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statue

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

statue f.

Bd. 17, Sp. 1048
statue, f. standbild, bildsäule. lehnwort aus dem lat. statua. 11) geschichte der form. 1@aa) die ältesten belege stammen aus dem 17. jahrh.; sie geben das wort noch ganz in lat. form und lehren dadurch zugleich die herkunft aus dieser sprache und, dasz es noch ungewohnt und nicht eingebürgert ist, vgl. Kl. Hechtenberg fremdwb. des 17. jahrh. 127: ich spatzirte einsmahls im wald herum .., da fand ich ein steinern bildnusz ligen in lebens grösse, die hatte das ansehen als wan sie jrgends eine statua (lat. buchst.) eines alten teutschen helden gewesen wäre. Simpl. (1669) 657 (6, 9); statua kaysers Ferdinandi III. aus wachs. Hohberg landl. (1682) 2, im 2. reg.; es ware auch die statua und bildnusz disz grossen königs Nabuchodonosor nicht übel gestellt und gestalt, weil dero haupt von purem gold, die füsz aber von erden. Abraham a S. Clara auff, auff jhr christen (Wien 1683) s. 112 (hier schon mit deutschen buchstaben gedruckt, s. auch zeitschr. f. d. wortf. 8, 216); in den orden hielt er sich wie die statua (lat. buchst.) desz königs Nabuchodonosoris, welche ein guldenes haupt, ein silberne brust, metallinen leib, eyserne schenckel und erdene füsz. Judas (1686) 1, 204; eine steinerne statuam (lat. buchst.) oder bildnisz. Faszmann d. gelehrte narr (1729) 89, s. zeitschr. f. d. wortf. 8, 96a. vgl. auch das älteste lexikalische zeugnis: statua (lat. buchst.), ein bild von stein, holtz oder ertz, gehauen, geschnitzt oder gegossen, it. eine aufgerichtete säule, eine statue oder ehren-bild zu pferde oder zu fusz, ein bild in lebens-grösse, so entweder zur belustigung oder zum pracht an besondere örter aufgestellet wird. Sperander a la mode - sprach (1727) 680a, vgl. Weigand 2, 801. — früher als ins deutsche ist statue ins engl. eingedrungen; es begegnet schon bei Chaucer, s. Skeat 593a. auchn. statue u. s. w. 1@bb) dagegen gilt im plur. von anfang an die deutsche form statuen: also sind gleichergestalt die statuen (nur -en mit deutschen buchst.) und ausgehauene bilder aus gleicher materi abzubilden. Hohberg (1682) 1, 593a; gestern wahren wir vor undt nach dem eszen drunten im gartten mitt dem könig, gar schönne statuen placiren zu sehen. Elisab. Charlotte 2, 304 (vom 9. aug. 1702). 1@cc) in der 2. hälfte des 18. jahrh. ändert sich die lautform unter französischem einflusse, indem der ton auf die zweite silbe rückt, die nun mit langem ü gesprochen wird. demgemäsz wird nun auch statüe geschrieben: folglich wars auch nicht ... das ding (das griech. drama) mehr. puppe, nachbild, affe, statüe, in der nur noch der andächtigste kopf den dämon finden konnte, der die statüe belebte. Herder 5, 213 Suphan (v. deutscher art u. kunst, 1773, Shakesp. 4); der Neptun mitten auf demselben (platze), von Jean de Bologna, hat als statüe wohl seine verdienste. Seume (1826) 2, 140 (spazierg. 1). poetische belege lassen auszerdem die tonstelle durch den rhythmus und den vocal durch den reim erkennen: überall sieht man alleen, graszbänke, steinerne tische, auf postamenten statüen. Naumann Nimrod (1752) 212; wer lachte tanzender statüen, im may des lebens, so wie ich? wer liesz so unversengt um sich der schönheit feuerfunken sprühen? Goekingk (1780) 1, 93 (5. ep., an Tertullia); froher ... bei den meisterscenen der natur; suchst du kein prächtig haus mit statüen dir und vasen, eine hütte nur, mit rohr und rasen leicht bedeckt, zur wohnung aus. Fr. W. A. Schmidt (v. Werneuchen) ged. (1797) 34; wohn' ein andrer in der grossen stadt unter'm dach, belastet mit statüen. längst schon ihrer steifen thorheit satt, will ich gern zum guten bauer ziehen. 145. vgl. Schönaich, s. unten, und Gombert bemerk. 3, 2. (in seiner ausg. v. E. v. Kleist giebt Sauer 1, s. vii im inhaltsverz. bei nr. 48 und 49: statüe, im text s. 88 beide male: statue.) ein vereinzelter nachzügler, unter einflusz landschaftlicher sprechweise, ist: und zu ehren der geschichten will ein denkmal man errichten. schon steht das piedestal, doch wer die statüe bezahl', weisz nur gott im himmel. Scheffel die Teutoburger schlacht, letzte str. der ursprüngl. fassung (später geändert). 1@dd) doch ist selbst in dieser zeit diese aussprache nicht alleinherrschend gewesen, denn andre dichterbelege lassen deutlich betonung der ersten silbe erkennen: ich zog sie auf, und liesz sie von maschinen, von lauter statuen bedienen, die schnell zu leben schienen, so bald durch meinen zauberstab ich ihnen die bewegung gab. Gellert 3, 116 (das orakel 1, 1); orakel, statue, und alles ist vergessen. Wieland 17, 215 (Idris 4, 9); herr Idris fühlt's, — doch, ein gedanke bloss an seine statue,5) an die geliebten züge, an diesen blick von dem sein herz zerfloss, macht aus dem magischen unsichtbarn netz ihn los. 280 (5, 47), dazu die anm.: wir zweifeln sehr, ob dieses zwar ursprünglich fremde, aber schon so lange bey uns einheimische wort (ungeachtet wir gelegentlich auch die wörter, bild, steinbild, marmorbild u. s. w. statt desselben gebrauchen können) dem deutschen dichter (dem es oft bequemer als jene ist) mit recht genommen werden könne. nur erinnern wir, dass es nicht wie das französische statüe, sondern als ein deutsches wort, das in der aussprache einen daktylus hören lässt, ausgesprochen werden müsse. 