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Völlig

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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9 in 9 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Völlig adj, adv

Bd. 5, Sp. 441b
Völlig, — er, — ste, adj. u. adv. 1) Voll seiend, alle Theile habend um das ganz zu sein, was es sein soll. »Ein völliger Scheffel.« 5 Mos. 25, 15. »Ein völliges Gewicht.« 1 Mos. 43, 21. Ih habe noch ein völliges (gewöhnlicher, ein volles) Jahr warten müssen. Es ist noch völlig ein Jahr bis dahin, noch ein ganzes Jahr; wofür man auch vollkommen sagt. »Das war alles völlig Gold,« durch und durch gediegenes Gold. 2 Chron. 4, 21. I weiterer und uneigentlicher Bedeutung, alle erfoderliche Grade der Eigenschaft, Beschaffenheit, Menge  habend, um das ganz zu sein, was es sein soll. Völlige Gleichheit der Rechte einführen, gänzliche. Einem völlige Genüge leisten, völlige Gerechtigkeit widerfahren lassen, alle Genüge, alle Gerechtigkeit, die er erwarten kann. Völlig wieder hergestellt sein. Völlig gesund sein. Er ist während dieser Jahre völlig ein Mann, oder, ein völliger Mann geworden. Ih bin noch nicht völlig fertig. Sie haben mich nicht völlig überzeugt. Es wurde ihm völlig abgeschlagen, gänzlich. Ih bin darin völlig ihrer Meinung. Einem völlige Freiheit lassen. Ih habe meine völlige Arbeit, so viel als ich nur immer bestreiten kann. I völligem Staate erscheinen, im größten Staate. Seinen völligen Staat anlegen, seinen größten Staat. I der Bibel wird es auch für vollkommen, den höchsten Grad der Güte  erreicht habend, gebraucht. »Der Herr lasse die Liebe völlig werden unter einander.« 1 Thess. 3, 12. »Wie ihr sollt wandeln, — daß ihr immer völliger werdet.« 1 Thess. 4, 1. u. 10. »Ih habe deine Werke nicht völlig erfunden.« Offenb. 3, 2. »Alles was völlig und herrlich war.« Offenb. 18. 14. 2) Х Voll, fleischig. Ein wenig völlig sein. Ein völliger Mann. Ein völliges Gesicht haben. Völlige Backen. Davon d. — keit, der Zustand eines Dinges, da es völlig ist, nur zuweilen in der zweiten Bedeutung. »Körper von stattlicher Länge und wohl gewachsener Völligkeit.« Jen. Liter. Zeit. (R.)
1915 Zeichen · 57 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Völlig

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Völlig , adj. et adv. völliger, völligste, welche Comparation doch nur in der dritten Bedeutung am üblichsten ist. Es is…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    völlig

    Goethe-Wörterbuch

    völlig [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    völlig

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    völlig [fèleχ Wh. ] Adj. 1. beleibt. Er is t noch völliger a l s ich. 2. übergross. D e r Rink (Fingerring) is t m i r e…

  4. Spezial
    völlig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    völ|lig I adj. plëgn (-s, plëna), intier (-s, -a ), complet (-ec, -a), total (-ai, -a), döt (düc, döta) II adv. completa…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit voellig

5 Bildungen · 4 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von voellig

voll + -ig

voellig leitet sich vom Lemma voll ab mit Suffix -ig, mit Umlaut-Wechsel.

voellig‑ als Erstglied (4 von 4)

völligen

DWB

voll·igen

völligen , verb. , vom adj. völlig abgeleitet, zum zweiten male umackern Reinwald henneb. idiot. 2, 162 .

völligkeit

DWB

voellig·keit

völligkeit , volligkeit , f. , zum adj. völlig gebildet: mhd. vollekeit Lexer 3, 447 ; mnd. vullicheit Schiller-Lübben 5, 556 b ; copia, vul…

Völligkeitsgrad

Meyers

voelligkeit·s·grad

Völligkeitsgrad , das Verhältnis zwischen dem Rauminhalt des eingetauchten Schiffskörpers und dem eines Rechteckraums von gleicher Länge, Br…

völliglich

DWB

voellig·lich

völliglich , volliglich , adj. und adv. ; schon unter völlig ( zu anfang ) ist bemerkt, dasz das volleclîch älter ist als volles; im ahd. is…

Ableitungen von voellig (1 von 1)

unvöllig

DWB

unvöllig , adj. adv. , nicht völlig. vgl. ahd. unfolliglîh, nl. onvolledig: einer unvölligen und unachtsamen aufmerkung Valvassor ehre d. h.…