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Mehl

nhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
16 in 16 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Mehl

Bd. 5, Sp. 1029
Mehl das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk mēl, –Eə- [n. Soonw -E-]; Saarl -E:-, im SW -ē:-; n. einschl. Diefflen Nalb Bilsd Prims Aussen Limb Gresaub -ē·ə.-; im Süd. -E·ə.- im N. bis zum Haustadter Tal; n. davon męl in Merz, Saarbg, doch WSaarbg -īə-; sonst Mosfrk -E-, –ē(ă)-; doch Koch, Kobl, May u. Rip in Aden, NPrüm, Malm, SMonsch -ę-; dies auch Neuw, WAltk, Sieg, Sülzt; Siegld -ēă-; OBerg -ēə-; NBerg -ēə-, –ēă- [Sol, Wermelsk -ę-]; sonst Rip -E-, –Eə-, –ēă-, –īă-; SNfrk -Eə-, –ēə- [-E·ə.- Kemp-Dülken]; Klevld -E- Sg. t. n.: wie nhd., Korn-, Gerschte-, Gres-, Haver-, Wesse-, Bochwesse-, Brutm. Rip, Allg.; No-, Boll-, Fürschossm. [Reihenfolge der M.sorten beim Beuteln in der Mühle: Brot-, Twett-, Bollm., Grend, Kleien Klev; Blum (Blümmke), M. (et Meddelgort), Grend, Kleien Mörs; Dunst, iərschte Flur, zwedde Fl., dredde Fl., Grend, Kleie Köln, Grevbr; Auszug, Plätzchesm., Weissm. Zell-Enkirch]. Gebrode M. geröstet Bernk-Wolf; braun M. Kobl; geristert M. Trier, Allg.; gäl M. Baumwollsaatmehl Mörs, Geld, Klev; Kaffem. gemahlener Kaffee Gummb; Wurmm. gegen Würmer Allg. — Ene Sack, en Pond M. Rip, Allg.; en Stomp M. Sack M., nicht gerade 1 Centner Wittl. — RA.: Dat M. os geschrott wie Knottekaf (Spreu vom Flachssamen) es ist grob Sieg-Fussh. M. su klor wie de Sonn (Schni) Bitb-Wiersd. Den dreckt sich wie et M. an (in) de Fänger er ist ein Drückeberger Prüm-Waxw. E Kerl wie e Pund M. ein Schlappschwanz Köln-Stdt. Frösch M. un trecken (trockenes) Holz as dem Bäcker sein enzigen Stolz Trier-Schleidw. Düvels M. git D. Pannekoche aus schlechtem Stoff kann man nichts Gutes herstellen, auch von der Nachkommenschaft schlechter Eltern Köln-Stdt. Ene (ein einziger) Sten kann ken M. mahle Mörs-Rheinbg; twe harde St. m. selde gut M. Emmerich. Aus em Kohlesack ka mer ke weiss M. holen Wittl-Meerf. Et richtige M. nenn (nehmen) das Rechte tun, die rechte Antwort geben (dat wor et r. M.) Sieg-ODollend. Ke M. han kein Geld, keinen Trumpf haben ebd. De sitt us, als of e M. noch Bruət ze eisse hätt wie ein Hungerleider Aach. De micht's wie de Bäcker van Stee (Goar-Steeg); wann de M. hot, dann backt er nit Simm-Horn. Net dat de bicks, ih de M. häs! erst die Mittel zur Arbeit, zum Unternehmen Bergh-Blatzh. Schwätz nor Blech (Wortsp. zwischen Bl. ‘Unsinn’ u. ‘Kuchenblech’), mer hon M., vor Kuche se backe! Simm-Horn. De hät M. gekregen ist in der Beichte nicht absolviert worden Geld-Nieukerk. He well Ferkes (Schweine) haute (halten), ävvel ge M. bruke er wendet nicht die rechten Mittel an Heinsb. He well pruste (niesen) on et M. en der Mond haute zweierlei zugleich geht nicht Heinsb. Wer et M. lett (lässt) ale (alten) on et Brut lett kale (kalt werden), de kann op het Joəhr ene Mann mih hale Aach-Eschw, Eusk, MGladb, Erk. We et M. well spare, de krit ken Speck en der Mage bei der Schweinemast MGladb-Viersen. Wer sei M. ze Blätz verbackt un sei Fleisch ze Worscht verhackt un sei Holz ze Spene heit, de kimmt nit weit Rhfrk. Wenn der Bur et Speck en Greve (Grieben) schnitt en et M. en Waffele beckt, werd gene rike Mann Eup. Wann de Mus (s. Maus) des (et) M.s satt ös, da schmack et better (garz) Allg. No Stepp (Staub) un M. get et en trecke Kehl Mos. — Da sett M. dren es ist gutes Heu Grevbr-Wickr. — Im Kinderld. Schuster, lapp, l., et Pöttche voll Papp, et P. v. M., Sch. es scheel! Sieg-OCassel. Henge dem Backes steht ene Steər; wenn mer mahle, git et M.; wenn mer backe, git et Brut; wenn mer sterve, se mer dut Dür-Gürzenich. Aijer, A., Ris-chen, Spek an (in) mein Schiss-chen (Schoss), M. an mein Säkelchen, Geld an mein Begdelchen (Beutel)! Heischld. zu Fastnacht Bitb. — Scherzfrage: Welch M. werd net geback? das Kameel Bernk-Wederath. Wat git drei mol siewen (Wortsp. mit s. ‘mit dem Sieb s.’)? Antw.: Fing M. Wippf-Forsten, Kemp.
3851 Zeichen · 120 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Mêhl