322. ebenso beim jungen Schiller: wenn dein finger durch die saiten meistert — Laura, itzt zur statue entgeistert, izt entkörpert steh ich da. 1, 216 (Laura am klavier); wie kann vor seinem topf der töpfer liegen, der künstler knien vor seiner statue? 335 (Semele 2). wenn daher 4, 317 (im 'geisterseher', s. unten) spätere ausgaben die variante statüen aufweisen, kann diese nicht als Schillerisch gelten. nach der regelmäszigkeit, mit der in den dichterischen belegen die schreibung der aussprache entspricht, hat man wol überall, wo statue(n) geschrieben wird, sttue(n) zu lesen (z. b. auch bei Winckelmann, s. u.). — überhaupt geben die belege Adelung recht, wenn er hier einen landschaftlichen unterschied aufstellt: 'die statüe, (der ton auf der mittelsten silbe) ... es ist zunächst aus dem französ. statue, dessen aussprache auch im hochdeutschen beybehalten wird. im oberdeutschen hingegen folgt man dem lateinischen statua, und spricht und schreibt daselbst statua, statue, mit dem tone auf der ersten sylbe, nach welchem muster auch Gellert sang: ihr seht hier statuen vor euren augen stehn.' ähnlich: 'statūe (spr. statüh). andere sprechen das wort nach lateinischer art dreisilbig stá-tu-e aus'. Campe erg.-bd. (Kinderling giebt das wort richtig als lehnwort aus dem lat., schreibt aber s. 149: statue, dagegen s. 333: statüe.) 1@ee) aber auch der gebrauch des wortes selbst ist im 18. jahrh. nicht unbestritten. Schönaich d. ganze ästh. in e. nusz 287, 22 ff. verspottet es als fremdwort, indem er die unter c mitgetheilte stelle aus dem 'Nimrod' anführt: bildhauer Naumann führet mit vielem verstande statuen und postamente ein; wir haben nämlich keine schnitzbilder noch fuszgestelle. und Wieland glaubt seine verwendung noch rechtfertigen zu müssen, s. oben d; vgl. dazu Feldmann zeitschr. f. d. wortf. 8, 96a. eine übersicht der vorgeschlagenen verdeutschungen giebt Campe im ergänzungsbande.die frühere sprache sagt für statue gewöhnlich bildnisz, s. theil 2, 20, das daher in den ältesten belegen zur erklärung daneben steht, s. oben a und Feldmann a. a. o., oder noch häufiger bild, das früher auch vorwiegend auf plastische darstellungen geht, s. das. 3, theil 2, 9 f.; dafür genauer ausgehauenes bild, s. Hohberg unter b, marmorbild, theil 6, 1663, steinbild, schnitzbild, theil 9, 1360 (vgl. oben Schönaich), vgl. Wieland unter d und Feldmann a. a. o. dazu noch: blochbild (das) geschnitzt, statua. Maaler 72a, danach: bloch-bild, n. ein grosses hölzernes bild, statua lignea. Frisch 1, 111b; 'in alten schriften blockbild.' Kinderling 149, so auch bei Campe erg.-bd. noch heute üblich ist das schon bei Luther begegnende bildsäule, s. theil 2, 21, vgl. Feldmann a. a. o.; es dient zunächst zur erklärung, so bei Adelung und Kinderling 333, wird aber von Campe verworfen ('bildsäule, welches bisher ziemlich allgemein dafür angenommen wurde, bezeichnet eigentlich nur die sogenannten karyatiden und atlanten, welche die stelle der säulen vertreten, oder auch die termen [termini], welche unten säule und oben bild sind'). im 16.—17. jahrh. dafür auch bildstock, s. th. 2, 21. bei Kinderling 333 ferner ehrensäule, s. theil 3, 65. (einfaches säule, s. unten 2, f, β.) am häufigsten ist jetzt standbild, das erst im 18. jahrh. aufkommt (zuerst bei Thümmel) und offenbar dem fremdwort nachgebildet ist, s. oben sp. 731. nach Campe würde der gebrauch von standbild für statue überhaupt auf Eschenburg zurückgehen, vgl. darüber und über das seltene standsäule (sp. 787) unten 2, f, β. 1@ff) im 19. jahrh. gilt die aussprache sttue wol allgemein: mit den statuen, die in geweihten tempelnischen steh'n. Hebbel 3, 244 Werner (Gyges 1). (doch ist die franz. aussprache auch heute in der sprechweise der halbgebildeten noch nicht erloschen, besonders in manchen gegenden, vgl. Gombert 3, 2 und Scheffel, c zu ende.) zuweilen ergiebt sich daraus eine zweisilbige form, indem das u seinen silbenwert verliert (stte): es glänzt der tulpenflor, durchschnitten von alleen, wo zwischen taxus still die weiszen statuen stehn. Eichendorff2 1, 692 ('sonst'). 22) bedeutung. bestimmung und eintheilung des begriffes. 