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Quappe

mhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
15 in 14 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Quappe

Bd. 16, Sp. 495
Quappe (Lota Nils.), Fischgattung der Weichflosser aus der Familie der Schellfische (Gadidae), mit der einzigen Art Aalrante (Aalquappe, Rutte, Trüsche, L. vulgaris Cur. s. Tafel »Fische IV«, Fig. 6), 30–60 cm lang und gewöhnlich 1–2, in nördlichen Gegenden bis 15 kg schwer, mit gestreckt zylindrischem Körper, sehr kleinen Schuppen, kleinem Kopf, breitem Maul mit vielen Hechelzähnen, einem Bartfaden am Kinn, zwei viel kleinern an den vordern Nasenöffnungen, abgerundeter Schwanzflosse, zwei Rückenflossen, von denen die zweite sehr lang ist, und mäßig langer Afterflosse, am Rücken, an den Seiten, den Brustflossen und den unpaarigen Flossen olivengrün, schwärzlich marmoriert, an den Kehlflossen, der Kehle und dem Bauch weißlich. Die Q. bewohnt Flüsse und Seen in Europa, Asien, Nordamerika und ist besonders in Skandinavien, im nördlichen Ruf;land und Sibirien sehr häufig, findet sich auch im Brackwasser und geht anderseits hoch ins Gebirge hinaus. Sie hält sich bei Tage in der Tiefe unter Ste inen etc. verborgen und geht nachts auf Raub aus. Sie nährt sich von kleinen Tieren allerlei Art, ist ungemein gefräßig, und in Behältern fallen sich die Tiere gegenseitig an. Die Quappen laichen im Dezember und Januar, sammeln sich dann oft zu großen Gesellschaften an und winden sich aalähnlich untereinander. Das Weibchen setzt etwa 1 Million Eier ab, doch ist die Vermehrung nicht sehr bedeutend, weil die langsam heranwachsenden Jungen von Raubfischen und ältern Quappen vertilgt werden. Das Fleisch ist wohlschmeckend, die Leber gilt als Leckerbissen und liefert sehr seinen Tran. In Sibirien benutzt man die Haut zu Kleidern, auch zu Fensterscheiben. Der Lengfisch (Leng, Langfisch, L. Molva L.), bis 2 m lang und 25 kg schwer, schlanker gebaut, auf dem Rücken und an den Seiten grau, am Bauch weiß, mit dunkeln, hell gerandeten Flossen, lebt im Eismeer, im nördlichen Atlantischen Ozean und in der Nordsee, selten in der westlichen Ostsee, jagt in großen Tiefen Fische und Krebse, laicht im Frühling an der Küste, wird dann in großer Menge gefangen, frisch verbraucht, meist aber auf Stockfisch (Bergerfisch) verarbeitet.
2142 Zeichen · 18 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    QUAPPE

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +1 Parallelbeleg

    QUAPPE s. KAPE.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    quappeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    quappe , F. nhd. „Quappe“ (ein Süßwasserfisch), Aalquappe, Aalraupe ÜG.: lat. allota, lota lota, gobio, capedo Vw.: s. ā…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Quappe

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Quappe , plur. die -n, der Niederdeutsche Nahme eines Fisches in süßen Wassern, welcher im Hochdeutschen Aalraupe, i…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Quappe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Quappe ( Lota Nils .), Fischgattung der Weichflosser aus der Familie der Schellfische ( Gadidae ), mit der einzigen Art …

  5. modern
    Dialekt
    Quappef.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Quappe f. : = Kaulquappe , Quapp [ LU-Opp ]; Zs.: Kaul- , Schwarzquappe . Südhess. IV 1136 ; Rhein. VI 1257 Quabbe.

