, böse Worte das Gemüth. – Winckler, XX, 97. 19. Waffen verletzen den Leib, Ehrabschneiden das Herz. – Chaos, 158. 20. Waffen, Waffen, Feindio! Waffen, Feindio! der alte clamor ad arma, Allarm, Waffenschrei. (Grimm, Rechtsalt., 876.) Gleiche Sprachbildung, Verstärkung des Substantivs durch einen angehängten Ausruf, liegt den Hülferufen Mordio! Feurio u.s.w. zu Grunde. (Scheffel, Eckehard, II, 72 u. 194.) 21. Was man durch Waffen erobert, muss man mit gewalt Handhaben. – Lehmann, 434, 29. 22. Was nützen dem die Waffen, der sie nicht führen kann! Lat.: Parum sunt foris arma, nisi est et consilium domi. (Cicero.) (Philippi, II, 83.) 23. Wenn die Waffen schweigen, folgt der Friedensreigen. Lat.: Cedant arma togae, concedat laurea linguae (Cicero.) (Philippi, I, 78.) 24. Wer einmal Waffen getragen hat, will gern wieder dienen. Holl.: Die eens de wapens gedragen hefft, wil wel weder dienen. (Harrebomée, II, 436a.) 25. Wer keine Waffen hat, der muss nicht in den Kampf gehen. Poln.: Kto niema zbroje, mijaj boje. (Čelakovsky, 370.) 26. Wer keine Waffen hat, muss nicht auf die Bärenjagd gehen. Die Russen: Nackter, greife den Bären nicht an! (Altmann VI, 473.) 27. Wer mit goldenen Waffen ficht, unterliegt im Kampfe nicht. Holl.: Die met gouden wapens vecht, heeft altijd het beste regt. (Harrebomée, II, 436a.) 28. Wer Waffen trägt, soll sich nicht ergeben. 29. Wie die Waffen, so der Mann. – Nordböhm. Volksblatt, 1875, Nr. 22. Eins lässt zuverlässig auf den Werth des andern schliessen. 30. Die Waffen abgeben (niederlegen). Sich ergeben. Die Römer erhoben einen Finger, um zu sagen, dass sie sich unterwürfen, für besiegt erklärten. Lat.: Digitum tollere (exercere). (Faselius, 63.) 31. Einem die Waffen in die Hand geben. Einem die Mittel zur eigenen Bekämpfung liefern. Holl.: Hij geeft hem de wapenen in handen om hem te bestrijden. (Harrebomée, II, 436a.) 32. Einen mit seinen eigenen Waffen schlagen. – Eiselein, 625; Braun, I, 4862. Lat.: Ex ipso bovo lora sumere. (Eiselein, 625.) 33. Er hat sich mit seinen eigenen Waffen geschlagen. Lat.: Heu patior telis vulnera facta meis. 34. Mit gleichen (ungleichen) Waffen kämpfen. – Braun, I, 4863. 35. Mit goldenen Waffen streiten. n.: At stride med guldene vaaben. (Prov. dan., 558.) 36. Mit verrosteten Waffen streiten. – Parömiakon, 1059. Mit veralteten, längst unbrauchbar gewordenen Gründen und Satzungen. 37. Wir werden mit unsern eigenen Waffen geschlagen. Lat.: Heu patior telis vulnera facta meis. (Ovid.) (Philippi, I, 176.) [Zusätze und Ergänzungen] 38. Es sind fünf Waffen, die Nutzen schaffen: das Herz fröhlich, der Muth ehrlich, die Rede züchtig, die Thaten richtig, auf Gott vertrauen und auf ihn bauen. – Weingärtner, 93. 39. Waffen und Geld brauchen eine geschickte Hand. It.: Armi e danari vogliono buone mani. (Giani, 987.)
5006 Zeichen · 182 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Waffen

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Waffen , S. Adelung Waffe .

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Waffen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Waffen , althochdeutsch Wapen , die Werkzeuge zum Angriffe und zur Vertheidigung.

  3. modern
    Dialekt
    waffen

    Schweizerisches Idiotikon

    waffen Band 15, Spalte 652 waffen 15,652

  4. Sprichwörter
    Waffen

    Wander (Sprichwörter)

    Waffen 1. Alle Waffen müssen Gold oder Silber haben. – Pistor., I, 94. 2. Die Waffen der Poltrons stechen nicht und schn…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit waffen

323 Bildungen · 311 Erstglied · 10 Zweitglied · 2 Ableitungen

waffen‑ als Erstglied (30 von 311)

