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scheppen

mnd. bis sprichw. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MNWB
Anchors
15 in 9 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
29
Verweise raus
25

Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

¹scheppen stv.

Bd. 3-1, Sp. 80
1scheppen, schippen, schāpen, stv., swv., (3. Sing. präs. scheppet, schāpet, schēpet; Prät. schôp [schoep schoip schoup] schuͦp scheppede schippede; Part. prät. [ge]schāpen [ge]schāpet [ge]scheppet), I. trans. 1. erschaffen, hervorbringen (vom Schöpfungsakt). 2. Form, Gestalt geben, von Stoff, Kleidern: zuschneiden, nähen, anfertigen; geistig von Gedanken: fassen, formen, vorstellungsmäßig bilden; körperlich von Gebärden: de hant sch. alsô êne schêre. 3. schaffen, tätigen, bewerkstelligen, nut sch., mit dat-Satz: bewirken, ausrichten daß; als Einrichtung schaffen, stiften êne vicarîe sch.; einrichten, ordnen sîne dinc sch. sein Haus bestellen, seine Angelegenheiten regeln, Zurüstungen treffen, des rîkes dinc sch. die Staatsgeschäfte besorgen, ȫrlôge sch. zum Kriege rüsten; abs. mit Erfolg tätig sein, zum Ziele kommen. 3. []schließenbeschließen, verfügen, mēde sch. mitbestimmen, mitregieren. 4. c. A. p. sch. tô (an) besetzen, bestimmen, einsetzen für, sch. van abschichten, abteilen. 5. herbeischaffen, sorgen für rât sch., liefern, c. D. p. verschaffen, besorgen, stellen. II. refl. sik sch. in sich der Gestalt nach verwandeln in, sik sch. nâ sich anpassen an, entsprechen, sik sch. tô sich bereit machen zu, vorbereiten auf, sik tõ wēre sch. sich rüsten. III. Part. prät. adj., 1. erschaffen, creatus, vergänglich, irdisch geschāpene schö̂nhê(i)t. 2. zugeschnitten, genäht, geschāpen want (klê[i]dere). 3. gestaltet, gebildet, wol (: lê[i]tlĩk) geschāpen, wohlgebildet, schön (: abstoßend, häßlich), häufig vergleichsweise geschāpen sîn alse, efte aussehen wie; wô is it darümme geschāpen? wie ist es damit bestellt, beschaffen?
1659 Zeichen · 55 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    scheppenst. V., sw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    scheppen , st. V., sw. V. nhd. „schöpfen“ (2), schaffen, erschaffen (V.), hervorbringen, Form geben, Gestalt geben, zusc…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Scheppenv., trs

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    † Scheppen , v. trs . im N. D. schaffen, schöpfen; wie auch schneiden. D. Scheppen .

  3. modern
    Dialekt
    scheppentr. v.

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    ElsWB PfWB RhWB scheppe n [šepə fast allg.; šebə Pfb. Bi. ; šèpfe Weil.; šefən Falk. D. Si. ; šêfən Bo. — Ptc. gəšept (g…

  4. Sprichwörter
    Scheppen

    Wander (Sprichwörter)

    Scheppen Nümms kann sick sülfst schippen (schüppen). – Hauskalender, I.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit scheppen

40 Bildungen · 11 Erstglied · 26 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von scheppen 2 Komponenten

schep+pen

scheppen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

scheppen‑ als Erstglied (11 von 11)

Scheppenap

WWB

scheppe·nap

Scheppe-nap m. [verstr. WMünsterl Enr] 1. Gefäß mit Stiel (bes. zum Schöpfen des Schweinefutters). — 2. Napf, Kelle zum Schöpfen von Wasser …

Scheppengerichte

WWB

scheppen·gerichte

Scheppen-ge-richte n. Schöffengericht ( Kr. Detmold Det Is). Ge- scheppe n. Geschöppe Geschöpf ( Kr. Brilon Bri Ka). ¶ WWB-Source:207:NdsWb …

scheppen II

RhWB

scheppen II -e- = schnellen s. schüppen III.

scheppen III

RhWB

scheppen III PfWB PfWB ElsWB ElsWB LothWB das Wort ist allg.; nur das WMosfrk hat eine andere zugrunde liegende Form scheffen (-ęf-, –Ef-); …

scheppenisse

KöblerMnd

scheppe·nisse

scheppenisse , F. nhd. Schöpfung, Erschaffung, Erschaffenes, Geschöpf, Gestalt, Form, Aussehen, Beschaffenheit, Zustand, Schaffung, Herbeifü…

Scheppenstädt

Herder

Scheppenstädt , braunschweig. Stadt mit 2700 E.; im norddeutschen Volkswitze steht S. neben Schilda.

