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Maschīne

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
15 in 14 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Maschīne

Bd. 3, Sp. 91
Die Maschīne, plur. die -n, aus dem Franz. Machine, und dieß aus dem Lat. Machina. 1. Eigentlich, ein jedes künstlich zusammen gesetztes Ding ohne Leben oder eigne Bewegung. In diesem Verstande nennt man ein großes Haus eine ungeheure Maschine. In engerer Bedeutung, ein solches zusammen gesetztes Ding, eine Absicht durch dasselbe zu erreichen; ein Werkzeug. Die Tabaks-Maschine, zum Tabakrauchen, wo der Rauch, ehe man ihn in den Mund bekommt, erst durch reines Wasser gehet. Die Thee-Maschine u. s. f. In einer andern Einschränkung ist die Maschine ein künstlich zusammen gesetztes und mit einer, obgleich nicht eigenen und willkührlichen Bewegung versehenes Ding. Das Weltgebäude, eine Uhr u. s. f. sind dergleichen Maschinen. In der engsten Bedeutung ist es ein zusammen gesetztes Werkzeug, eine Bewegung hervor zu bringen oder zu erleichtern; zum Unterschiede von einem bloßen Werkzeuge oder Instrumente, welches auch einfach seyn kann. Große Maschinen, schwere Lasten zu heben oder zu bewegen, werden Rüstzeuge genannt. In allen diesen Fällen ist Maschine der allgemeine Ausdruck, welcher bloß entweder die Zusammensetzung oder die künstliche in der Zusammensetzung gegründete Bewegung ausdruckt, in den meisten einzelnen Fällen aber durch eigene Nahmen verdrängt wird. 2. Figürlich. 1) Ein lebendiges Wesen, welches nur durch mechanische, oder fremde, von außen her empfangene Ursachen wirkt, nicht nach eigenen vernünftigen Einsichten handelt. So nennet man einen Menschen eine Maschine, welcher bloß nach fremden Antrieb ohne eigene Prüfung, Wahl und Einsicht wirkt und handelt. 2) In den schönen Künsten werden die unnatürlichen Mittel, einen Knoten in epischen und dramatischen Gedichten aufzulösen, Maschinen genannt. 3) In der Mahlerey ist die Maschine die Vertheilung der Gegenstände auf der ebenen Fläche, um eine Handlung vorzustellen, mehrere durch eine Handlung mit einander verbundene Gegenstände. Ein Mahler, welcher in einem kleinen Inhalte bewundernswürdig ist, taugt in großen Maschinen oft wenig oder gar nichts. 4) Die Verzierungen auf dem Theater führen gleichfalls den Nahmen der Maschinen. Anm. Da die Zusammensetzung und die darin gegründete Bewegung in diesem Worte der herrschende Begriff ist, so siehet man bald, daß das Lat. Machina mit allen seinen Griechischen Ahnen ein Seitenverwandter von unserm Zeitworte machen ist, so fern es verbinden und sich bewegen bedeutet, S. dasselbe und Gemahl, ingleichen Mechanik, Mechanisch.[]
2471 Zeichen · 32 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Maschīne

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Maschīne , plur. die -n, aus dem Franz. Machine, und dieß aus dem Lat. Machina. 1. Eigentlich, ein jedes künstlich z…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Maschine

    Goethe-Wörterbuch

    Maschine selten -iene 1 komplexe, aus beweglichen u statischen Teilen bestehende Vorrichtung mit Mechanismen zur Kraftüb…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Maschine

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Maschine , nennt man eine mehr od. weniger künstlich aus verschieden en Theilen zusammengesetzte Vorrichtung, die, wenn …

  4. modern
    Dialekt
    Maschin(e)

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Maschin(e) [Màînə Heidw. ; Màn Winzenh. ; Màín Dü. ; Màin U. ] f. Maschine, bes. Dreschmaschine. Maschine n stro h …

  5. Sprichwörter
    Maschine

    Wander (Sprichwörter)

    Maschine Man muss nicht blos die Maschine haben, man muss auch baggern.

  6. Spezial
    Maschine

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ma|schi|ne f. (-,-n) 1 mascin (-s) f. 2 (Maschinerie) mascinaria (-ies) f. 3 (Flugzeug) fligher (-gri) m . ▬ eine Maschi…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit maschine

148 Bildungen · 139 Erstglied · 9 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von maschine

masch + -in + -e

maschine leitet sich vom Lemma masch ab mit Suffixen -in und -e.

Zerlegung von maschine 2 Komponenten

masch+ine

maschine setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

maschine‑ als Erstglied (30 von 139)

Maschine(n)

Idiotikon

Maschine(n) Band 4, Spalte 502 Maschine(n) 4,502

Maschine(n)g(e)wer

Idiotikon

Maschine(n)g(e)wer Band 16, Spalte 926 Maschine(n)g(e)wer 16,926

Maschine(n)könig

Idiotikon

Maschine(n)könig Band 3, Spalte 328 Maschine(n)könig 3,328 u.

maschinell

Pfeifer_etym

maschin·ell

Maschine f. technischer Apparat zur Übertragung von Kraft und zur Ausführung von Arbeitsgängen. Im 17. Jh. wird frz. machine als Bezeichnung…

Maschinenapparat

GWB

maschinen·apparat

Maschinenapparat Bindestrichschr tautologische Wortbildung für die Elektrisiermaschine N11,195,22 Elektr Juliane Brandsch J.B.

maschine als Zweitglied (9 von 9)

dampfmaschine

DWB

dampf·maschine

dampfmaschine , f. franz. machine à vapeur. engl. steam engine. eine einfach, eine doppelt wirkende. mit hochdruck, mit niederdruck.

dreschmaschine

DWB

dresch·maschine

dreschmaschine , f. womit man das getreide ausdrischt. engl. thrashing-machine, dän. tärskemaskine. s. dreschbank und das folgende

Fēuermaschīne

Adelung

feuer·maschine

Die Fēuermaschīne , plur. die -n, eine Maschine, welche ihre Bewegung durch die Kraft des vermittelst des Feuers in Dünste aufgelöseten Wass…

waschmaschine

DWB

wasch·maschine

waschmaschine , f. maschine zum reinigen der wäsche Jacobsson 4, 597 a . Adelung. technisch: maschine zum waschen der kartoffeln in stärkefa…

wettermaschine

DWB

wetter·maschine

-maschine , f. : windfang, luftkiste, ein gerüste, dadurch die frische luft in die grube gebracht wird, bergmänn. wb. (1770) 603; allg. dt. …

windmaschine

DWB

wind·maschine

windmaschine , f. 1) ' vom wind getriebenes pumpwerk ' u. ä. Jacobsson technol. wb. 4, 655 a ; 2) vorrichtung zur lüftung Beil technol. wb. …

wurfmaschine

DWB

wurf·maschine

-maschine , f. 1) bezeichnung für die geschützartigen schleudervorrichtungen des altertums und des mittelalters: allg. dt. bibl. (1765) 9, 1…

ziehmaschine

DWB

zieh·maschine

ziehmaschine , f. , maschinelle einrichtung zum ziehen, z. b. der gewünschten form des fensterbleis: Krünitz 18, 766 ; Schönermark-Stüber 21…

Zitieren als…
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Cotta, M. (2026). „maschine". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/maschine/adelung
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Cotta, Marcel. „maschine". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/maschine/adelung. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „maschine". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/maschine/adelung.
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