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Posaune

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
14 in 14 Wb.
Sprachstufen
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9

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Posaune

Bd. 16, Sp. 199
Posaune (ital. Trombone), Blechblasinstrument von ähnlichem Klangcharakter wie die Trompete und mit ihr von Haus aus eine Familie bildend. Der Name stammt her von der römischen Bucina (s. d.); diese war ursprünglich eine langgestreckte, gerade Röhre (Tuba), wurde aber der bequemern Handhabung wegen, sobald die Technik des Instrumentenbaues so weit vorgeschritten war (wohl Ausgang des Mittelalters), in Windungen gelegt. Wir finden aber die P. bereits zu Anfang des 16. Jahrh. in ihrer heutigen Gestalt mit der Zugvorrichtung, die durch Verlängerung der Schallröhre die Naturskala (vgl. Aliquottöne) verschiebt und dem Instrument eine chromatische Skala gibt. Der Klang ist voll und prächtig, von erhabener Feierlichkeit. Die P. wurde früher in mehreren verschiedenen Größen gebaut, ist aber heute fast nur noch als Tenorposaune im Gebrauch, deren Umfang chromatisch von groß E bis eingestrichen C reicht. Seltener sind heute die Baßposaune (Umfang von Kontra-H bis f' [Quartposaune], resp. von Kontra-A bis es' [Quintposaune]) und die Altposaune (Umfang: groß A bis es''), während als Diskant der P. früher der Zinken (s. d.) diente (in England die noch heute nicht verschwundene Zugtrompete [Sllide trumpet]). Die Posaunen werden in der Notierung als nicht transponierend behandelt, d. h. die Töne geschrieben, wie sie klingen, und zwar für die Tenorposaune im Tenor- oder Baßschlüssel, für die Altposaune im Altschlüssel. Die Oktav- oder Kontrabaßposaune steht eine Oktave tiefer als die Tenorposaune. In jüngster Zeit hat man auch an Stelle der Züge das System der Ventile auf die P. angewendet. Schulen für die P. schrieben Braun und Fröhlich. Posaunenvirtuosen waren: Ahlsdorf, Belke, Braun, Dueller, Fröhlich, Hörbeder, Micke, Queißer, Bruhns, Nabich u. a. – In der Orgel ist P. die größte und am stärksten intonierte Zungenstimme (16 und 32 Fuß im Pedal, auch wohl 8 Fuß im Manual).
1894 Zeichen · 30 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Posaune

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Posaune , plur. die -n, ein musikalisches Instrument, welches geblasen wird, und einer Trompete ähnlich siehet, nur …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Posaune

    Goethe-Wörterbuch

    Posaune hist Blechblasinstrument, von Trompete bzw Fanfare nicht eindeutig unterschieden; bes zur Begleitung bedeutender…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Posaune

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Posaune , Blasinstrument aus Messing, aus 2 Theilen bestehend; der eine bildet 2 Röhren u. endet mit dem Schalltrichter,…

  4. modern
    Dialekt
    Posaune

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    Posaune Band 2, Spalte 2,1705f.

  5. Sprichwörter
    Posaune

    Wander (Sprichwörter)

    Posaune 1. Die grosse Posaune blasen. (S. Himmel 202.) In dem Sinne wie die grosse Glocke läuten. 2. Mit Posaunen kommen…

  6. Spezial
    Posaune

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Po|sau|ne f. (-,-n) ‹mus› posauna (-nes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit posaune

29 Bildungen · 29 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von posaune 2 Komponenten

posa+une

posaune setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

posaune‑ als Erstglied (29 von 29)

Posaunenbaß

Campe

posaunen·bass

Der Posaunenbaß , — sses, Mz. — bässe , ein Baß, welcher die Töne der Posaunen nachahmet; wie auch, ein Zug in den Orgeln, dessen Pfeifen di…

posaunenbläser

DWB

posaunen·blaeser

posaunenbläser , m. Rädlein 707 a , bosaunenblaser Stieler 182 ; ein gelehrter posaunenblaser ( s. posaune 2). Knigge umgang 3 197.

posaunenengel

DWB

posaunen·engel

posaunenengel , m. posaunenblasender engel ( vgl. offenb. 8, 6 ff. ): nicht schneller kann der winde wehn des thurms posaunen-engel drehn. J…