2@aa) definitionen, s. Sperander unter 1, a, ferner: denn ein bild, welches die kunst verfertiget, ist eine vorstellung des zusammen gesetzten im zusammen gesetzten, und ins besondere ein gemählde eine vorstellung des zusammen gesetzten auf einer fläche; hingegen eine statue oder ein ausgehauenes oder erhabenes bild eine vorstellung des zusammen gesetzten in einem cörperlichen raume. Wolff gedancken v. gott (1720) s. 414 (§ 751); 'statuë, bildsäule, ist eine körperliche vorstellung einer person aus holz, stein, metall oder andern materien, entweder in lebens- oder natürlicher grösze, in verkleinerter, oder auch in übernatürlicher grösze.' Eggers kriegs-lex. 2, 983. 2@bb) eintheilung zunächst nach dem material, womit zugleich eine verschiedene technik der herstellung gegeben ist, vgl. Sperander unter 1, a, Eggers unter 2, a. die hauptarten sind: 2@b@aα) den primitiveren zeiten der kunst, dem frühen alterthum und dem mittelalter, sind eigenthümlich statuen von holz, s. Jacobsson 4, 261; sie werden geschnitzt, vgl. schnitzen 3 und schnitzbild, theil 9, 1363 f. 1360, sowie blockbild unter 1, c. aus holz wurden, so wie die gebäude, also auch die statuen, eher als aus stein und marmor, gemachet. in Aegypten werden noch itzo von ihren alten figuren von holz, welches sycomorus ist, gefunden ... Pausanias machet die arten von holz namhaft, aus welchen die ältesten bilder geschnitzet waren; und es waren noch zu dessen zeiten an den berühmtesten orten in Griechenland statuen von holz. Winckelmann gesch. der kunst des alterth. (1764) 12 f. 2@b@bβ) in den blütezeiten der kunst, im alterthum und seit der renaissance, werden statuen meist aus stein, besonders marmor, oder metall hergestellt. — statue von stein oder marmor. Jacobsson 4, 261b—265a. (statue von sandsteinen. 264a.) sie werden ausgehauen oder gemeiszelt (th. 6, 1985 f.), daher ausgehauenes bild, s. Hohberg unter 1, b und Wolff oben a; vgl. steinbild. der erste stein, aus welchem man statuen machete, scheinet eben derjenige gewesen zu seyn, wovon man die ältesten gebäude in Griechenland ... aufführete, nemlich eine art toff-stein, welcher weiszlicht war. Winckelmann s. 15; aus marmor machete man anfänglich zuerst kopf, hände und füsze an figuren von holz. ... solche statuen, an welchen nur die äussersten theile von stein waren, wurden acrolithi genennet. ebenda; zuweilen wurden auch marmorne statuen mit wirklichem zeuge bekleidet. 16; die mehresten statuen von marmor sind aus einem stücke gearbeitet, und Plato giebt seiner republik so gar ein gesetz, die statuen aus einem einzigen stücke zu machen. 251 f.; die mehresten statuen in marmor aber wurden geglättet. ... alle statuen werden, wie bey den alten, noch itzo mit wachs geglättet. ... die unten angeführten stellen sind von allen irrig vom abputzen der statuen verstanden worden. 254; in basalt, sowohl in dem eisenfärbigen, als in dem grünlichen, haben sich die griechischen bildhauer zu zeigen gesucht; es hat sich aber von ganzen statuen keine einzige erhalten. 255; man merke hier, dasz sich an statuen von porphyr weder kopf noch hände und füsze, aus eben demselben steine finden, sondern sie haben diese äuszeren theile von marmor. 257; bruchstücke einer statue von halber lebensgrösze aus bläulichem basalt (blaustein). Jacobi Saalburg s. 75; (im bilde:) bei diesen (träumen wirkt) aber eine ... räthselhafte kraft, die dem menschen im eigentlichsten verstande sich selbst stiehlt und die ausgemeiszelte statue wieder in den marmorblock einschlieszt. Hebbel tageb. 1, s. 265 Werner. 2@b@gγ) 'die statuen von metall, les statuës de fonte, sind seit den ältesten zeiten im schwange gewesen; es hat aber das ansehen, dasz die neuern künstler, in groszen und aus einem gusse praestirten werken, diese kunst weit höher poussiret und gebracht haben.' Eggers kriegslex. 2, 985. sie werden aus bronze hergestellt, wofür häufig die weniger bestimmte bezeichnung erz, und zwar durch gieszen: in erzt müszte man in Italien weit eher, als in Griechenland, statuen gearbeitet haben, wenn man dem Pausanias folgen wollte. Winckelmann 16; ferner wird von einer statue von erzt gemeldet, welche dem Horatius Cocles, und von einer andern zu pferde, welche der berühmten Cloelia, zu anfang der römischen republic, aufgerichtet worden; und da Spurius Cassius wegen seiner unternehmungen wider die freyheit gestrafet wurde, so liesz man aus seinem eingezogenen vermögen der Ceres statuen von erzt setzen. 17; was endlich die arbeit in erzt betrifft, so waren schon lange vor dem Phidias viele statuen darinn gearbeitet. 257; Montfaucon ist übel berichtet, wenn er sich sagen lassen, dasz die statue des Marcus Aurelius zu pferde nicht gegossen, sondern mit dem hammer getrieben worden sey. 258; als knabe hörte ich die sage, der künstler, der diese statue gegossen, habe während des gieszens mit schrecken bemerkt, dasz sein metall nicht dazu ausreiche, und da wären die bürger der stadt herbeigelaufen und hätten ihm ihre silbernen löffel gebracht, um den gusz zu vollenden. Heine 3, 145 Elster (ideen 6); Genserich verschmähte nicht, auf einem seiner raubzüge eine schiffsladung statuen aus Byzanz nach Karthago zu fahren, um seine königsburg mit den hübschen ehernen Griechenmännchen zu schmücken. Freytag 17, 124 (bilder 1, 2). 