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saebel

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Wander
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12 in 12 Wb.
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Säbel

Bd. 3, Sp. 1692
Säbel 1. Der Säbel hat keine Schneide, der Degen keine Scheide, die Muskete keinen Schaft, das Pulver keine Kraft, der Soldat bekommt kein Geld; so geht's öfters in der Welt. – Parömiakon, 3226. 2. Der scharfe Säbel ist mein Acker und Beutemachen mein Pflug. Soldatensprichwort im Dreissigjährigen Kriege. (G. Freytag, Bilder aus der deutschen Vergangenheit, II, 77.) 3. Es ist besser unter den Säbel kommen als unter das Messer. Aehnlich russisch Altmann VI, 476. 4. Kannst du den Säbel gürten um den Leib, so nimm ein Weib. (Serb.) 5. Säbel ist Säbel, aber kein Recht. Poln.: Nie do korda, Panie Horda. (Lompa, 22.) 6. Vor nürnberger Säbeln laufen nur Kinder. 7. Wenn der Säbel sieht, dass er lang ist, so meint er, er werde das Messer verschlucken. (Surinam.) Sinn: Weil du stärker, reicher, vornehmer bist, als ich bin, so glaubst du, mit mir leicht fertig zu werden; sieh zu, dass du dich nicht täuschest! 8. Wer den Säbel schleift, um einen andern zu tödten, schleift ihn für den eigenen Hals. 9. Den Säbel an der Seite und barfuss. Poln.: Pod kordem a boso. (Lompa, 28.) 10. Mit dem Säbel rasseln. Kriegerische Reden führen, mit dem Nebenbegriff, dass es mit dem Angriff nicht Ernst ist. »Mit Erstaunen erfahren wir durch den Telegraphen, dass die französischen Minister in unerhörter Weise mit dem Säbel gerasselt haben.« (Bresl. Zeitung vom 10. Juli 1870, Nr. 315.) »Die ministeriellen Erklärungen Frankreichs lassen die Möglichkeit offen, dass Napoleon III. nur mit dem Säbel rasselt.« (Nordd. Allg. Zeitung vom 9. Juli 1870.) 11. Mit einem bleiernen Säbel kämpfen. Mit einfältigen Gründen streiten, etwas auf eine ungeschickte Art beweisen. Lat.: Plumbeo gladio jugulari. (Cicero.) (Binder II, 2588; Erasm., 172; Philippi, II, 98.) 12. Und wenn der Säbel bricht. – Klix, 84. 13. Und wenn sogleich der Säbel bricht, so lass ich meine Nicken nicht. – Frischbier2, 2781. [Zusätze und Ergänzungen] 14. Ar macht sich mit 'n Sabel 'n Wag durch de Walt. – Larisch, 14. D.h. er macht seine Carrière als Soldat.
2037 Zeichen · 65 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Säbel

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Säbel , des -s, plur. ut nom. sing. ein langes, breites und gekrümmtes Schwert, dergleichen unter andern auch die Tü…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Säbel

    Goethe-Wörterbuch

    Säbel einschneidige (leicht gekrümmte) Schlagwaffe mit Spitze, bes zur Kavallerieuniform gehörig; auch als Theaterrequis…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Säbel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Säbel , Hiebwaffe mit gekrümmter Klinge von nicht unter 90 cm Länge, in Deutschland bei der leichten Kavallerie im Gebra…

  4. modern
    Dialekt
    Säbelm.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Wossidia Säbel Sabel m. Säbel: Sabel un Musket Bri. 1, 172; Rda. für dichten Tabaksqualm: Dor kann 'n mit 'n Säbel dörch…

  5. Sprichwörter
    Säbel

    Wander (Sprichwörter)

    Säbel 1. Der Säbel hat keine Schneide, der Degen keine Scheide, die Muskete keinen Schaft, das Pulver keine Kraft, der S…

  6. Spezial
    Säbel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Sä|bel m. (-s,-) (auch ‹sport› ) sabla (-les) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit saebel

74 Bildungen · 53 Erstglied · 20 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von saebel 2 Komponenten

sae+bel

saebel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

saebel‑ als Erstglied (30 von 53)

Säbelbein

Campe

saebel·bein

Х Das Säbelbein , — es, Mz. — e . 1) Ein wie ein Säbel gekrümmtes Bein, ein krummes Bein, da es in der Gegend des Knies ent= weder einwärts …

säbelbeint

MeckWB

Wossidia säbelbeint dass. (1882) Ha Hagenow@Redefin Red .

Säbelblatt

PfWB

saebel·blatt

Säbel-blatt n. : eine Blattform der Tabakpflanze, nur in der Wend.: groß wie e Schorz Säwelbleddeʳ [ GH-Freisb ]; vgl. PfWB Säbeltabak . —

Säbelblume

PfWB

saebel·blume

Säbel-blume f. : 'Schwertlilie (Iris germanica)', Säw(e)lblumm [SP-Dudhf LA-Mart, Wilde 225]. SHW Südhess. V 6 . —

säbelbohne

DWB

saebel·bohne

säbelbohne , f. phaseolus vulgaris Nemnich ; der name bezieht sich auf die gekrümmte form der schoten.

säbelfinne

DWB

saebel·finne

säbelfinne , f. schwertdelphin ( delphinus pinna, the sword grampus, l'épée de mer ). Nemnich. ebenda säbelfisch, m.

