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Rippen

nhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
12 in 8 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
20
Verweise raus
3

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Rippen

Bd. 17, Sp. 9
Rippen (Costae), Knochenspangen die sich auf die Wirbelsäule stützen und die Leibeshöhle, sowie weiter nach hinten, falls ein Schwanz vorhanden ist, den sogen. Kaudal- oder Schwanzkanal umschließen. Während aber im Schwanze die R. unbeweglich mit den Wirbelkörpern zusammenhängen, sind sie an der Brust (und mehr oder weniger auch am Hals) beweglich an den Querfortsätzen der Wirbel eingelenkt und bilden so als eigentliche R. zusammen mit der Wirbelsäule (und dem Brustbein) das Knochengerüst des Brustkorbes. Sie sind in sehr verschiedenem Maße sowohl bei den einzelnen Wirbeltiergruppen als auch bei ein und demselben Tier an den Regionen der Wirbelsäule ausgebildet, fehlen z. B. gänzlich bei den Fröschen, sind bei den Reptilien, Vögeln und Säugetieren auch an den Halbswirbeln vorhanden, zum Teil frei beweglich (Schlangen), gewöhnlich jedoch mit den Wirbeln verschmolzen und in letzterer Form auch beim Menschen vertreten. Bei den Haifischen sind sie kurze Knorpelstäbe, bei den Knochenfischen können sie fehlen, sind aber meist vorhanden, jedoch nie an ihren untern Enden durch ein Brustbein verbunden. Bei den höhern Wirbeltieren (s. Tafel »Skelett des Menschen I«) zerfällt jede Rippe in ein oberes, stets knöchernes und ein daran sich ansetzendes meist knorpelig bleibendes unteres Stück; ersteres ist an dem Wirbel, und zwar sowohl an dessen Körper durch ein sogen. Köpfchen (capitulum) als auch an dessen Querfortsatz durch einen Höcker (tuberculum), beweglich eingelenkt (s. Tafel »Skelett des Menschen III«, Fig. 3); letzteres verbindet sich entweder mit dem Brustbein (wahre R.), oder lehnt sich an eine vorhergehende Rippe an, oder endet ganz frei (falsche R.). Bei den 12 Rippenpaaren des Menschen sind die ersten 7 wahre, die letzten 5 falsche R. Bei ihm nimmt die Länge der einzelnen R. von der 1. bis zur 7. oder 8. Rippe zu, von dieser gegen die 12. hin wieder allmählich ab. Die 12. Rippe ist die kürzeste. Beim Atmen heben und senken sich die R. und mit ihnen das Brustbein, und so kommt eine Erweiterung und Verengerung der Brusthöhle zustande. Der Raum zwischen den R. ist durch die Zwischenrippenmuskeln ausgefüllt, die bei den Atembewegungen beteiligt sind. An der Innenfläche sind die R. und Zwischenrippenmuskeln von einer glatten, zarten Haut, dem Rippenfell, überzogen, das einen Teil des Brustfelles ausmacht (s. Brustfell). Die wegen der Elastizität der R. verhältnismäßig seltenen Rippenbrüche verursachten Schmerz beim Atmen, heilen bei ruhiger Bettlage und zweckmäßigem Verbande des Brustkorbes ziemlich schnell und können nur dadurch gefährlich werden, daß die spitzen Bruchenden das Rippenfell durchdringen und die Lunge verletzen.
2681 Zeichen · 34 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rippen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Rippen , verb. reg. act. mit Rippen versehen, doch nur in der zweyten weitern Bedeutung, in welcher besonders das Mittel…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Rippen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Rippen , sind die knöchernen Gürtel des Brustkorbes u. theilweise des Bauches der Wirbelthiere. Am Rücken sind sie mitte…

  3. modern
    Dialekt
    rippen

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    rippen wie das Vor. , auch nur mit rögen gekoppelt: ick kann mi nich rippen un rögen Ro Marl ; der Kranke, der im tiefen…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rippen

149 Bildungen · 142 Erstglied · 6 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von rippen 2 Komponenten

rip+pen

rippen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

rippen‑ als Erstglied (30 von 142)

