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Narbe

mhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
16 in 14 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Narbe f.

Narbe f.

Narbe f. ‘sichtbare Spur einer verheilten Wunde auf der Haut, Wundmal’, ahd. narwa (Hs. 12. Jh.), mhd. narwe, mnd. narwe, nāre ist die feminine Substantivierung (im Sinne von ‘Enge, Verengung der Wundränder, Zusammenziehung der Haut über der Wunde’) eines Adjektivs westgerm. *narwa-, das in asächs. naru, aengl. nearu, engl. narrow, nl. naar ‘eng’ (eigentlich ‘zusammengeschnürt’) belegt ist (s. auch Nehrung). Verwandt sind lit. nérti ‘einfädeln, stricken, (ver)knoten, (ver)schlingen’, narỹs ‘Schlinge, Gelenk, Glied’, russ. (landschaftlich) nerët (нерёт) ‘eine Art Fischreuse’ und wohl auch 1Schnur (s. d.). Erschließbar ist ie. *(s)ner- ‘drehen, winden (von Faden und Flechtwerk), zusammendrehen, zusammenschnüren’, vielleicht eine Erweiterung der Wurzel ie. *(s)nē- ‘Fäden zusammendrehen, mit dem Faden hantieren, weben, spinnen, nähen’ (s. nähen). Für das zunächst vorwiegend nordd. und md. Narbe verwenden Luthers obd. Zeitgenossen Wunde und Malzeichen. Narbe steht auch für die Unebenheiten auf der Haarseite eines gegerbten Fells (15. Jh.), vgl. nl. nerf, sowie für die mit Wurzelgeflecht durchsetzte Bodenoberfläche, vgl. Grasnarbe (18. Jh., doch in nd. Mundarten wohl älter). – narbig Adj. ‘mit Narben bedeckt’ (Mitte 18. Jh.), älter narbicht (17. Jh.). vernarben Vb. ‘abheilen’ (19. Jh.).
1301 Zeichen · 46 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    narbe

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    narbe s. narwe.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Narbe

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    2. Die Narbe , plur. die -n, Diminut. das Närbchen, Oberd. Närblein, ein Wort, welches ehedem eine Vertiefung in die Län…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Narbe

    Goethe-Wörterbuch

    Narbe A bei der Wundheilung zurückbleibende sichtbare Spur, Wundmal 1 mBez auf menschliches (Haut-)Gewebe; meist übertr …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Narbe

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Narbe (cicatrix) , die nach der Heilung einer verwundeten Körperstelle zurückgebliebene sichtbare Substanzveränderung. D…

  5. modern
    Dialekt
    Narbe

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Narbe das Wort ist allg. verbr., doch Mosfrk, Rip, Nfrk noch stark zurückgehalten durch Leich-, Leimzeichen ; die Formen…

  6. Sprichwörter
    Narbe

    Wander (Sprichwörter)

    Narbe 1. Der Narben lacht, der Wunden nie gefühlt. – Körte, 4431. 2. Die Narbe bleibt, wenn auch die Wunde heilt. Lat. :…

  7. Spezial
    Narbe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Nar|be f. (-,-n) 1 sanisc f. , sroma (-mes) f. 2 (Pockennarbe) sëgn dla variora m. 3 cujidöra (-res) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit narbe

12 Bildungen · 11 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

narbe‑ als Erstglied (11 von 11)

narbenbedeckt

DWB

narben·bedeckt

narbenbedeckt partic. : der gewohnte panzer sich um die narbenbedeckte brust schmiegte. Scheffel Ekkeh. 208 .

narbenlos

DWB

narben·los

narbenlos , adj. ohne narben: ich wähnte eine art unzerstörbarer naturen vor mir zu sehen, die nur spielweise so grimmig auf einander los gi…

narbenseite

DWB

narben·seite

narbenseite , f. gleich haarseite des leders Jacobsson 2, 181 b ; die närbenseite Schm. 1, 1756 Fromm.

narbenstrich

DWB

narben·strich

narbenstrich , m. : einer haut den narbenstrich geben, sie mit dem streicheisen auf der narbenseite der länge nach streichen, um die narbe n…

narbenvoll

DWB

narben·voll

narbenvoll , adj. voll narben, narbenbedeckt: denn sie beut die brust dem feinde dar, die narbenvolle brust. Platen (1847) 4, 187 ; nun ists…

narbe als Zweitglied (1 von 1)