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taugen

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

taugen

Bd. 8, Sp. 1107
taugen das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk, Mosfrk mit -au- in allen Formen; Rhfrk an der uNahe südl. einschl. Kreuzn-Kirn Dhaun Norh Weitersborn, südl. Soonw, Simm-Ellern Erb dāxə, –-, –γə-; n. davon u. im Hunsr -āu-, –au-, –γə, Part. -xt [Meis-Meddersh dāwə, Part. gədāwt]; weiterhin an der Nahe, im Saargeb. dauə, –āu-, Part. gədāut, –au-; Mosfrk in Saarl dǫ(·u.)ən, dāwən, Part. gədout, –dāwt; sonst an der Saar, in Trier-Stdt, uMos, SMay dāγən, Part. gədāxt; sonst Mosfrk dōγən, –- [Bitb-Seimerich -ā-; Dudeld, Wittl-Binsf Landschd -ū-; Bitb-NWeis -x-, Part. gədxt u. -ō-; Rittersd -dōĭxt; Prüm-Mürlenb dōγən u. -ōx-]; Rip wie muγə »mögen« duγə, hier u. da du·ə., flekt. duγə, du dōxs [-ou- uAhr, gegenüberliegender kurköln. Westerw, Sieg-Honnef Rhönd, Köln-Stdt], dōx [-ou-], mər, zə· duγə, ȳər duxt; aber auch dōx, ȳər dōxt [in Monsch duγə, du dōxs u. selten duxs, dōxt u. duxt, mər, duγə, ȳər duxt u. -ō-; Aach dujə u. douγə], Prät. dx, –ə-, dət, Konj. --, –ə-, Part. jədx, –ə-, –ət [Monsch sehr selten daneben -duxt; Eusk u. sonst Rip auch -dōx] [statt duγə begegnet dyjə Sieg-Troisd (u. -:j-), uWupp, Köln-Stdt; -i- Bergh-NEmbt; in rip. Sol dȳ·ə.n, dōxs, dōx, ir dōxt]; nfrk. OBerg überall mit der Grundlage -au-: dōγən, ek dōx, du dōxs, dōxt, Prät. dōxtən, Part. jədōxt; Lennep dōγən, ek dōx, dōxs u. døys; dōxt u. døyt; Prät. dōxtən u. døydən, Part. jədōxt [Remschd Prät. dət, Konj. dət, Part. xədət; Wermelsk dȳjən u. dūγən]; sonst NBerg djən [Elbf -j-, –ōγ-, –ou-; Mettm-Velbert -ouγ-]; (ek) dχ (dōx, –ou-), du dōxs, dout, Prät. dǫut, Konj. -øy-, Part. jədǫut; Eup. Selfk dōγə, dōx, du dōxs, dōx, vər, dōgə, ir dōxt; Prät. dxdə, dt (u. statt -- auch -ō-); sonst SNfrk dȳəjə, dȳəχ, du dȳəχs, dȳəχt (--), mər, dȳəjə, ør dȳəχt; Prät. dǫut, –ou-, Konj. -y-, –øy-, Part. jədǫut, –ou-; in Kref-Ld, Kemp djə, dχ, do dχs, dχt, vər, djə, ør dχt, Prät. dout(dōx), Part. jədout (-dōx) [Mörs, Geld daneben djdə, dγdə]; Klevl dγən, ek dx, γei dxt, Prät. dχt, Part. γədxt [Mörs døyγən u. -ouγ-; MülhRuhr dȳγə, ek do·u.x, do do·u.xs, do·u.x, mə, dȳ:γə, dȳ:xt, Prät. dux, Pl. -xtə, Part. xədux schw.: 1. wie nhd., mit persönl. u. sachl. Subj. a. mit persönl. Subj.: brauchbar, anstellig, geschickt sein, meist aber negativ der dog net (necks), net vill, hät kēs (nie) jet gedoch ist nicht brauchbar, ist sittl. verkommen, ein Taugenichts; dat Mädche dog necks es ist nichts los mit ihm, ist verwahrlost; der Hond dog net ist bösartig, beisst gern Rip, Allg. RA.: De dog grad esu vell wie ene fule Esel Rheinb. De dögt self net von dem, der gern andere anschwärzt MGladb, Allg. Die dugen alle beds net sind beide Nichtsnutze Rip, Allg. De dog an kenem Enn (Ende), — ken Hor, kene Sterz, für kene Pennek, net, wo er sech wend on drehnt (dreht), — wo en et Hemb anrührt, (net) su vill, dat de Düvel en noch net emol mag Rip, Allg. De