2@b@dδ) ungewöhnlicher: statuen von gold wurden im alterthum einigen gottheiten, häufiger aber den römischen kaisern gesetzet. Winckelmann s. 18. häufiger sind vergoldete statuen: viele öffentliche statuen von erzt wurden vergoldet, wie das gold noch itzo zeiget, welches sich erhalten hat an der statue des Marcus Aurelius zu pferde, ... sonderlich an dem Hercules im Campidoglio. die dauerhaftigkeit der vergoldung an statuen, welche viele hundert jahre unter der erde verschüttet gelegen, bestehet in den starken goldblättern. 260; der sohn desjenigen Glabrio, welcher den könig Antiochus bey den Thermopylen geschlagen hatte, setzte diesem seinen vater die erste vergoldete statue. 302. 2@b@eε) statuen von elfenbein, ebenfalls geschnitzt; in Griechenland auch eine chryselephantine mischtechnik: in Griechenland waren an hundert statuen von elfenbein und golde, die mehresten aus der älteren zeit, und über lebensgrösze. Winckelmann s. 14; von elfenbein von statuen hat sich niemals ... die geringste spur gefunden, einige ganz kleine figuren ausgenommen, weil elfenbein sich in der erde calciniret. 15; elfenbein zu statuen scheinet auf der drehbank gearbeitet zu seyn. 252. 2@b@zζ) die älteste zeit kannte auch statuen aus thon, s. Winckelmann s. 11. 2@b@hη) gebilde aus wachs gelten im allgemeinen nicht als ernste kunstwerke und führen daher selten die bezeichnung statue, vgl. jedoch Hohberg unter 1, a und statuenweise. 2@cc) nach dem gegenstande der darstellung: man unterscheidet die alten statuen in divines, héroiques und augustes, von welchen die erstern den göttern, als dem Jupiter, dem Mars etc. die zweyten den halb-göttern, als dem Herkules etc. und die letztern den kaisern, königen, fürsten und berühmten männern zu ehren aufgerichtet worden. Eggers 2, 984. 2@c@aα) statuen stellen in der regel menschliche gestalten dar, s. z. b. Eggers 2, a und Jacobsson unter f, α; seltner thiere, auszer pferde in verbindung mit reitenden menschengestalten, vgl.: wie manches edle pferd hat mehr die statue verdient, als sein reuter! Herder 8, 32 Suphan (plastik 2, 3); ferner löwen, vereinzelt kühe, hirsche u. s. w. 'die statüe, ... eine jede in erhabener arbeit und abgesondert abgebildete menschliche oder thierische figur; im eigentlichsten verstande, so fern sie stehend vorgestellet wird, in weiterm aber auch in jeder andern stellung.' Adelung. ungewöhnliches: der printz von Palagonia bey Palermo hat monstreuse statuen um sein hausz, zuweilen die glieder von drey verschiedenen thieren mit den hörnern von allen an einer eintzigen figur. Lichtenberg aphorismen 2, s. 178 Leitzmann (D 508). 2@c@bβ) statuen stellen zunächst gottheiten oder heroen dar, vgl. Seume unter 1, c: hieraus offenbaret sich an statuen, die durch den verlust des kopfs und anderer zeichen zweydeutig seyn könnten, ob dieselbe einen gott, oder einen menschen vorstellen, und diese betrachtung hätte lehren können, dasz man eine Herculanische sitzende statue über lebensgrösze, durch einen neuen kopf und durch beygelegte zeichen nicht hätte in einen Jupiter verwandeln sollen. Winckelmann s. 162; ich behaupte aber nicht, dasz alle statuen des Apollo diese hohe schönheit haben. 159; die schönsten statuen der Faune sind ein bild reifer schöner jugend. 158; die statue des Merkurs muszte weniger geschicklichkeit, weniger fleisz und arbeit verlangen, ... als eine statue des Jupiters oder der Juno. Lessing 6, 427 (Laokoon 7); der geist der poesie ist das morgenlicht, das die statue des Memnon tönen macht. Novalis 3, 25 Meiszner; die Römer des mittelalters zerschlugen die statuen und götterbilder ihrer groszen vorfahren und brannten kalk daraus. Hebbel tageb. 4, s. 289, 6124 Werner; die statue des genius, der bei uns vornehmlich den schutzgeist der centurie repräsentiert. Jacobi Saalburg s. 401. sonst von sagengestalten: eine der vorzüglichsten statuen, ist ein sterbender sohn der Niobe, den Apollo erschossen hat. Schiller 3, 579; der zufall führt ihn vor die statue der Biblis und des Kaunus. 5, 1, 5 (dom Karlos 1, 1, bühnenanw.); die statue des von schlangen umrungenen Laokoon mag gegenstand des künstlerischen streites sein. Laube ausgew. werke 5, 113 Houben. 2@c@gγ) entsprechend in christlicher zeit: wie eine rasende menge ... die altäre niederreiszen, die statuen der heiligen zerschlagen. Göthe 8, 181 (Egmont 1, 2); eine nebenkapelle, worin mehrere kleinere altäre und statuen von heiligen in nischen angebracht stehen. Schiller 4, 317; Liane stand ... neben einer weiszen statue der heil. jungfrau und blickte in die nacht. J. Paul 22, 156 (Titan 2, 57). 