Waffenkram

SHW

Waffen-kram Band 6, Spalte 189-190

Waffenpaß

SHW

Waffen-paß Band 6, Spalte 189-190

Waffenrock

SHW

Waffen-rock Band 6, Spalte 189-190

waffenabtheilung

DWB

waffen·abtheilung

waffenabtheilung , f. heeresabtheilung, nach der waffe geschieden ( s. DWB waffe II, 3, f ): was aber lassen sich für strategische, was für …

waffenamt

DWB

waffen·amt

waffenamt , n. : im kriege hatten sie ( die genossen ) die waffenämter, ein vertrauter mann stand in der schlacht an der achsel des herrn, e…

waffenanstand

DWB

waffen·anstand

waffenanstand , m. aufhören des kriegs, waffenstillstand. Logau 1, 2, 4 als überschrift eines sinngedichts; glükkseelig sey der mund, der un…

waffenarbeit

DWB

waffen·arbeit

waffenarbeit , f. : und jetzt, da wir die schwere waffenarbeit die undankbare, fluchbeladene gethan, mit unermüdet treuem arm des krieges la…

waffenart

DWB

waffen·art

waffenart , f. 1 1) art der bewaffnung: man siehts an den gewändern und an der waffenart, dasz sie aus gar viel ländern zusammen sind gescha…

waffenaufschub

DWB

waffen·aufschub

waffenaufschub , m. : wapenschorsing, wapenstilstant, waffenaufschub, waffenstillstand. Kramer holl. deutsch. wb. 502 .

waffenaufseher

DWB

waffen·aufseher

waffenaufseher , m. der unteroffizier, der die aufsicht über die gewehre hat, kammerunteroffizier, franz. capitaine d'armes. Heinze taschenw…

waffenbahre

DWB

waffen·bahre

waffenbahre , f. eine aus gewehren hergestellte tragbahre um verwundete soldaten fortzuschaffen. Krünitz 232, 366 .

waffenberaubt

DWB

waffenberaubt , adj. part.: es liegt dort Thubal, er und sein heer schmachvoll und waffenberaubt. Klopstock bei Campe.

waffenbereit

DWB

waffen·bereit

waffenbereit , adj. zum kriege gerüstet: so lange Straszburg ein ausfallsthor für eine stets waffenbereite armee von hundert- bis hundertfün…

waffenbereitschaft

DWB

waffenbereit·schaft

waffenbereitschaft , f. : es handelt sich um lebensfragen des nationaldaseins; darum der lösung dieser fragen in muth, entschlusz, ausdauer …

waffenbeschau

DWB

waffen·beschau

waffenbeschau , f. besichtigung der waffen: sie ( die Syrakusier ) zogen mit ihrer gesammten macht ... am Anapus hinauf, veranstalteten ... …

waffenbeschwörer

DWB

waffen·beschwoerer

waffenbeschwörer , m. : dasz ... kein falscher anbeter, abgötter, zäuberer, waffen-beschwerer, teuffelskünstler in unsern lägern ... gelidte…

waffenbeute

DWB

waffen·beute

waffenbeute , f. die in der schlacht erbeuteten waffen: die waffenbeute ( wurde ) bemessen und vertheilt. Scheffel Ekkeh. 239 .

waffenbiene

DWB

waffen·biene

waffenbiene , f. die trauerbiene, melecta, die mit einem sehr langen und kräftigen stachel versehen ist. Brehm thierleben 2 4, 1, 236.

waffenbinde

DWB

waffen·binde

waffenbinde , f. von einer frau gewidmete schärpe, die von dem ritter als abzeichen über den waffen getragen wurde: ein schöner jüngling lag…

waffenblitz

DWB

waffen·blitz

waffenblitz , m. leuchten der waffen, coruscatio armorum. Stieler 198 : willkommen war die dunkle nacht ( nach der schlacht von Roszbach ) .…

waffen als Zweitglied (10 von 10)

ABC-WAFFEN

DWB2

abc·waffen

DWB2 ABC-WAFFEN f. DWB2 atomare, bakteriologische und chemische waffen. vgl. abc-krieg. abkürzungswort sing. ungebräuchlich: DWB2 1953 appel…

ATOMWAFFEN

DWB2

atom·waffen

DWB2 ATOMWAFFEN DWB2 plur.zu atom 2. waffen, deren wirkung auf kernreaktionen und der dadurch freigesetzten energie basiert: DWB2 1950 unter…

ebenwaffen

KöblerMhd

eben·waffen

ebenwaffen , Adj. nhd. gleich gewaffnet? Q.: Herb (1190-1200) E.: s. eben (1), wāfen (1) W.: nhd. DW- L.: MHDBDB (ebenwaffen)

Ehrenwaffen

Herder

ehren·waffen

Ehrenwaffen , Waffen, als kriegerische Auszeichnung ertheilt, im Alterthum u. in neueren Staaten gebräuchlich.

gewaffen

DWB

gewaffen , gewäffen , n. neueres lehnwort aus dem mittelalterlichen deutschen sprachschatze. die umgelautete form wurde von Görres wieder in…

kriegswaffen

DWB

kriegs·waffen

kriegswaffen , pl. arma bellica Aler, noch mit der alten länge kriegswaafen arma Maaler 254 a , auch im allgemeinen sinne, wie arma, kriegsw…

verwaffen

DWB

ver·waffen

verwaffen , v. , vereinzelt: wer dem andern sein guot verwafft mit gewalt der neü laienspiegel ( Straszb. 1518) 128 a . —

Ableitungen von waffen (2 von 2)

gewaffen

DWB

gewaffen , gewäffen , n. neueres lehnwort aus dem mittelalterlichen deutschen sprachschatze. die umgelautete form wurde von Görres wieder in…

verwaffen

DWB

verwaffen , v. , vereinzelt: wer dem andern sein guot verwafft mit gewalt der neü laienspiegel ( Straszb. 1518) 128 a . —