Posaunenfest

Meyers

posaunen·fest

Posaunenfest , ungebräuchliche Bezeichnung für das israelitische Neujahr (s. Feste , S. 463).

posaunenform

DWB

posaunen·form

posaunenform , f. form, worin die orgelpfeifen für das posaunenregister gemacht werden. Jacobsson 3, 284 b .

posaunengedröhn

DWB

posaunen·gedroehn

posaunengedröhn , n. : du fuhrst empor mit posaunengedröhn ein priesterchor und Jerichos mauern sanken. W. Wackernagel zeitged. 166 .

posaunenhall

DWB

posaunen·hall

posaunenhall , m. : und Moab sol sterben im getümel und geschrei und posaunenhal. Amos 2, 2 ( vergl. Klopstock Messias 11, 689 . David 3, 7)…

Posaunenhorn

Campe

posaunen·horn

Das Posaunenhorn , — es, Mz. — hörner , eine Art Stachelschnecken, deren sich die Idier als eines Horns, darauf zu blasen, bedienen, indem s…

posaunenkerl

DWB

posaunen·kerl

posaunenkerl , m. : posaunenkerl! er hat eine stimme wie ein ganzes regiment soldaten. Lenz 1, 24 .

posaunenklang

DWB

posaunen·klang

posaunenklang , m. : sonne, meer der herrlichkeit! sie erfüllet weit und breit alles mit posaunenklang. Herder 1, 452 H.; posaunenklang, ges…

posaunenkraft

DWB

posaunen·kraft

posaunenkraft , f. : so krach es dir in die ohren mit greller posaunenkraft: wach auf, dein sohn ist gefangen! A. Grün ges. werke 3, 65 .

posaunenlaut

DWB

posaunen·laut

posaunenlaut , adj. : wandle näher himmelstimme, mit posaunenlautem grimme rufe zu ... Göthe 11, 174 .

Posaunenlene

RhWB

posaunen·lene

Posaunen-lene -lī:n Trier-Stdt n.: in der Wend.: Hen hot en krank Maul as e P. schwatzt alles aus.

posaunenruf

DWB

posaunen·ruf

posaunenruf , m. : posaunenruf erfüllt die luft, und furchtbar schallt es wieder. H. Heine 18, 161 .

posaunenrufen

DWB

posaunen·rufen

posaunenrufen , n. : posaunenrufen der heerlager .. .. umscholl wehdrohend der palmstadt thürme. Klopstock Mess. 20, 231 .

posaunenschall

DWB

posaunen·schall

posaunenschall , m. Rädlein 707 a : posaunenschall wird uberall durch todtengräber klingen. Corner, Kehrein kirchenl. 1, 705. 3, 706, 2 ; di…

Posaunenschnêcke

Adelung

posaunen·schnecke

Die Posaunenschnêcke , plur. die -n, eine Art gewundener einfächeriger Schnecken, mit mehreren Gewinden, wovon das erste sehr weit und dickb…

posaunenstosz

DWB

posaunen·stosz

posaunenstosz , m. : glauben sie, dasz mauern von posaunenstöszen einstürzen? Auerbach ges. schriften 18, 114 ; unter den zahlreichen posaun…

Posaunenstück

Campe

posaunen·stueck

Das Posaunenstück , — es, Mz. — e , ein Tonstück für Posaunen gesetzt, oder in welchem vorzüglich Posaunen vorkommen.

posaunenton

DWB

posaun·enton

posaunenton , m. : ein philosoph im purpurmantel, dessen rede posaunenton ist. Sturz 1, 140 ; ( als ) rings posaunenton und heerespaukenklan…

Posaunenzinkenton

GWB

posaunen·zinkenton

Posaunenzinkenton wie ‘Posaunenschall’, evtl noch als Steigerung des Posaunentons durch den schmetternd-durchdringenden Klang des Blasinstru…

posaunenzunge

DWB

posaunen·zunge

posaunenzunge , f. : dasz seine tugenden wie engel mit posaunenzunge für ihn zeugen werden. Tieck Macbeth 1, 7 ( Schiller 13, 34 ).