2@c@dδ) statuen von menschen, porträts; so zunächst von königen und fürsten; von Nabuchadonosor, s. Abraham a S. Clara unter 1, a; von römischen kaisern, s. Winckelmann 18. 258 unter 2, b, δ. γ. dazu: die statuen römischer kaiserinnen gleichen heldinnen. 171; sogar die statuen der Gotenkönige sollten nicht allein gesetzt werden, sondern immer zu ihrer rechten seite der kaiser. Freytag 17, 126 (bilder 1, 2); s. auch Hohberg unter 1, a. von obrigkeitlichen personen, heerführern, beamten u. ähnl.: es findet sich eine consularische statue in der villa des hrn. cardinals Alex. Albani. Winckelmann s. 15, s. ferner 17. 302 unter b, γ. δ. im alterthume häufig von siegern in den öffentlichen spielen: wir finden, dasz noch siegern in der ein und sechzigsten olympias hölzerne statuen aufgerichtet worden. Winckelmann s. 13; wir finden von einer statue nachricht, welche zu Elis einem spartanischen ringer, Eutelides, schon in der acht und dreyszigsten olympias aufgerichtet worden. 131; den siegern in den groszen spielen wurden nicht allein an dem orte der spiele ... statuen gesetzet, sondern auch zugleich in ihrem vaterlande. 132; damals wurden auch denen, die im circo in den wettläufen auf wagens den preis erhielten, statuen aufgerichtet. 416 (am rande: misbrauch der statuen an personen ohne verdienste); den fechtern in schauspielen ist die ehre einer statue unter den Griechen vermuthlich niemals wiederfahren. Lessing 6, 538 (Laokoon 28). dabei werden idealisierte und porträtähnliche (ikonische) statuen unterschieden: jeder olympische sieger erhielt eine statue; aber nur dem dreymaligen sieger, ward eine ikonische gesetzet. der mittelmäszigen portraits sollten unter den kunstwerken nicht zu viel werden. 382 (Laokoon 2); der sieger muszte dreimal gesiegt haben, wenn ihm die ikonische statue erlaubt war; eine veredelte war ihm erlaubt beim ersten siege. Herder 8, 33 Suphan (plastik 2, 3). ferner häufig statuen von künstlern, dichtern, schriftstellern, rednern, männern der wissenschaft u. s. w., besonders in der neuern zeit: die statue des rhetors Aristides in der Vaticanischen bibliothek ist aus der zeit, von welcher wir reden, und unter den sitzenden bekleideten figuren nicht die schlechteste. Winckelmann s. 414; das foyer des theaters ist grandios, Voltaire's statue, umgeben von denen Talmas und le Kains, macht die honneur's, in dem oberen foyer sieht man unter vielen anderen die büsten von Moliere und Corneille. Hebbel tageb. 2, s. 335 Werner. 2@c@eε) 'statue, allegorische, fr. statue allegorique, stellet unter der gestalt eines menschen flüsse, gottheiten u. s. w. vor.' Jacobsson 4, 261a (im allgemeinen werden darunter nicht sowol götterbilder, als personificationen abstracter begriffe u. ähnl. verstanden). 2@dd) menschliche figuren können nackt oder bekleidet dargestellt werden, vgl.: 'man findet desgleichen einen unterscheid in der bedeckung, da sie entweder ganz, halb, unbekleidet und nackend sind, in antiquer oder moderner tracht vorgestellet werden.' Eggers 2, 983. nackte gestalten bietet besonders die griechische (und die von ihr beeinfluszte neuere) plastik, daher: 'statue, griechische, eine antike und nackende statue, weil die Griechen ihre gottheiten, helden und athleten nackend vorstelleten.' Jacobsson 4, 261a. im gegensatz dazu: 'statue, römische, die bekleideten, welche ihre verschiedene benennungen von ihrer bekleidung bekommen.' (in diesem sinne nicht mehr üblich.) eigenthümlich ist die unterscheidung: 'statue von stein oder marmor, (bildhauer) diese ist entweder nackend, und denn ist es eine eigentliche statue, (s. diese) oder es ist eine figur mit einem gewand, und heiszt alsdenn portrait.' 261b. (bekleidete statuen in anderm sinne, s. Winckelmann s. 16 unter b, β.) 2@ee) statuen werden nach ihrer grösze, und zwar nach relativer grösze, im vergleich mit dem dargestellten gegenstande, eingetheilt in lebensgrosze, unter- und überlebensgrosze, vgl. Eggers unter a; 'man unterscheidet verschiedene arten von statuen, 1) diejenigen, welche unter natürlicher grösze sind; 2) die, welche der natürlichen grösze gleichkommen; 3) die, welche die natürliche grösze übertreffen; 4) welche auf dreymal und darüber so grosz sind, als menschen gemeiniglich zu seyn pflegen, welche man kolossen nennt.' Jacobsson 4, 260b f. letztere werden auch sonst als besondere klasse abgesondert: statuë colossale, eine statua die die lebensgrösze etlichemal übersteigt. Eggers 2, 985; zu Sais und zu Theben in Aegypten waren colossalische statuen von holz. Winckelmann s. 13; unter die verzierungen gehört besonders eine kolossalische statue des fürsten. Novalis 2, 51 Minor; die ... bronzebruchstücke ... geben der vermutung raum, dasz hier die mehr als lebensgrosze statue einer weiblichen figur (Victoria?) gestanden habe. Jacobi Saalburg s. 95 (im reg.: statue, überlebensgrosze weibliche); statue von halber lebensgrösze, s. 75, s. b, β. stark verkleinerte statuen verlieren meist diese bezeichnung, vgl.: die statue buhlt mit der nips-figur um ihre reize, und unterscheidet sich zuletzt nur noch durch die dimensionen von ihr. Hebbel 12, 191 Werner (das komma im frack). s. auch statuette. 