scheppentlīken

KöblerMnd

schepp·entlīken

scheppentlīken , Adv. nhd. „schaffentlich“?, kreatürlich, erschaffenerweise E.: s. scheppentlīk, scheppen (1), līken (1) L.: MndHwb 3, 81 (s…

scheppen als Zweitglied (26 von 26)

abscheppen

LothWB

ab-scheppe n Fo. u. fast allg. tr. v. abschöpfen: de Rahm a. s. scheppe.

afscheppen

MeckWBN

Wossidia afscheppen wie afkellen, s. Melk 1.

anescheppen

KöblerMnd

ane·scheppen

anescheppen , (Part. Prät.=)Adj. nhd. von Natur gegeben E.: s. ane, scheppen L.: MndHwb 1, 101 (anscheppen)

anscheppen

KöblerMnd

anscheppen , st. V. Vw.: s. anescheppen*

aufscheppen

RhWB

auf·scheppen

auf-scheppen: PfWB 1. Zupp opsch. in den Teller sch. Rip, Nfrk. RA.: Wenn ich sägg, schöpp op, da wörd opgeschöpp! ich habe zu befehlen, mei…

ausscheppen

RhWB

aus·scheppen

aus-scheppen: 1. etwas a., a. z.B. die Suppe a.Allg. RA.: Dou kris hei net miəhr utgeschöppt bekommst nichts mehr zu essen, du hast das Haus…

bescheppen

KöblerMnd

bescheppen , sw. V. Vw.: s. beschippen

einscheppen

RhWB

ein·scheppen

ein-scheppen: PfWB in den Teller sch.; der (ihr) hot mer so viel ingescheppt, dat kann ich jo gar nit all esse Rhfrk, Allg.

erscheppen

KöblerMnd

ersch·eppen

erscheppen , sw. V. nhd. „erschöpfen“, ausschöpfen Hw.: vgl. mhd. erschepfen E.: s. er (3), scheppen (2) W.: s. nhd. erschöpfen, sw. V., ers…

ferscheppen

WWB

fer·scheppen

fer-scheppen V. [Sos, verstr. Kr. Steinfurt Stf Kr. Beckum Bek Arn] 1. entstellen, verunstalten; verderben, zerstören. Et hätt dat ganze Miä…

fulscheppen

WWB

ful·scheppen

ful-scheppen V. dass. Sik ’n Täller fulschepp’m ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Wl ).

inscheppen

WWB

insch·eppen

in-scheppen V. [WMünsterl Kr. Lippstadt Lst die krfr. Stadt Hagen Hag Bri] in etwas schöpfen, hineinschöpfen; mit dem Schöpflöffel auftun, a…

lauscheppen

WWB

lausch·eppen

lau-scheppen V. auf Kosten anderer leben; darauf aus sein, auf Kosten anderer zu essen oder zu trinken ( WmWb ).

ȫverscheppen

MNWB

oever·scheppen

° ȫverscheppen , ōver- , swv. : refl. sik ȫ. sich verwandeln, sich eine andere Gestalt geben (SL: B. d. Byen).

overscheppen

LW

over·scheppen

over-scheppen, sik o., sich verschaffen, d. h. sich eine andere Gestalt geben, verwandeln.

upscheppen

MNWB

° upscheppen , v. : aufschöpfen, (mit dem Schöpflöffel) die Teller füllen, „ Scheppet vp mit deme groten sleue, Szo willen wy ynn froͤuden l…

usscheppen

LothWB

us-scheppe n tr. v. fast allg. 1. herausschöpfen: de Supp u. — 2. ausleeren : se han de Bure usgescheppt. Das Ptc. usgescheppt hat die Bedeu…

ūtscheppen

WWB

utsch·eppen

ūt-scheppen V. [WMünsterl Kr. Beckum Bek die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Isl] leer schöpfen. De Kuhle uutscheppen ( W…

wedderscheppen

MeckWB

wedder·scheppen

Wossidia wedderscheppen a. Spr. wiederbeschaffen: 'were ok dat en dat slot afghinghe, dewile id ere pant were ..., so schale wy en dat slot …

ōverscheppen

KöblerMnd

ōverscheppen , sw. V. Vw.: s. ȫverschippen*?

ūtscheppen

KöblerMnd

ūtscheppen , sw. V., st. V. nhd. beschaffen (V.), liefern E.: s. ūt..., scheppen (1) L.: Lü 462a (ûtschippen)

ȫverscheppen

KöblerMnd

ȫverscheppen , sw. V. Vw.: s. ȫverschippen*?

Ableitungen von scheppen (3 von 3)

bescheppen

KöblerMnd

bescheppen , sw. V. Vw.: s. beschippen

erscheppen

KöblerMnd

erscheppen , sw. V. nhd. „erschöpfen“, ausschöpfen Hw.: vgl. mhd. erschepfen E.: s. er (3), scheppen (2) W.: s. nhd. erschöpfen, sw. V., ers…

scheppene

KöblerMnd

scheppene , sw. M. Vw.: s. schēpen (4) L.: MndHwb 3, 81 (scheppen[e])