lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

maennlich

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
10 in 10 Wb.
Verweise rein
14
Verweise raus
5
Sprachstufen
5 von 16

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Männlich

Bd. 3, Sp. 63
Männlich, -er, -ste, adj. et adv. einem Manne gleich, ähnlich, in dessen Beschaffenheit gegründet, in verschiedenen Bedeutungen dieses Wortes. 1. Von Mann, das befruchtende Individuum organischer Körper einer Art. 1) Eigentlich, wo es von den befruchtenden Individuis so wohl der Menschen und Thiere, als auch der Gewächse gebraucht wird, dieses Geschlecht habend, mit demselben begabt; im Gegensatze des weiblich. Das männliche Geschlecht. Ein männlicher Erbe, ein Erbe männlichen Geschlechtes. Der männliche Stamm, die männliche Linie. Das männliche Glied, welches den wesentlichen Unterschied von dem andern Geschlechte ausmacht. Alles was männlich ist unter euch soll beschnitten werden, 1 Mos. 17, 10, was männlichen Geschlechtes ist. Meine Brust klopft mir voll Unmuth, daß mich die Natur nicht männlich schuf, Weiße. Die männliche Blüthe, die männliche Blume, in dem Gewächsreiche, welche den befruchtenden Blumenstaub enthält; zum Unterschiede von der weiblichen und Zwitterblüthe. Die männlichen Blüthen haben nur allein Staubfäden, Stamina, die weiblichen nur allein Staubwege, Pistilla, die Zwitterblüthen aber beydes zugleich. Das männliche Geschlecht der Wörter, in der Sprachkunst, Genus masculinum; zum Unterschiede von dem weiblichen und ungewissen, oder vielmehr sächlichen. Der männliche Reim, in der Dichtkunst, wenn die Reimsylbe einsylbig ist, zum Unterschiede von dem zweysylbigen oder weiblichen Reime; vermuthlich weil jener gesetzter und männlicher klingt als dieser. 2) Figürlich, in diesem Geschlechte gegründet, demselben gemäß, ähnlich; zum Unterschiede von dem weiblich und im verächtlichen Verstande weibisch. Die männliche Kleidung, wie sie das männliche Geschlecht zu tragen pflegt; im gemeinen Leben die Mannskleidung, so wie man die meisten Zusammensetzungen mit Manns- in der anständigern Sprechart gern durch dieses Beywort zu umschreiben pflegt. Ein Mann in männlichen Künsten und Geschicklichkeiten unerfahren, wird sein Ansehen in der Ehe nicht lange behaupten, Gell. 2. Von Mann, so fern dasselbe ein solches Individuum in engerer Bedeutung nach zurück gelegtem Jünglingsalter bezeichnet; im Gegensatze des kindisch und jugendlich. Das männliche Alter. Männlich aussehen. Eine männliche Stimme haben. Besonders, 3. Mit dem Nebenbegriffe des gesetzten Betragens, des Ernstes, der Entschlossenheit; im Gegensatze des weibisch. Mit einem männlichen Ernste. Eine männliche Hand schreiben. Ein männliches Weib. Die männliche Schreibart, wenn die Gedanken fest mit einander verbunden und gleichsam zusammen gedrängt sind; die kräftige, nervige Schreibart, zum Unterschiede von der weitschweifigen, schleppenden und schalen. Ein männlicher Pinsel in der Mahlerkunst, die gewisse, kräftige, kecke und farbenvolle Art zu mahlen. 4. Ingleichen der Herzhaftigkeit, des entschlossenen, unerschrockenen Muthes; mannhaft, Lat. mascule, im Gegensatze des weibisch. Dadurch ward sie muthig und faßte ein männlich Herz, 2 Macc. 7, 21. Sie liefen männlich mit einem Sturm an die Mauer, Kap. 10, 35. Wachet, stehet im Glauben, seyd männlich und seyd stark, 1 Cor. 16, 13. Die männliche Ertragung der Übel. Lucie, mein männliches Herz zerbricht[] deine stolzen Fesseln! Sich männlich wehren. Dein Beyspiel lehret mich einen männlichen Entschluß, Weiße. Anm. Bey dem Notker in der ersten Bedeutung mannolich, bey dem Stryker in der vierten mendleich, im Oberdeutschen mannlich, bey dem Logau männisch, im Dänischen mandelig und mandlich.
3456 Zeichen · 46 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Männlich

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Männlich , -er, -ste, adj. et adv. einem Manne gleich, ähnlich, in dessen Beschaffenheit gegründet, in verschiedenen Bed…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    männlich

    Goethe-Wörterbuch

    männlich selten mann-; männi- GWB 8,53,12 1 das befruchtende, zeugende Geschlecht bezeichnend a dem befruchtenden Geschl…

  3. modern
    Dialekt
    männlich

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Wossidia männlich männlich: masculus 'Menlick' Chytr. 89; virilis 'MAenlick' 92; wenn de Hahns dat Männliche wegnahmen w…

  4. Sprichwörter
    Männlich

    Wander (Sprichwörter)

    Männlich 1. Der ist manlich, der sein Creutz mit gedult tragen kan. – Henisch, 622, 25. 2. Männlich wehrt sich unrechter…

  5. Spezial
    männlichadj

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    männlich , adj мужской , п → FiloSlov maskulin, adj

Verweisungsnetz

25 Knoten, 18 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 3 Kompositum 15 Sackgasse 7

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit maennlich

31 Bildungen · 14 Erstglied · 14 Zweitglied · 3 Ableitungen

Ableitung von maennlich

mann + -lich

maennlich leitet sich vom Lemma mann ab mit Suffix -lich, mit Umlaut-Wechsel.

