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unedel

mhd. bis GWB · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MNWB
Anchors
10 in 10 Wb.
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8

Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

unēdel adj.

Bd. 3-2, Sp. 332
unēdel, -ēdele, -eddel, -eddele, adj.: 1. nicht von Adel, von niedriger Herkunft, „Vneddele ignobilis degener seruilis empticius ignobilista” (Voc. Strals. ed. Damme 443), „unedel degener” (SL: Hamb. dt.-lat. Gl.), „unedele ignobilis” (ebd.), „Jgnobilis vndedel” (De Man 218a), „Ignobilis vn-edel” (Dief.), „Degener vn-edel, -eddel” (Dief. 22), „Gregalis vnedel” (Dief. nov. 37), „In deme 276. jare van godis gebort Aurelianus, en unedele man, enes bumannes sone, de 29. keiser wart” (Sächs. Wchr. 112), „Id were eyne quade wesselynge, Datmen eynen bur, eynen vneddelen vrad, Brochte in alsodanen stad” (RV 85), „Do sint de Reuelschen beyde Eddel vnde vneddel, Radtsheren, Börger, Gesellen, Landesknechte, vnde gemeine Man samptlicken tho Perde vnde tho vote, des morgens fro vthgefallen” (Russow Livl. Chr. 1584, 62). — 2. von schlechter Gewohnheit, „Een iunge was in dudesschen lande gheboren, vri edel, van gheslechte der princen, mer van leuene ende seden was he seer vnedel” (Bienenb. 15). — 3. würdelos, „Mer de mensche maket sick selven vake unedel und unwerdich overmyds synen sunden, dat he den beesten ghelijket wert” (Veghe 55), „Ok also were []neyn vnderscheit der edelen vnde der dogentsamen van den vnedelen vnde vndogetsamen, vnde worde eyner vor dem anderen gheeret” (Aegid. Rom. 130). — 4. ruchlos, „so is de eyne sunde so vneddel vnde so swar, dat de sele in eyneme oghenblycke neddervelle in de vordomenysse” (RV 50), „so is de sunde so vneddel, so vorgyftich, dat se den minschen brochte in de ewigen pine der helle” (Sp. d. Leyen 53). — 5. nutzlos, „de selve wyngarden is nu een moes hof unde een koelgaerden unde een wild, unedel wynstock, over all bitter, versmadet, unghesund unde verworpelick” (Veghe ? Wyng. 181), „nene garden schal men zegen, wente dar wassen denne vneddele krude ynne” (Goth. Arzneib. 162).
1866 Zeichen · 37 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    unedeladj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    unedel adj. nicht von hoher geburt. ein unedel wîp Wigal. 5406.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    unedelAdj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    unedel , Adj. Vw.: s. unēdel

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Unêdel

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Unêdel , -er, -ste, adj. et adv. der Gegensatz von edel, sowohl im eigentlichen Verstande, wo aber unadelig üblicher ist…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    unedel

    Goethe-Wörterbuch

    unedel [bisher nicht publizierter Wortartikel]

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit unedel

19 Bildungen · 18 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von unedel

un- + edel

unedel leitet sich vom Lemma edel ab mit Präfix un-.

Zerlegung von unedel 2 Komponenten

une+del

unedel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

unedel‑ als Erstglied (18 von 18)

unedelen

Lexer

une·delen

un-edelen swv. BMZ intr. unedel werden Ms. ( H. 2,136 b ). wâ daʒ adel unedelt Mgb. 238,16.

unedelheit

DWB

unedel·heit

unedelheit , f. mhd. unedelîcheit, unedelkeit; mnd. uneddelheit, -licheit; mnl. nl. onedelheit; Kosegarten wb. 112 . als neubildung bei Camp…

unedelicheit*?

KöblerMhd

unedelicheit*? , st. F. nhd. „Unedelkeit“ Hw.: s. unedellīcheit; vgl. mnl. onedelheit, mnd. uneddelheit, uneddelicheit Q.: Cranc (1347-1359)…

unedellich

Lexer

unedel·lich

un-edellich adj. BMZ = unadellich. unzuht diu heiʒt unedellich Jüngl. 44. unedellîcher muot Msh. 2,191 b ;

unedellîche

Lexer

unedel·liche

un-edellîche , un-edellîchen adv. daʒ du bist sô wol geborn und doch unedellîchen tûst Pass. K. 314,11. daʒ iuwer hant unkiusche sô rehte un…

unedellīche

KöblerMhd

unedellīche , Adv. nhd. unedel, schlecht Hw.: vgl. mnl. onedelike Q.: LvReg (FB unedellīche), Chr, KvWHvK, TannhHofz, WälGa (1215/1216) E.: …

unedellīcheit

KöblerMhd

unedellīcheit , Adj. nhd. Unedelkeit?; Nichtedelsein Hw.: s. unedelicheit* Q.: LexerHW (1. Hälfte 14. Jh.) E.: s. unedelich, *heit? (2) W.: …

unedellīchen

KöblerMhd

unedel·līchen

unedellīchen , Adv. nhd. unedel, schlecht Q.: PassIII (Ende 13. Jh.) E.: s. unedellich W.: nhd. DW- L.: LexerHW 2, 1817 (unedellîchen)

unedelmann

DWB

unedel·mann

unedelmann , m. mnl. onedelman; fries. unedelmon Schröder rechtsg. 450 . 462; Nas antip. 4, 368 a . —

unedelmuth

DWB

unedel·muth

unedelmuth , m. allg. d. bibl. 105, 2, 185. unedelmüthig, adj. adv. Cronegk 1, 157 ; Moltke schr. 1, 91 . —

unēdelunc

MNWB

unedel·unc

(unēdelunc) , ° uneddelunc , m. ( Pl. -unge ): Nichtedler, „ offt jemand ahn eines andern fenne trede vnd neme daruth syn veervotede bester,…

Ableitungen von unedel (1 von 1)

unedele

Lexer

un-edele stf. ib. unedle geburt Myst. 1. 355, 23 ;