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unfug

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

unfug m.

Bd. 24, Sp. 598
unfug, m. , gegentheil von fug (th. 4, 1, 1, 372), selbständiger ausgebildet und weniger in festen verbindungen haftend als dieses. mhd. unvuoc; mnd. unvôch, m. n.; mnl. nl. onvoechlijk, onvoegelijk, kein onvoech (nur gelegentlich ist onvoeg unserm unfug nachgebildet); schwed. ofog, n. Staub - Tobler 1, 700; Fischer 2, 1818; Crecelius 843. zur ergänzung vgl. unfuge, unfug, f., und ungefug, das seit alter zeit (z. b. Walther v. d. Vogelweide 4, 31 hs. c; vgl. th. 4, 1, 2, 2164) mit unfug wechselt. plur. in der neueren schriftspr. unentwickelt (in der umgangsspr. sich an allen unfugen betheiligen; zu allen seinen unfugen Wieland Cic. br. 5, 457), in der älteren selten (unfuoc Jansen Enikels weltchron. 76803. 89248; hist. volksl. 2, 19, 524 Liliencron; solch untregliche unfuge Luther 6, 257, 23 Weim.; alle die schaden und unfüge Thomasius kl. d. schr. 189). nichtfug th. 7, 714. AA. von der sinnlichen vorstellung des fügens oder passens hat sich kaum etwas in unserm wort erhalten. ans sinnliche grenzt unfug übergrosze menge (vgl.ungefug und gegenfug proportio): silbers einen unfug aus der hs. eines schachbuches Scherz-Oberlin 1829; Alexander 2864 Guth; wohl auch väterbuch 13816 Reissenberger; verunfugen wird aus den fugen, in unfug oder unordnung bringen erklärt Sanders erg. 214c. BB. sonst durchweg vergeistigt, und zwar B@11) mit rücksicht auf sittlichkeit, sitte und practischen verstand. B@1@aa) unrichtigkeit, unrecht, ungelegenheit, ungeeignetheit: was unzeitig kompt und mit onfuog (vgl.fug gelegenheit), kompt nit wol Franck sprüchw. 1, 8b; mit unfug unrichtiger weise Teuerdank 121, 22; im wahnsinn griech. dram. 2, 66 Dähnhardt; vgl. 2, 106, 3532; nicht mit ohnfug Gryphius gespenst 282 Palm; Abr. a St. Clara Jud. 2, 167; mit grossem u. Mattheson generalb. 228; wenn die rede zu lang wirt, offenbaret sie den unfug und die narrheit Lehman flor. 3, 493; den u. derselben (d. italiän. sprache) Morhof 1, 184; vgl. fügligkeit th. 4, 1, 1, 399, 4 u. unfügsamkeit; sie mag zum wenigsten dienen, die Franzosen ihres unfugs zu überführen, wenn sie der teutschen sprache .. härtigkeit vorwerfen Heräus 66; das ist ein formeller unfug, wie wenn man sagt, die pflanze ist kohlenstoffpol, das thier stickstoffpol Hegel 7, 1, 34. vgl. d. B@1@bb) wie 2 b verbrechen, roheit, frevel, unheil, unglück. mhd. wb. 3, 437a: o lieben herren, das ist alles nicht gegen der frävelichen geschicht und umb den grossen unfueg passionssp. 8 Wackernell; üben Albr. v. Eybe d. schr. 2, 100; es ist auch sonst noch den Byzantern ein unfug zuo gestanden Xylander Pol. 231; mit weibern und knaben aber wurde der schändlichste unfug getrieben Schmidt gesch. d. Deutschen 1, 132; vgl.e γ; von dem bezaubernden gesange dieser meerjungfern und dem unfug, den sie an so vielen schiffen verübt hatten Voss antisymb. 1, 298; aus der eroberer schmachvollem unfug ged. 3, 32. ist das unheil unverdient, so grenzt der begriff an unglück: unfug, unschick, kumber Frisius 911a; infortunium Stieler 579; unfug, unglück Rädlein 976b; kurz, eine bessre auswahl kühner herzen ... hat nie gewogt auf der geschwollnen flut, zu harm und unfug in der christenheit A. W. Schlegel Shak. 5, 24; unfall, unglück Campe. auch scherzhaft: dem bilde der schönen Aruja, welches allen diesen unfug in der phantasie sr. hoheit anrichtete Wieland 20, 207 Hempel. B@1@cc) schaden, beschädigung, nachtheil, beeinträchtigung; übelstand, miszbrauch, miszwirthschaft; unannehmlichkeit, unbequemlichkeit, unbehagen: unfug an viech, getraid oder hausung österr. weisth. 