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Strom

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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20 in 17 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Strom Der

Bd. 4, Sp. 718b
Der Strom, — es, Mz. Ströme. 1) Der Zustand eines flüssigen Körpers da er strömet; ohne Mehrzahl. Dem Strome des Wassers wehren. »Das Meer kam wieder in seinen Strom.« 2 Mos. 14, 25. 2) Ein strömender flüssiger Körper, d. h. eine große Masse eines flüssigen Körpers in schneller Bewegung nach einer geraden Richtung. Besonders derjenige Theil einer solchen Masse, eines Flusses, Baches , welcher diese Bewegung vorzüglich zeigt, der mittelste und tiefste Theil eines Flusses  I den Strom kommen, gerathen. Vom Strome fortgerissen werden. Gegen oder wider den Strom schwimmen, auch uneigentlich, sich widersetzen, Widerstand leisten wollen, wo es vergeblich ist. Die Donau hat einen reißenden, der Rhein meist einen sanften Strom. Auch giebt es Ströme im Meere, d. h. Wassermassen, welche zwischen dem andern Meerwasser eine reißende Bewegung nach gewissen Gegenden haben, und welche die Schiffe, die hinein gerathen, mit sich fortreißen. Der Hauptstrom des Weltmeeres gehet von Morgen nach Abend. I Meerengen, z. B. in der Meerenge von Giberaltar sind gewöhnlich Ströme. Auch in der Tiefe des Meeres giebt es Ströme, welche auf der Oberfläche desselben nicht bemerklich sind, so wie es auch in der untern Luft Bewegung, Zug oder Strom giebt, während deß die Oberluft in Ruhe ist. I weiterer Bedeutung nennt man auch eine schnelle Bewegung eines Theiles der Luftmasse nach einer Richtung hin, einen Strom. Den Strom der Luft befördern, den Zug, Durchgang derselben. Uneigentlich. I Strome der Rede, in der schnellen, ununterbrochenen und unaufhaltsamen Rede. Häufiger noch nennt man einen ganzen großen Fluß, besonders wenn seine Bewegung schnell und heftig ist, einen Strom. Dergleichen Ströme sind in Deutschland der Rhein, die Donau, die Oder, die Elbe  Ein breiter, reißender Strom. Der Übergang über einen Strom. Uneigentlich auch 1) von der schnellen Bewegung und dem Fortreißen anderer Dinge. »Du wirst deswegen den schnellen Strom der Zeit nicht um eine Minute aufhalten,« d. h. das schnellere Verfließen derselben. Dusch. I Strome der Zeit untergehen. »Die ehrwürdigen Worte, Religion und Ehre, können wider den Strom des Beispiels und der Leidenschaften nicht immer bestehen.« Sonnenfels. 2) Eine große Menge. Ströme Blutes vergießen. Der Wallfisch spritzt ganze Ströme Wassers in die Luft. Der Regen fiel in Strömen. Ströme von Thränen entstürzten ihren Augen. Ein Strom schamhafter Zähren Floß von des Alten Angesicht. Gellert. Ein Strom von Worten. Ströme des Segens, der Wohlthaten  Ein Strom von Gedanken. 3) * * Ehemahls auch für Ungestüm, ungestümer Anfall.
2586 Zeichen · 47 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    strôm

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    strôm s. stroum.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Strom

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Der Strom , des -es, plur. die Ströme, von dem Zeitworte strömen. 1. Der Zustand, da ein flüssiger Körper strömet; ohne …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Strom

    Goethe-Wörterbuch

    Strom [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Strom

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Strom , ein großer Fluß; in der Physik die Bewegung der elektrischen, magnetischen etc. Materie; S. messer , soviel als …

  5. modern
    Dialekt
    Strom

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Strom [ʿStróm Co. Henry ] m. Strömung. — Bayer. 2, 814.