2@ff) 'die stellungen der statuen sind sehr unterschieden, man hat sie stehend, sitzend, liegend, kniend, fallend, reutend, fahrend etc.' Eggers 2, 983. 2@f@aα) am häufigsten werden die gestalten stehend dargestellt, und so wird auch gewöhnlich das wort statue verstanden, wie die übersetzung standbild zeigt: 'man giebt gemeiniglich diesen namen einer jeden ausgehauenen figur, welche auf füszen ruhet, von dem lateinischen stare stehen, allein man benennt auch so noch allgemein eine jede vorstellung des menschlichen körpers, die erhaben und abgesondert ist.' Jacobsson 4, 260b; s. ferner Adelung unter c, α. 2@f@bβ) sehr beliebt ist es, eine gestalt, besonders einen fürsten oder feldherrn, reitend darzustellen: statuë equestre, eine statue zu pferde, dergleichen zu Paris von Henrico IV. Ludovico XIII. und Ludovico XIV. zu Dreszden von Augusto II. und zu Berlin von Friderico Wilhelmo Magno, prächtig zu sehen. Eggers 2, 984; 'statuen zu pferde, fr. statue équestre, stellet einen menschen zu pferde vor.' Jacobsson 4, 265a; im 417. jahre wurden den consuls L. Furio Camillo und C. Moenio, nach dem triumphe über die Lateiner, als etwas ganz seltenes, statuen zu pferde gesetzt. Winckelmann s. 296. im gegensatze dazu erhalten dann auch die gewöhnlichen, stehenden eine besondere bezeichnung: statue pédestre, eine zu fusz stehende statua, wie die von Ludwig dem XIV. auf dem platze des Victoires zu Paris. Eggers 2, 984; 'statue zu fusze, fr. statue pedestre, eine stehende bildsäule.' Jacobsson 4, 265a. Campe im erg.-bd. erörtert eingehend die vorgeschlagenen verdeutschungen; er verwirft pferdesäule, reitbildsäule, bepferdete statue für 'statue équestre' und standsäule für 'statue pédestre' und empfiehlt im anschlusz an Eschenburg für dieses standbild schlechtweg oder standbild zu fusz, fuszstandbild (theil 4, 1, 1044), für jenes rosstandbild oder reitstandbild; das letztere ist nicht üblich geworden, dafür jetzt allgemein reiterstandbild, -statue, auch entstellt: (die Engländerinnen, die nach Düsseldorf kommen,) gehen direkt nach dem marktplatz und betrachten die dort in der mitte stehende, schwarze kolossale reuterstatue. diese soll den kurfürsten Jan Wilhelm vorstellen. Heine 3, 145 Elster (ideen 6). 2@f@gγ) seltner und im ganzen auf das römische alterthum beschränkt sind statuen, die menschen im wagen fahrend darstellen: statuë curule, eine statua in einem siegeswagen von 2 oder 4 pferden gezogen. Eggers 2, 984; 'statue, kurulis, fr. statue curule, eine statue, die einen menschen auf einem wagen vorstellet, wie man dergleichen auf den circis und hippodromen der alten sahe.' Jacobsson 4, 261a. 2@gg) statue bezeichnet stets eine einzelne gestalt; nur die unter f, β und γ angegebenen gruppen heiszen auch so, weil hier die pferde nicht um ihrer selbst willen dargestellt, sondern dem zweck der darstellung untergeordnet sind. andrerseits ist eine statue im allgemeinen eine freistehende und vollständige figur und daher von andern arten plastischer kunstwerke unterschieden; doch werden solche zuweilen mit einbegriffen. 2@g@aα) statue unterscheidet sich von der büste, die nur den kopf und den anschlieszenden obertheil des rumpfes darstellt; für diese sagt Campe: brustgebilde, bruststück. ähnlich die antiken hermen, die Winckelmann noch nicht zu den statuen rechnet: endlich fieng Dädalus an, wie die gemeineste meynung ist, die unterste hälfte dieser bildsäulen in gestalt der beine von einander zu sondern; und weil man nicht verstand, aus stein eine ganze menschliche figur hervorzubringen, so arbeitete dieser künstler in holz, und von ihm sollen die ersten statuen den namen dädali bekommen haben. s. 7; die statuen des Jupiters und der Juno zeigten die völlige person dieser götter; die statue des Merkurs hingegen war ein schlechter viereckigter pfeiler, mit dem bloszen brustbilde desselben. Lessing 6, 427 (Laokoon 7). 2@g@bβ) eher gilt die bezeichnung statue von den ganz oder halb ausgeführten menschlichen figuren, die in bauwerken an stelle von säulen oder pfeilern oder in verbindung mit diesen als stützen der decke verwendet werden: 'statue, persische, eine männliche figur, welche statt einer säule dienet'. Jacobsson 4, 261a; für karyatide: statue, cariatidische, s. cariatide. ebenda. 