6, 230, 44 (Schönbach 656 erklärt 'elementares unglück, unordnung'); es ist nit zuo sagen ..., was ... unfuogs darausz folge, so man die schrifft nach dem todten buochstaben verstehet Franck paradoxa 4b; er ... ersetzt einigermaszen den unfug, den die sinnlichkeit .. angerichtet hat Mendelssohn 1, 153; bald ist es der unfug, den sie (schwarzdrosseln) ihm (dem jäger) im dohnenstege anrichten Naumann vögel 2, 1, 339. schaffe diesen oder jenen kleinen unfug ab, und du hast (zu einer allgemeinen reformation) gnug gethan Herder 16, 188; nach e γ übergreifend: durch clericalen unfug verkommen Justi Winckelmann 2, 1, 172; den unfug der fremden fahrenden weiber Freytag 18, 450. subjectiv empfunden: unangenehmer tadel Rudolf v. Ems Willehalm 9733; mit ewrm unfug Teuerdank 293, 59; von körperlichen übeln: des unfugs in meinem unterleibe Bürger briefe 887; vgl. seinen gefug thun th. 4, 1, 2, 2164; der nächtliche schlaf wird den unfug wohl heben, den der wein .. angerichtet hat Thümmel reise 6, 394. blies uns .. ein so kalter sturmwind an, dasz pelz und mantel dem u. wehren muszten Görres briefe 1, 349; aber hier ist wohl ungestüm (vgl. mhd. wb. 3, 440b) gemeint. B@1@dd) unschicklichkeit, unanständigkeit, früher auch schande (väterbuch 29502 Reissenberger), ungebühr, unziemlichkeit, unangemessenheit: was mage mein herr geton haben, das man jn so schentlich mit groszem unfug tregt in die hOehe Albr. v. Eybe spiegel Z 2a; sie ihres unfugs erindern acta publ. 4, 5 Palm; gugel an die kaue nageln, ist so viel, als unfug auff der zeche treiben Herttwig bergbuch 195b; wann einst der unfug dieser lügengeister jedwedes masz phantastisch überschritten Platen 1, 658; umtriebe Mörike 3, 138; ungezogenheit Keller 1, 40; unfug mit der religion Bismarck gedanken 1, 200; ich halte es geradezu für ein unrecht, für einen unfug (vgl.e γ), ihrem sohn die pachtung zu übertragen Viebig schlaf. heer 2, 327. gelegentlich concret: enthaltet euch solchen unfug zu sagen Freytag 10, 15. ungereimtheit, unnatürlichkeit, widersinn (vgl. 2 a), possen, albernheit u. dgl. (vgl. mhd. unvuoge): der alles für unfug erklärt, was nicht in seinen kram taugt Lessing 13, 212; experimentalen unfug Göthe 36, 10 Weim.; u. der preszfreiheit gespr. 8, 65; Claudius th. 5, 579; der u. der legendenlectüre Gervinus gesch. der d. dicht. 2, 236; lästerlichen u. Immermann 2, 156; jeder führte ihn (den begriff) im munde, so dasz zuletzt ein wahrer unfug damit getrieben wurde Schopenhauer 1, 543. B@1@ee) wenn auch die neuere sprache, wie sich zeigte, auf die lebensfülle der entwickelten, vielfach in einander greifenden bedeutungen nicht verzichten will, so hat doch das wort im wesentlichen, durch eine als steigerung gedachte veräuszerlichung des begriffs, starke einbusze erlitten. eine nebenvorstellung der verwirrung, des lärmes wurde (wie bei skandal, spektakel) so ausschlaggebend, dasz die sprachkritik des 18. jhs. alle andern bedeutungen für abgethan erklären konnte: man gebraucht u. im hd. nur noch von einem unanständigen betragen, von unbefugten handlungen, besonders so fern sie mit geräusch verbunden sind Adelung 4, 849. B@1@e@aα) (lärmender) streit, verwirrung, miszhelligkeiten. anfug (l. unfug) anrichten lites movere Stieler 579; u. anfangen turbas excitare Frisch 1, 303b; leichfertige händel Adelung; umgekehrt das th. 4, 1, 1, 380 b offen gelassene in fuge fallen nachgiebig, gefügig werden; mnd. in de voghe vallen (Schiller - Lübben 5, 293b); n. falde til føie; schwed. falla til föga: ir herrn, des schimpfs wer nu genug. last das gezenk und den unfug! fastnachtsp. 