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Schmerle

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
7 in 7 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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35
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9

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Schmerle

Bd. 17, Sp. 888
Schmerle (Cobitis L., Misgurnus Lac.), Gattung der Edelfische aus der Familie der Karpfen (Cyprinidae), Fische mit langgestrecktem Körper, kleinem, schuppenlosem Kopfe, von wulstigen Lippen und Barteln umgebenem Munde, mit zahlreichen spitzigen Zähnen einreihig besetztem Schlundknochen, den Bauchflossen gegenüberstehender Rückenflosse, kurzer Afterflosse und kleinen Schuppen. Der Schlammbeißer (Schlammpitzger, Wetterfisch, Bisgurre, Moorgrundel, Grundedel, Misgurnus fossilis Lac., Cobitis fossilis L., s. Tafel »Fische II«, Fig. 3), bis 30 cm lang, mit sehr gestrecktem, schwärzlichem, gelb und braun gestreiftem, unterseits hellerm, schwarz getüpfeltem, sehr beweglichem und schlüpfrigem Körper, zehn Barteln am Mund und kleinen Flossen, von denen Rücken- und Schwanzflosse schwarzbraun gefleckt sind, findet sich in Flüssen und Seen Mittel- und Osteuropas mit schlammigem Grunde, verbirgt sich winters im Schlamm und, wenn das Wasser austrocknet, auch sommers, da er vermöge eigentümlicher Darmatmung lange außerhalb des Wassers zu leben vermag. Vor Ausbruch eines Gewitters ist er sehr unruhig und wird deshalb als Wetterprophet gehalten. Er nährt sich von Gewürm, Fischlaich und vermoderten Pflanzenteilen, laicht im April und Mai, pflanzt sich aber nicht stark fort, obgleich die Zahl der Eier 140,000 beträgt. Der Steinpitzger (Dorngrundel, C. taenia L.), 10 cm lang, orangegelb mit schwarzen Flecken und Linien, bewohnt Mitteleuropa von der Ost- und Nordsee bis Dalmatien, von Großbritannien bis Rußland, ist überall seltener als die S., laicht im April bis Juni; sein Fleisch ist wenig geschätzt. Die S. (Bartgrundel, C. barbatula L., s. Abbildung), bis 15 cm lang, mit wenig gestrecktem, walzenförmigem Körper und sechs Bartfäden, ist auf dem Rücken dunkelgrün, an den Seiten gelblich, unterseits hellgrau, auf Kopf, Rücken und an den Seiten braunschwarz gefleckt und gestreift, an Rücken-, Schwanz- und Brustflosse gefleckt. Sie findet sich weitverbreitet in Europa, besonders in Sachsen, Brandenburg, Hessen, in der Schweiz und Tirol, in seichten, schnell fließenden Bächen mit sandigem Grunde, ruht am Tag unter Steinen verborgen und geht nachts ihrer Nahrung nach, die aus Würmern, Insekten, Laich und Pflanzenstoffen besteht; sie laicht im März und April, und das Männchen hält bei den in einer Grube abgelegten Eiern Wache. Sie ist außer dem Wasser äußerst hinfällig. Ihr Fleisch ist sehr wohlschmeckend, wenn es sofort nach dem Tode des Tieres zubereitet wird, und man züchtet sie deshalb in kleinen Wasserlöchern mit beständigem Zu- und Abfluß.
2582 Zeichen · 22 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schmêrle

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Schmêrle , plur. die -n, eine Art kleiner Bachfische, mit einer gefleckten Haut; Cobitis Barbatula L. der Schmerling…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schmerle

    Goethe-Wörterbuch

    Schmerle Gattung europäischer karpfenartiger Süßwasserfische; hier wohl für die als Speisefisch bes bevorzugte Gemeine S…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schmerle

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schmerle ( Cobitis L ., Misgurnus Lac .), Gattung der Edelfische aus der Familie der Karpfen ( Cyprinidae ), Fische mit …

  4. modern
    Dialekt
    Schmerle

    Elsässisches Wb.

    Schmerle f. Grundel, Cobitis barbatula L. Baldner 125. — DWB. 9, 1035 .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schmerle

6 Bildungen · 5 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von schmerle 2 Komponenten

sch+merle

schmerle setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schmerle‑ als Erstglied (5 von 5)

schmerleder

DWB

schmer·leder

schmerleder , n. : schmierleder, schmeerleder, geschmiert leder, thranjuchten, geschmiertes leder oder juchten Jacobsson 4, 12 a .

schmerleib

DWB

schmer·leib

schmerleib , m. 1) schmer als masse in der form eines leibes, ganzen brotes ( vergl. leib theil 6, 590), mhd. smerleip: axungia, smerleip, s…

schmerlenbach

DWB

schmerle·n·bach

schmerlenbach , m. kleiner bach, in dem schmerlen spielen: ihres athemzugs .. der manchmal, wie der zephir auf einem schmerlenbach, an dem o…

schmerlengrube

DWB

schmerle·n·grube

schmerlengrube , f. bei den fischern grube in einem klaren steinigen bache, in welchen man eine flechte setzt, um schmerlen darin aufzubewah…

schmerle als Zweitglied (1 von 1)