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Männlich

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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10 in 10 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Männlich adj, adv

Bd. 3, Sp. 204b
Männlich, — er, — ste, adj. u. adv. überhaupt, einem Manne gleich, ähnlich, im Wesen, in den Eigenschaften des Mannes gegründet; im O. D. und sonst auch mannlich. 1) Von Mann, sofern darunter der befruchtende Theil der lebenskräftigen Körper, sowol des Thier= als Pflanzenreiches, durch deren Vereinigung die Fortpflanzung vor sich gehet, verstanden wird, die nöthigen Eigenschaften und Theile zu dieser Befruchtung und Fortpflanzung habend; in Gegensatz von weiblich. Eine männliche Person. Ein männliches Glied der Gesellschaft. Das männliche Geschlecht, sowol alle männliche Personen zusammengenommen, als auch, der Ibegriff aller wesentlichen und unterscheidenden Kennzeichen, welche diese Personen als männliche bezeichnen. Der männliche Stamm, der Stamm eines Geschlechts von Seiten des Mannes. Die männliche Linie, die Aufeinanderfolge der männlichen Glieder eines Geschlechtes. Männliche Erben, Erben männliches Geschlechts. Das männliche Glied, welches Personen männliches Geschlechts von Personen weibliches Geschlechts wesentlich unterscheidet. »Alles was männlich ist unter euch, soll beschnitten werden,« was männliches Geschlechts ist. 1 Mos. 17, 10. Х Etwas Männliches, ein Mann. Doch darf sich in den Gärten — Nach Sonnenuntergang nichts Männlich's sehen lassen. Wieland. »Meine Brust klopft mir voll Unmuth, daß mich die Natur nicht männlich schuf.« Weiße. I der Pflanzenlehre ist die männliche Blüte oder Blume, diejenige, welche die befruchtenden Theile, den Blumenstaub, enthält, der sich auf den Staubfäden oder den Staubbeuteln ohne Fruchtkeim und Staubweg befindet; in Gegensatz der weiblichen, welche den Fruchtkeim mit Staubwegen oder den Stempel enthält und zum Unterschiede von den Zwitterblüten, welche Staubbeutel oder Staubfäden und Staubwege oder Stempel zugleich haben. I der Sprachlehre legt man einer großen Menge von Wörtern auf eine unpaßliche Art auch männliches Geschlecht (genus masculinum) bei, wohin alle diejenigen Grundwörter gehören, welchen man die Deutewörter der und ein vorsetzen kann, wie auch alle diejenigen Fürwörter und Beilegungswörter, die sich auf solche Grundwörter beziehen und diese Beziehung durch ihre Endung anzeigen; zum Unterschiede vom weiblichen und ungewissen oder wie andre nicht viel besser sagen, vom sächlichen Geschlechte. S. Geschlecht. I der Dichtkunst ist der männliche Reim ein solcher, wo das Reimwort einsilbig oder die Reimsilbe eine Grundsilbe des Wortes, nicht eine durch Umendung oder Umbeugung  hinzugekommene ist, weil ein solcher, den Ton habend, stark oft hart klingt; zum Unterschiede vom weiblichen, welcher zweisilbig ist, und dessen zweite Silbe als tonlos weich oder sanft klingt. Uneigentlich, doch nur im gemeinen Leben, nennt man auch diejenige Kleidung, welche Personen männliches Geschlechts zu tragen pflegen, eine männliche Kleidung; besser, aber auch nur im gemeinen Leben, eine Mannskleidung, Mannskleid. 2) Von Mann, sofern eine Person männliches Geschlechts darunter verstanden wird, welche das Jünglingsalter zurückgelegt hat; in Gegensatz des kindisch und jugendlich. Das männliche Alter, dasjenige Alter einer Person männliches Geschlechts, welches man gewöhnlich vom 30sten Jahre an rechnet. Eine männliche Gestalt. Männlich aussehen. Eine männliche Stimme, eine starke, [] feste, wie sie Männer zu haben pflegen. I der Tonkunst ist die männliche Stimme oder Mannsstimme die Baßstimme. Besonders in engerer Bedeutung, mit dem Nebenbegriffe des gesetzten Wesens, des Ernstes, der Entschlossenheit, des Muthes  oder überhaupt mit dem Nebenbegriffe der körperlichen, geistigen und sittlichen Vorzüge des Mannes, wie auch seiner Vorzüge in der menschlichen Gesellschaft; in Gegensatz des weiblich und weibisch. Sein männlicher Ernst und fester Sinn wurden durch ihre weibliche Sanftmuth und Freundlichkeit gemildert. Männlicher Muth und weibische Furcht. Als — die Fabricius und männliche(n) Catone Noch lebten — — Uz. »Wachet, stehet im Glauben, seid männlich und seid stark.« 1 Cor. 16, 13. Sich männlich wehren, d. h. tapfer. Und hielten sich männlich zu jeglichem Streit. Lichtwer. I diesem Sinne sagt man auch mannhaft. Ein männliches Weib, welches sich über die Schwachheiten, die Furcht  ihres Geschlechts erhebt und welches Entschlossenheit, Standhaftigkeit und Muth zeigt. Ein männliches Betragen, das Betragen eines Mannes im vorzüglichen Sinne des Wortes. Eine männliche Hand schreiben, mit stärkern, festern und sicheren Zügen. Eine männliche Schreibart nennt man eine kräftige, gedrängte. Ein Mahler führt einen männlichen Pinsel, wenn er ihn auf eine sichere, kräftige und kecke Art zu führen verstehet. 3) * * Männiglich, jedermann.
4674 Zeichen · 53 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Männlich

