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Säbel

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
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12 in 12 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Säbel m.

Bd. 5, Sp. 680
Säbel, Sabel2 m.: 1. 'Hiebwaffe mit gekrümmter Klinge und einer Schneide; Seitengewehr des Soldaten', Säw(e)l (sEwəl, sEwl) [verbr. westl. WPf mancherorts übrige Pf, Müller Dietschw 58 Krämer Gal 178], Sew(e)l (sēwəl, sēwl) [mancherorts VPf mittl. WPf], Sawel (sāwəl) [NW-Hardbg Schandein Ged. 247]; Pl. wie Sg.; Zs.: Schleppsäbel. So e Soldat hat a viel se traae: Brotbeirel (-beutel), Aff, Gewehr, Batrone, S. [KL-Reichb]. Un dort krieh ich Puschtur un Art, / Kasket, e Flint un Sawel [Firmenich III 247]. VK.: Am Sommertag tragen die Knaben im Umzug mit Bändern, Brezeln oder Sträußen geschmückte hölzerne Säbel (vgl. Sommertagssäbel) [NW-Duttw Elmst NW-Geinsh Wachh SP-Harths Mechth LA-Birkw Böbing Bornh Gommh Ilbh Nd'hochstdt GH-O'lustdt Westh Weingt Zeisk]. VR. s. abhauen 1, Martini, Musikant 1. a. 1721: »der junge Reif habe seinen Sohn mutwilligerweise mit dem Sabell gehauen und verwundet« [Küchler 573]. a. 1788: es wird versteigert: Ein alter Sabel [Kurpf. A. Nr. 1631/8/37 (KL-Steinwd)]. — 2. 'altes, rostiges, abgebrauchtes Messer', Säwel [ZW-O'aub], Sawel [PS-Bruchw]. — 3.a. 'überaus große männliche Person', Säwel [KL-Olsbr]. — b. 'ungehobelter, roher Mensch', Sawel (sāwəl) [KU-Schmittw/O HB-Beed]. — 4. 'Rausch', in der Wend.: Er hat e Säw'l [Gimmel in Wasgau-Bote 1934 Nr. 11]. — Südhess. V 6; Rhein. VII 662; Lothr. 430; Els. II 317.
1381 Zeichen · 42 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Säbel

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Säbel , des -s, plur. ut nom. sing. ein langes, breites und gekrümmtes Schwert, dergleichen unter andern auch die Tü…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Säbel

    Goethe-Wörterbuch

    Säbel einschneidige (leicht gekrümmte) Schlagwaffe mit Spitze, bes zur Kavallerieuniform gehörig; auch als Theaterrequis…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Säbel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Säbel , Hiebwaffe mit gekrümmter Klinge von nicht unter 90 cm Länge, in Deutschland bei der leichten Kavallerie im Gebra…

  4. modern
    Dialekt
    Säbelm.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Säbel Sabel m. Säbel: Sabel un Musket Bri. 1, 172; Rda. für dichten Tabaksqualm: Dor kann 'n mit 'n Säbel dörchhaun Wa; …

  5. Sprichwörter
    Säbel

    Wander (Sprichwörter)

    Säbel 1. Der Säbel hat keine Schneide, der Degen keine Scheide, die Muskete keinen Schaft, das Pulver keine Kraft, der S…

  6. Spezial
    Säbel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Sä|bel m. (-s,-) (auch ‹sport› ) sabla (-les) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit saebel

58 Bildungen · 53 Erstglied · 4 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von saebel 2 Komponenten

sae+bel

saebel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

saebel‑ als Erstglied (30 von 53)

Säbelbein

Campe

saebel·bein

Х Das Säbelbein , — es, Mz. — e . 1) Ein wie ein Säbel gekrümmtes Bein, ein krummes Bein, da es in der Gegend des Knies ent= weder einwärts …

Säbelblatt

PfWB

saebel·blatt

Säbel-blatt n. : eine Blattform der Tabakpflanze, nur in der Wend.: groß wie e Schorz Säwelbleddeʳ [ GH-Freisb ]; vgl. Säbeltabak . —

Säbelblume

PfWB

saebel·blume

Säbel-blume f. : 'Schwertlilie (Iris germanica)', Säw(e)lblumm [SP-Dudhf LA-Mart, Wilde 225]. Südhess. V 6 . —

säbelbohne

DWB

saebel·bohne

säbelbohne , f. phaseolus vulgaris Nemnich ; der name bezieht sich auf die gekrümmte form der schoten.

säbelfinne

DWB

saebel·finne

säbelfinne , f. schwertdelphin ( delphinus pinna, the sword grampus, l'épée de mer ). Nemnich. ebenda säbelfisch, m.

Säbelfisch

Campe

saebel·fisch

Der Säbelfisch , — es, Mz. — e , der Schwertfisch (Xiphias gladius L ). S. d.

Sǟbelfūß

Adelung

saebel·fuss

Der Sǟbelfūß , des -es, plur. die -füße, krumme fehlerhafte Füße der Pferde, welche wie ein Säbel gekrümmet sind.

säbelfusz

DWB

säbelfusz , m. fehlerhaft gekrümmter fusz beim pferde. Adelung. hierzu säbelfüszig, adj.

Säbelgefäß

Campe

saebel·gefaess

Das Säbelgefäß , — es, Mz. — e , bei den Schwertfegern, das Gefäß eines gewöhnlichen Säbels beim Fußvolke, welches aus einem Kopfe, Griffe u…

säbelgefäsz

DWB

säbelgefäsz , n. theil des säbels, in welchen die faust faszt, aus griff, bügel und stichblatt bestehend.

säbelgerassel

DWB

saebel·gerassel

säbelgerassel , n. besonders gern in neuerer sprache zur bezeichnung prahlerischer kriegsdrohungen: das säbelgerassel wird der regierung nic…

säbelhessig

MeckWB

säbelhessig dass. : he geiht so säbelhessig (1885) Wi Poel ; Ro Ribn .

säbelhieb

DWB

saebel·hieb

säbelhieb , m. : wie man bräutigam und braut mit säbelhieben auseinander riss. Schiller kab. u. liebe 2, 2 ; doch weh! ach weh! ein säbelhie…

säbelholz

DWB

saebel·holz

säbelholz , n. aus krummem holze geschnittenes material zum schiffsbau. Jacobsson 3, 477 a .

säbelig

DWB

säbelig , säblig , adj. säbelförmig: mir danks, wenn ich nicht in der zornwut dir die faust anleg' ans glatte gesicht, und den stock an die …

saebel als Zweitglied (4 von 4)

Bêrgsäbel

Adelung

berg·saebel

Der Bêrgsäbel , des -s, plur. ut nom. sing. ein bergmännisches Gewehr mit einem schwarzen Griffe, welches die Ältesten der Knappschaft trage…

Meersäbel

Adelung

meer·saebel

Der Meersäbel , des -s, plur. ut nom. sing. ein Meerfisch, welcher zu dem Geschlechte der Delphinen gehöret. 10 bis 12 und in Amerika bis 30…

schmecksäbel

DWB

schmeck·saebel

schmecksäbel , m. wahrscheinlich zunächst bezeichnung einer art säbel, vielleicht mit schmecken, schmacken, schlagen zusammenhängend ( vgl. …

Ableitungen von saebel (1 von 1)

gesäbel

DWB

gesäbel , n. das hauen mit dem säbel; ungeschicktes schneiden.