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Wels

mhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
15 in 13 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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11
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7

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Wels

Bd. 20, Sp. 520
Wels (Silurus Art.), Gattung der Edelfische aus der Familie der Weise (Siluridae), große Fische mit nackter Haut, großem, breitgedrücktem Kopf, weitem Maul, Bartfäden, sehr kurzer Rückenflosse, ohne Fettflosse, mit sehr langer Afterflosse, abgerundeter Schwanzflosse und in zwei Querreihen stehenden Zähnen. Dicht hinter und über der Wurzel der beiden Brustflossen findet sich eine enge Öffnung, die in einen sich weit erstreckenden Hohlraum führt. Die einzige europäische Art, zugleich der größte europäische Flußfisch, der gemeine W. (Donauwels, Waller, Silurus glanis L., s. Tafel »Fische II«, Fig. 10), wird 4 m lang und 200 kg schwer, besitzt zwei lange Oberkieferbartfäden, vier kurze Bartfäden am Unterkiefer, ist auf dem Rücken blauschwarz, an den Seiten grünlichschwarz, gegen den Bauch hin heller, ölgrün gefleckt, unterseits rötlich oder gelblichweiß, bläulichschwarz gemarmelt, an Bauch- und Afterflosse mit hellerer Binde, bewohnt das mittlere und östliche Europa bis zum 60.° nördl. Br., auch einen Teil Westasiens, fehlt im Rhein-, Ems- und Wesergebiet fast gänzlich, ist besonders häufig in der untern Donau, im Schwarzen und Kaspischen Meer, fehlt dagegen in den Hassen der Ostsee; er bevorzugt ruhige Tiefen mit Schlammgrund, lockt hier hinter Steinen, Holz etc. durch seine spielenden Barteln Fische herbei, frißt aber auch Krebse, Frösche, Wasservögel etc., greift größere Tiere an und verschlingt selbst Gänse, Hunde und badende Kinder. Er laicht vom Mai bis Juli am Ufer im Ried und Rohr, das Weibchen legt etwa 17,000 Eier, und die Jungen erreichen schon im ersten Jahr ein Gewicht von 700 g. Das Fleisch der jungen Weise ist schmackhaft und sehr fett, das der alten äußerst zäh und tranig; in großer Menge wird der W. am Kaspischen Meer gefangen (jährlich etwa 7 Mill. kg), gesalzen und getrocknet, man benutzt es auch wie Speck und bei der Lederbereitung; aus der Schwimmblase macht man geringwertige Hausenblase.
1946 Zeichen · 17 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    WELSstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    WELS stm. wels, der fisch. ostrum est quidam piscis ein wels.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    welsM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    wels , M. nhd. Wels ÜG.: lat. mullus Hw.: vgl. mhd. wels, mnl. wils E.: s. wal W.: s. nhd. Wels, M., Wels (Fischname), D…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wels

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Wels , des -es, plur. die -e, der Nahme eines großen Raubfisches, welcher sich in großen Strömen und Landseen aufhäl…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wels

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Wels wohlgebaute und wohlhabende Stadt in Oberösterreich, an der Traun und der Eisenbahn von Gmunden nach Budweis, mit 5…

  5. modern
    Dialekt
    Wels

    Schweizerisches Idiotikon

    Wels Band 15, Spalte 1582 Wels 15,1582

  6. Spezial
    Wels

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Wels (Siluris glanis) m. (-es,-e) ‹itt› silure d’Europa m. , pësc silure m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wels

109 Bildungen · 105 Erstglied · 3 Zweitglied · 1 Ableitungen

wels‑ als Erstglied (30 von 105)

Welsand

WWB

wels·and

Wel-sand m. [verstr. nördl.] 1. vom Grundwasser durchtränkter, breiig fließender, feiner Sand. — 2. beim Ausschachten eines Brunnens hervorq…

Welsburg

Meyers

wels·burg

Welsburg , gräfliches Geschlecht, das Herzog Elimar von Oldenburg (gest. 1895), Stiefbruder des Großherzogs Peter (s. Peter 10), durch seine…

Welschbrot

SHW

Welsch-brot Band 6, Spalte 443-444

Welschgans

SHW

Welsch-gans Band 6, Spalte 445-446

Welschhahn

SHW

Welsch-hahn Band 6, Spalte 445-446

Welschhuhn

SHW

Welsch-huhn Band 6, Spalte 445-446

Welschkorn

SHW

Welsch-korn Band 6, Spalte 445-446

Welschlaib

SHW

Welsch-laib Band 6, Spalte 445-446

Welschland

SHW

Welsch-land Band 6, Spalte 445-446

Welschmaul

SHW

Welsch-maul Band 6, Spalte 445-446

Welschmehl

SHW

Welsch-mehl Band 6, Spalte 445-446

Welschnuß

SHW

Welsch-nuß Band 6, Spalte 445-446

Welschapfel

PfWB

welsch·apfel

Welsch-apfel m. : eine Apfelart, Welschappel [ KU-Schmittw/O RO-Dielkch ]. —

Welschbillig

RhWB

welsch·billig

Welsch-billig: Ort bei Trier . W. as Gott un der Welt schellig; am Chrestdag hon se voll op on genog; am Frehjohr, dann hon se weder dit noc…

Wëlschbohn

ElsWB

welsch·bohn

Wëlschbo h n f. kleine weiße, trockene Gemüsebohne, Perlbohne, Phaseolus vulgaris K. Z. Zss. Wëlschbo h ne n schiffe n Pl. — Schweiz. 4, 131…

wels als Zweitglied (3 von 3)

schǖwels

KöblerMnd

schǖwels , N. Vw.: s. schǖwelse

verwels

KöblerMnd

ver·wels

verwels , N. nhd. bestimmte Menge gefärbten Leders, soviel als an Garn oder Zeug auf ein Mal gefärbt wird E.: s. verwen L.: MndHwb 1, 708 (v…

Ableitungen von wels (1 von 1)

verwels

KöblerMnd

verwels , N. nhd. bestimmte Menge gefärbten Leders, soviel als an Garn oder Zeug auf ein Mal gefärbt wird E.: s. verwen L.: MndHwb 1, 708 (v…