  6. Sprichwörter
    Strom

    Wander (Sprichwörter)

    Strom 1. An grossen Strömen ist schlimm fischen. It. : A fiume famoso non andar a pesca. ( Bohn I, 68. ) 2. Auch Ströme …

  7. Spezial
    Stromm

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Strom , m поток , м

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit strom

414 Bildungen · 387 Erstglied · 25 Zweitglied · 2 Ableitungen

strom‑ als Erstglied (30 von 387)

stromab

SHW

strom-ab Band 5, Spalte 1563-1564

stromauf

SHW

strom-auf Band 5, Spalte 1563-1564

Stromaal

RhWB

stro·maal

Strom-aal Düss-OLörick m.: der im frischen Wasser lebende Paling.

stromab

DWB

stromab , adv. , die strömung hinunter: er befehlichte etliche wagehälse, dasz sie drey schiffe des nachts stromab führen sollten Lohenstein…

stromabnehmer

DWB

stromab·nehmer

-abnehmer 1) vorrichtung zur überleitung der elektrizität vom stromerzeuger oder -speicher zur verbrauchsstelle; 2) der verbraucher des stro…

stromabsatz

DWB

strom·absatz

stromabsatz was der strom an sedimenten auf der ohle abgesetzt hat: der schwarze Nilschlamm, welcher ... auf gleicher unterlage ruhte auf de…

stromabschnitt

DWB

stromab·schnitt

stromabschnitt : der verlauf der kämpfe veranlaszte Clerfait, seine truppen auf das rechte Rheinufer zurückzuführen, da er nur hinter diesem…

stromader

DWB

strom·ader

-ader ' strom ', gesehen in geographischen groszformen ebd. 4, 428; anders ungewöhnlich: man kann in einigen seen diese dunkeln stromadern a…

strōmaf

WWB

strōm-af Adv. [WMünsterl Rek] in Richtung auf die Mündung (eines Stroms).

stroman

DWB

stro·man

stroman , adv. , die strömung hinan, gegen die strömung: bisweilen schwimmet er die starken bach strom an, des fluten voller macht manch brü…

stromanfuhrt

DWB

-anfuhrt : seine augen haben viele Deutsche solcher art und gestalt gesehen ... an ihren häfen und stromanfuhrten E. M. Arndt schr. für u. a…

stromanker

DWB

strom·anker

stromanker , m. , fachausdruck für die anker, die gegen die strömung geworfen werden, besonders bei schiffsbrücken s. Mothes ill. baulex. 4,…

stromarm

DWB

strom·arm

stromarm , m. , in älterer zeit meist pluralisch [ mit ungewöhnlichem umlaut -ärme allg. dt. bibl. 58 (1784), 550], da vor der regulierung e…

stromartig

DWB

strom·artig

stromartig , adv. , 1) zu 1 strom A 2 a ' groszer flusz '. modern: ( das ) flüszchen Hilde, das an dieser stelle stromartig erweitert in ein…

Stromatoporoïden

Meyers

Stromatoporoïden , eine Gruppe vorwiegend paläozoischer, zum Teil auch mesozoischer Cölenteraten, die sich namentlich zur Silur- und Devonze…

strômatte

MNWB

strom·atte

strômatte , f. , nur Plur. s.n Strohmatten als Verpackungsmaterial.

strômatze

Lexer

strom·atze

strô-matze f. strohmatte. und was ietlichem ein ströw matzen dar geleit, dar ûf soltent wir schlâfen schweiz. geschichtsfr. 8,231 ( 1498 ).

strom als Zweitglied (25 von 25)

kₑstrom

KöblerIdg

*kₑstrom , Sb. nhd. Messer (N.), Schneidewerkzeug ne. knife (N.); RB.: Pokorny 586 Vw.: s. *k̑es- E.: s. *k̑es-<o:p></o:p>

wedderstrom

KöblerMnd

*wedderstrom , M. nhd. „Gegenstrom“, Gegenbewegung Hw.: s. wedderstrȫmich; vgl. mhd. widersturm E.: s. wedder (2), strōm (1) W.: s. nhd. (äl…

bergstrom

DWB

berg·strom

bergstrom , m. torrens: mit bergstroms eile fliehet die stund hinweg. Chr. Stolberg 1, 341 .