2, 539, 29 Keller; kan ich denn nicht den u. stillen? Lohenstein Arm. 2, 1566b; dasz ich nicht leicht mit jemanden bekannt gewesen bin, in dessen hause ich nicht u. gestiftet hätte J. E. Schlegel 5, 164; zumal freute es ihn, dasz sich seine gäste so wohlgezogen benahmen und dasz kein erheblicher unfug ausbrach Steub drei sommer 1, 205. B@1@e@bβ) lärmendes oder lärm verursachendes, tolles treiben, unfug im engeren sinne der heutigen hauptbedeutung; oft harmlos; gern von gespenstern, lärmenden kindern, jungen leuten, äuszerungen des übermuthes, der lebensfreude; Krünitz 195, 655 ff. vielleicht schon Ottokar reimchr. 354: Manfreds fiedler triben solhen unfuoc, daʒ im die stete wurden gram; zu Aachen steht ein thurm, darinne sich der teuffel mit vil wunders, geschrey, glocken klingen und anderm unfuog offtmals sehen und horen lest Agricola sprichw. Z 3b; die studenten richten allen u. an, wo sie nur wissen und können Schoch vom stud. leben Ev; hornüssen auslassen i. e. unfug treiben Schönberg berginform. 2, 50; vier abgefeimte jungen, des unfugs vorlauf, tantzten, sprungen in einem bauerhof Lichtwer fab. 157; welch ein unfug! welch geschrei! Göthe Faust 9789; tag und nacht wütete tollkühnheit in den straszen, vom graciösen scherze bis zum unfug, der mit blutvergieszen endete H. Grimm Michelangelo 1, 134; grober, heilloser, schändlicher u. s. w. unfug; vgl. 2 d; straszenunfug Krünitz; wald- und heckenunfug Lichtenberg briefe 1, 253; faschingsunfug u. s. w. B@1@e@gγ) die gefühlswirkung gibt den ausschlag, wenn u. ärgernis, skandal heiszt: allerley schwermer und ketzer, die .. vil ergernusz, unfugs (vgl.α) und trennung erregten Mathesius Sar. 68a; was vor boszheit, irrthum, unfug (vgl.c) und verderben aus solchen wortkriegen erfolgt sey Arnold ketzerhist. 14; diesen litterarischen unfug (in der kritik; vgl. recensentenunfug bei Adelung und Krünitz) weiter zu treiben allg. d. bibl. anh. 53—86, 2597; den unfug der kirchlichen politik Herder 17, 324; des nazarenischen unfugs Göthe IV 28, 170 Weim.; in der charité ist hier der häszliche unfug vorgekommen, dasz eine genesene kranke von einem der ärzte geschwängert worden Varnhagen tagebücher 2, 43; unfug und zotten (auf der bühne) Pichler allerlei bilder aus Tirol 2, 206; ein wahrer, wirklicher, reiner u. dgl. unfug. B@22) im sinne des rechtslebens. B@2@aa) unrecht: kein unfuoc weret drîʒec jâr Boner 55, 68 th. 2, 1393; J. Grimm rechtsalterth. 1, 300; wer an dem markttage ein unfug (objectiv) thet, desz unfug (subj.) ist zwifeltig stadtrecht von Hof 1436; zeitschr. f. rechtsgesch. 32, 156; dasz derselbig der sachen hat onfug gehabt Knebel chron. v. Kaisheim 282; wie sie desz nicht u. hätten Melanchthon 1, 537 Bretschneider; vgl. dar hedde he nene foge to Dähnert 129a; wiewol .. genidert wurt, das sich erhebt, das recht messig durch unfug spert Forster t. liedl. 17 neudr.; dasz .. dem beschwerten gegentheil grosz u. und wider recht geschehen Kirchhof wend. 2, 409 (vgl.fug und recht); unfueg beymessen acta publ. 1, 376 Palm; die jura, so du zuvorhin gegn Mülheim allegieret, streitn wider dich in rechtem sinn, welchs dein unfug probieret Opel-Cohn 313. im 18. jh. veraltend: eben so wenig mag auch unter e. k. m. gerechtesten regierung dem hiesigen unfuge (ein pfarrer betreibt eine lotteriecollecte) nachgesehen werden Möser 3, 109; die gerechtigkeit ist eine feile dirne; für sold hilft sie den groszen unfug treiben Babo schausp. 113; etwas mit unfug thun, behaupten obd. Adelung; Kramer - Moerbeek. verb.: fuog und unfuog in unverdingtem rechten erkennen privatbr. 1, 370 Steinhausen; erlernen Reuchlin augensp. 