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wäschen

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

ElsWB
Anchors
5 in 4 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
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Eintrag · Elsässisches Wb.

wäschen

Bd. 2, Sp. 871b
wäschen [waə fast allg.; wæə Str. W.; wáə Geisp. K.; Part. kwaə O. Betschd. Hatten Bühl, kəwaə Bf. K. Z. Han.; kwat Fisl. Heidw. Osth., kəwæt Lützelstn. Wh. Lohr] 1. tr. u. refl. waschen. D Soi het ihne gewäschen zu einem schmutzigen Menschen Co. ‘Gell, dich hat ’s Ferkel gewäscht?’ Dehli. XI 47. Im drëckigen Wasser wäscht men sich nit sufer böse Gesellschaft verführt zum Schlechten Bf. ‘Eïer Magd hat am Décadi Windle am Báchle g'wàsche?’ Stöber Mäder 42. ‘wenn Ihri Frau wäsche will, ze soll sie an de Bach gehn’ Horsch JB. VIII 182. Ër wäscht sich numme alle Karfritig (od. alle Schaltjohr) emol Z. ‘Der wäscht sich alle Sundah, awer dann schēn’ Dehli. JB. XI 47. ‘Es wäscht sich keiner selbst so schOen, als wann er würd zuom scherer gehn’ Fisch. Prakt. 4. ‘hende und füsse weschen’ Str. 15. Jh. Brucker 43. ‘Mützen weschen / vnd glat gerben’ Murner Mühle 370. ‘buolschaft ... würt offenbar das iederman das maul mit weschet’ Geiler Narr. 44a. ‘wäschen laver’ Martin Parl. N. 72. ‘weil diese (die Wirte) den Wein so wol wAeschen kOennen’ Mosch. I 20. Rda. D Händ in eim sim Vermöjen w. es veruntreuen Str. ‘Da wesche ich meine händt’ Zab. Hexenproz. 1620. ‘die nit weschen duont ir hent’ Brant Narr. 110a, 15. Rda. s. Belz 2. s. auch wischen 1. 2. unpers. heftig regnen. s het guet gewäschen! Dü. Dismol sind mir gewäschen worden verregnet Z. 3. tr. schlagen, prügeln, durchbleuen. Mir han ihne gewäschen! Ruf. Sie hon ihne fërm gewäschen! Pfulgriesh. Dëm han ich der Belz gewäscht! Liebsd. ‘Eim der Buggel wäsche’ ausschelten Mü. Mat. 4, 45. Der het awer owen herob gewäschen mit sinen fünef Trümpfen beim Kartenspiel Dunzenh. Er het dring gewäschen, dass s e-n-Art het gehet Hf. 4. schwatzen, plaudern, klatschen Dü. Str.; in dieser Bed. heisst es in Hf. [wáə], mit dem Part. [kəwát]. Davon abgel. der Pl. Wäschwiwer Waschfrauen und Klatschbasen Str. 5. einen w. Aufsehen erregen durch hochmütiges Benehmen: Du sollst ihne nit w.! Molsh. Vgl. fëgen 4, fitzen 2. Basel 311. Bayer. 2, 1039. Zu 3 vgl. Schwäb. 518 Wasche Schlag. Bayer. 2, 1040 Waschen Ohrfeige.
2145 Zeichen · 105 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    wäschenn.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    wäschen , n. bäschen, diminutiv zu wase ( s. d. ) ; in Mitteldeutschland z. b. in der Pfalz Autenrieth 150 und Nassau Ke…

  2. modern
    Dialekt
    wäschen

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    wäsche n [waə fast allg.; wæə Str. W.; wáə Geisp. K. ; Part. kwaə O. Betschd. Hatten Bühl , kəwaə Bf. K. Z. Han. ; …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit waeschen

5 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von waeschen

was + -chen

waeschen leitet sich vom Lemma was ab mit Suffix -chen, mit Umlaut-Wechsel.

waeschen‑ als Erstglied (3 von 3)

wäschenähen

DWB

waesche·naehen

wäschenähen , n. , subst. inf.: sie hatte sich nun erinnern müssen, dasz sie einmal das wäschenähen gelernt hatte Rosegger wildlinge (1905) …

Ableitungen von waeschen (2 von 2)

erwäschen

ElsWB

erwäsche n rein waschen. [tar Pètsèiχr e so trakik, mr wèis nə net tsə rwaəl] Mb.

verwäschen

PfWB

ver-wäschen st., schw. : 1. 'durch Waschen abnutzen'; e veʳwäscht Kläid [ WD-Niedkch ]. — 2. übertr. a. 'verschwenden'; seiⁿ Sach veʳwäsche …