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seigern

mhd. bis Lex. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
11 in 8 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

seigern

seigern

seigen Vb. ‘niedersinken, sich senken’, ahd. sīgan ‘tröpfeln, niedersinken, sich neigen’ (9. Jh., gisīgan ‘herabfließen’, anasīgan ‘hereinbrechen’, 8. Jh.), mhd. sīgen ‘sich senken, niederfallen, tropfend fallen, fließen, strömend sich bewegen’, asächs. sīgan ‘sinken’, mnd. sīgen ‘niedersinken, tröpfeln’, mnl. sīghen ‘seihen, niedersinken, durch etw. hindurchfließen lassen’, nl. zijgen, afries. sīga, aengl. sīgan ‘sinken, gleiten’, anord. sīga, schwed. (mundartlich) siga ‘sinken, tröpfeln’ (germ. *sīgan), verwandt (durch grammatischen Wechsel) mit seihen (s. d.). Bereits in frühnhd. Zeit wird das starke Verb seigen ungebräuchlich, ebenso wie das dazu gebildete schwache Kausativum seigen ‘sinken machen, senken, neigen’ (z. B. von der Waagschale), mhd. seigen, anord. siga. Länger halten sich hingegen die zugehörigen Ableitungen wie seigern Vb. ‘die Tiefe ausloten, Metalle tröpfelnd ausschmelzen’ (16. Jh.), spätmhd. seigern ‘Münzen mit der Waage auf ihren Wert prüfen und sondern’; Seige f. ‘Neigung, Bodensenke’, im Bergbau ‘vertiefte Stelle, in der Grubenwasser ablaufen kann’, mhd. seige; seiger Adj. ‘unklar, trübe’ von Flüssigkeiten, mhd. seiger, ‘senkrecht’ gemäß dem Bleilot (16. Jh.); Seiger m. ‘Sand-, Wasseruhr’ (nach dem Herabrieseln des Sandes, dem Abtröpfeln des Wassers), ‘Turmuhr’ (nach dem einer Unruh ähnlichen schwingenden, zur Regulierung mit verschiebbaren Gewichten versehenen Waagebalken), mhd. seiger ‘Münzwaage, Sand-, Wasseruhr’.
1465 Zeichen · 39 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    seigernswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    seigern swv. BMZ s. v. a. seigen. daʒ gelt, die phenninge etc. seigern, die guten münzsorten von den schlechten ( durch …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Seigern

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    1. Seigern , verb. reg. act. von dem Beyworte seiger, ein Wort, welches in dem zusammen gesetzten abseigern am üblichste…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Seigern

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Seigern ( Abseigern ), das Ausschmelzen einer leichtflüssigern Substanz aus einer strengflüssigern bei einer den Schmelz…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit seigern

5 Bildungen · 0 Erstglied · 4 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von seigern 2 Komponenten

seig+ern

seigern setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

seigern als Zweitglied (4 von 4)

abseigern

DWB

abseigern , ad perpendiculum metiri, den schacht mit dem seiger oder senkblei messen. Herttwig 362 a .

ausseigern

DWB

aus·seigern

ausseigern , igne metallum separare: das silber vom kupfer ausseigern.

erseigern

DWB

erseigern , 1 1) intr. elanguere, ahd. irseigrên. Graff 6, 131 , ôli irseigrêta, elanguit oleum, versiegte; anima sapientissima siccissima, …

ūzseigern

KöblerMhd

ūzseigern , sw. V. Vw.: s. ūzseigeren*

Ableitungen von seigern (1 von 1)

erseigern

DWB

erseigern , 1 1) intr. elanguere, ahd. irseigrên. Graff 6, 131 , ôli irseigrêta, elanguit oleum, versiegte; anima sapientissima siccissima, …

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APA
Cotta, M. (2026). „seigern". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/seigern/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „seigern". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/seigern/pfeifer_etym. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „seigern". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/seigern/pfeifer_etym.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„seigern"},
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  urldate      = {2026-05-10},
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