Beystrom

Adelung

bey·strom

Der Beystrom , des -es, plur. die -ströme, ein Nebenarm eines Flusses, im Gegensatze seines Hauptbettes oder Hauptstromes. S. auch Altwasser…

Chǟstrom

Idiotikon

Chǟstrom Band 14, Spalte 1013 Chǟstrom 14,1013

flammenstrom

DWB

flammen·strom

flammenstrom , m. nicht weit von ihm ( Friedrich des gr. palast ) in furchtbar schöner pracht das haus, wo seine donner schlafen, weh euch! …

Mahlstrom

Adelung

mahl·strom

Der Mahlstrom , des -es, plur. die -ströme, ein Strudel in der See, wo sich das Wasser in einem Kreise drehet, unter welchem Nahmen besonder…

Meeresstrom

Adelung

meer·es·strom

Der Meeresstrom , des -es, plur. die -ströme, der Strom im Meere, diejenige Bewegung des Meeres, da dessen Wasser nach einer gewissen Richtu…

meerstrom

DWB

meer·strom

meerstrom , m. brachium, vel sinus maris. Stieler 2213 : ( Holland ) ist ein seeigs und weidreichs land, mit viel seen und meerstromen ergos…

Nuurdenstrom

MeckWBN

Wossidia Nuurdenstrom m. Strömung aus nördlicher Richtung: wenn dor man nich to väl Nuurdenstrom is Ro Rostock@Dierhagen Dierh .

Ooststrom

MeckWBN

oost·strom

Wossidia Ooststrom m. Seegang von Osten: de Fischer seggen Ooststrom, de Seemann seggt Oostwell Ro Rostock@Warnemünde Warn .

oustrôm

MNWB

oust·rom

*° oustrôm (ouw-) , m. : Wasserlauf, ût dem lütken sê ên ōlt grāve schüt int sü̂den went in den o. (Neoc. 2, 265).

Reichsstrom

DRW

reich·s·strom

Reichsstrom, m. Wasserweg, schiffbares Gewässer im Reich (II) vgl. Reichsstraße (II) [die Glarner haben sich] der fachen halber, so die beme…

rheinstrom

DWB

rhein·strom

rheinstrom , m. fluvius Rheni Stieler 2213 . vergl. auch Rhein: war gerne am Reinstrom, da die guoten starcken wein wachsen. Lindener Katzip…

rînstrôm

MNWB

rin·strom

rînstrôm ( -stroem ), m. : der Rhein, de vranken ôk êrsten schȫlen herûtgekāmen ... sîn und sik vȫr êrste an den r. hengesettet (Beninga ed.…

seestrom

DWB

see·strom

seestrom , m. 1 1) in den ältern Nordseedialekten meerfluth, meer, so ags. sæ-stréam, alts. sêostrôm ( Hel. 2948), mnd. sêstrôm Schiller-Lüb…

slü̂sestrôm

MNWB

sluse·strom

slü̂sestrôm , m. , Hauptkanal in den die übrigen Abwässerungsgräben münden und der das gesammelte Wasser zur Schleuse führt.

waldstrom

DWB

wald·strom

waldstrom , m. reiszender, leicht anschwellender flusz in einem walde ( gebirgswald ). Adelung : der reiszende waldstrom rollt mit gewaltige…

Ableitungen von strom (2 von 2)

strôm(e)

MNWB

strôm(e) (stroem , stroͤm , stroom) , ° strâm(e) (Chr. d. d. St. 6, 276 A. 1, sonst elbostfäl. und brandenburg.), m. , 1. Strömen, Strömung …

urstrom

DWB

urstrom , m. (ur- C 4 c): so muszte die gestalt aller urströme sein Ritter erdk. 1, 513 ; das reich der kalten urströme W. Schäfer 13 bücher…