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Das Mêhl , des -es, plur. inus. zarter, zu einem unfühlbaren Pulver gemahlener Staub, besonders der nahrhafte Staub dies…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Mehl

    Goethe-Wörterbuch

    Mehl vereinzelt ‘Meel’ 1 gemahlenes Getreide zur Herstellung von Brot u anderen Back-, Teigwaren, einmal zur Zubereitung…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Mehl

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Mehl , der bekannte, auf der Mühle zu Staub zermalmte und von den Bestandtheilen der Samenhüllen gereinigte Inhalt der G…

  4. modern
    Dialekt
    Mëhl

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Më h l [Mál fast allg., Mǽl Str. W. ] n. Mehl. Dis is t besser (m i r liewer Ingw. ) a l s eps vo n M. Ingenh. Ah, so ep…

  5. Sprichwörter
    Mehl

    Wander (Sprichwörter)

    Mehl 1. Alles Mehl hat Kleien. – Eiselein, 459; Simrock, 6928. It. : Ogni farina ha crusca. ( Eiselein, 459. ) 2. Aus ge…

  6. Spezial
    Mehl

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Mehl n. (-[e]s,-e) (feines Mehl, Flaum) farina (-nes) f. ▬ eingebranntes Mehl arestí m. ; mit Mehl bestreuen sfariné ; M…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit mehl

475 Bildungen · 411 Erstglied · 61 Zweitglied · 3 Ableitungen

mehl‑ als Erstglied (30 von 411)

Mehlaffe

SHW

Mehl-affe Band 4, Spalte 605-606

Mehlapfel

SHW

Mehl-apfel Band 4, Spalte 605-606

Mehlauge

SHW

Mehl-auge Band 4, Spalte 605-606

Mehlbaiaß

SHW

Mehl-baiaß Band 4, Spalte 605-606

Mehlbeere

SHW

Mehl-beere Band 4, Spalte 605-606

Mehlbeutel

SHW

Mehl-beutel Band 4, Spalte 605-606

Mehlbirne

SHW

Mehl-birne Band 4, Spalte 605-606

Mehlbrei

SHW

Mehl-brei Band 4, Spalte 605-606

Mehlbuche

SHW

Mehl-buche Band 4, Spalte 605-606

Mehlert

SHW

Mehl-ert Band 4, Spalte 605-606

Mehlfaß

SHW

Mehl-faß Band 4, Spalte 605-606

Mehlfrau

SHW

Mehl-frau Band 4, Spalte 605-606

Mehlfurz

SHW

Mehl-furz Band 4, Spalte 605-606

Mehlgasse

SHW

Mehl-gasse Band 4, Spalte 605-606

Mehlhafen

SHW

Mehl-hafen Band 4, Spalte 605-606

Mehljacke

SHW

Mehl-jacke Band 4, Spalte 605-606

Mehljude

SHW

Mehl-jude Band 4, Spalte 605-606

Mehlkammer

SHW

Mehl-kammer Band 4, Spalte 605-606

Mehlkasten

SHW

Mehl-kasten Band 4, Spalte 607-608

Mehlknopf

SHW

Mehl-knopf Band 4, Spalte 607-608

Mehlkorb

SHW

Mehl-korb Band 4, Spalte 607-608

Mehlkratze

SHW

Mehl-kratze Band 4, Spalte 607-608

Mehlkuchen

SHW

Mehl-kuchen Band 4, Spalte 607-608

Mehlkübel

SHW

Mehl-kübel Band 4, Spalte 607-608

mehl als Zweitglied (30 von 61)

Áfterkamēhl

Adelung

Das Áfterkamēhl , des -es, plur. die -e, der Nahme eines morgenländischen Thieres, welches dem Kamehle gleicht, aber einen ebenen Rücken und…

aftermehl

DWB

after·mehl

aftermehl , n. , aus dem zum dritten abgemalenen getraide: als Galla aftermehl in ihre haare streut. Günther 1039 .