daugt uf seine beste Seit neist Simm, — an (in) seiner bester Haut n. Bitb-Nattenh, — enner der bester H. net Prüm-Pronsfeld; der doch en der Huck nit Köln, — in sin beste Fell n. Klevld, — von Haut on Hor nicks Neuw, Köln, — em Blut neist Goar-Braunshorn, — en der Wurzel n. Merz-Becking, — em beste Kamisol n. Schleid-Wildenbg, — ni büs in de Därm MülhRuhr, — noch nit in de Worss (Wurst) Rees-Elten, — vür on hönnen (hinten) net Sieg, — vun Herrgott un de Welt nicks Kreuzn-Münster. Der Kerl dog dem Düvel (Hond) em Arsch (Balg, Mag, Sack, Buch, Kont) net Rip, Allg., — en der Hock n. Dür, Sieg, — dem Hongk en de Start (Sterz) net Kemp, Geld. Er dagt neischt fir Zouderhand (Zuderhandpferd) on net f. Vonderhand Merz-Honzr, — öm der Donner net Malm-Amel, — dem blauen Deuvel net Waldbr-Morsb. He dogt van Goiget (Gutheit) net er ist zu gutherzig Geilk-Brachelen. De ose Herrgott gezechent hät (die ein Gebrechen haben), de d. net Rip, Allg. Wen frejt, den dögt niet, märr wen dot geht, den ös ömmer gut gewes Mörs-Rheinbg. De so ärg döcks (oft) no de Kerk löpp, dög net MGladb. Den van niet kömmt tot iet (etwas), den dögt se Lewe niet Mörs-Xanten. We self net dog, plogt ongere och Kemp, Heinsb, — lack (sieht an ihm einen Fehler) ne angre Mann och Dür-Birkesd, Köln-Pulh, Eusk. Lihn (Wortsp. zwischen Lena »Helena« u. lihnen »leihen«) ös en gout Frau, wann se utgeht; ävver wann se wiər sall kuəme, dann dögt se net Kemp. Wenn der Här ärm un der Knech rich werd, dann d. se allebeids nit Köln. MGladb, Erk, Mörs. Die Helligen, die furzen (frömmelnde Menschen), die d. neist Saarbg-Faha OLeuken. Wann en Jong langs en Hongd kümmt un der J. deht dem H. nicks, un der H. deht dem J. nicks, dann d. allebeds nickst Gummb, Allg. Fraulü, Hippen (Ziegen) un Hedschlangen (Blindschleichen) d. nich Gummb. Lüsterfenke (Horcher, Lauscher) d. niet, guje Mensse duhn et niet Klev, Rees. En Kalf, dat net seift, dagt och neist Trier. En Kluck, de äm net en de Age sprengt, dagt neist Mos. Wat net friss, dat dog net Dür, Allg. Kuhwe, die üt de Wej (Weide) gohn, d. niet von Frauen, die mit anderen Männern verkehren Emmerich. En, twee, drej, vier, fif, sess, sewen, Jan in de Bocks, den woll niet d.! Abzählr. Geld-Issum. Woröm gohn de al Fraue en de Prozession hönge (hinten)? Se d. vüər nüs mieh Rheinb-Meckenh. Dat Perd, dat nüs dogt an der Krepp, dat d. och nüst em Hame Prüm. Der dog en de Rolle nit passt nicht dazu NBerg. Nä, den dögt in de Medde! wenn einige sich treffen u. gehen dann zusammen weiter, dann nimmt man mit diesen Worten den Älteren in die Mitte Emmerich. Wen nit over de Katt dögt, d. ok net over de Mann wer gegen Tiere nicht gut ist, ist es auch nicht gegen Menschen Geld. Den daug(net) tum Schmidd (u. dgl.) ist zu diesem Handwerk (nicht) geeignet. — b. mit sachl. Subj., wenig brauchbar sein; der Brell dog nüs; de Äppel d. n.; dat lang Opblive dog (de Kenger »Kinder«) net ist ungesund; doch dat och jet? dat doch für mech net kann ich nicht gebrauchen, ist