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Strunk

mnd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
18 in 17 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
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31
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43

Eintrag · Rheinisches Wb.

Strunk

Bd. 8, Sp. 881
Strunk das Wort allg., u. zwar Rhfrk -uŋk, –o-, Pl. -i-, –e- [Pl. auch -iŋ] [Saarbr Altenkessel -uŋgt; Wend, Ottw, Saarbr, Saarl, Merz vielf. -uŋgə(n), –o- Sg. u. Pl. m.]; Mosfrk -o-, Pl. -e- [Neuw-Rodenb -ǫ-, Pl. --]; Siegld -o-, Pl. -eŋgə; sonst -o- [Mörs -ō-], Pl. -ø- [Berg -øŋkə] [Dür-Birkesd Golzh Mariaw -oŋkə, Pl. -ø-]; Demin. -iŋgəlχə(n), –e-, –øŋk-, –øŋkskə m.: 1.a. beim Gemüse, bes. beim Kohl der aus der Wurzel hervorkommende Teil, der die Blätter trägt; schneidet man den Blätterteil ab, so bleiben die Strönk stehen; auch der innerste, harte Teil des Kohlkopfes; Kappesstr.; de Strönk usriesse; de Str. schneggen (schneiden) die inneren harten Teile, Rippenteile des Kohls zerschneiden, damit sich daran das Vieh nicht würgt Rip, Allg. RA.: Wo de Str. gruss ös, do ös de Kuhl klen! zu dem, der sich seines Reichtums rühmt Dür-Birkesd Golzh. De mag kene Kappes, derno iss e gern Strönk er verachtet gewöhnl. Kohl u. leistet sich eine Kost, die über seine Verhältnisse geht; danach verarmt er u. ist froh, dass er sogar Str. essen darf MüEif. Hei geiht Strönk broən (braten) lungert müssig herum Mörs, Geld, Klev. Dor komm ek hen met de Str. (Kartoffelstock) in de Hand, hej es gewasse op de Sand; ek sin domm en ek sin stomm; hätt gej en bettje mehr Verstand, dann nemmt de Fläss (Flasche) marr in de Hand! damit überreicht der Meisterknecht dem Bauern nach der Ernte die letzte Kartoffelstaude Klev. — Auch Mittelstamm in Blumenstauden; unteres Ende der Strohhalme, des Strohbauschs. — b. der unterste noch in die Erde gehende Teil eines Baumstamms samt den daran befindl. Wurzeln; Strink mache die Str. gefällter Bäume ausroden u. zerkleinern; in früherer Zeit war es ärmeren Leuten gestattet Strink se mache, entweder ganz umsonst od. zu einem sehr niedrigen Preis. Bedingung war nur, dass die Arbeit der Verwaltung od. dem Förster ordnungsgemäss angezeigt und der Erlaubnisschein erteilt war Rhfrk, Mosfrk, Rip; Wegdestr. Weidenstumpf; ale Str. alter Baumknorren Bitb-Ernzen; Strauch schlechthin Saarbg, Bitb, Sieg; Buchenstr. junge Buche Saarl-Wadgass [urkundl. ein grüner Strunkh Bo 1635; wie auch strünck ausschlagen erlaubt ist Kreuzn-Hochstetten 1675]. RA.: Et gung iwwer Hecken on Strenk über Stock und Stein Prüm-Ihren. — 2. übertr. a. sachl. α. Kohlrabi in der Erde, Kohlrübe, Wruke Saarbg-Beurig, Wittl, Bitb, Prüm-Densborn. RA.: Rommeln (Runkeln) get Melch, Strenk g. Botter Bitb-Wiersd. — β. Strenk Pl. Wiesenkümmel, Carum carvi Prüm-Pronsf. — γ. en irener Strenken irdene Mutzpfeife Saarl-Differten. — δ. Fundament mit dem Mauerwerk des Backofens Sieg-Fussh. — ε. verkohltes Ende des Dochtes Simm-Rheinböllen. — ζ. Speiseröhre des geschlachteten Schweines Neuw-Etschd, Sieg-Süchterschd. — b. persönl. verächtl. α. grober Mensch, der nicht hilft, obwohl er dazu imstande wäre, und womöglich noch den Erfolg vereitelt Prüm-Burb Reuth. — β. Neckn. für einen aus Wittl-Heidweiler. — Abl.: dat Gestrünks.
2969 Zeichen · 78 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    strunkM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    strunk , M. nhd. Strunk, Stengel einer Kohlpflanze, Stängel einer Kohlpflanze, Stiel staudenartiger Pflanzen, Strumpf oh…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Strunk

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Strunk , des -es, plur. die Strünke, an den Pflanzen, ein kurzer und dicker Stamm, besonders wenn sich andere Theile…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Strunk

    Goethe-Wörterbuch

    Strunk [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Strunk

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Strunk ( Stipes ), kurzer, dicker Stengel; insbes. der Stiel der Hutpilze (s. Pilze ).

