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völlig

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 9 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

völlig

völlig

voll Adj. ‘gefüllt, bedeckt’, ahd. fol (8. Jh.), mhd. vol, asächs. ful, mnd. vul, mnl. nl. vol, aengl. full, anord. fullr, schwed. full, got. fulls (germ. *fulla-) und aind. pūrṇáḥ ‘voll, gefüllt’, lit. pìlnas, aslaw. plьnъ, russ. pólnyj (полный) ‘voll’ sowie (ablautend) lat. plēnus ‘voll’ sind alte Partizipialbildungen mit dem Suffix ie. -no-, führen also auf ie. *pḷno- bzw. *plēno- ‘angefüllt’ (im Germ. mit Assimilation von -ln- zu -ll-). Vergleichbar sind griech. pimplánai (πιμπλάναι) ‘füllen’, lat. plēre ‘füllen’, so daß eine Wurzel ie. *pel(ə)-, *plē- ‘gießen, fließen, aufschütten, (ein)füllen’ zugrunde gelegt werden kann (wozu auch viel, s. d.). – vollends Adv. ‘völlig, ganz, überdies noch’ (17. Jh.), mit adverbiellem -s gebildet im Anschluß an spätmhd. vollent, das seinerseits (mit unorganischem -t) mhd. vollen Adv., ahd. follūn Adv. (8. Jh.), follon (9. Jh.) fortsetzt. völlig Adj. ‘gänzlich’, ahd. follīg ‘vollständig, sich ergänzend’ (11. Jh.; vgl. follī̌glīh Adj. ‘voll, reichlich, vollkommen’, um 1000, follī̌glīhho Adv., 10. Jh.), mhd. vollec, vollic ‘voll, vollständig, reichlich’. vollständig Adj. ‘aus allen zugehörigen Teilen bestehend, ganz’ (16. Jh.); Vollständigkeit f. (Anfang 16. Jh.). vollkommen Part.adj. ‘vollständig, vollendet, unübertrefflich’, ahd. folkoman ‘vollendet’ (Hs. 12. Jh.), mhd. volkomen, volkumen ‘ausgebildet, herangewachsen, vollständig’, Part. Prät. von ahd. fol(la)queman ‘zu einem Ziel gelangen, hinkommen, gelingen’ (um 1000), mhd. volkomen, volkumen Vb. ‘zum Ende, zum Ziele kommen, ausgeführt werden, sich ereignen’; Vollkommenheit f., mhd. volkomenheit; vervollkommnen Vb. ‘vollkommen machen, vervollständigen’ (vereinzelt 16. Jh., häufig ab 18. Jh.). Vollblut n. ‘reinrassiges Pferd’ (18. Jh.), nach engl. full-blood. vollstrecken Vb. ‘ausführen, verwirklichen’ (2. Hälfte 15. Jh.), eigentlich ‘bis zum Ende, zum Ziele strecken’. Vollmacht f. ‘einem anderen erteiltes Verfügungsrecht’, spätmhd. volmacht, vgl. afrz. plein pooir sowie nlat. plēnipotentia.
2016 Zeichen · 97 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Völlig

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Völlig , adj. et adv. völliger, völligste, welche Comparation doch nur in der dritten Bedeutung am üblichsten ist. Es is…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    völlig

    Goethe-Wörterbuch

    völlig [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    völlig

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    völlig [fèleχ Wh. ] Adj. 1. beleibt. Er is t noch völliger a l s ich. 2. übergross. D e r Rink (Fingerring) is t m i r e…

  4. Spezial
    völlig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    völ|lig I adj. plëgn (-s, plëna), intier (-s, -a ), complet (-ec, -a), total (-ai, -a), döt (düc, döta) II adv. completa…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit voellig

5 Bildungen · 4 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von voellig

voll + -ig

voellig leitet sich vom Lemma voll ab mit Suffix -ig, mit Umlaut-Wechsel.

voellig‑ als Erstglied (4 von 4)

völligen

DWB

voll·igen

völligen , verb. , vom adj. völlig abgeleitet, zum zweiten male umackern Reinwald henneb. idiot. 2, 162 .

völligkeit

DWB

voellig·keit

völligkeit , volligkeit , f. , zum adj. völlig gebildet: mhd. vollekeit Lexer 3, 447 ; mnd. vullicheit Schiller-Lübben 5, 556 b ; copia, vul…

Völligkeitsgrad

Meyers

voelligkeit·s·grad

Völligkeitsgrad , das Verhältnis zwischen dem Rauminhalt des eingetauchten Schiffskörpers und dem eines Rechteckraums von gleicher Länge, Br…

völliglich

DWB

voellig·lich

völliglich , volliglich , adj. und adv. ; schon unter völlig ( zu anfang ) ist bemerkt, dasz das volleclîch älter ist als volles; im ahd. is…

Ableitungen von voellig (1 von 1)

unvöllig

DWB

unvöllig , adj. adv. , nicht völlig. vgl. ahd. unfolliglîh, nl. onvolledig: einer unvölligen und unachtsamen aufmerkung Valvassor ehre d. h.…

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APA
Cotta, M. (2026). „voellig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/voellig/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „voellig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/voellig/pfeifer_etym. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „voellig". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/voellig/pfeifer_etym.
BibTeX
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