maennlich‑ als Erstglied (14 von 14)

Männlichen

Meyers

mann·lichen

Männlichen , Berg in den Berner Alpen, westlich von Grindelwald (Grindelwald-Rigi), 2345 m ü. M., ein Aussichtspunkt ersten Ranges; Hotel.

männlichernst

GWB

maennlich·ernst

männlich-ernst der Gewissenhaftigkeit eines Mannes gemäß Ew. Wohlgeb. gönnen .. Ihre männlich ernste Theilnahme der jenaischen allgem. Litt.…

männlichgesund

GWB

maennlich·gesund

männlich-gesund der Ausdruckskraft eines Mannes im besten Sinne entsprechend Guerchin ist ein innerlich braver männlich gesunder Mahler ohne…

männlichgut

GWB

maennlich·gut

männlich-gut der Unerschütterlichkeit eines Mannes gemäß Bruch des Schlüsselbeins .. auch dieses Unheil, so wie eine sich dazu gesellende Ha…

männlichkeit

DWB

maennlich·keit

männlichkeit , f. virilitas menlicheit Dief. 622 b ; männlichkeit, virilitas, pubertas Steinbach 2, 24 ; die männlichkeit seiner erscheinung…

männlichkühn

GWB

maennlich·kuehn

männlich-kühn kühn wie ein Mann; einmal mBez auf eine weiblich gestaltete Allegorie [ Hoffnung: ] Weiblich gestaltet, bin ich männlich kühn …

männlichrüstig

GWB

maennlich·ruestig

männlich-rüstig körperlich kräftig, die Stärke eines Mannes besitzend; in bildkünstlerischer Darstellung männlich rüstige Gestalten mit Sphi…

männlichruhig

GWB

maennlich·ruhig

männlich-ruhig der Gelassenheit eines Mannes gemäß ein so männlich ruhiger Sinn GWB B43,112,14 Zelter 11.3.27 Bernd Hamacher B.H.

männlichstark

DWB

maennlich·stark

männlichstark , adj. und adv. : es ist des schicksals schlusz, und ich erwart ihn still; enthüll ihn männlichstark, wie ich ihn hören will! …

männlichstet

GWB

maennlich·stet

männlich-stet der Stetigkeit eines Mannes gemäß streue klug wie reich, mit männlich stäter Hand, | Den Segen aus auf ein geackert Land GWB 2…

männlichstrenge

DWB

maennlich·strenge

männlichstrenge , adj. und adv. : er hörte zwar oft, dasz sie ( die fürstin ) männlich-strenge sei, zumal als befehlhaberin, aber doch nicht…

männlichwild

GWB

maennlich·wild

männlich-wild die Wildheit eines Mannes repräsentierend, ausdrückend; mBez auf die bildliche Darstellung einer kriegerischen Königin; subst …

maennlich als Zweitglied (14 von 14)

ehemännlich

DWB

ehemann·lich

ehemännlich , maritalis: die ehemännliche gewalt. Ad. Müller elem. der staatsk. 2, 59 .

Heldenmännlich

Campe

helden·maennlich

○ Heldenmännlich , adj . u. adv . männlich wie ein Held. Wie er so groß, so heldenmännlich , so liebend — dasteht. Sonnenberg.

jugendlichmännlich

GWB

jugendlich·maennlich

jugendlich-männlich a zu jugendlich 1a [ Bildbeschreibung ] Gruppe, bestehend aus drei jugendlich männlichen Figuren und einem Kinde GWB 49 …

jungmännlich

DWB

jungmann·lich

jungmännlich , adj. : also dasz seine ruhmwürdige geschickligkeit ihn in seinem annoch blühenden jungmännlichen alter .. zu einem tapfern un…

kraftmännlich

DWB

kraft·maennlich

kraftmännlich , wie ein kraftmann: auch hat das schicksal ihm indessen kraftmänniglich den daum aufs auge gesetzt. Kl. Schmidt.

schroffmännlich

DWB

schroff·maennlich

schroffmännlich , adj. : daher die bestimmte, schroffmännliche erklärung. Gersdorf repertorium der ges. d. litt. 27 (1841) , 68.

starkmännlich

DWB

stark·maennlich

starkmännlich , adj. : nim' unt umgurt deinen sterkmanlichen lenden dein scharfes schwaerd. Melissus ps. 45, II .

übermännlich

DWB

ueber·maennlich

übermännlich , adj. , steigernd zu männlich: sehr männlich, überaus mannhaft Schottel teutsche haubtsprache (1663) 642 ; der übermännliche m…

Unmännlich

Campe

unmann·lich

Unmännlich , — er, — ste , adj . u. adv . nicht männlich, einem Manne nicht angemessen, seiner nicht würdig. Wie unmännlich die Wang' — Voß.…

Unweidemännlich

Adelung

Unweidemännlich , -er, -te, adj. et adv. der Gegensatz des weidemännisch, den Gewohnheiten und Regeln der Weidemänner, d. i. gelernten Jäger…

weltmännlich

DWB

weltmann·lich

weltmännlich , adj. , wortspielerische gelegenheitsbildung ( vgl. DWB weltmann 3): ( der weltmann: ) ich sagte mir ... soll ein weib, das de…

Ableitungen von maennlich (3 von 3)

Unmännlich

Campe

Unmännlich , — er, — ste , adj . u. adv . nicht männlich, einem Manne nicht angemessen, seiner nicht würdig. Wie unmännlich die Wang' — Voß.…

urmännlich

DWB

urmännlich (ur- C 4 a und c) W. v. Humboldt ges. schr. 5, 138 . —

vermännlichen

DWB

vermännlichen , verb. männlich machen: die knotige hand vermännlicht jeden händedruck. Platen 255 .