  5. modern
    Dialekt
    StrunkPl.

    Mecklenburgisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Strunk Pl. Strünk m. Strunk, bes. der dicke Stengel der Kohlpflanze Mi 88 b ; de Strünk warden wegsmäten sie kommen nich…

  6. Sprichwörter
    Strunk

    Wander (Sprichwörter)

    Strunk Beter Strunk in'n Kôl, as gar kên Wurst. – Bueren, 1127; Frommann, II, 390, 54; Eichwald, 1862; Kern, 971.

  7. Spezial
    Strunk

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Strunk m. (-[e]s, Strünke) 1 (Baumstrunk) ciüch (ciüc) m. 2 (Wurzelstock) tolp (-s) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit strunk

37 Bildungen · 22 Erstglied · 14 Zweitglied · 1 Ableitungen

strunk‑ als Erstglied (22 von 22)

Strunkwiese

SHW

Strunk-wiese Band 5, Spalte 1573-1574

Strunkbohr

RhWB

strunk·bohr

Strunk-bohr Gummb n.: Werkzeug (gebogenes Eisenblech mit Griff) des Weisskohlschabers, mit dem er die Strünke aus dem Kohl herausbohrt.

Strunkel

RhWB

Strunkel -o- Rhfrk in Saarbr-GrRosseln m.: verächtl. alder Str. altes, mageres Stück Vieh.

strunkeln

DWB

strunk·eln

strunkeln , verb. , im westlichen nd. für straucheln gebräuchlich: Doornk.-Koolm. 3, 347 ; Woeste 259 b ; Schambach 215 b . holl. stronkelen…

strunken

KöblerMhd

strunken , sw. V. nhd. straucheln, irren Q.: Brun (1275-1276) (FB strunken) E.: s. strunc W.: nhd. DW- L.: LexerN 3, 371 (strunken)

Strunkes

RhWB

Strunkes -oŋgəs, Pl. -əsə WMosfrk in Trier-Neuhütten Züsch m.: verächtl. 1. alter, abgenutzter Besen. — 2. Neckn. für einen aus Trier-Züsch …

strunkig

DWB

strunkig , strunkicht , adj. , wie ein strunk, nach art eines strunkes: junge und alte, hohe und strunkige dattelpalmen B. Goltz kleinst. in…

Strunk (Name)

Wander

strunk·name

Strunk (Name) Strunk (Name). Strunk, steh up, de Leverkes pîpen. – Kern, 136.

Strunksuppe

PfWB

strunk·suppe

Strunk-suppe f. : ' Suppe aus gekochten Kohlstrünken ', Strunksupp [ HB-Medh ].

strunk als Zweitglied (14 von 14)

abschiedstrunk

DWB

abschied·strunk

abschiedstrunk , m. valettrunk, der letzte dargereichte beeher. im alterthum pflegte man minne zu trinken, vgl. deutsche mythol. cap. 3.

haustrunk

DWB

haus·trunk

haustrunk , m. potus tenuis, cerevisia quotidiana, domi cocta, secundaria, tischtrunk. Stieler 2331 . in weingegenden auch vom geringeren we…

johannistrunk

DWB

johanni·strunk

johannistrunk , m. trunk zum abschiede, vgl. oben Johannessegen . Frisch 1, 490 a ; das man in s. Johannis namen verdienst den wein segnet .…

kohlstrunk

DWB

kohl·strunk

kohlstrunk , m. der stengel des kohls, schon 14. 15. jh. kolstrunk, kolstrunke, maguderis. fundgr. 1, 379 b , Dief. 343 c , nrh. coelstronk …

kōlstrunk

KöblerMnd

kōl·strunk

kōlstrunk , M. nhd. „Kohlstrunk“, Kohlstängel, unverwertbarer Teil des Kohles, Asche des Kohlstängels als Arzneimittel Hw.: vgl. mhd. kōlstr…

martinstrunk

DWB

martin·strunk

martinstrunk , m. : tut darauf ein trunk, ein guten trunk, ein Mertenstrunk, ein pommerschen trunk. Uhland volksl. 573 .

Samstagstrunk

DRW

samstag·strunk

Samstagstrunk, m. urspr. wohl ein Naturalreichnis für Bauhandwerker, insb. bei längeren Tätigkeiten; dann abgelöst durch eine Geldzahlung bd…

Verzerungstrunk

Idiotikon

Verzerungstrunk Band 14, Spalte 1215 Verzerungstrunk 14,1215

Ableitungen von strunk (1 von 1)

verstrunken

PfWB

ver-strunken schw. : ' ersticken '. Der Rabarwerstock veʳstrunkt mer alles 'nimmt den anderen Pflanzen Licht und Sonne weg' [ KU-Kaulb Kreim…