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Wachtel

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
17 in 14 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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23
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32

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Wachtel

Bd. 20, Sp. 287
Wachtel (Coturnix Bonn.). Gattung der Waldhühner (Tetraonidae) aus der Unterfamilie der Feldhühner (Perdicina), gedrungen gebaute Vögel mit kurzem, schwachem, sanft gebogenem Schnabel, verhältnismäßig langen, spitzigen Flügeln, sehr kurzem Schwanz, kurzem Lauf ohne Sporn, langen, gehefteten Vorderzehen und sehr kurzer Hinterzehe. Die gemeine W. (C. coturnix L., s. Tafel »Hühnervögel III«, Fig. 3), 20 cm lang, 34 cm breit, ist oberseits braun, rostgelb gestreift, an der Kehle rostbraun, auf der Bauchmitte gelblichweiß, an den Brust- und Bauchseiten rostrot, hellgelb gestreift, mit gelblichweißem Strich über dem Auge. Die Handschwingen sind schwärzlichbraun mit rötlich braungelben Querflecken, die rostgelben Steuerfedern haben weiße Schäfte und schwarze Bindenflecke. Sie bewohnt Europa bis 60° nördl. Br., Mittelasien und Nordafrika und wandert bis Südafrika und Indien. Die ersten Wachteln erscheinen schon im August in Ägypten, der Hauptzug erfolgt im September und währt selbst bis in den November. Dabei findet man aber im September noch brütende Weibchen in Deutschland. Viele überwintern in Südeuropa, einzelne bisweilen in Deutschland. Die Wachteln ziehen einzeln ab, folgen dem Festland und sammeln sich an der Spitze der südlichen Halbinseln in großen Scharen. In Afrika scheinen sie beständig zu wandern, und Anfang Mai erscheinen sie wieder in Mitteleuropa. Sie bevorzugen getreidereiche Ebenen, besonders Weizenfelder, meiden das Wasser und die Berge, gehen schnell und behende, fliegen ungern und nur in der Zugzeit anhaltend. Sie sind ungesellig, furchtsam, halten sich am Tage möglichst verborgen und gehen gegen Sonnenuntergang der Nahrung nach, die aus Korn ern, Blättern, Knospen und aus Kerbtieren besteht. Sie leben wahrscheinlich in Polygamie, der Hahn ist sehr begehrlich, ungemein kampflustig und höchst eifersüchtig. Der helle, weitschallende Paarungsruf lautet »Büllwerwück«. Das Weibchen legt Ende Mai, am liebsten in Erbsen- und Weizenfeldern, in eine seichte Vertiefung 8–14 hellbräunliche, dunkelgefleckte Eier (s. Tafel »Eier II«, Fig. 1) und läßt sich kaum vom Nest verscheuchen. Es führt die Jungen bis zur Vollwüchsigkeit. Auf der Herbstreise (in Spanien im Frühjahr) werden die dann sehr fetten Tiere an allen Küsten des Mittelmeers und am Schwarzen Meer in außerordentlichen Mengen gefangen und gegessen. In der Gefangenschaft halten sie sich sehr gut, werden zutraulich und brüten häufig in den Bauernhäusern. Im alten Griechenland (und noch jetzt in China) wurde die W. zu Wettkämpfen abgerichtet; bei uns erscheint sie dagegen dem Landvolk fast als geheiligt. Man schießt die W. vor dem Vorstehhund, vor dem sie festliegt, oder fängt sie in Stecknetzen. – Kalifornische und virginische W., s. Baumwachtel.
2763 Zeichen · 35 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wachtel

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Wachtel , plur. die -n, Diminut. das Wachtelchen, der Nahme eines Zugvogels, welcher sich den Sommer über in dem Get…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Wachtel

    Goethe-Wörterbuch

    Wachtel [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wachtel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Wachtel , lat. coturnix , eine Gattung Feldhühner, die einzigen, die in nördl. Gegenden wandern. Europa hat nur eine Art…

  4. modern
    Dialekt
    Wachtel

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Wachtel [Wâχtl Str. ; Wôχtl K. Ingenh. ; Wàχtl Dehli. ] f. Wachtel. ‘Der ist alerte wie e Wachtel’ Dehli. JB. XI 52. Die…

  5. Sprichwörter
    Wachtel

    Wander (Sprichwörter)

    Wachtel 1. Alt wachteln sind böss zu fahen. – Franck, I, 81 b; Gruter, I, 4; Eyering, I, 60; Petri, II, 12; Chaos, 145; …

