lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

trine

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
8 in 7 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
2
Verweise raus
52

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

trine f.

Bd. 22, Sp. 543
trine, f. , kurzform zu Katharina, s. teil 5, 276. hauptsächlich als Trine und Triene Göthe I 131, 146 W.; kunst über alle künste 66 R. Köhler; Laukhard leben u. schicksale 5, 175. Trien J. Cats sinnreiche werke 2, 82. in obd., md. und nd. mundarten als Trine, Trini, Drini, Trina, Tring. daneben diphthongiert (vgl. Kathrein) Trein Fischart Garg. (1594) 97b; Treine Schmeller-Fr. 1, 666; Martin Waldeck 277. dem. Treinl Schmeller-Fr. 1, 666; Unger-Khull 169 (dazu koseform Treinsch, Treisch ebda). Treinche und Trinche Schmidt Westerwald 266; Kehrein Nass. 1, 409. Trinetle Martin-Lienhart elsäss. 2, 759. fast durchweg in appellativer bedeutung gebraucht, wie Katharina 3, meist mit entspr. kennzeichnenden adj. 11) als standesname für kellnerin, dienstbote (wie Johann für diener): hie hie, bäszlein Trein, röste mir diesz biszlein [] zum wein Fischart Gargantua (1594) 97b; die dienstmädchen hieszen (zu groszmutters zeit) noch alle Trine und Stine, und jeder trug den rock nach seinem stande Storm (1884) 4, 96. 22) schlechtes mädchen, dirne (nur im älteren deutsch? vgl. Wackernagel kl. schr. 3, 148): er machte näher sich bekand, bisz er nicht weit vom bette stand, wo unsre allzu schlechte Trien legt' einen grund zum liebsgewinn Jak. Cats sinnreiche w. (1710) 2, 82; vgl. im holl. Trijn mädchen, dirne Sicherer-Akveld nl.-dtsch. 1114c. — fortlebend in der gauner- und gassensprache: Trine 'dirne gewöhnlichen schlages' H. Ostwald rinnsteinsprache 156; Klenz scheltenwb. (1910) 35. 33) als 'böse, gewöhnliche person': sie heiszen euch (anr.) schlecht weg ... Trine, und zwar zum öftern die böse Trine, die zänkische Trine (a. d. j. 1672) kunst über alle künste 66 R. Köhler; mehr auf den stand bezogen: mit harter stimme, herber miene, hiesz sie zuletzt mich eine Trine Göthe I 131, 146 W.; als alltägliche, beliebige person': und wenn, gefühl in jeder miene, den buben herzte mutter Trine, wenn Hinz von Kunzen dienste borgt Immermann w. 11, 184 Boxb. 44) dumme person, die hauptanwendung der neuesten zeit: dumme Trine, ist ein gemeines schimpfwort eines frauenzimmers Kindleben studentenspr. (1781) 211; lasz mich immer erzählen, dann sieht doch der herr, dasz du dich vor geistern nicht fürchtest, dumme Triene Laukhard leben u. schicksale 5, 175; die dumme Trine! hatt ich ihr nicht gesagt, das futteral? H. v. Kleist 2, 269 E. Schmidt. in den mundarten über das ganze deutsche sprachgebiet verbreitet; obd. 'unerfahren, dumm', auch 'schwachsinnig', z. b. wia mecht i so a jungs treinl heiratn Schmeller-Fr. 1, 666. md. neben 'dumm' auch 'faul, langsam': drimmeltrine rhein. wb. 1, 1497; Trine Vilmar kurhess. 416 und öfter. die gleiche vorstellung 'faul, träge, dick' liesz Grimm im märchen vom faulen Heinz (nr. 164) für Adelheid seiner vorlage Trine aus dem hess. einsetzen, vgl. Herm. Hamann lit. vorlagen d. kinder- u. hausm. (1906) 85 Pal. 47: aber die dicke Trine war nicht minder faul (als der faule Heinz) kinder- und hausmärchen (1857) 314. im nd. allgemein 'dumm', z. b. dumme Tr. Schambach 234 u. a. als 'vergeszlicher, weibischer, weinerlicher mensch' (auch von männern) bei Mensing 5, 160; Tranetrin Dähnert 494a; Trine, Trinewäske brem.-nds. 3, 110; 5, 98.
3248 Zeichen · 86 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Trine