2@g@gγ) scharf unterschieden werden dagegen statuen von reliefdarstellungen, vgl. z. b.: (statuen von wettläufern, s. c, δ) von welchen man sich einen begriff machen kann ... von einer groszen ovalen begräbniszurne in der villa Albani, und sonderlich aus einer wirklichen statue in der villa Negroni. Winckelmann s. 416; man findet öftrer berühmte statuen und basreliefe auf alten münzen copiret. Lessing 6, 425 (Laokoon 7). 2@hh) statuen werden an verschiedenartigen örtern aufgestellt. 2@h@aα) zunächst und meistens an öffentlichen plätzen, vgl. z. b. Seume unter 1, c; so insbesondere die denkmäler berühmter menschen: an einem berühmten orte Deutschlands ist der paradeplatz mit statuen umgeben, griechische helden, mit neuem spitzen knie und der trummel. Herder 8, 63 Suphan (plastik 4). 2@h@bβ) götter- (und heiligen-)bilder gewöhnlich in tempeln (seltner andre statuen): der statuen in den tempeln so wohl der götter, als ihrer priester und priesterinnen, nicht zu gedenken. Winckelmann s. 131; so dasz ... in den ersten hundert und siebenzig jahren, weder statuen noch bilder der götter in den tempeln zu Rom gewesen. 294. solche götterbilder bei feierlichen anlässen umhergetragen: in öffentlichen proceszionen wurden noch statuen von holz umher getragen. ... da der blitz in den tempel der Juno Regina auf dem Aventino geschlagen hatte, wurde zu abwendung übler vorbedeutung verordnet, zwo statuen dieser göttinn von cypressen-holze, aus diesem ihren tempel umher zu tragen. 299; wenn Lucrez den wechsel der jahreszeiten beschreibet, ... hatte er kein ganzes jahr durchlebet, um alle die veränderungen selbst erfahren zu haben, dasz er sie nach einer proceszion schildern muszte, in welcher ihre statuen herumgetragen wurden? Lessing 6, 429 (Laokoon 7); s. ferner Hebbel unter 1, f und Schiller unter 2, c, γ. 2@h@gγ) sonst stehen passende statuen in öffentlichen gebäuden, z. b. in theatern die von dichtern und berühmten schauspielern, s. Hebbel unter c, δ. — statue auf der bühne: nächstens wird der maler ein bild, der bildhauer eine statue für die bühne verweigern, weil bild und statue nicht die hauptgegenstände auf der bühne seien. Laube ausgew. werke 6, 120 Houben. 2@h@dδ) statuen in palästen und vornehmen privathäusern, s. Fr. W. A. Schmidt unter 1, c. so wol auch in der zusammenstellung: sie müssen die säulen und statuen sehen, von denen ihm noch eine dunkle idee übrig geblieben ist. Göthe 20, 259 (W. Meister 8, 9); im bilde: wir menschen stehen vor dem universum, wie die ameise vor einem grossen majestätischen palaste. es ist ein ungeheures gebäude, unser insektenblick verweilet auf diesem flügel, und findet vielleicht diese säulen, diese statuen übel angebracht; das auge eines bessern wesens umfaszt auch den gegenüberstehenden flügel, und nimmt dort statuen, und säulen gewahr, die ihren kamerädinnen hier symmetrisch entsprechen. Schiller 2, 344. sonst bei bauwerken: über die Saale führt eine feste brücke von holz, ... zu der von der einen seite eine art von thor oder triumphbogen führt, der sich von weitem ganz gut präsentiert, dessen architektonische verzierungen und statuen aber eben keine meisterstücke sind. Novalis 2, 56 Minor. 2@h@eε) in parks, besonders den französischen gärten des 18. jahrh., s. Elisabeth Charlotte unter 1, b, Naumann unter 1, c, Eichendorff unter 1, f. 2@h@zζ) dazu als specielle abart: statuë hydraulique, ein fontainen-bild, so zu einem aufsatze bey einem springbrunnen gebraucht wird. Eggers 2, 985; 'statue, hydraulische, zierathen, die bey springbrunnen angebracht werden, durch welche das wasser hervor getrieben wird.' Jacobsson 4, 261a. 33) statue zuweilen in übertragenem gebrauche; von einem toten, vergleichsweise im ausgeführten bilde: wenn man einen todten sieht, so ist es einem oft, als wäre er die stille, ruhige, abgeschlossene statue, die das leben durch unausgesetzte schläge ausgemeiszelt. Hebbel tageb. 2, 51, 2033 Werner. von einem menschen, der vor affect bewegungslos und bewusztlos ist, s. Schiller 1, 216 unter 1, d. tanzende statuen von mädchen, zum ausdruck idealer schönheit, s. Goekingk 1, 93 unter 1, c. hier vielleicht in erinnerung an die statue des Pygmalion, in die sich der künstler verliebte und die auf sein gebet von Venus belebt wurde. vgl. ferner: aller erste anblick und eindruck, den kinder und unerfahrne von einer statue haben, ist ... gefühl, als ob sie wandelten und lebten. ... bei allen wilden oder halbwilden sind daher die statuen belebt, dämonisch, voll gottheit und geistes. Herder 8, 73 Suphan (plastik 5). — in anderer weise, das abbild im gegensatz zum dinge selbst, s. Herder 5, 213 unter 1, c.
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Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    statuef.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    statue , f. standbild, bildsäule. lehnwort aus dem lat. statua. 1 1) geschichte der form. 1@a a) die ältesten belege sta…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Statue