  6. Sprichwörter
    Quappe

    Wander (Sprichwörter)

    Quappe 1. Es war eine Quappe noch nie so gut, er hatte in sich einen Krötenfuss. – Petri, II, 303. 2. He hett en Quapp f…

  7. Spezial
    Quappe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Quap|pe (Lota lota) f. (-,-n) 1 ‹itt› (Aalquappe) lota (lotes) f. 2 ‹zool› (Kaulquappe, Froschlarve) tlalt (-lc) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit quappe

18 Bildungen · 15 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

quappe‑ als Erstglied (15 von 15)

quappeler

DWB

quappe·ler

quappeler , m. einer der quappelt: die im mangold lauschenden quappeler. Voss Arist., der friede 1016 .

quappelicht

DWB

quappe·licht

quappelicht , adj. vollfleischig, feist, schwäb. quappelig Schmid 418 , leipz. quabbelig Albrecht 187 a , vgl. quappig: ( das paar ferkel ) …

quappelig

SHW

quappelig Band 4, Spalte 1135-1136

quappeln

DWB

quapp·eln

quappeln , quabbeln , verb. zitternd, schlotternd sich bewegen, wabbeln, schwappeln Weinhold schles. wb. 74 a . Schmid schwäb. wb. 418 . Sch…

quappengārn

MNWB

quappen·garn

° quappengārn , n. : ein bes. Netz zum Fang von Aalraupen, nû hebben sê dâr tô dem stê(i)nnette snēpelgārn qu. sê(i)nen unde lasgārn hāmen u…

Quappengeld

DRW

quappen·geld

Quappengeld, n. "Zahlung für eine best. Menge von Aalraupen" Lasch-Borchling II 1780 bürgermê(i)steren vör quappen- und vischgelt îderen 6 […

quappengelt

MNWB

quapp·engelt

*° quappengelt , n. : Zahlung für eine best. Menge von Aalraupen, den bürgermê(i)steren vȫr quappen- und vischgelt îderen 6 {Mark} (Hamb. KR…

quappengārn

KöblerMnd

quappengārn , N. nhd. Netz zum Quappenfang, ein besonderes Netz zum Fang von Aalraupen E.: s. quappe, gārn L.: MndHwb 2, 1780 (quappengārn),…

quappenkönig

DWB

quappen·koenig

quappenkönig , m. benennung der gröszten 2—3 fusz langen aalraupen. encycl. wb. der naturgesch. 1, 217 a .

quappenschmaus

DWB

quappen·schmaus

quappenschmaus , m. , s. quappe 1: Melchior von Bremen starb auf einen jähen trunk bei einem quabbenschmause. Musäus (1816) 4, 8 .

quappentol

MNWB

quappen·tol

° quappentol , m. : eine Abgabe, Zoll für den Handel mit Aalraupen, ‚theolonium gubiorum' (Cassel Bremensia 2, 164).

quappern

DWB

quapp·ern

quappern , verb. , leipzigerisch quabbern was quaddeln, quaddern Albrecht 187 a .

quappeāl

KöblerMnd

quappeāl , F. nhd. „Quappe“ (ein Süßwasserfisch), Aalquappe, Aalraupe ÜG.: lat. allota, lota lota, gobio, capedo Hw.: s. quappe E.: s. quapp…

quappe als Zweitglied (3 von 3)

Aalquappe

Pfeifer_etym

aal·quappe

Aal m. wendiger langgestreckter Fisch. Der Name begegnet nur in den germ. Sprachen, ahd. (10. Jh.), mhd. asächs. mnd. āl, mnl. ael, nl. aal,…

moorquappe

DWB

moor·quappe

moorquappe , f. eine art des kabliaus, gadus mustela. Adelung ; sonst heiszt sie meerquappe, s. d.

ālquappe

KöblerMnd

ālquappe , F. nhd. Aalquappe, Aalraupe ÜG.: lat. gadus lota, mustela Hw.: s. ālroppe E.: s. āl (4), quappe W.: s. nhd. Aalquappe, F., Aalqua…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „quappe". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/quappe/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „quappe". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/quappe/meyers. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „quappe". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/quappe/meyers.
BibTeX
@misc{lautwandel_quappe_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
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