unschicklich; dat dog für den, der et net bruch ich jedenfalls kann es nicht gebrauchen; für jet dog et lutter (immer); dat könnt dir doge abschl. Antwort Rip, Allg. Es (das Werkzeug) hat Gott en der Welt necks gedaut Saarbr. RA.: Dunnerweder, Eichentreder un Erdelnhof (Erlen-), die d. neist Wittl-Binsf. De beste Krankheit dögt niet Geld, Allg. Ene omgedredde (umgedrehter) Rock dogt net völ vom Wechsel der Konfession Geld. Wo der Bessem net dögt, d. (batt) et net wo die Frau nicht taugt SNfrk, Geld. Wo Huck (Haut) un Hor nit d., do git et keine gode Pelz Köln-Stdt. Holt schneje, Klompe make, dat sall krake; kr. se niet, d. se n., d. se n., dögt ok ons klein Hänske n. Klev-Kalkar. Wo Knoəke send, die d., send och Hong (Hunde), die se müəge SNfrk, Rip. De hat ge Hor op der Kopp, wat dogt er ist durch und durch ein Nichtsnutz Aach-Merkst. Wat nicks en kost, dougt auch n. Sol, Allg. Zovür gedohn, herno bedäht (bedacht), dat dogt neust Prüm. Wenn et sonndags rent (regnet) on mondags och, dann git et en Woch, die dog Rip. — c. unpersönl.; dat du Koppin (-schmerzen) häs, dat dogt nich ist ein schlimmes Zeichen Gummb, Allg.; en dem Hus, do dog et net da ist viel Streit, da stimmt es nicht recht; in der Gegend dog et net da spukt es; do en der Türkei dog et widder net ist wieder Schlimmes im Spiel Rip, Allg.; dat dog nit ist nicht angebracht; et dog net, wanner ze fröh hirot Sieg, Allg. RA.: Wo de Frau de Botz anhät, do dog et net Dür, Verbr. Wu mih Fraleit am (im) Haus sein wie Backuwen, da dogt et neist Trier-Schleidw. Wo de Frau kallt vör dem Mann, dat Huəhn kreht vör dem Hahn, de Katze löppt vör der Mus, do daugt et net em Hus Sol. — 2. in best. Wendungen. a. jet Düəges etwas, das taugt; nicks D. etwas, das nicht viel taugt; no Oəvesklock ös nicks D. miəhr op de Stroət SNfrk; jet Düjes uWupp, — Duges Eup-Hammer; necks Douens Sieg-Leuscheid. — b. ze düəjəs übergenug, sehr Grevbr-Hackhsn; djəs Sol. — c. he kann net ze duge komme wenn einer unruhige Bewegungen macht, aber das, was er ausführen soll oder will, im gegebenen Augenblick nicht anzupacken versteht Dür-Gürzenich; ech kann net zum Dügen kommen nicht zur Heilung, zum Besserwerden k. uWupp. — d. et göft dek kenn Dögen es bringt dir nichts Gutes Elbf. — e. dγənt, in der Wend.: Dor es gen d. Hor dran er ist ein Taugenichts; gen d. H. doran lote einen ganz und gar schlecht machen Klev. — dęjənt, –ø- tüchtig, gehaltvoll Siegld; makt et te djənt! zum Handwerker, der einen Auftrag zur Zufriedenheit ausführen soll Xanten. — f. ze dōγən gehörig, ordentl.; ze d. arweden; enem et ze d. sōn (sagen); he hadde sech ēn ze dōgenen drüwwer geschott war schwer bezecht Altk-Birken.
8689 Zeichen · 203 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Taugen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Taugen , verb. regul. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert. 1. Brauchbar zu etwas seyn, die erforderlichen Eigen…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    taugen