6a; wir haben fugk und sie unfugk Aimon E 4b; fuog oder u. Fischer 2, 1818. schwed. ofog unrecht. B@2@bb) verbrechen, frevel, in dessen beurtheilung sich leicht der rechtliche gesichtspunkt mit dem sittlichen (vgl. 1) kreuzt: wie kam dann Cain in unfug, das er Abel sein bruder schlug Wickram 4, 103, 171; Pallas .. welche durch einen einzigen unfug des Ajax gereitzet, die gantze flotte der Griechen jämmerlich zu grunde gerichtet hatte Breitinger dichtk. 2, 375; je gröszer und prétieuser der forst ist, desto mehr nachtheil erwächst der herrschaft durch solchen unfug und bosheit Göchhausen notabilia 312; strafe des unfugs (κακοῖο) Voss Od. 3, 152; man hat solche exempel von gräszlichen verbrechern, die sich zum scheiterhaufen verurtheilten, weil man ihnen ihren eignen unfug zum rechtsprechen vorlegte Fouqué gefühle 1, 120. veraltet. B@2@cc) widerrechtliche beeinträchtigung, unbefugte, unrechtliche handlungsweise; schaden Diefenbach-Wülcker 885; offensio Stieler: denen solher unfueg, eingriff, pfandung .. begegnete österr. weisth. 6, 352, 45; zuo unfuog des nagsten B. v. Chiemsee 253; u. zuofgen Franck chr. Germ. 10a; angestatten Stumpf chr. 252b; Frisch 1, 303b; ein solches generaldecret .. würde .. manchen unrichtigen debitor zu seinem unfug merklichen anlass geben acta publ. 6, 228 Palm; euch gegen unfug der Guelphen zu schützen Klinger 1, 282; nach 1 e γ hinüberspielend: in welcher er .. dem unfuge räuberischer edelleute .. ein ende gemacht hat Ranke 25, 81; u. der brieferbrechung Treitschke d. gesch. 3, 341. B@2@dd) die heutige strafrechtliche bedeutung (störung der äuszeren öffentlichen ordnung, ruhestörende belästigung des publicums) ist durch 1 e hindurchgegangen und knüpft nur theilweise (vgl. 2 c, belästigung) an die alte rechtsentwicklung an. gelegentlich bedeutet das unerschöpflich vielseitige wort auch früher schon störung der äuszeren ordnung (das keyn unfuog .. auf diesem fest fürgenommen würd Aymon k 4a; Luther 15, 213 Weim.) und belästigung (wie sie [d. bettler] die armen leute auff dem lande plagen und allen unfug und bubenstück beweisen Pape bettelteufel 2b). die ausschlieszlichkeit dieser bedeutungen wird hier maszgebend: mit geldstrafe bis zu 150 mk oder mit haft wird bestraft: .. wer ungebührlicherweise ruhestörenden lärm erregt oder wer groben unfug verübt strafgesetzb. § 360, 11; Fontane I 1, 71; beschimpfender u. strafgesetzb. § 166; an einem grabe § 168; an hoheitszeichen § 103a. 135. B@33) wie fug (th. 4, 1, 1, 376. 377 des fugs) zum modalbegriff sich auswächst, verflüchtigt sich auch in unfug der inhalt oft merklich. ebenfalls in unfuoge, f.: in must joch (vom zudringen des volkes) geschehen we, di den leichnam trugen. mit fugen, mit unfugen (wohl oder übel) wart er doch zu jungst pracht zu dem munster väterbuch 40016 Reissenberger. unvûge (mhd. wb. 3, 440b) heiszt allerdings auch selbst ungestümes gedränge; getrost anhalten, mit fug und unfug Luther 30, 2, 398 Weim.; es sey mitt fuog oder u., die selbig freyhait zuo bekommen flugschr. 1, 107 Clemen; Mauricius Hamann J 4; keinen einzigen erfolg mit fug oder unfug (irgendwie) geschehener dinge kann die allmutter zeit ungeschehen machen Hamann 4, 214; Vischer ästhet. 3, 1, 140; über deutsche sprache und den fug und unfug (die verschiedenartigste behandlung), den sie sich jetzt musz gefallen lassen Göthe 41, 1, 110, 28 Weim.; erhalte dieses licht, auch wenn der höllen pforte durch ihren wiederstand den gröbsten unfug treibt (sich noch so toll gebärdet) Schmolcke 1, 338. vgl. sp. 26, 3. —
14457 Zeichen · 296 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Unfug