  6. Spezial
    Wachtel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Wach|tel (Coturnix coturnix) f. (-,-n) ‹ornit› caia (caies) f. , franjela (-les) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wachtel

94 Bildungen · 91 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von wachtel 2 Komponenten

wach+tel

wachtel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

wachtel‑ als Erstglied (30 von 91)

Wachtelruf

SHW

Wachtel-ruf Band 6, Spalte 181-182

wachtelbein

DWB

wachtel·bein

wachtelbein , n. eine aus dem schenkelknochen der gans hergestellte pfeife, die den ton des wachtelweibchen nachmacht und die männchen anloc…

wachtelbeinlein

DWB

wachtel·beinlein

wachtelbeinlein , n. , dimin. zu dem vorausgehenden worte: so mann auff einem wachtelbeinlein die stimm des weiblins schlegt, so lauffend di…

wachtelbeize

DWB

wachtel·beize

wachtelbeize , f. der wachtelfang mit jagdvögeln: wachtelbeize wird ... mit dem männlichen sperber oder männlichen schlechtfalken betrieben.…

wachtelbisthum

DWB

wachtel·bisthum

wachtelbisthum , n. : sie ( die insel Capri ) hat ein .. biszthum, il vescovato delle caglie, oder das wachtelbiszthum genannt, weil der bis…

Wachtelbohne

PfWB

wachtel·bohne

Wachtel-bohne f. : 'braune Bohnensorte mit hellen Flecken', ähnlich dem Federkleid der Wachtel, Wachdelbohne, Pl. [VPf ( Wilde 25)]. —

wachtelbrei

DWB

wachtel·brei

wachtelbrei , m. : von tâhen und von ruochen sutens ein wahtelbrî. wahtelmaere bei Wackernagel altd. leseb. 5 1154, 5 ; eyn wachtelbrey mach…

wachtelbrühe

DWB

wachtel·bruehe

wachtelbrühe , f. : wachtelbrüyen erweicht den bauch und ist den nieren dienlich, in der speysz genossen. Heuszlin vogelb. 256 a .

wachtelei

DWB

wachte·lei

wachtelei , n. : wachtel-eyer sollen den säugerinnen die milch, und den männern den saamen mehren. Hohberg (1695) 2, 791 .

wachtelente

DWB

wachte·lente

wachtelente , f. die kriekente, anas crecca: unsere krückente kann in der grösze zwar nicht, wie wol übertriebener weise häufig geschehen, m…

wachtelenwēte

KöblerMnd

wachtelenwēte , M.? nhd. Wachtelweizen? ÜG.: lat. gith (melamphyrum) E.: s. wachtele, wēte (1) W.: vgl. nhd. Wachtelweizen, M., Wachtelweize…

wachtelfänger

DWB

wachtel·faenger

wachtelfänger , m. : hüner- oder wachtelfänger heisset ein jäger, der hauptsächlich mit dem hüner- und wachtelfangen, stricken des zeuges da…

Wachtelfalk

Campe

wachtel·falk

Der Wachtelfalk , — en, Mz — en , eine Art zur Beize sehr brauchbarer Falken in der Tatarei (Falco lanarius L .); auch Mausadler, Schwimmer …

wachtelfalke

DWB

wachtel·falke

wachtelfalke , m. ein zur beize gut abrichtbarer falke, auch schwimmer, mausadler, falco lanarius. Nemnich 2, 1579 ; nach Naumann vögel 1, 2…

wachtelfang

DWB

wachtel·fang

wachtelfang , m. 1 1) das fangen der wachteln mit netzen. Döbel jägerpr. 2, 200 . 2 2) ein platz wo wachteln gefangen werden. Campe .

wachtel als Zweitglied (2 von 2)

Cāp-Wachtel

Adelung

cap·wachtel

Die Cāp-Wachtel , plur. die -n, eine Art Wachteln mit einem breiten gelben Streifen an den Seiten des Kopfes, einem grünen braun geschuppten…

schnarrwachtel

DWB

schnarr·wachtel

schnarrwachtel , f. , s. schnarre 3, b. Adelung. Frischbier 2, 302 b : wie viel mal die schnarrwachtel ( zur zeit der roggenblüte nach einan…

Ableitungen von wachtel (1 von 1)

wachtele

KöblerMnd

wachtele , F. nhd. Wachtel, Lüge Hw.: vgl. mhd. wahtele (1), mnl. wachtele E.: s. as. wahtala* 1, st. F. (ō), sw. F. (n), Wachtel; s. germ. …