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Zitteraal

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Zitteraal

Bd. 20, Sp. 965
Zitteraal (Gymnotus Cuv.), Gattung der Edelfische aus der Familie der Nackt- oder Zitteraale (Gymnotidae), aalähnliche Fische mit schuppenloser Haut, ohne Rückenflosse, sehr langer Afterflosse und Brustflosse, zahlreichen seinen Zähnen und an der Kehle liegendem After. Der Z. (Gymnotus electricus L., s. Tafel »Fische II«, Fig. 9), bis 2 m lang und 15–20 kg schwer, olivengrün, mit zwei Reihen gelber Flecke auf dem Rücken, an der Unterseite orangerot, mit 80 cm langer Schwimmblase und vier sehr kräftigen elektrischen Organen (s. Zitterfische), die etwa vier Fünftel der Leibeslänge einnehmen. Er findet sich in Nordostbrasilien, Guayana und Venezuela, besonders in schlammigen, schattig gelegenen Bächen der Llanos, streckt in jeder Minute zweimal die Schnauze aus dem Wasser heraus, schluckt Luft ein und läßt die verbrauchte Luft durch die Kiemenspalten entweichen. Beim Versiegen des Wassers sucht er auszuwandern, und wo dies nicht gelingt, vergräbt er sich im Schlamm. Unter Umständen vereinigen sich die Fische zu Gesellschaften, die ausschließlich aus Männchen oder Weibchen bestehen. Über die Fortpflanzung ist nichts bekannt. Er teilt willkürlich ungemein kräftige elektrische Schläge aus, mit denen er seine Beute, Fische und andre Wassertiere, lähmt. Er tötet deren viel mehr, als er verzehrt, und verursacht dadurch eine Verödung der Gewässer, in denen er lebt. Die ersten Schläge eines großen, stark gereizten Zitteraales verursachen sehr heftigen Schmerz und Betäubung, die bis zum andern Tag anhalten. Der Aal selbst erschöpft sich aber durch die Schläge, die er austeilt, und kann dann leicht gefangen werden. Das grätenreiche Fleisch des Zitteraales ist genießbar, aber nicht das elektrische Organ. Zu Heilzwecken haben ihn schon die Eingebornen Südamerikas benutzt. Man fängt ihn mit Netzen, aber mindestens jetzt nicht mehr in der von Humboldt geschilderten Weise durch Eintreiben von Pferden in das Wasser, um die Aale sich erschöpfen zu lassen. Literatur s. Zitterfische.
2005 Zeichen · 21 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zitteraal

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Zitteraal , des -es, plur. die -e, eine Art elektrischer Aale, Gymnotus electricus Linn. der mit dem Zitterfische od…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Zitteraal

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Zitteraal ( Gymnotus Cuv .), Gattung der Edelfische aus der Familie der Nackt- oder Zitteraale ( Gymnotidae ), aalähnlic…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zitteraal

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Zerlegung von zitteraal 2 Komponenten

zitter+aal

zitteraal setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — zitteraal kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

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Cotta, M. (2026). „zitteraal". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/zitteraal/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „zitteraal". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/zitteraal/meyers. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „zitteraal". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/zitteraal/meyers.
BibTeX
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