Säbelfisch

Campe

saebel·fisch

Der Säbelfisch , — es, Mz. — e , der Schwertfisch (Xiphias gladius L ). S. d.

Sǟbelfūß

Adelung

saebel·fuss

Der Sǟbelfūß , des -es, plur. die -füße, krumme fehlerhafte Füße der Pferde, welche wie ein Säbel gekrümmet sind.

säbelfusz

DWB

säbelfusz , m. fehlerhaft gekrümmter fusz beim pferde. Adelung. hierzu säbelfüszig, adj.

Säbelgefäß

Campe

saebel·gefaess

Das Säbelgefäß , — es, Mz. — e , bei den Schwertfegern, das Gefäß eines gewöhnlichen Säbels beim Fußvolke, welches aus einem Kopfe, Griffe u…

säbelgefäsz

DWB

säbelgefäsz , n. theil des säbels, in welchen die faust faszt, aus griff, bügel und stichblatt bestehend.

säbelgerassel

DWB

saebel·gerassel

säbelgerassel , n. besonders gern in neuerer sprache zur bezeichnung prahlerischer kriegsdrohungen: das säbelgerassel wird der regierung nic…

säbelhessig

MeckWB

Wossidia säbelhessig dass. : he geiht so säbelhessig (1885) Wi Wismar@Poel Poel ; Ro Rostock@Ribnitz Ribn .

säbelhieb

DWB

saebel·hieb

säbelhieb , m. : wie man bräutigam und braut mit säbelhieben auseinander riss. Schiller kab. u. liebe 2, 2 ; doch weh! ach weh! ein säbelhie…

säbelholz

DWB

saebel·holz

säbelholz , n. aus krummem holze geschnittenes material zum schiffsbau. Jacobsson 3, 477 a .

säbelig

DWB

säbelig , säblig , adj. säbelförmig: mir danks, wenn ich nicht in der zornwut dir die faust anleg' ans glatte gesicht, und den stock an die …

saebel als Zweitglied (20 von 20)

Bêrgsäbel

Adelung

berg·saebel

Der Bêrgsäbel , des -s, plur. ut nom. sing. ein bergmännisches Gewehr mit einem schwarzen Griffe, welches die Ältesten der Knappschaft trage…

Ehrensäbel

Campe

ehren·saebel

○ Der Ehrensäbel , des — s, d. Mz. w. d. Ez. ein Säbel, welcher, besonders im neuern Frankreich, einem tapfern und braven Krieger als Ehrenb…

gesäbel

DWB

gesäbel , n. das hauen mit dem säbel; ungeschicktes schneiden.

glück(s)säbel

DWB

glucks·saebel

glück(s)säbel , m. , der säbel eines im kampf immer siegreichen: die ... feind verwunderten sich über den glückssäbel Leopoldi ..., dasz der…

heldensäbel

DWB

helden·saebel

heldensäbel , m. : der Niklas Zriny, der gefürchtete, ist jetzt in Wien, wie meine boten melden; leicht überrumpeln wir das stolze Sigeth, w…

husarensäbel

DWB

husaren·saebel

husarensäbel , m. ein seitengewehr, dessen klinge krumm ist und dessen gefäsz keinen korb hat. Jacobsson 2, 295 b .

Mameluckensäbel

GWB

mameluck·en·saebel

Mameluckensäbel Mamme-, Bindestrichschr unter den Mameluckenherrschern Ägyptens (bis 1798) gebräuchliche Hiebwaffe der Reitertruppen mit gek…

Meersäbel

Adelung

meer·saebel

Der Meersäbel , des -s, plur. ut nom. sing. ein Meerfisch, welcher zu dem Geschlechte der Delphinen gehöret. 10 bis 12 und in Amerika bis 30…

schleppsäbel

DWB

schlepp·saebel

schleppsäbel , m. säbel der reiterei, der an langem riemen getragen wird und beim gehen hinten nachschleppt.

schmecksäbel

DWB

schmeck·saebel

schmecksäbel , m. wahrscheinlich zunächst bezeichnung einer art säbel, vielleicht mit schmecken, schmacken, schlagen zusammenhängend ( vgl. …

Sommertagssäbel

PfWB

sommertag·s·saebel

Sommertags-säbel m. : 'hölzerner, mit Bändern, Brezeln oder Sträußen geschmückter Säbel, den die Knaben am Sommertag 2 mit sich führen', -sä…

stocksäbel

DWB

stock·saebel

stocksäbel , m. , ähnlich oben stockdegen, nur mehr zum hieb gebraucht: mein vater aber erlaubte mir, diesen balg zu töten als einen franzos…

türkensäbel

DWB

tuerken·saebel

türkensäbel , m. , ' allgemein, gilt als besonders schreckhaft ' schweiz. id. 7, 37: bald sieht man die habichts-schnäbel ihro krumme clarit…

Ableitungen von saebel (1 von 1)

gesäbel

DWB

gesäbel , n. das hauen mit dem säbel; ungeschicktes schneiden.