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Unfug , des -es, plur. car. der Gegensatz von Fug, doch nur in einigen Bedeutungen desselben. 1. * Der Gegensatz von…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Unfug

    Goethe-Wörterbuch

    Unfug [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Unfug

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Unfug ist die Störung der äußern öffentlichen Ordnung, die ruhestörende Belästigung des Publikums. Es genügt also weder …

  4. modern
    Dialekt
    Unfugm.

    Pfälzisches Wb.

    Un-fug m. : ' Unsinn, Blödsinn, Possen ', Uⁿfuuch, Un- [mancherorts, Christmann Kaulb 71 Otterstetter 113 Lambert Penns …

  5. Spezial
    Unfug

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Un|fug m. (-[e]s) 1 stupidades f.pl. 2 desturb (-s) m. , scecaria (-ies) f. , trazaria (-ies) f. ▬ Unfug treiben desturb…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit unfug

10 Bildungen · 8 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von unfug

un- + fug

unfug leitet sich vom Lemma fug ab mit Präfix un-.

unfug‑ als Erstglied (8 von 8)

unfugen

DWB

unfugen , verb. , unfug treiben, ausschreitungen begehen; mhd. unvuogen Staub-Tobler (1489) 1, 700 ; Schmeller (1579) 1, 698 ; lehnsurk. Sch…

Unfuglich

Campe

unfug·lich

Unfuglich , adj . u. adv . nicht fugend, nicht passend. Gewöhnlich sagt man unfüglich . S. d.

unfugsam

DWB

unfug·sam

unfugsam , unfügsam , adj. adv. , gegentheil von fugsam, fügsam; nl. onvoegzaam, -heid unziemlich, unanständig, -keit. die unumgelauteten fo…

unfugsame

DWB

unfug·same

unfugsame , f. , unbequemlichkeit. vgl. unfug 1 c: mit unfuegsame der brüeder mitth. a. d. Germ. mus. 2, 183. —

unfugsamigkeit

DWB

unfugsamigkeit , f. Roth dict. (1572) H 5 a . —

unfugsamkeit

DWB

unfugsam·keit

unfugsamkeit , f. : unfugsamkeiten ungebührliche zumuthungen Harsdörffer gespr. 2, 90 ; Adelung , Krünitz in den bed. ihres unfugsam. —

unfugsamlich

DWB

unfugsam·lich

unfugsamlich , adj. adv. , dissociabilis, insociabilis Frisius , Maaler, Stieler, Kramer (1700) . —

unfug als Zweitglied (1 von 1)

Straßenunfug

DRW

Straßenunfug, m. ungebührliches Lärmen, Zanken auf der ¹Straße (III) strassenunfug wird mit gefängniss bis zum andern morgen gestraft 1599 Z…

Ableitungen von unfug (1 von 1)

unfuge

DWB

unfuge , f. , gegentheil von fuge in dessen unsinnlichen bedeutungen; mhd. unvuoge; mnd. unvoge (unnevoghe Schiller-Lübben 5, 86 a ); Staub-…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „unfug". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/unfug/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „unfug". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/unfug/dwb. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „unfug". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/unfug/dwb.
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