Alaunmêhl

Adelung

alaun·mehl

Das Alaunmêhl , des -es, plur. inusit. 1) Der Bodensatz, welcher nach dem Sieden der Alaunlauge, und nach der Anwendung des Niederschlages, …

amelmehl

DWB

amel·mehl

amelmehl , n. kraftmehl, ἄμυλον , ahd. amar ( Graff 1 , 253). nimm ammelmehl, zertreibs mit rosenwasser. Euch. Röszlins hebammenbüchl. Frank…

Billenmêhl

Adelung

billen·mehl

Das Billenmêhl , des -es, plur. inus. in einigen, besonders Niedersächsischen Gegenden, das gröbere Weitzenmehl vom zweyten Schlage.

bohrmehl

DWB

bohr·mehl

bohrmehl , n. ramenta, hammerschlag, gröber als scobis.

Brandmêhl

Adelung

brand·mehl

Das Brandmêhl , des -es, plur. car. Mehl von brandigem Getreide.

flugmehl

DWB

flug·mehl

flugmehl , n. in der müle flüchtiges, verstiebendes mehl.

gemehl

KöblerMhd

gemehl , st. N., st. M. Vw.: s. gemæhel

gerstenmehl

DWB

gersten·mehl

gerstenmehl , n. aus gerste gewonnenes mehl Stieler 1304 , ahd. girstîn mele, gerstmelo, altclev. garstenmele Teuthonista 100 a : so sol man…

giftmehl

DWB

gift·mehl

giftmehl , n. , gleichbedeutend mit hüttenrauch Minerophilus (1730) 294 ; bergmänn. wb. (1778) 227: gifftmehl von arsenico Lehmann hist. sch…

grandmehl

DWB

grand·mehl

grandmehl , n. : grandmeel ' grobes mehl mit kleyen ' brem.-nds. wb. 2 (1767) 535; grandmehl Campe 2 (1808) 441 a . —

Griesmêhl

Adelung

gries·mehl

Das Griesmêhl , des -es, plur. von mehrern Arten, die -e. 1) Dasjenige Mehl, welches aus dem ersten Griese auf den Mühlen gezogen wird und d…

Gypsmêhl

Adelung

gyps·mehl

Das Gypsmêhl , des -es, plur. von mehrern Arten und Quantitäten, die -e, ein zu einem feinen Staube oder Mehle gemahlner Gyps. Gegrabenes Gy…

Hafermêhl

Adelung

hafer·mehl

Das Hafermêhl , des -es, plur. inus. das aus Hafer gemahlne Mehl.

Himmelsmêhl

Adelung

himmels·mehl

Das Himmelsmêhl , des -es, plur. inus. ein aufgelöseter oder verwitterter Gyps, welcher zuweilen gefunden, noch öfter aber von Überschwemmun…

2. Kamehl

Adelung

2. Das Kamehl , des -es, plur. die -e. 1) Ein vierfüßiges haariges Thier mit zwey Zehen, welches höher als ein Pferd ist, einen kleinen Kopf…

kernmehl

DWB

kern·mehl

kernmehl , n. mehl vom zweiten und dritten gange, das feinste. kernmeel, flos farinae Frisch 1, 511 b . s. kraftmehl .

kleienmehl

DWB

kleien·mehl

kleienmehl , n. kleienmel furfurium voc. th. 1482 q 7 b , doch unsicher ob nicht kleien mel gemeint mit dem adj. kleien.

kraftmehl

DWB

kraft·mehl

kraftmehl , n. das feinste weizenmehl, das die kraft des weizens enthält ( s. kraft 4, c ), daher auch stärkemehl, stärke genannt: amylum, k…

mittelmehl

DWB

mittel·mehl

mittelmehl , n. mehl, welches das mittel zwischen dem gröberen schrot- und dem feineren griesmehl hält. Jacobsson 3, 76 a .

Ableitungen von mehl (3 von 3)

Bemehlen

Campe

Х Bemehlen , v. trs. mit Mehl bestreuen. Sich bemehlen, Mehl an sich bringen, indem man demselben zu nahe kömmt. Dann, sich den Kopf mit Meh…

gemehl

KöblerMhd

gemehl , st. N., st. M. Vw.: s. gemæhel

gemehlen

KöblerMhd

gemehlen , sw. V. Vw.: s. gemahelen