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Männlich , -er, -ste, adj. et adv. einem Manne gleich, ähnlich, in dessen Beschaffenheit gegründet, in verschiedenen Bed…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    männlich

    Goethe-Wörterbuch

    männlich selten mann-; männi- GWB 8,53,12 1 das befruchtende, zeugende Geschlecht bezeichnend a dem befruchtenden Geschl…

  3. modern
    Dialekt
    männlich

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Wossidia männlich männlich: masculus 'Menlick' Chytr. 89; virilis 'MAenlick' 92; wenn de Hahns dat Männliche wegnahmen w…

  4. Sprichwörter
    Männlich

    Wander (Sprichwörter)

    Männlich 1. Der ist manlich, der sein Creutz mit gedult tragen kan. – Henisch, 622, 25. 2. Männlich wehrt sich unrechter…

  5. Spezial
    männlichadj

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    männlich , adj мужской , п → FiloSlov maskulin, adj

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit maennlich

31 Bildungen · 14 Erstglied · 14 Zweitglied · 3 Ableitungen

Ableitung von maennlich

mann + -lich

maennlich leitet sich vom Lemma mann ab mit Suffix -lich, mit Umlaut-Wechsel.

maennlich‑ als Erstglied (14 von 14)

Männlichen

Meyers

mann·lichen

Männlichen , Berg in den Berner Alpen, westlich von Grindelwald (Grindelwald-Rigi), 2345 m ü. M., ein Aussichtspunkt ersten Ranges; Hotel.

männlichernst

GWB

maennlich·ernst

männlich-ernst der Gewissenhaftigkeit eines Mannes gemäß Ew. Wohlgeb. gönnen .. Ihre männlich ernste Theilnahme der jenaischen allgem. Litt.…

männlichgesund

GWB

maennlich·gesund

männlich-gesund der Ausdruckskraft eines Mannes im besten Sinne entsprechend Guerchin ist ein innerlich braver männlich gesunder Mahler ohne…

männlichgut

GWB

maennlich·gut

männlich-gut der Unerschütterlichkeit eines Mannes gemäß Bruch des Schlüsselbeins .. auch dieses Unheil, so wie eine sich dazu gesellende Ha…

männlichkeit

DWB

maennlich·keit

männlichkeit , f. virilitas menlicheit Dief. 622 b ; männlichkeit, virilitas, pubertas Steinbach 2, 24 ; die männlichkeit seiner erscheinung…

männlichkühn

GWB

maennlich·kuehn

männlich-kühn kühn wie ein Mann; einmal mBez auf eine weiblich gestaltete Allegorie [ Hoffnung: ] Weiblich gestaltet, bin ich männlich kühn …

männlichrüstig

GWB

maennlich·ruestig

männlich-rüstig körperlich kräftig, die Stärke eines Mannes besitzend; in bildkünstlerischer Darstellung männlich rüstige Gestalten mit Sphi…

männlichruhig

GWB

maennlich·ruhig

männlich-ruhig der Gelassenheit eines Mannes gemäß ein so männlich ruhiger Sinn GWB B43,112,14 Zelter 11.3.27 Bernd Hamacher B.H.

