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Pfropfen

mhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
23 in 14 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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21
Verweise raus
20

Eintrag · Rheinisches Wb.

Pfropfen

Bd. 6, Sp. 796
Pfropfen das Wort, für das sonst Stopp(en) gilt, ist nur noch als prǫf, Pl. -fə(n) im NBerg an der uWupp, in Sol (u. Sg. -fən), Düss, Mettm, Elbf (-fən), Wermelsk (-fən), dann -- in Rees, Klev, Mörs, Geld (aber prǫpə ‘Früchte der schwarzen Erle’, im Gegens. zu prf ‘Pfropfen’ Geld-Schravelen) [prǫp Rees-Isselbg] u. als prf, Pl. -fə in Köln-Widdersd u. als -- Bergh-Hüchelhv u. als prǫpə Sg. u. Pl. in Köln-Stdt bezeugt m.: 1.a. Stopfen, aber mehr von Papier, Werg oder ähnlichem Stoff zusammengemacht, oft zus.gekaut; so kommt beim Laden eines Vorderladers op et Polwer en Pr., u. in die Knallbüchse wird ein Pr. aus der Wurzel des breitblätterigen Wegerich geschoben; auch der St. im Blutgeschwür; wenn de Pr. drüt es, geht ok de Pinn fort; aus den Ohren entfernt man einen Pr. etwa aus Watte oder Ohrenschmalz Allg. En Pr. enne Mul donn einen grossen Bissen Elbf; de Mösse (Vögel) dreiht enne Pr. Fere (Feder) in't Nes Geld. — b. ein Büschel von Werg, Garn, Tabak Klev. — 2. übertr. a. sachl. -ǫfə, –fχə Pfahl, Pfosten Zell-Aldegund, Koch-Poltersd. — b. persönl. decke Proff dicker Kerl Sol-Wald.
1126 Zeichen · 35 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    pfropfensw. V.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    pfropfen , sw. V. nhd. pfropfen, veredeln ÜG.: lat. plantare Gl, serere Voc Hw.: vgl. mnl. proppen, mnd. proppen Q.: Vät…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Pfropfen

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Der Pfropfen , des -s, plur. ut nom. sing. Diminut. das Pfröpfchen, ein Stück von einer gemeiniglich weichern Materie, w…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    1pfropfen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    1 pfropfen mundartl ‘propfen’ 28,247,13 a dem Stamm eines Baumes einen fremden (höherwertigen) Zweig zur Veredlung aufse…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Pfropfen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Pfropfen , in der Obstbaumzucht, s. Veredeln.

  5. modern
    Dialekt
    Pfropfen

    Bayerisches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    Pfropfen Band 2, Spalte 2,687

  6. Spezial
    pfropfen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    pfrop|fen vb.tr. 1 (hineindrücken, hineinpressen, hineinquetschen, hineinstopfen) druché ite, tocé ite, fracé ite, mëte …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pfropfen

15 Bildungen · 4 Erstglied · 8 Zweitglied · 3 Ableitungen

pfropfen‑ als Erstglied (4 von 4)

pfropfen I

SHW

pfropfen I Band 1, Spalte 811-812

pfropfen als Zweitglied (8 von 8)

anpfropfen

DWB

anpfropfen , inserere: ein reis einimpfen.

aufpfropfen

DWB

auf·pfropfen

aufpfropfen , inserere, dem ast ein edles reis aufpfropfen. nnl. opproppen im sinne von anfüllen.

einpfropfen

DWB

ein·pfropfen

einpfropfen , 1 1) inserere surculum, nnl. inproppen, dän. indproppe: denn so du aus dem ölbawm, der von natur wilde war, bist ausgehawen un…

Mundpfropfen

Adelung

mund·pfropfen

Der Mundpfropfen , des -s, plur. ut nom. sing. in der Artillerie derjenige Pfropfen, womit die Mündung eines Stückes verwahret wird, damit n…

schleimpfropfen

DWB

schleim·pfropfen

schleimpfropfen , m. in der medicin ein schleimiges, polypenartiges gewächs in der nase oder am herzen. Adelung, schleimpropf Campe.

verpfropfen

DWB

ver·pfropfen

verpfropfen , verb. 1) propfend an einen andern ort bringen. Stieler 1450 , Frisch 2, 28 ; reben verpfropfen. 2) mit einem propf versehen: e…

Ableitungen von pfropfen (3 von 3)

bepfropfen

DWB

bepfropfen , farcire: eine flasche bepfropfen, zustöpseln; bepfropft mit mancherlei fremdartigen. Ardinghello 1, 51.

entpfropfen

DWB

entpfropfen , was entkorken, entstöpfeln.

verpfropfen

DWB

verpfropfen , verb. 1) propfend an einen andern ort bringen. Stieler 1450 , Frisch 2, 28 ; reben verpfropfen. 2) mit einem propf versehen: e…