Rippenbogen

SHW

Rippen-bogen Band 4, Spalte 1421-1422

Rippenbruch

SHW

Rippen-bruch Band 4, Spalte 1421-1422

Rippenkiste

SHW

Rippen-kiste Band 4, Spalte 1421-1422

Rippenspeck

SHW

Rippen-speck Band 4, Spalte 1421-1422

Rippenspeer

SHW

Rippen-speer Band 4, Spalte 1421-1422

Rippenstoß

SHW

Rippen-stoß Band 4, Spalte 1421-1422

Rippenstump

SHW

Rippen-stump Band 4, Spalte 1421-1422

Rippenaas

RhWB

rippen·aas

Rippen-aas -:s Sieg-ODollend n.: verächtl. magerer Mensch.

rippenader

DWB

rippe·nader

rippenader , f. eine der zwischen den rippen liegenden adern. universallex. 31, 1214.

rippenapfel

DWB

rippen·apfel

rippenapfel , m. eine apfelgattung mit längsrippen vom butzen gegen den stiel, mala sorbaria Oken 3, 2085 .

rippenartig

DWB

rippen·artig

rippenartig , adj. nach art von rippen: so lassen sich die unteren wurzeln der querfortsätze der halswirbel .. entwicklungsgeschichtlich auf…

rippenbau

DWB

rippen·bau

rippenbau , m. die gesamtheit der rippen im körper als bauwerk gedacht: über diesem rippenbau befinden sich noch zwey knochen auszer der ord…

rippenblase

DWB

rippen·blase

rippenblase , f. eine molluskenart, holothuria pentactes, cucumis marinus Nemnich 2, 170 .

Rippenbock

RhWB

rippen·bock

Rippen-bock MülhRh-Ensen , Bergh-Bedbg , Dür-Kreuzau m.: verächtl. magere Kuh, mageres, abgetriebenes Pferd.

rippenbraten

DWB

rippen·braten

rippenbraten , m. , älter ripbrate, gebratenes rippenstück von einem geschlachteten thiere Adelung ; es soll alles schweininfleisch hinfür b…

rippenbrege

DWB

rippen·brege

rippenbrege , f. eine farngattung, blechnum ( vgl. rippenfarn): die rippenbregen tragen die häufchen in fortlaufenden linien an beiden seite…

rippenbruch

DWB

rippen·bruch

rippenbruch , m. bruch einer rippe im körper: rippenbrüch, oder geschrenkung zu heilen. Wirsung artzneyb. (1592) register.

rippenbund

DWB

rippen·bund

rippenbund , m. eine art der umschnürung von feuerkugeln, wodurch dieselben gegen den stosz des pulvers widerstandsfähig gemacht werden soll…

rippen als Zweitglied (6 von 6)

Abrippen

Adelung

Abrippen , verb. reg. act. von welchem doch nur das Particip. Pass. im gemeinen Leben üblich ist. Ein gut abgeripptes Pferd, welches einen g…

ausrippen

DWB

aus·rippen

ausrippen , secernere in costas, venulas: ausgerippte pflanzen.

Bekrippen

Adelung

bek·rippen

Bekrippen , verb. reg. act. welches nur in den Marschländern üblich ist, mit einer Krippe, d. i. einem geflochtenen Zaune versehen. Einen De…

instrippen

MeckWBN

ins·trippen

Wossidia instrippen (Schläge) mit der Peitsche versetzen: denn kregen wi 'n poor Dinger ingestrippt Wa. Zu strippen 2 .

strippen

DWB

strip·pen

strippen , vb. , gleich nld. strippen im ablaut mit 2 streifen ob. sp. 1264 wie 3 strupfen teil 10, 4, sp. 140 mit straufen ob. sp. 997. 1 1…

Ableitungen von rippen (1 von 1)

verrippen

RhWB

ver-rippen: sich v. 1. verrepp dich niet on halt dich muiskenstell! rühre dich nicht; verrepp dech nach ens! zum bestraften Kinde im Verbot …