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Pfropfen

mhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
23 in 14 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
26
Verweise raus
28

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Pfropfen

Pfropfen

Pfropf(en) m. Gegenstand zum Verschließen, Abdichten einer Öffnung, ‘Korken, Stöpsel’ ist die Anfang des 18. Jhs. bezeugte verhochdeutschte Form von nd. Propp(en), ursprünglich ‘jede Masse, durch die eine Öffnung fest verstopft wird’, mnd. mnl. prop(pe), nl. prop. Herkunft ungeklärt. Vielleicht eine Mischbildung aus lautnachahmenden nd. prumpsen, prampen ‘vollstopfen, drücken, pressen’ (vgl. md. pfrumpfen, 16. Jh.) und nd. stoppen ‘verschließen, füllen’ (s. stopfen), möglicherweise unter Einfluß von nicht verwandtem nd. proppen ‘ein Reis einsetzen’ (s. 2pfropfen)? Pfropf(en) ist wesentlich ein nordd. und md. Wort, daher gilt umgangssprachlich weithin die nd. Form Proppen; vgl. dazu proppe(n)voll Adj. ‘gedrängt voll’, eigentlich ‘bis zum Pfropfen gefüllt’. – 1pfropfen Vb. ‘mit einem Pfropfen verschließen, stöpseln’ (um 1800), älter im Sinne von ‘hineinstopfen, vollstopfen, füllen, mästen’ (16. Jh.).
911 Zeichen · 28 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    pfropfensw. V.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    pfropfen , sw. V. nhd. pfropfen, veredeln ÜG.: lat. plantare Gl, serere Voc Hw.: vgl. mnl. proppen, mnd. proppen Q.: Vät…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Pfropfen

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    1. Pfropfen , verb. reg. act. 1) Mit Gewalt in eine Öffnung hinein drehen, zwingen oder stopfen. Blüthen, Rosenblätter i…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    2pfropfen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    2 pfropfen etw im Übermaße anfüllen Das Jenaische Cabinet richtet gegenwärtig seine ganze Aufmerksamkeit auf Mineralogie…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Pfropfen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Pfropfen , in der Obstbaumzucht, s. Veredeln.

  5. modern
    Dialekt
    pfropfen

    Bayerisches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    pfropfen Band 2, Spalte 2,688

  6. Spezial
    pfropfen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    pfrop|fen vb.tr. 1 (hineindrücken, hineinpressen, hineinquetschen, hineinstopfen) druché ite, tocé ite, fracé ite, mëte …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pfropfen

15 Bildungen · 4 Erstglied · 8 Zweitglied · 3 Ableitungen

pfropfen‑ als Erstglied (4 von 4)

pfropfen I

SHW

pfropfen I Band 1, Spalte 811-812

pfropfen als Zweitglied (8 von 8)

anpfropfen

DWB

anpfropfen , inserere: ein reis einimpfen.

aufpfropfen

DWB

auf·pfropfen

aufpfropfen , inserere, dem ast ein edles reis aufpfropfen. nnl. opproppen im sinne von anfüllen.

einpfropfen

DWB

ein·pfropfen

einpfropfen , 1 1) inserere surculum, nnl. inproppen, dän. indproppe: denn so du aus dem ölbawm, der von natur wilde war, bist ausgehawen un…

Mundpfropfen

Adelung

mund·pfropfen

Der Mundpfropfen , des -s, plur. ut nom. sing. in der Artillerie derjenige Pfropfen, womit die Mündung eines Stückes verwahret wird, damit n…

schleimpfropfen

DWB

schleim·pfropfen

schleimpfropfen , m. in der medicin ein schleimiges, polypenartiges gewächs in der nase oder am herzen. Adelung, schleimpropf Campe.

verpfropfen

DWB

ver·pfropfen

verpfropfen , verb. 1) propfend an einen andern ort bringen. Stieler 1450 , Frisch 2, 28 ; reben verpfropfen. 2) mit einem propf versehen: e…

Ableitungen von pfropfen (3 von 3)

bepfropfen

DWB

bepfropfen , farcire: eine flasche bepfropfen, zustöpseln; bepfropft mit mancherlei fremdartigen. Ardinghello 1, 51.

entpfropfen

DWB

entpfropfen , was entkorken, entstöpfeln.

verpfropfen

DWB

verpfropfen , verb. 1) propfend an einen andern ort bringen. Stieler 1450 , Frisch 2, 28 ; reben verpfropfen. 2) mit einem propf versehen: e…