    Goethe-Wörterbuch

    taugen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    taugen

    Bayerisches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    taugen Band 3, Spalte 3,1377f.

  4. Sprichwörter
    Taugen

    Wander (Sprichwörter)

    Taugen 1. De nêt döggt, berîkert sück dörn'n Bankrott. – Kern, 1540. 2. Der eine taugt zum Rath, der andere zur That. La…

  5. Spezial
    taugen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    tau|gen vb.intr. 1 (fähig sein) ester bun 2 ester adaté 3 (wert sein) valëi (vel, valü) 4 (nützlich sein) sorví (-vësc),…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit taugen

17 Bildungen · 10 Erstglied · 5 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von taugen 2 Komponenten

tau+gen

taugen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

taugen‑ als Erstglied (10 von 10)

taugenbuch

FWB

1. ›Buch der Apokalypse‹; vgl. auch das Synt. das buch der taugen unter tauge (die); 2. ›Zauberbuch, Buch mit Geheimwissen‹

taugendlich

DWB

taug·endlich

taugendlich , adj. taugend, tauglich, vergl. taugenlich, tugendlich: das schwartzwurtzwasser stillet das heftig blutspeien, für sich selbst …

taugenheit

DWB

taugen·heit

taugenheit , f. tauglichkeit, kraft: die neigung oder taugenheit der knaben auf ein studium. Schuppius 732 .

taugenicht

DWB

tauge·nicht

taugenicht , taugenichts , m. ( imperativische zusammensetzung; gramm. 2, 963 wird taug-nichts angesetzt und taug als die organische 3. pers…

Taugenichts

Pfeifer_etym

taugen·ichts

taugen Vb. ‘geeignet, brauchbar sein’. Das Präteritopräsens ahd. tugan (9. Jh.), mhd. tugen, tügen, tougen, asächs. aengl. dugan, mnd. dȫgen…

taugenlich

DWB

taugen·lich

taugenlich , adj. , im 15.—17. jahrh. was tauglich ( vergl. taugendlich, tugendlich): wo aber nit freunt, die taugenlich, vorhanden sein. ös…

taugenlich I

Idiotikon

taugenlich I Band 12, Spalte 1098 taugenlich I 12,1098

taugenlich II

Idiotikon

taugenlich II Band 12, Spalte 1099 taugenlich II 12,1099

Taugenlichheit

DRW

taugenlich·heit

Taugenlichheit, f. wie Tauglichkeit (I) [hebammen werdent] von unsern g.h. uff empfangnen gnugsammen bericht ihrer erfarnuß und taugenlichhe…

taugen als Zweitglied (5 von 5)

instaugen

MeckWBN

ins·taugen

Wossidia instaugen seem. ordnungsgemäß verstauen: dor is jo 'n Stauer, dee dat instaugen deit, wenn das Schiff beladen wird Ro Rostock@Warne…

zusammentaugen

DWB

zusammen·taugen

-taugen , v. , zusammenpassen: wyr tügen nicht zusammen Luther 29, 300 W.; alter und jugend taugt nimmer zusammen Herder 25, 52 S.

Ableitungen von taugen (2 von 2)

getaugen

RhWB

ge-taugen: gədjən Neuw-Rodenb schw.: sich g., sich gedulden.

untaugen

DWB

untaugen , adv. , mhd. untougen ' aperte ' ( Fick-Torp 3 4 , 208 ), reicht ins frühnhd.: passionsspiele 450 Wackernell. bei Weller dicht. d.…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „taugen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/taugen/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „taugen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/taugen/rhwb. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „taugen". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/taugen/rhwb.
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