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Х Trine , — ns, — n ; Vw. Trinchen , der gekürzte Name Katharine. I N. D. lautet das Verkleinungswort Trineke . Uneigent…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Trine

    Goethe-Wörterbuch

    Trine [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    Trinef.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Trine f. : 1. 'einfältiges Mädchen'. Des isch e Trinel [GH-Minf, verbr. südl. VPf], e dummi Trin [ KB-Bischh ]. — 2. 'we…

Verweisungsnetz

60 Knoten, 53 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Hub 1 Kompositum 52 Sackgasse 7

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit trine

159 Bildungen · 7 Erstglied · 152 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von trine

tr + -in + -e

trine leitet sich vom Lemma tr ab mit Suffixen -in und -e.

trine‑ als Erstglied (7 von 7)

Trineiken

RhWB

trine·iken

Trineiken trineikə; Pl. -kərə Eup-Stdt (veralt.) n.: Lustbarkeit; dat (Mädchen) löppt auch noə all Tr.ərə.

trineta

LDWB1

trin·eta

trineta [tri·nẹ·ta] f. (-tes) Tresse f., Fältelung am Oberärmel der Frauenkleider.

Trinett

RhWB

trin·ett

Trinett trinęt  n.: 1. Kurzf. von Katharina (s. d.). — 2. Tr.che Rillenseite des Spielknöchels Aach-Eschw .

Trinett N.

Idiotikon

Trinett N. Band 14, Spalte 1082 Trinett N. 14,1082

trine als Zweitglied (30 von 152)

Heultrine

RDWB1

Heultrine f abwertend , umg. см. RDWB1 Heulsuse

Angeltrīne

WWB

angel·trine

Angel-trīne leichtfertiges Mädchen, das nach Männern „angelt“ ( Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck Rek Kr. Recklingh…

Anketrīne

WWB

anke·trine

Anke-trīne Frau, die immer klagt Kr. Iserlohn Isl Kr. Iserlohn@Iserlohn Is , ( Kr. Meschede Mes Kr. Meschede@Fredeburg Fr Kr. Meschede@Gevel…

Appeltrīne

WWB

appel·trine

Appel-trīne. „ Van der Rothius-Treppe raip myi enne Appeltriene tau “ ( Kr. Brilon Bri WWB-Source:89:GriBat GriBat 12); nëischīrige Appeltrī…

Babbeltrīne

WWB

babbel·trine

Babbel-trīne. Babbeltrine eine, die viel redet ( Kr. Lingen Lin Kr. Lingen@Beesten Be ).

Bāseltrīne

WWB

basel·trine

Bāsel-trīne. „ Baoseltrine “ vergeßliches Mädchen ( Kr. Minden Min Ha).

Buᵉseltrīne

WWB

buesel·trine

Buᵉsel-trīne f. „ Bûseltrüne “ Mädchen, das ohne Ziel und Zweck herumwurstelt, Durcheinander schafft ( Kr. Brilon Bri Nf).

Bunzeltrine

RhWB

bunzel·trine

Bunzel-trine -əldrę·ŋ. Bitb-Rittersd n.: vierschrötige, unbeholfene, plumpe (kleine) Weibsperson.

Däumelstrine

RhWB

Däumels-trine dy·m.əltstri·ŋ. Kref f.: Weib, das däumelt 2 a.

Dameltrīne

WWB

damel·trine

Damel-trīne f. Domeltreïne Frau, die sehr langsam und langweilig spricht ( Kr. Wiedenbrück Wie Wb).

Fakkeltrīne

WWB

Fakkel-trīne f. [verstr. SWestf] unentschlossene Person. Dei olle Facketruine weut eok nitt, watt eät well ( Kr. Lippstadt Lst We).

Fimeltrine

RhWB

fimel·trine

Fimel-trine -trin f.: Frau, beim Essen allzu wählerisch; Zimperliese Dinsl-Sterkr , Rees .

Flattentrine

RhWB

Flatten-trine -tri·ŋ. Monsch-Rötgen n.: verächtl. Stallmagd.

Fo²letrīne

WWB

Fo²le-trīne f. Foiletreyne Schwätzerin ( Kr. Meschede Mes Br).