männlichstark

DWB

maennlich·stark

männlichstark , adj. und adv. : es ist des schicksals schlusz, und ich erwart ihn still; enthüll ihn männlichstark, wie ich ihn hören will! …

männlichstet

GWB

maennlich·stet

männlich-stet der Stetigkeit eines Mannes gemäß streue klug wie reich, mit männlich stäter Hand, | Den Segen aus auf ein geackert Land GWB 2…

männlichstrenge

DWB

maennlich·strenge

männlichstrenge , adj. und adv. : er hörte zwar oft, dasz sie ( die fürstin ) männlich-strenge sei, zumal als befehlhaberin, aber doch nicht…

männlichwild

GWB

maennlich·wild

männlich-wild die Wildheit eines Mannes repräsentierend, ausdrückend; mBez auf die bildliche Darstellung einer kriegerischen Königin; subst …

maennlich als Zweitglied (14 von 14)

ehemännlich

DWB

ehemann·lich

ehemännlich , maritalis: die ehemännliche gewalt. Ad. Müller elem. der staatsk. 2, 59 .

Heldenmännlich

Campe

helden·maennlich

○ Heldenmännlich , adj . u. adv . männlich wie ein Held. Wie er so groß, so heldenmännlich , so liebend — dasteht. Sonnenberg.

jugendlichmännlich

GWB

jugendlich·maennlich

jugendlich-männlich a zu jugendlich 1a [ Bildbeschreibung ] Gruppe, bestehend aus drei jugendlich männlichen Figuren und einem Kinde GWB 49 …

jungmännlich

DWB

jungmann·lich

jungmännlich , adj. : also dasz seine ruhmwürdige geschickligkeit ihn in seinem annoch blühenden jungmännlichen alter .. zu einem tapfern un…

kraftmännlich

DWB

kraft·maennlich

kraftmännlich , wie ein kraftmann: auch hat das schicksal ihm indessen kraftmänniglich den daum aufs auge gesetzt. Kl. Schmidt.

schroffmännlich

DWB

schroff·maennlich

schroffmännlich , adj. : daher die bestimmte, schroffmännliche erklärung. Gersdorf repertorium der ges. d. litt. 27 (1841) , 68.

starkmännlich

DWB

stark·maennlich

starkmännlich , adj. : nim' unt umgurt deinen sterkmanlichen lenden dein scharfes schwaerd. Melissus ps. 45, II .

übermännlich

DWB

ueber·maennlich

übermännlich , adj. , steigernd zu männlich: sehr männlich, überaus mannhaft Schottel teutsche haubtsprache (1663) 642 ; der übermännliche m…

Unmännlich

Campe

unmann·lich

Unmännlich , — er, — ste , adj . u. adv . nicht männlich, einem Manne nicht angemessen, seiner nicht würdig. Wie unmännlich die Wang' — Voß.…

Unweidemännlich

Adelung

Unweidemännlich , -er, -te, adj. et adv. der Gegensatz des weidemännisch, den Gewohnheiten und Regeln der Weidemänner, d. i. gelernten Jäger…

weltmännlich

DWB

weltmann·lich

weltmännlich , adj. , wortspielerische gelegenheitsbildung ( vgl. DWB weltmann 3): ( der weltmann: ) ich sagte mir ... soll ein weib, das de…

Ableitungen von maennlich (3 von 3)

Unmännlich

Campe

Unmännlich , — er, — ste , adj . u. adv . nicht männlich, einem Manne nicht angemessen, seiner nicht würdig. Wie unmännlich die Wang' — Voß.…

urmännlich

DWB

urmännlich (ur- C 4 a und c) W. v. Humboldt ges. schr. 5, 138 . —

vermännlichen

DWB

vermännlichen , verb. männlich machen: die knotige hand vermännlicht jeden händedruck. Platen 255 .