    Goethe-Wörterbuch

    Statue [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Statue

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Statue , lat. statua , Bildsäule, Standbild, eine von der plastischen Kunst vollständig ausgeführte Gestalt, entweder Id…

  4. modern
    Dialekt
    Statue

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Statue Rhfrk, Mosfrk -adū:, –du; sonst -tū: , Pl. -ə(n) [ Dür-Geich Pl. -ū·ə.rə ] f.: 1. wie nhd., bes. in der Kirche.…

  5. Spezial
    Statue

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Sta|tue f. (-,-n) statua (-ues) f.

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Wortbildung

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statue‑ als Erstglied (19 von 19)

statuenbronze

DWB

statue·n·bronze

statuenbronze , f. , vgl. statue 2, b, γ ; jetzt eine legierung aus 88—90 % kupfer, 6—9 ½ % zink und 1,4—4 % zinn ( event. 1 % blei ), s. Ka…

statuengieszer

DWB

statuengieszer , m. , vgl. statue 2, b, γ ; 'bildgieszer, statuengieszer, sind solche künstler, die aus wachs, gyps und mancherley metallen …

statuengruppe

DWB

statue·n·gruppe

statuengruppe , f. : er ... schaute nach der stadt zurück, wo sich auf dem in diesem augenblicke hervorragendsten bauwerke, der neuen Jesuit…

statuengusz

DWB

statuengusz , m. herstellung von statuen ( vgl. das., 2, b, γ ) durch gusz, aus bronze oder guszeisen; auch kunstgusz, figurengusz, bildgies…

statuenkostüm

DWB

statue·n·kostuem

statuenkostüm , n. , bestehend aus tunika, überwurf und sandalen, das der maler Louis David in nachahmung des alterthums einführen wollte, s…

statuenlob

DWB

statue·n·lob

statuenlob , n. : so sang Pindar und setzte seinen gesang über statuenlob und schöne. Herder 8, 63 ( plastik 4), vgl. statue 2, c, δ .

statuenolymp

DWB

statue·n·olymp

statuenolymp , m. vom nachthimmel wegen der mit götternamen benannten sternbilder: als Zesara endlich aus den ketten des zimmers ... hinaust…

statuente

MNWB

° statuente , m. , „ Nye Regenten Nyer Gesette statuenten ” (Nic. Gryse Laienbibel 1 H 1 v).

statuenweise

DWB

statue·n·weise

statuenweise , adv. : was die wachs-possierer für schöne, verwundersame und künstliche wercke aus dem wachs verfertigen, ist weltkündig, ja …

statuêren

MNWB

stat·ueren

statuêren , swv. , festsetzen, bestimmen, * ên exempel s. ein warnendes Beispiel aufstellen; als eigenwilliges Wortspiel (Truppen) s. unde s…

statuette

DWB

statuette , f. , deminutivbildung zu statue mit französischer endung ( im franz. selbst nicht gebräuchlich, dagegen auch im dän. ): er ... b…

Ableitungen von statue (1 von 1)

Statǖe

WWB

Statǖe f. [verstr.] Statue. De Statüe vam heiligen Aloisius ( Bri Ri). ⟨ Vokalismus: ǖ ( Rek Bo ), ǖe [ Rek Bri], ›ūe‹ ( Bri Ri) ⟩ ¶ RhWb 8,…